Mein Spiel im Februar

Ja ja ja. Ich habe bestimmt auch mal was anderes gespielt letzten Monat, aber seit Anfang Februar ist eigentlich nur noch ein Spiel wirklich angesagt.

No Man's Sky (XBox One)


Anfang #1 für diesen Beitrag:
Vor ein paar Jahren wurde No Man's Sky für die Playstation 4 als Exklusivtitel angekündigt. Das Spiel sollte der Messias der Space-Games werden. Ist nicht passiert. Das Internet ist über No Man's Sky eingestürzt, da die Programmier*innen mehr versprochen haben, als das Spiel geboten hat. Was jetzt in der modernen Videospielbranche gar nicht mal so unüblich ist. Aber die Spieler*innen wollten, dass No Man's Sky dieses mächtige Spiel wird und wurden enttäuscht. Im wahrsten Sinne. Die Täuschung blieb aus.

Daraufhin passierte, was die besten Instagram-"Fail better"-Coaches nicht hätten schöner anleiten können: Das Team hinter No Man's Sky blieb dran. Nach und nach kamen weitere Addons zum Spiel, welche gratis hinzugefügt wurden. Als der viral-toxische Fäkaliensturm des Internets sich nach langer Zeit gelegt hatte (Noch heute sind negative Reviews die bevorzugten Treffer wenn mensch das Spiel bei Google sucht), war No Man's Sky aus seinem Kokoon geschlüpft.
Alle versprochenden Features - und noch ein paar mehr - waren im Spiel enthalten. Leider lag die Verletzung bei der anfänglichen Spielerschaft tief.




Anfang #2 für diesen Beitrag:
Als No Man's Sky für die Xboxe One angekündigt wird, freue ich mich. Nachdem Elite Dangerous zwar ein gutes Weltraumspiel war, aber selbst für mich Stumpfling deutlich zu sehr auf den Grind, die ewige Wiederholung gleicher Prozesse, gezogen war, schien mir Nomanski der passende Spielplatz für mich. Irgendwo zwischen besagtem Elite und Welthit Minecraft, tat sich da vielleicht eine neue Spielwelt auf.

Wissend, dass das Spiel eine Multiplayerfunktionalität hat, wittere ich hier wieder Die Chance™. Seit wir damals bei Destiny 1 viel Zeit zu Dritt in den virtuellen Jagdinstanzen verbracht haben, hat es kaum mehr ein Spiel geschafft, dass wir uns online treffen. Immer mal wieder schicken wir uns Trailer, hoffen, bangen und dann fühlen wir uns wie die Leute in Anfang #1 für diesen Beitrag: Wir waren enttäuscht. Und doch probieren wir es immer wieder.

Als ich also in Nomanski einsteige, sehe ich die Faktoren, die meiner bevorzugten Online-Spielgruppe immer gut gefallen. Da ist ein bisschen looten, ein bisschen erforschen. Da sind Möglichkeiten ruhig und bedächtig zu spielen, aber auch spannende Actionsituationen. Ich fange an im Spiel Stützpunkte zu bauen, welche für drei Spieler ausgelegt sind. Bis meine Kumpanen einsteigen, vergehen Monate. Keine Ahnung wieso. 



Und hier kommt dann jetzt eine der Stärken von Nomanski zu tragen. Obwohl ich bereits über 100 Stunden Spielzeit investiert hatte, ist der Neuanfang meiner Boys ganz schön spannend für mich. Innerhalb von kürzester Zeit stoßen wir auf Ränder meiner Expertise im Spiel, entdecken Welten und Herausforderungen, die auch mir noch neu sind. Einiges davon mit einem kleineren frischen Update reingereicht, manches habe ich nur einfach niemals entdeckt gehabt. Alleine hatte ich das Gefühl, das Spiel und seine Essenz schon durchdrungen zu haben. Im wirklich gar nicht mal perfekten Multiplayer habe ich den Eindruck, ich hätte das Spiel nie zuvor gespielt. Als wäre ich nie über das Tutorial hinausgekommen.

Auf neuen Welten begegnen mir vollkommen neue Kreaturen. Eigentlich ein Standard im Spiel, da Planeten, Kreaturen und Schiffe im Rahmen einer prozedualen Generation entstehen. Allerdings ist das witzige an Spielen mit dieser Methode, dass trotzdem schnell vieles sehr ähnlich aussieht und deshalb echte Überraschungen ausbleiben. Auch in Nomanski gibt es natürlich Wiederholung, was in einem gefühlt uneendlich großem Universum auch Vorteile haben kann, aber ganz subjektiv habe ich mit den Jungs das Gefühl, mehr neues zu sehen als vorher. Vielleicht auch nur, weil ich es jetzt teile und wir es zusammen erleben.

Nomanski hat sowohl im Universum der Gamer*innen, als auch auf meiner persönlichen Ebene ein Comeback verdient. Und deshalb ist es vollkommen zu recht mein Spiel des Februars gewesen. Jetzt gibt es da Missionen und Aufgaben, selbstgewählte Ziele und Pläne, die umgesetzt werden wollen. Und auch immer noch Geheimnisse. Denn als ich gestern Abend jemandem einen Aspekt des Spiels zeigen möchte - Die Landung auf einer Fregatte - finde ich plötzlich heraus, dass dort neue Interaktionen möglich sind. Von denen ich vorher nichts wusste.

Ich kann das Spiel sehr empfehlen und auch einen Bauerntrick dazu: Auf den Konsolen ist ein Hardcover-Release erschienen. Während das Spiel als Download recht preisstabil ist, ist es in den Second-Hand-Regalen auch mal locker für 20 €uronen abzugreifen. Und gemessen am aktuellen Spielumfang, ist das ein Schnapper. Denn Nomanski ist halt inzwischen eigentliche eine Sammlung von Spielen, die mit einem Weltraumspiel miteinander verbunden sind. Flottenmissionen, Landschaftstourismus, Rennstrecken bauen, Unterwasserwelten erleben, endlose Quests und Welten. Es hört nicht mehr auf. Und für mich und die Community hoffe ich, dass das auch noch eine ganze Weile so bleibt.




Kommentare