Die sich missverstehen

Autor: Jay
Verfasst: 28.02.2010

Die, die sich missverstehen

Er ist still. Er ist unscheinbar und hat diese Ruhe im Blick. Keine angenehme ansteckende Ruhe, eher eine die einen selbst beunruhigt. Es sind keine Zeiten für Ruhe, wie kann er da so ruhig sein? Festungsgleich sitzt er in der Runde und schweigt. Sein Blick wäre jeder Zeit geeignet für das Fahndungsplakat eines Gewaltstraftäters und in der Tat, als er über seine Hobbies spricht, da erzählt er von Schwertern die er sammelt. Nein, die Klingen sind nicht geschärft, sagt er, aber das einzige was einem selbst über dem Kopf umherschwebt sind eben diese Schwerter. Wofür hat er Schwerter? Warum lächelt er so ruhig? Er ist unheimlich, er ist unangenehm. Auch, dass sein Vater der Metzger im Ort ist hilft überhaupt nicht. Die Klingen haben in etwa die Länge von Anderthalb Armen, sagt er. Näher sollte man ihm also vermutlich nicht kommen.Und das Mädchen an seiner Seite ist noch viel unheimlicher, denn immerhin hält sie seine Hand. Sie lächelt nicht. Sie lächelt nie. Ihre Augen flackern zwischen Trauer und Aufgabe. Beide sitzen sie verschwiegen und vergraben dort und planen ihre seltsamen Taten.

Hüftenschwung um Hüftenschwung wirft sie in die Menge. Ihr Busen wippt und ihre Schenkel vibrieren zu massiven Bassläufen, während sie freudig ihren Longdrink verschüttet. Ihre Augen sind geschlossen, was vermutlich an dem viel zu dichten Make-up liegt. Wenn sie dann doch mal aufspringen, dann sind es wunderschöne Magneten, die Hunger machen. Hunger und Lust auf mehr von diesem Körper, mit dem sie sich sorgenfrei über die Tanzfläche wirft. Ihr Outfit sind eigentlich nur mehrere Stoffstreifen, die, wie in den Musikvideos, zu einem Kleid zusammen geworfen sind, dass irgendwie keine Fragen mehr offen lässt. Wenn sie sich so zeigt, dann kann sie nur eine Mission haben. Diese süße Maus wird den Club nicht alleine verlassen wollen. Und in ihr eigenes Bett will sie mit Sicherheit auch nicht. Schon reiben sich die ersten Jeanshosen an ihrem knackigen Hintern. Da kommt kein Freund um sein Revier zu markieren und auch keine gute Freundin, die sie weg zieht, also ist diese ganz offensichtlich für alles offen. Eventuell ist sie sogar eine Professionelle. Am Ende nimmt einer sie mit und sie dann sein Geld.

Er hockt im Park und lächelt die Kinder an. Und da er in der Überschrift zum Text schon verraten hat, dass es um Missverständnisse geht, weiß ein jeder, dass es hier keinen perversen Einschlag geben wird.
Ich freue mich über die Neugierde und die Ignoranz der Kinder, die ihre Spielgefährten ganz spontan aussuchen. Ob sie mehr Tiefe in den Menschen sehen, oder weniger weiß ich nicht. Ob sie in die Menschen direkt rein sehen oder nur die Oberfläche sehen weiß ich nicht. Ob sie Menschen besser oder schlechter verstehen als ich, das weiß ich auch nicht.
Ich denke an den Schwerterjungen und auch das Mädel im Club. Ich frage mich plötzlich, was ihre Geschichte ist. Ich frage mich, warum ich sie so gesehen habe, wie ich sie gesehen habe. Warum war er unheimlich und sie billig, weshalb er gefährlich und sie bedürftig?
Ob sie wohl wissen, dass wir die sind, die sich missverstehen?

Neulich bei den Winterspielen

Autor: Jay
Verfasst: 25.02.2010

25.02.2010 1:30Uhr
Eishockey

"Hallo und herzlich Willkommen zur Spätausgabe unserer Winterolympiaden-Berichterstattung. Mein Name ist Kai Müller-Ulfsen und ich freue mich mit ihnen zusammen einen echten Eis-Hockey-Klassiker begleiten zu dürfen: Kanada gegen Russland. Und auch an meiner Seite ist ein echter Eis-Hockey-Klassiker: Fredibert Stockhuber."
"Guten Abend, liebe Zuschauer. Guten Abend, Kai."
"Fredi, Kanada und Russland sind die großen Eishockey-Nationen von Tradition her. Was dürfen wir hier heute erwarten?"
"Ja Kai, das stimmt natürlich, Kanada und Russland, das sind Mannschaften die in jedem Wettbewerb Garanten für Spitzenspiele sind. Die Kanadier zeigen dabei immer ein größeres Geschick beim Kombinationsspiel, während die Russen mit Fitness und einem soliden Spiel mit starkem Körpereinsatz punkten. Wir dürfen uns also auf eine Partie freuen, die den Spielern die gesamte Breite ihrer Fertigkeiten abverlangt."
"Der kanadische Trainer hat vor diesem Spiel ganz schön Stimmung gemacht. Er sagte in einer Pressekonferenz, dass den Russen diesmal auch ihre "Pferdelungen" nichts nützen werden. Als alter Profi, wie siehst du das, Fredi?"
"So etwas ist natürlich psychisches Geplänkel vor dem Spiel und gehört einfach zum Sport dazu. Und ganz unrecht hat er nicht, denn Ausdauer alleine wird den Russen hier heute nicht zum Sieg verhelfen."
"Wie ich sehe laufen die kanadischen Spieler gerade langsam am Spielfeldrand auf. Die Eröffnungszeremonie dieses Spieles wird also bestimmt gleich beginnen. Der Schiedsrichter begutachtet auch bereits das Spielfeld und bespricht sich mit seinen Assistenten.
Von den russischen Spielern ist überraschenderweise noch nichts zu sehen. Auch der russische Trainer ist noch nicht gesehen worden."
"Das ist eher untypisch, Kai."
"Ja, auch der Schiedsrichter schaut irritiert auf die Uhr. Anscheinend schickt er gerade einen weiteren Offiziellen nach den Russen."
"So etwas ist natürlich für die Zuschauer und Fans hier in Vancouver ein wenig undankbar. Die Karten sind natürlich nicht preiswert und die Vorfreude der Fans für so ein Spiel sollte man als Mannschaft eigentlich immer versuchen für sich zu gewinnen."
"Ja, Fredi. Der Offizielle ist nun zurück und berät sich mit dem Schiedsrichter. Auch einer unserer Mitarbeiter steht unten am Spielfeldrand und versucht Informationen für uns auf zu fangen."
"Kai, hoffen wir einfach, dass nichts schlimmeres passiert ist."
"Die kanadischen Spieler schauen auch deutlich verwirrt und sind bemüht sich warm zu halten. Es sieht so aus als würde der Schiedsrichter die Zeremonie ohne die Russen eröffnen, damit die Kanadier schon aufs Eis können. Also hören wir jetzt die kanadische Nationalhymne und freuen uns auf die Spieler. Fredi, hast du so etwas schon einmal erlebt?"
"Nein, Kai. Das eine Mannschaft ein paar Minuten zu spät aus der Kabine kommt kann passieren, aber auch nur noch selten. Eishockeyspiele sind gut geplante Events geworden; gerade hier in Kanada möchte man sich bei der Inszenierung nichts vormachen lassen."
"Liebe Zuschauer, wir erfahren gerade, dass der....das kann doch nicht sein......der russische Trainer hat sein Amt zu Gunsten eines neuen Trainers abgegeben. Der neue Trainer schwört nun die Mannschaft ein und lässt die Verspätung entschuldigen. So etwas hat es noch nicht gegeben, liebe Zuschauer."
"In der Tat, Kai. So etwas habe ich auch noch nicht erlebt; von sportlicher Seite sollte man den Russen aber entgegenkommend sein. So überraschend die Situation sein mag, ist es trotzdem extrem wichtig, dass Team und Trainer sich verstehen und absprechen."
"Dann hoffen wir einmal, dass dieser äußerst überaschende Trainerwechsel nicht der Qualität des Spiels schadet......Ah, der Schiedsrichter zeigt an, dass die russische Hymne gespielt werden kann. Die Mannschaft scheint bereit. Also noch einmal: Freuen wir uns auf ein Spitzenspiel. Und da kommt er auch der russische....."
"Ist das nicht?"
"Vladimir Putin! Meine Damen und Herren, die russische Mannschaft wird von Staatspräsident Putin geführt! Fredi?"
"Sehe ich das richtig? Er trägt kein Hemd unter dem Jackett?"
"Und noch während er in die Box steigt, legt er das Jackett ab! Meine Damen und Herren, Vladimir Putin!"
"Hör mal das Publikum, Kai. Es ist vollkommen losgelöst!"
"Und hier kommt die Mannschaft!"
"Die tragen ja auch keine Trikots!"
"Die russische Mannschaft betritt das Spielfeld ohne Trikots, meine Damen und Herren! Sie tragen nur die Schulterschützer!"
"Kai, es scheint als hätten die Russen ihre Namen und Trikotnummern auf den Rücken geschrieben."
"Fredi, in der Nahaufnahme sieht es aus, als handele es sich sogar um Tättowierungen. Der Schiedsrichter zeigt sich deutlich überrascht. Meinen die Russen das ernst? Putin signalisiert: Ja! Sie meinen es ernst. Und offensichtlich mehr, als wir glauben mögen.
Die Kanadischen Fans applaudieren! Vorallem die weiblichen. Die kanadische Mannschaft applaudiert auch zum Teil, zeigt sich aber auch irritiert."
"Kai, das ist auch gar nicht die russische Hymne. Es handelt sich um "Thunder" von der Gruppe "AC/DC". Wenn der Schiedsrichter jetzt noch sein okay gibt, dann kann das Spiel scheinbar tatsächlich so stattfinden! Wahnsinn!"
...
"Fredi! Er gibt die Partie frei! Absoluter Wahnsinn! Liebe Zuschauer, das lange aufbleiben hat sich gelohnt, hier wird heute Sportgeschichte geschrieben. Vladimir Putin führt die halbnackte russische Nationalmannschaft ins Spiel. Heute ist ganz offensichtlich alles möglich, Fredi?"
"Sehr richtig, Kai!"

Kai-Müller Ulfsen im Nachbericht zum Spiel:
"Ein absolut wahnsinniger Abend! Die Russen spielten nicht nur was die Kleidung betrifft frei auf. Sie zeigten sich hart in den Zweikämpfen und überrollten die Kanadier regelrecht, ganz wie der "Trainer" es sich gewünscht hatte. Putin hatte im Spiel der Russen die Härte und den Willen vermisst und mit seinen neuen "Trikots" den Nerv der Mannschaft, der Fans und auch der Medien getroffen. Die Rückennummern, stellte sich später heraus, hatte er seinen Spielern sogar selbst mit einer heißen Büroklammer gestochen. Absoluter Wahnsinn. Dies war eine ganz deutliche Putin-Show und der riesige Erfolg der Russen war gerechtfertigt!"


Anmerkung:
Blöd nur, dass die Russen in Wirklichkeit verloren haben. Ich persönlich würde ja einen neuen Nationaltrainer empfehlen.

Insomnia - IV

Autor: Jay
Verfasst: Februar 2010

Insomnia - Teil 4

Neunzehntausendachthundertundsiebzehn,
Neunzahntausendachthundertundachtzehn,
der Wecker klingelt.
Schafe zählen hat einfach überhaupt gar nichts genutzt. Ich geh mich erst gar nicht duschen und rasieren. Ich werde auf der Arbeit anrufen. So bald jemand da ist, melde mich dann krank.
Meine Stirn brennt und meine Nervenbahnen wirken entzündet. Wann immer ein Gedanke aus meinem Kreativzentrum hinaus schießt, reibt er sich rostig über die Nervenbahnen. Die Funken fliegen dann wild durch mein Hirn. Sie setzen kleine Brände und machen, dass meine Augen flackern.
Der Körper in dem ich mich bewege erscheint mir fremd oder deutlich gealtert. Mein Haut ist heller als sonst, ich bin langsamer und trage keine einzige Spur Geschicklichkeit in mir. Heute fällt mir ein Glas runter. Ich beginne zu brüllen und als ich in meiner Wut in die Scherben trete  fang ich an zu weinen. Die Wand hinunter rutschend sitze ich eine halbe Stunde in einer Wolke der Verzweiflung, erst dann schaffe ich es wieder mich ein zu sammeln.
Nach Versorgung der Wunden schaffe ich mich in schönster Zombiegangart zum Arzt.
Er fragt mich nach meinem Problem und ich antworte "Schlafmangel".
Er fragt mich nach meiner Ernährung und ich antworte "ausgeglichen".
Er fragt mich nach meinem Privatleben und ich antworte "schnell aber übersichtlich".
Er will mir Tabletten verschreiben, aber vor denen habe ich mehr Angst als vor einer weiteren schlaflosen Nacht. Also schreibt er mich für ein paar Tage krank und empfiehlt mir dringend, mal richtig abzuschalten, oder Vollgas zu geben. Er „verschreibt“ mir einen Abend in einer verrauchten Kneipe und empfiehlt mir zur weiteren Behandlung das Gespräch mit Freunden, Psychologen oder befreundeten Psychologen.
Während alle meine wahrnehmenden Eigenschaften sich dividieren, multipliziert sich die Intensität all meiner Gefühle. Nach dem ich mich mit meinen kaputten Füßen das Treppenhaus hoch gekämpft habe, da gebe ich mich im Wohnungsflur direkt auf. Ich versinke in tiefer Melancholie und bemühe mich ganz dringend nicht nach den Ursachen der Schlaflosigkeit zu suchen. Ich darf mich jetzt nicht stressen, ich muss jetzt einfach mal los lassen.
Inzwischen liege ich mit dem Gesicht auf dem kalten Parkett und beobachte Staubkörner. Wenn hier wenigstens Polartag wäre, dann hätte ich eine sinnvolle Erklärung, aber so ist es nicht. Ich bin beschäftigt, manchmal rennt mein Herz, oftmals bin ich einfach nicht müde. Die Gründe um nicht schlafen zu können, sie sind selten wirklich gute, sie kommen fast nie von Außen, aber gerne von Innen. Angst, Spannung und Zweifel klemmen sich gerne in die Augenlieder. Nervosität, Sehnsucht und Flucht werfen sich in die Muskeln. Denkend dreht man sich; Rasend rollt man sich. Je mehr der Schlaf ausbleibt, desto härter wünscht man ihn sich, scheucht ihn aber wohlmöglich auf.
Gute Nacht, sage ich zu mir selbst, als ich merke, wie man mich im Flur zu deckt. Der Körper erschlägt sich einfach und der Mitbewohner ergibt sich dem Mitleid über die ohnmächtige Lage. Ich werde von nichts träumen in diesem Schlaf, denn wenn ich wach werde, dann stehe ich neu auf.
Insomnia ist kein Gegenspieler, kein Feind. Es steht dir nicht gegenüber und fordert dich heraus. Insomnia, das ist Erosion im Kopf und Korrosion am Körper.
Insomnia ist keine Geschichte. Es nimmt dir das Bilderbuch der Nacht und stiehlt dir deinen Spannungsbogen. Insomnia, das macht deinen Kopf nur zum Alogismus und deinen Körper zur Allusion.
Insomnia, wenn ich über dich nachdenke, raubt es mir den Schlaf.


Anmerkung:
Aus meiner Sicht findet "Insomnia" hier seinen Abschluß. Ich möchte mich noch einmal für alle Kommentare bisher bedanken, damit konnte ich viel über die Wahrnehmung eines Textes und seines Subtextes beim Leser lernen.

Insomnia - III

Autor: Jay
Verfasst: 15.02.2010

Insomnia - Teil 3

Gleich ist es so weit. Auch wenn es draußen noch nicht heller wird, ich weiß die Zeit vergeht. Sie muss vergehen, was anderes kann sie ja auch gar nicht. Ich verstehe zwar nicht, warum sie mal so schnell und dann wieder so langsam ist, aber sie vergeht.
Ich dreh mich noch mal um. Geträumt hab ich nichts. Nur so Wachträume die eher aus Zweifel und Unruhe entstehen. Ich versuche mir mit der Hand den Sand aus dem Gesicht ab zu ziehen, aber es nutzt nichts.
Gleich ist es so weit. Ich habe sogar immer noch den Geschmack vom Zähneputzen gestern im Mund. Ich war einfach noch zu wach, zu fit. Irgendwie war ich auf Adrenalin. Irgendwie bin ich nicht zur Ruhe gekommen.
Gleich ist es so weit.
Der Wecker klingelt.
Ich spring aus dem Bett und stürze auf meinen Wecker. Irgendwie hatte ich den nicht so laut in Erinnerung. Ich springe ins Bad, in meinen Gedanken, während ich durch mein Zimmer mit nur einem Pantoffel in Richtung Wasserquelle schlurfe.
Schlurfen trifft auch meine ersten Geräusche ganz gut, als ich mich im Spiegel sehe. Mein Blick ist nicht mehr ganz so leer wie gestern, was an den kleinen geplatzten Äderchen in meinen Augen liegt. Ich erfreue mich also an meinem irren Blick und leg den Rasierer wieder zur Seite. Irgendwie hatte ich den nicht so laut in Erinnerung.
Die dezenten Augen über meinen Schatten im Gesicht schiebe ich nicht auf die Beleuchtung im Badezimmer. Ich grüße diesen Gollum im Spiegel und bemerke dann, dass „Herr der Augenringe“ ein dämlicher Filmtitel wäre.
Meine Stirn kühlt diesmal auch beim Duschen nicht aus. Duschen ist aber auch irgendwie zu „rumstehen und nass werden“ verkommen. Im Vergleich zu den letzten Tagen bewege ich mich in der Zeit rückwärts und die Sachen, die mir runterfallen, die lasse ich liegen, dann habe ich nach der Arbeit wenigstens was zu tun.
In Anerkennung meiner heutigen Geschwindigkeit nehme ich mein Butterbrot mit und verlasse direkt das Haus. Irgendwas war gestern im Radio, aber wichtig war es eh nicht.
Ich brauche heute nichts zu wissen, gegen Smalltalk auf der Arbeit bin ich heute immun. Ich hab ja meinen MP3-Player dabei falls ich. Mist.
Ich habe meinen MP3-Player vergessen. Und auch meine Geldbörse ist in der anderen Jacke.
Ich überlege zurück zu gehen, aber da ich meiner inneren Uhr nicht traue, geh ich lieber zu meiner Fahrgemeinschaft, denn wenn ich so S-Bahn fahre, dann verpasse ich bestimmt meine Haltestelle.
Ich bin pünktlich, strecke mich ausgiebig vorm Einsteigen ins Auto. Das dauert auch länger als sonst. Als ich sitze, falle ich in eine Auto-Ohnmacht, aus der mich erst die kalte Luft am Zielort rausreißt. Dabei hatte ich gerade so schön aus dem Fenster gestarrt, so weit mich meine winzigen Pupillen tragen.
Auf der Arbeit leihe ich mir dann Geld für ein Ticket und belustige meine Kollegen mit meiner Vergesslichkeit. „Ja richtig, mein Fahrschein ist auch in der Geldbörse.“, sage ich und steh im Regen aus Lachern.
Regen wäre jetzt echt toll, denn dieser Sand in meinem Gesicht geht einfach nicht weg. Und überhaupt fühlt sich mein Körper trocken und auch irgendwie hohl an.
So recht weiß ich nicht, wie ich von der Arbeit zurück komme. Ich habe nichts geschrieben. Ich bin nicht gerannt, aber trotzdem ziemlich aus der Puste. Mir fallen plötzlich ganz viele dämliche Redewendungen ein.
Beim betreten der Wohnung versuche ich an die Redewendungen zu denken, aber irgendwie festigt sich keine einzige. Sie zerfallen, als wären sie aus Sand. Inzwischen habe ich auch ordentlich Kopfschmerzen und werde darüber ziemlich wütend.
Als mein Mitbewohner mich sprechen will, mache ich die Zimmertür zu und stelle mir vor, wie es wäre unentspannte Musik auf Lautstärke Zwölf zu hören. Meine Kopfschmerzen klopfen mit einem großen Hammer auf mein Gehirn und teilen mir so mit, was für eine blöde Idee das ist. Danke Kopfschmerzen, dass wusste ich auch so.
Ich versuche mit Videospielen meine Augen müde zu machen, aber auch da sind meine Kopfschmerzen gegen. Sie lassen nicht zu, dass ich mich auf irgendetwas auch nur so lange konzentrieren kann, dass ich auch nur im Ansatz davon erschöpfen könnte. Aussehen wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Nach mehreren Stunden kann ich diese Redewendung formulieren, aber auch nur, weil ich mir kaltes Wasser ins Gesicht werfe. Macht zwar etwas wach, hilft aber vielleicht gegen die Kopfschmerzen.
Fehlanzeige.
Ich pfeife auf meine innere Uhr und werfe mich ins Bett. Mein Abendessen war ein Streifen Zahnpasta, denn für alles anderen fehlen mir die Nerven.
Immer wieder reibe ich mein Gesicht im Kissen um den Sand los zu werden. Die Dunkelheit schmeichelt meinen Augen, aber meinen Kopfschmerzen ist das egal. Ich frage mich, ob das die Folgen von diesem Elektrosmog sind. Oder vom kalten Krieg. Ich erkenne mit Freuden, wie mein Kopf keine sauberen Kausalketten mehr zu lässt und langsam aber sicher der Logik abschwört. Darüber werde ich ziemlich wütend und bekomme ein wenig Herzrasen. Ob das leichte Zwicken überall vom hohen Puls kommt weiß ich nicht.
Ich überlege mir eine warme Milch mit Honig zu machen, obwohl ich mir nicht erklären kann, wie das funktionieren sollte. Ich spanne immer wieder meine Arme und Beine an um meinen Körper zu ermüden. Irgendwas wie Schlaf holt mich, aber meine Augen fallen nicht zu.
Gut, egal, Nacht.


Anmerkungen:
Wollt ihr den Protagonisten noch einen weiteren Tag begleiten?

Insomnia - II

Autor: Jay
Verfasst: 15.02.2010

Insomnia - Teil 2

Der Wecker klingelt.
Ich bin aber schon lange wach. Oder zumindest irgendwie in Bewegung. Ich hab mich die ganze Zeit hin und her gerollt. Ich bin bestimmt erst um eins zur Ruhe gekommen. Von Schlaf will ich da nicht sprechen. Einmal stand ich am Fenster und dachte etwas gehört zu haben, aber die Straße war so leer wie mein Blick, als ich dann meinem Badezimmerspiegel begegne.
Die dezenten Schatten unter meinen Augen schiebe ich auf die Beleuchtung im Badezimmer. Meine Stirn ist wieder etwas warm, aber beim Duschen stellt sich dieser Effekt wieder ein. Im Vergleich zu gestern geht heute alles etwas schneller, dafür fallen mir die Sachen auch öfter runter. Sie fallen mir überhaupt runter, das war gestern nicht so.
Beim Rasieren wundere ich mich ein wenig, warum eine Kotelette kürzer ist als die andere und erst beim Zähneputzen fällt mir ein, dass ich das gestern ja selber war. Zugegeben, ich bin etwas verwirrt, aber das schiebe ich auf meine Müdigkeit.
Ich mache den Computer erst gar nicht an und höre nur Radio. Ein Vollkornbrot mit Gurke und Käse als Starter in den Tag. Ich höre ein paar Neuigkeiten im Radio, die aber nicht viel länger halten als die Sachen von gestern. Genaugenommen weiß ich nicht mal mehr, wo ich die Sachen gestern aufgeschnappt habe. Internet oder Radio? Ganz egal.
Meine innere Uhr versagt und ich muss richtig rennen um die Fahrgemeinschaft noch zu erwischen. Ich komme etwas zu spät, aber der Fahrer drückt ein Auge zu. Kann ja mal passieren.
Meine Laune ist ganz gut, obwohl mich meine Verwirrung etwas stört. Während der Fahrt witzeln wir alle etwas rum. Ich frage ob jemand das Tor von Kuranyi am Wochenende gesehen hat, merke aber im selben Satz, dass wir das gestern schon hatten. Dann starre ich aus dem Fenster und frage mich noch mal kurz, ob das mit dem Studium das richtige für mich ist. Das ich etwas gefragt wurde, merke ich zu spät und was ich gefragt wurde schon gar nicht.
Beim Aussteigen strecke ich mich ausführlich und lege mich beinahe auf dem Schnee lang. So was passiert mir sonst aber nicht, aber ich lache drüber.
Nach der Arbeit laufe ich zum S-Bahnhof und schüttele über mich selbst den Kopf. Manche Wege heute hätte ich mir sparen können und manches heute hätte ich nicht unbedingt zweimal in die Hand nehmen müssen. Zum Glück hatten wir heute keinen Termindruck im Rücken. Ich weiß, dass heute etwas witziges gesagt wurde, denke aber nur an den Spruch von gestern.
Auf dem Weg zum Bahnhof mach ich mich zweimal fast lang und als ich rennen muss um die Bahn zu bekommen, bin ich ziemlich aus der Puste. Alter? Nein, ich muss wieder regelmäßig zum Sport. Dann kann ich bestimmt auch mal wieder ordentlich schlafen.
Ich bastele mir zwei Haikus zu recht, schaffe aber irgendwie nicht mehr auf der Bahnfahrt.
Zu Hause ist es zwar ordentlich, ich habe aber das dringende Gefühl etwas tun zu müssen. Ich beschließe Wäsche zu waschen, bekomme von der Laufenden Waschmaschine dann aber Kopfschmerzen. Um zu kontern mache ich mir Musik an. Entspannt auf Lautstärke Sieben.
Irgendwie ist mir nach kleiner Pause und ich gönne mir wieder eine Runde Videospiele. Meine innere Uhr versagt fast, aber ich merke noch früh genug, dass ich mich für Sport fertig machen muss.
Obwohl es die selbe Fahrgemeinschaft wie zur Arbeit ist, bin ich viel zu früh und stehe eine Viertelstunde umsonst in der Kälte. Und das obwohl ich noch dachte, ich komm zu spät. Das mir kalt ist wundert mich etwas. Mir wird wirklich nicht schnell kalt und ich bin eigentlich dick angezogen. Ich strecke mich und schieb es schmunzelnd auf mein Alter.
Beim Sport bin ich zu schnell, zu hektisch, zu unvorsichtig. Sieht mir zwar ähnlich beim Fußball, aber eigentlich kann ich das besser. Im Tor halte ich nur jeden zweiten Ball und vorne mache ich im Ausgleich dazu keinen rein. Es reicht zwar zum Sieg, aber das lag ganz sicher nicht an meiner Leistung.
Auf dem Heimweg analysiere ich meine Leistung und merke, dass ich irgendwie nicht richtig konzentriert war.
Unter der Dusche strecke ich mich und spüre, dass mir die Muskeln etwas brennen. Morgen früh ist das bestimmt weg, nach einer ordentlichen Mütze voll Schlaf.
Ich mach mir eine Suppe, schau mich einmal im Internet um und werfe mich dann ins Bett. Bevor ich aber liege, schreibe ich noch schnell eine SMS an eine Bekannte. Da noch eine und noch mal antworten und eben ganz kurz einen Anruf und noch eine SMS und auf einmal ist Zwölf Uhr.
Na ja. Sechs Stunden Schlaf sind okay. Nicht viel, aber schon in Ordnung. Ich kann ja morgen früh im Auto etwas dösen und wenn das nicht reicht, dann gönn ich mir noch mal ein wenig Schlaf am Nachmittag. Hauptsache ich verschlafe morgen nicht. Ist mein Wecker gestellt? Er ist gestellt. Noch einmal eben zur Toilette damit ich jetzt nicht umsonst aufgestanden bin. Der Hägar-Comic der hier liegt ist spitze. Zurück ins Bett und irgendwas sagt mir, dass es später ist, als ich mir wünsche, aber andererseits hat mich meine innere Uhr schon öfters im Stich gelassen.
Egal, Gute Nacht.

Insomnia - I

Autor: Jay
Verfasst: 15.02.2010

Insomnia - Teil 1

Der Wecker klingelt.
Auf diesen Moment warte ich schon länger. Vielleicht zwanzig Minuten, aber ich habe keine Uhr am Bett; aber ich weiß, dass ich weit vor meinem Wecker wach bin. Schon auf dem Weg aus dem Bett merke ich, dass meine Stirn etwas warm ist. Reicht aber nicht für ein handfestes Fieber. Ist irgendwie nur warm, als wären meine Synapsen heiß gelaufen.
Unter der Dusche lässt die Temperatur nach, aber ich merke, dass mein System irgendwie nicht richtig hochfährt. Alles geht etwas langsamer als sonst und meine Augen etwas weniger auf. Ich rasiere mich und überlege, wie oft ich letzte Nacht wohl wach geworden bin. Vermutlich bin ich nur nicht richtig ausgeschlafen denke ich und schneide mir auf einer Seite aus Versehen die Koteletten zu kurz.
Beim Frühstück am Computer mit Müsli und Tee „zappe“ ich durch verschiedene Internetseiten. Ich schnappe hier und da was auf, werde mich an das meiste aber schon mittags nicht mehr erinnern.
Meine innere Uhr versagt und ich muss um meine Fahrgemeinschaft noch zu erwischen ordentlich rennen. Mein Gefühl für Minuten und Strecken ist irgendwie verzerrt, was ich vor allem daran merke, dass ich immer noch nicht zur Tür raus bin.
Meine Laune ist hervorragend und während der Fahrt witzeln wir alle etwas rum. Dann reden wir über Fußball und das Tor von Kuranyi am Wochenende. In einzelnen Momenten verfängt sich mein Blick draußen an Autos und Hausfassaden, so dass man mich immer zweimal ansprechen muss. Ich strecke mich beim Aussteigen sehr ausführlich.
Nach der Arbeit laufe ich zum S-Bahnhof, da ich früher gehe als meine Mitfahrgelegenheit zurück fährt. Ich fasse meinen Arbeitstag für mich zusammen, sammele kleinere Highlights. Ich überlege, ob etwas dabei war, wozu mir ein Text einfällt. Ich bin mit mir ganz zufrieden und muss schmunzeln als mir ein Spruch von einem Arbeitskollegen einfällt: „Kein Streusalz in Deutschland, aber Hauptsache die Lage im Hindukusch im Griff.“, so bissige Kommentare versüßen mir den Tag.
In der S-Bahn nehme ich meinen Notizblock und mache mir ein paar Notizen für Texte. Ich skizziere einen Erzählstrang für eine neue Serie in meinem Blog und mache noch ein paar Haikus als Dehnübungen. Nach zwei Haltestellen bin ich auch schon da.
Die WG ist so ordentlich, wie sie es bei einer Studenten-Jungs-WG nun mal sein muss. Ich mache mir Musik an, irgendwas entspanntes auf Lautstärke Sieben und quatsche kurz mit meinem Mitbewohner. Er geht gleich noch einkaufen, ich frag ihn ob er mir Kekse mitbringt. Dafür spüle ich dann auch. Alles klar, Deal.
Wenn fertig gespült ist, dann gönne ich mir eine Runde Videospiele. Es ist nicht wirklich schlecht, aber ich merke, wie ich meiner Form hinterher hänge. Das kann ich alles eigentlich besser, aber ist ja kein Wettbewerb und ich spiele ja auch nur gegen den Computer.
Vor allem fällt mir aber auf, dass meine Augen tränen. Ich mache mir selbst kurz einen Witz über mein Alter, nicht weil es stimmt, sondern so schön lächerlich ist. Als ich mich strecke, schiebe ich die tränenden Augen auf die Müdigkeit und die Arbeit am Computer.
An dem setze ich mich dann auch noch über ein paar Texte, die ich korrigiere oder auch laut lese. Zwischendurch drifte ich aber auf meine Lieblingsinternetseiten, dass ich nicht so genau merke, wie die Zeit vergeht.
Ein Anruf, ob ich ins Kino mitkomme. Noch beim Gähnen sage ich zu und freue mich auf den Film. Ich strecke mich bei der Werbung, bemerke dabei, dass ich mich heute öfter gestreckt habe als sonst. Vielleicht braucht mein Körper wieder etwas Sport.
Nach dem Kino mach ich mir zu Hause noch ein schnelles leichtes Abendessen, trink einen Tee der definitiv zu lange gezogen hat und mache mich dann langsam auf den Weg in mein Bett.
Als ich da so liege, komm ich nicht so recht zur Ruhe. Der Film war aber auch verdammt gut. Und meine Freunde hatten auch spitzen Laune. So Abende sind es die zählen. Hoffentlich bleibt es für immer so. Irgendwann habe ich dann auch einen richtigen Job und bin mit dem Studium fertig. Oder ich hab wenigstens eine Ausbildung und studiere nebenbei weiter. Hoffentlich schaffe ich das auch. Und hoffentlich enttäusche ich meine Eltern nicht. Ich meine, alle anderen arbeiten ja schon irgendwie, nur ich studiere noch rum. Na gut, ich war schon quasi zwei Jahre arbeiten, aber das war ja Pflichtdienst. Ach, ich denke zu viel nach. Ist mein Wecker überhaupt gestellt? Ich muss morgen nämlich wieder früh raus. Ich will nicht zu meiner Mitfahrgelegenheit rennen müssen. Der Wecker ist gestellt, aber es ist schon halb eins. Ich war doch um halb elf schon im Bett, wo ist denn jetzt diese Stunde hin? Ich muss doch schon um sechs wieder raus. Na ja, eine Nacht mit schlechtem Schlaf ist nicht so dramatisch. Früher haben wir Nächte durch gemacht und das war auch kaum ein Problem. Und so alt bin ich jetzt auch noch nicht.
Egal, Gute Nacht.

Ungetanzt

Jay Nightwind | 11.02.10 | / / / | 4 Kommentare
Autor: Jay
Verfasst: 08.02.2010

Ungetanzt
 
Wenn ich dich jetzt greife, deine Hand nehme und beginne mit dir Walzer zu tanzen, wäre das dann falsch?
Würdest du folgen oder sogar führen? 
Oder würdest du dich los machen von mir?
Die Melodie in meinem Kopf ist so schön. 
Sie soll nicht ungetanzt bleiben. 
Sie ist so schön wie du und du sollst nicht ungetanzt bleiben.
Und wenn ich dann ein Lächeln sehe, darf ich dich dann auch anlächeln, ohne dass es sich falsch anfühlt?
Und wenn wir im Regen tanzen sollten, willst du dann gehen oder bleiben?
Und wenn du dann gehst, ist es dann wegen mir?
Du bist so schön in meiner Vorstellung. 
Du sollst nicht ungetanzt bleiben. 
Es ist gerade so schön und du sollst nicht ungeküsst bleiben.

Haiku #46-49

Jay Nightwind | 04.02.10 | / / | 9 Kommentare
Für mich spielst du
Mit warmem Gitarrenlauf
Flüsterst mir leise

Bitte fass mich da
Wo ich weinen anfang'
Heute muss das sein

Sei mein Lieblingslied
Schlag die schönsten Töne an
Ich will vergessen

Lach mich schamlos an
Verlachst meinen kleinen Schmerz
Pflaster mit Affe


Vermissmeinnicht

Jay Nightwind | 03.02.10 | / / / | 5 Kommentare
Autor: Jay
Verfasst: 18.01.2010






Vermissmeinnicht

Welche Farbe haben meine Blätter?
Zu welcher Jahreszeit wachse ich stark?
Bin ich jemand der auch klettert?
Wachse ich im Wald oder doch im Park?
Würde man sich mit mir unterhalten?
Habe ich Reben oder Dorne?
Überstehe ich auch im Kalten?
Stellt man mich nach Hinten oder Vorne?
Bin ich Unkraut oder Wonne?
Brauch ich Nachtschatten oder Sonne?
Komm ich vielleicht in die gelbe Tonne?
Züchtet man mich in der Gärtnerei?
Hab ich Wurzeln oder wachse ich frei?
Ist auch nur eine Frage dabei,
auf die du eine Antwort kennst
auch wenn du mich keine Pflanze nennst?
Sagst du „Ja“ dann kann ich hoffen
Dann steht mein Garten für dich auch offen
Sagst du „Nein“ dann ist es recht
Dann war mein Garten niemals echt
Doch was auch dir zu sagen beliebt
So ist es wahr, dass es sie gibt
Eine Pflanze,
 die trotz Wasser an Trockenheit zerbricht
Und diese hier, sie heißt
Vermissmeinnicht

Anmerkung:
Diesen Text hatte ich auf der Lesung am 29.01. dabei und ich bin mir im Moment nicht sicher, ob ich ihn wieder mitnehmen werde.

Zehn Minuten

Jay Nightwind | 01.02.10 | / / / | 4 Kommentare
Autor: Jay
Verfasst: 20.01.2010

Zehn Minuten

Wenn ich nur ein einziges Mal
Zehn Minuten mit dir alleine sein könnte
Dann könnte ich Hundert Jahre davon leben
Wie du mit Tausend kleinen Gesten und Regungen
Ganz einfach Zehntausend Nerven in Bewegungen bringst
Die gerne bereit sind Hunderttausend Tage auf dich zu warten
Denn du bist in einer Million das Einzelstück
Der einzige Tag im Jahr, an dem die Sonne scheint
Das erste Lächeln am Morgen
Und der letzte Gedanke bevor die Träume kommen
Wenn ich nur ein einziges Mal
Zehn Worte finden könnte, die ich mit dir sprechen kann
Dann könnte ich Hundert Leben davon leben
Wie du mit Tausend Geschichten und Erlebungen
Ganz einfach Zehntausend vollkommene Bilder und Verstrebungen erschaffst
Die Hunderttausend Ideen in sich tragen
Wärst du versteckt in einer Million, dann brächte ich dich zurück
Denn du bist das kleine Glück
Du bist der erste Kuss
Du bist die erste Liebe
Du bist ein einmaliger Moment, der schöner wäre wenn er bliebe
Wenn ich nur ein einziges Mal
Zehn Minuten mit dir alleine sein könnte