Hach

Jay Nightwind | 02.05.12 | / / / |

Manchmal, werde ich vom Träumen wach.

Dann merke ich, dass mein Körper schwitzt, meine Stirn ist heiß
und zerworfene Decken sind einer Schlacht Beweis.
Die bessere Hälfte, sowohl des Bettes, wie auch mein Glück,
sind kaum betroffen, doch dreht meine Liebste sich ein Stück,
um mir die selbe Frage wie jede Nacht zu stellen:
"Wieder diese Träume, die dich quälen?"

In jeder Nacht sucht es mich heim,
der Traum, etwas anderes zu sein.
Mein Körper verändert sich,
ich bekomme ein anderes Gesicht.
Die Haut spannt und die Muskeln wachsen an.
Aus mir erwächst ein anderer Mann.
Einer von größerer Statur,
entgegen meiner zwergischen Natur.
Mein Körper dehnt und streckt,
mein Kreuz das reckt,
der ganze wandelnde Körper hebt sich,
ein anderer Mensch durchgeht mich.

Eine wohlig warme Geborgenheit,
die mich von Sorg und Leid befreit.
So entgleitet mir jede Nacht ein: "Hach,
ich wäre so gerne Alexander Bach."

Keine Sorge,
zwar sind nächtliche Träume auch eine Bettfantasie,
eine erotische Komponente hatten diese Träume nie.

Aber ich wäre so gerne er,
mit einer Stimme so schwer,
aber voller perfomativer Kraft,
die sich heftig zusammen rafft
und alle die mächtigen Wörter trägt,
die er in seine Texte legt.

Wörter von Macht und Mächtigkeit,
schallen ewig durch die Zeit,
die Mensch am Abend mit ihm verbringt
und um adäquate Antworten ringt.
Doch seine Zeilen füllen alle Räume aus
tragen dich in die Nacht heraus.

Hach,
ich wäre so gerne Alexander Bach.
Ein Slammer, ein Poet und nie banal,
Ein Typ, nie typisch, ein Original.

Er ist schon ein guter, oft auch ein Berater
Wo er auftritt ist Schauspiel, es ist Theater.
Es wäre schwer, als er, ihm gerecht zu werden,
In seinem Körper, ohne seinen Geist auf Erden,
der durch jeden seiner Texte fließt
und jedes Wort umschließt.

Doch mit seinem Geist, wäre ich echt ein derber Texter.
Hach,
doch ich bin mehr so H.P.Baxxter.

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