Ich halte nichts von guten Vorsätzen

Ein Gastbeitrag von Miriam

Ich halte nichts von guten Vorsätzen. Man setzt sich eine Aufgabe, die man dann ja doch nicht oder wenn nur sehr begrenzt umsetzt. Gute Vorsätze dienen in erster Linie zur Beruhigung des eigenen Gewissens: „Ich wollte ja etwas ändern, aber leider, leider hat es dieses Jahr nicht gelingen wollen. Naja, nächstes Jahr, da klappt es bestimmt.“
Ich halte nichts von guten Vorsätzen. Und ich fasse eigentlich keine. Eigentlich.

Denn ich will etwas ändern an meinem Leben. Und ich brauche dafür etwas Verbindliches. Ein Versprechen an mich selbst. Einen guten Vorsatz eben.
Deshalb hier mein Vorsatz für das Jahr 2017: Den Blick fürs große Ganze wiederfinden.

Ich weiß, dass klingt nicht sonderlich beeindruckend. Auch nicht besonders schwierig.
Aber habt ihr schon mal etwas gesucht, dass ihr verloren habt? Das Gesuchte kann direkt vor euren Augen liegen und trotzdem kann es passieren, dass ihr es überseht.
Ich habe den Blick fürs große Ganze verloren. Und auch wenn das große Ganze logischerweise eine ziemlich große Sache ist, ich übersehe es.

Stellt euch eine To-Do-List vor, auf der die Punkte nacheinander abgearbeitet werden müssen, um am Ende den letzten und wichtigsten Punkt zu erreichen. Eben das, was man unbedingt will.
Ich habe verlernt mein Endziel in all den kleinen Etappen bis dorthin wiederzuerkennen.

Und dadurch habe ich auch verlernt das, was ich tu mit Leidenschaft zu tun. Ich bin zu oft „muss ja“, anstatt „ich will“. Dabei wären viele Dinge, die ich tun muss, eigentlich sowieso Dinge, die ich tun will. Denn sie führen nicht nur zu meinem Ziel, sonder sind sogar ein Teil davon.
Das heißt nicht, dass ich verlernt habe zu kämpfen. Ich weiß nur nicht mehr wofür ich mich eigentlich gerade wirklich ins Zeug lege.

Ich will den Blick fürs große Ganze wiederfinden und dadurch auch meine Freude an dem was ich tu zurückgewinnen. Ich will dass ich wieder erkenne, dass es sich lohnt jeden einzelnen kleinen Unterpunkt auf meiner imaginären To-Do-Liste abzuarbeiten. Ich will, dass ich wieder weiß, wofür ich kämpfe.

Das habe ich mir zum Vorsatz für dieses Jahr gemacht. Das ist ein weiterer Punkt auf meiner To-Do-List. Und ich hoffe, dass ich nicht vergesse, warum er dort drauf steht.

Über die Autorin:
"Du hast eine Geschichte, die relevant ist." hat mir irgendwann mal jemand gesasgt. Am Anfang habe ich das nicht so richtig glauben können. Dann ist mir aber klar geworden: Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen. Und die sind alle auf ihre eigene Art und Weise hörenswert. Mit meinen Gedanken stehe ich deshalb ab und an mal auf Poetry-Slam-Bühnen. Und jetzt wollte ich eben auch mal dieses "Blog"-Ding ausprobieren. 

Kommentare

  1. Ja, auch wieder ein Beitrag,der unendlichen Geschichte, der Sinn des Lebens,der Blick auf die Welt.künstlerische, wissenschaftlich, litetarisch, philosophisch oder einfach menschlich gesehen, das tu ich jetzt einfach mal,und da muß ich Recht geben, wenn es um den guten Vorsatz im neuen Jahr gehen soll, dann will man Ende des Jahres, so geht es mir jedenfalls, versuchen, seine eigenen Unarten,wenn man sie kennt,zu korrigieren, zumindest versuchen, im neuen Jahr seine bisher erkannten Fehler nicht unbedingt wieder ins Neue mit einzubeziehn, sicher mõchte man in erster Linie etwas fûr sein eigenes Gewissen tun, aber dein Umfeld profitiert doch davon, also, mit gutem Vorsatz ins neue Jahr, wenn's klappt kann man doch nur gewinnen, aber der Blick auf das grosse Ganze, ein Thema, das ich persönlich nicht mit ein paar Sätze kommentieren könnte, würde ich diesem großen Thema nicht gerecht,denn ich als einzelner Mensch achte immer zuerst auf die kleinen Dinge im Leben, den sogenannten kleinen Details, dann ist meine Meinung schon gar nicht gleichzusetzen mit Führungskrâften, die ja alle Infos erhalten,alles im Vorfeld berechnen, wahrnehmen und letztendlich, so wie in der Wirtschaft,ausschliesslich den Blick auf das Ganze hinarbeiten,jetzt könnte ich mich unendlich in die Lage eines Unternehmers versetzen, der den Blick aufdas grosse Ganze nicht uunbedingt auf seine Untergebenen sieht, die werden vielleicht nach getaner Arbeit für das große Ganze, nicht mehr ihren Arbeitsplatz antreten dürfen, da hat für mich als Mensch das große Ganze keinen großen Stellenwert mehr, ich weiß nicht, ob dieses eine kleine Beispiel reicht, um meine Meinung, die ich beim Lesen solcher Texte empfinde oder spontan fühle, aber das ginge ins Unendliche, wenn ich mich jetzt in die Menschen reinversetze, die philosophisch das Ganze angehn, oder auch theologisch, wo jeder einzelne Mensch das ganz Große bedeutet, wissenschaftliches Werken nicht gleichzusetzen mit philosophischen Denkern, also selbst wenn ich als einzelne Person,laienhaft,darüber nachdenke, ernsthaft versuchen würde , nicht wie Politiker, die komplexe Vorgänge komplett erfassen, wobei auch da immer wieder Fehlentscheidungen getroffen werden,ist ja auch menschlich, man sagt ja, da wo Menschen sind, werden Fehler begangen, so kann ich selbst aus menschlicher Sicht zu jeder Zeit von irgendetwas, womit Mensch nicht rechnet, überrascht werden, sei es durch Krankheit, plötzlichem Tod, Naturereignisse, Arbeitslosigkeit, Trennung, Scheidung, ach schaun wir uns das Leben doch an, so kann man von einem Augenblick zum nächsten total aus der Bahn geschmissen werden, so hab ich mir zu meinem persönlichen Vorsatz gemacht, die kleinen Dinge wertschätzen, die schönen Momente om Leben dankend entgegennehmen, und vorallem bei allem was man tut,selbst wenn das große Ganze erkennbar und sichtbar erscheint,dadurch deine Mitmenschen nicht zu verletzen,
    Was

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  2. Ich hatte auf ihre Gedanken ûber die guten Vorsätze und das große Ganze schon einmal geantwortet, vielleicht zu ausschweifend, um es zu verõffentlichen oder wie bei mir in der Schule so manches Mal zum Leidwesen meiner Eltern zu lesen war, wunderschön verfasst, aber leider wieder einmal Thema verfehlt, das Allerschlimmste war ein Geddicht über Kirschen, wo es angeblich um Kirschsaft in der Küche ging und ich mit meiner blühenden Phantasie über Leichen und riesige Blutflecken schrieb, wieoft musste ich mir anhören, was ich mir dabei gedacht habe, wo ich bereits an der Überschrift erkennen konnte, worum es ging, ja passiert mir leider heute noch sehr oft, und das Hauptdrama beginnt erst dann, so wie jetzt, daß man sich verzettelt, sollte allerdings eine Erklärung für meine gestrige Antwort sein,da ich das “Große Ganze“so facettenreich vor mir sah, dass ich nicht wirklich gerecht wurde,das ist ja genau so, als ob ich über die Menschen generell sprechen würde, jeder Mensch ist einzigartig und empfindet auch anders, und wenn ich persönlich jetzt nur einen Blick auf das Ganze werfe, dann hab ich vielleicht bei der to do Liste etwas so Wertvolles abgezeichnet, oder wie sie schreiben abgehackt, nur um das große Ganze erreichen zu wollen, stellt sich abermals wieder die Frage,erreiche ich in meinem Leben, mein mir vorgenommes Ziel nicht,ich denke da an ein theologisches Gespräch, wo der Schüler nur auf ein einziges großes Ziel hinsteuerte, nâmlich sein Abitur zu erhalten, er paukte, und lebte nur, um dieses Ziel zu erreichen, nennen wir es mal das ganz Große, und während seine Freunde auch an den kleinen Dingen im Leben ihre Freude hatten,sah der Junge nur noch das grosse Ganze, kurz vor seinem Abitur verunglückte der Mann tödlich, und der Pfarrer stand vor dem Grab, ich glaube er sagte sogar, dass es seine 1.Grabrede gewesen sei und sich überlegte, wie seine Grabrede aussehen soll,dss war jetzt wieder nur ein Leben eines einzigen Menschen, daran sieht man doch wie unendlich groß das Thema in Wirklichkeit ist, zu oberflächlich mit einem Satz abschließend zu glauben, über das Thema ausführlich gesprochen zu haben,wenn kleine Dinge jemanden belasten und man wird davon auf irgend einer Art und Weise blockiert in seinem eigenen Ich, in seinem beruflichen Weitergang, in privaten Dingen, dann muss man zum eigenen Schutz diese Dinge abhaken, wenn diese kleinen Dinge aber deinen Lebensweg verschoenern, dir beruflich nicht im Wege stehn, dir Freude im Leben bereiten, dann soll man sie lebenslänglich im Herzen bei sich tragen, wåre jetzt meine persönliche Meinung dazu, auch wieder nur eine von einem einzigen Menschen,habe versucht gestrigen Text zusammenzufassen,leider nicht gelungen,sorry


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    1. Hallo anonym!
      Wir halten uns das Recht vor die Kommentare zu moderieren. Das hat zur Folge, dass manchmal die Anmerkungen nicht am selben Tag veröffentlicht werden. Ein wenig Geduld und das mühsam Getippte taucht auch unter unseren Beiträgen auf.

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  3. Ja, danke für Ihre Erklärung, bezüglich der Texte, die hier jetzt beide zu lesen sind, hãtte auch genauso ein von mir falsch eingegebener Klick dazu führen können, und von mir geschriebener Text hätte sich schon vor Veröffentlung selbstständisch gemacht und wäre auf nimmer Wiedersehen verschwunden. Bin kein Profi auf dem Gebiet, außerdem könnte ich bei diesem Thema jeden Abend ein neuer Kommentar hier schreiben , das große Ganze, was immer es für jeden einzelnen von uns bedeuten mag,was gingen die Meinungen auseinander,quer Beet würden sie verlaufen, in undenkbar vetschiede Richtunge.n,ganze Studien könnte man damit belegen, unterteilen der einzelnen Kategorien von den Menschen, die philosophisch, theologisch, literarisch, wissenschaftlich, künstlerisch etc.über ihr großes ganzes berichten, vielleicht anschließend oder doch parallel dazu, verschiedene Berufsgruppen befragen,deren Pflicht es tagtäglich ist, ihre to do Liste sorgfältig, systematisch abzuarbeiten,um jegliche Fehler zu vermeiden, die bei Unachtsamkeit unweigerlich zum Tode fúhren würde, denken wir nur mal an den Flugbeteich, im Gesundheitswesen, ja wäre da nicht das eine Handicap, die Zeit.darüber gründlich, ausführlich nachdenken zu können, diskutieren, sich mitzuteilen, die Zeit die fehlt uns Menschen, alles was einen selbst nicht betrifft, ist unwichtig geworden, Mensch hat mit sich selbst heute so viel zu tun,weil er auch zu viel gefordert wird, dass das Nachdenken und die Gedanken in fast aller Hinsicht leider zu kurz kommen, schade EIGENTLICH

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