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Die Koch-Blog-Reihe - 3. Zwiebeln schneiden ohne zu heulen!

Möchtegern-Held | 18.01.18 | / | Kommentieren
Urbane Legenden besagen es gäbe Wege, wie man eine Zwiebel schneiden kann ohne, dass man heult. Und ich bin da schon empfindlich, daher habe ich einiges ausprobiert. Hier meine besten Erfahrungen und am Ende sage ich euch auch, wie es wirklich geht.

Brillen
Tatsächlich habe ich es mit einer Arbeiterbrille mit Seitenschutz probiert – bringt nur geringfügig etwas. Habe aber Bilder von Leuten mit Taucherbrillen gesehen. Find ich sau lustig, habe aber nie jemanden in großen Küchen so gesehen. Sind die vielleicht einfach alle abgehärtet oder absolute Soziopathen?

Kaugummi
Einfach beim Schneiden ein scharfes Kaugummi im Mund haben. Soll das Heulen ausgleichen. Nun...bringt nix, außer, dass man sich auf das Kauen konzentrieren kann. Ansonsten heulst du wegen der Zwiebel und vielleicht wegen der Schärfe, je nachdem wie empfindlich du bist.

Schluck Wasser
Den Mund voll Wasser nehmen und dann die Zwiebel schneiden. Lenkt höchstens etwas ab, aber ansonsten kommt irgendwann Wasser aus dem Mund und den Augen. Bringt also auch nix

Schluck Bier
Schmeckt besser, aber gleicher sinnloser Effekt.

Schluck Jägermeister
Tut es nicht! Wobei…das ist jetzt wie mit dem roten Knopf auf dem steht „nicht drücken“ – irgendwer tut es doch.

Unter Wasser
Die Zwiebel mit dem Schneidbrett unter Wasser schneiden. Nun…das hat lustige Nebeneffekte. Zum einen Verbrauchst du so gefühlt 20 Liter Wasser. Zum anderen weicht das Wasser deine Finger auf, weswegen du dich leichter schneiden kannst. Daher empfehle ich rote Zwiebeln hierbei, weil dann fällt das mit dem ganzen Blut nicht so auf. Brennen tut es dann übrigens trotzdem. Hast du das mit dem Schneiden dann hinter dich gebracht solltest du schnell die restlichen Zwiebeln ebenfalls verarbeiten, denn bekanntlich zieht Blut im Wasser ja Haie an.

Tieffrieren
Habe ich selbst ehrlich gesagt nicht ausprobiert, finde ich aber auch ein wenig seltsam, weil das ja den Saft der Zwiebel auch friert und evtl. die Zwiebel dann eine andere Konsistenz beim Verarbeiten erhält.

Nun zu den Methoden, die funktionieren:

Zwiebelschneider
Gibt es in allen Größen, Formen und Techniken. Drehen, Hacken, Raspeln. Die zum Drehen indem die Zwiebel in einem geschlossenen Behältnis sind waren eine Zeit lang mein Favorit. Dafür muss man die Zwiebeln allerdings schonmal in bis zu 4 Teile schneiden, bis sie in das Gerät passen, wodurch evtl. die ersten Tränen da sind. Außerdem werden die Klingen schnell stumpf. Dann bekommt man auch immer nur gehackte Zwiebeln und nie z.B. Zwiebelringe oder halbe Ringe etc.

Mit dem Messer
Kaum zu glauben, aber ja! Damit funktioniert es wirklich. Dazu ist aber ein wenig was zu beachten. Wie man mit einem Messer schneidet habe ich im vorangegangenen Artikel bereits beschrieben. Also wirklich Schneiden und nicht Zerdrücken!

Zweite Bedingung ist, dass das Messer schön scharf ist! Weil ansonsten nähert sich das dem Ganzen Zerdrücken wieder an.

Dritte und wichtigste Bedingung: nehmt verdammt nochmal frische Zwiebeln! Ist die Haut erstmal Weich, dann quetscht es sowieso und der Zwiebelsaft spritzt euch fein um die Ohren.

Beachtet ihr diese drei Punkte, dann habt ihr auch mit dem Messer überhaupt keine Probleme mehr!

Die Koch-Blog-Reihe - 2. Das Werkzeug

Möchtegern-Held | 11.01.18 | / | Kommentieren
Achtung: in diesem Artikel ist mir irgendwie das sarkastische Testosteron aufgekocht.

Als meine Ex-Frau schwanger geworden ist häufte sich die Anforderung, dass ich kochen musste. Also ich koche schon gerne, aber damals war ich noch etwas unbedarft. Es wurde wie in meinem Job üblich durchgetaktet. Bei meinem ersten Kochversuch habe ich sogar einen Zeitstrahl gemalt, wann was mit welchen Utensilien wie lange wie zubereitet werden muss. Projektmanager durch und durch eben. Nun, das hat sich mittlerweile verändert, ich koche viel nach Gefühl, was aber auch der Erfahrung geschuldet ist.

Back to topic: ich soll also kochen. Oh fuck. Rezepte suchen war kein Problem. Rezepte finden, die uns beiden schmecken schon eher. Ich experimentiere gerne mal, probiere auch mal unortodoxes aus - Schoki + Chili (damals auf Hühnerbrustfilet), ja das geht!

Stehe ich also in der Küche und weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Da habe ich eine wichtige Lektion gelernt. Wenn ein Mann nicht in die Küche geht und kocht, so liegt es doch meist am falschen Werkzeug. Gib einem Mann (keinen Hipster-Waldarbeiter, sondern einem Kerl, der echt im Leben steht) einfach eine große Bohrmaschine und einen Hammer und er wird anfangen etwas zu bauen. Also habe ich mich schlau gemacht. Gib einem Mann große scharfe Messer und eine Idee und er wird anfangen was geiles zu kochen. Also habe ich mir erstmal Messer bestellt. Mehrere. Weil das brauchst du in der Küche.

Kleine Messerkunde


Grundsätzlich wichtig waren und sind für mich drei Sorten von Messern, die Mann haben sollte. Mann spare nicht zu sehr an der Qualität, denn gute Messer sind das A und O in einer Küche. Und kommt mir nicht mit der Idee dieser kleinen Schnibbel-Messerchen. Kann man höchstens zum Schälen von Kartoffeln benutzen. Aber als ich mal einen Freund gesehen habe, der damit eine Paprika schneiden wollte hätte ich ihm fast das Messer aus der Hand genommen. Durch einen glücklichen Zufall (sein schreiendes Baby) musste ich in der Küche das Zepter übernehmen und habe prompt das Messer gewechselt und den Arbeitsvorgang wesentlich effizienter gestaltet. Leider hatte er kein vernünftig großes Schneidbrett. Ich hasse Fummelkram, wo das Gemüse kaum auf das Brettchen passt. Ich bin ein Kerl, ich will mein Gemüse großzügig kleinhacken können.


Das oberste ist ein Fleisch- und Fisch-Messer. Der Name sagt worum es geht und wofür du es benutzen solltest. Nicht mal ich, der nun kein Fleisch und Fisch mehr isst vergewaltige ich es, um irgendwas zu öffnen, aufzuschneiden oder Schrauben in die Wand zu drehen. Aus! Pfui! Manche nennen es dennoch Allzweck-Messer und tatsächlich benutze ich es hier und da, um weichen Mozzarella zu schneiden.


An zweiter Stelle das wohl meist-benutzte Messer meiner Küche – das Gemüsemesser. Alles was weich zu schneiden ist und nicht spritzen sollte wird hiermit geschnitten. Zwiebeln, Gurken, Knoblauch….


Das kleinere, geriffelte Messer ist ein sog. Tomatenmesser. Einige würden auch Steakmesser sagen, dafür lässt es sich auch ganz gut missbrauchen, ist es aber eigentlich nicht. Auch nicht zu verwechseln mit einem Käsemesser, wobei die Klinge doch ähnlich gestaltet ist. Damit schneidet man auch Gemüse, allerdings alles was eine harte Schale hat und sich nicht so einfach zerlegen lässt. Als Beispiel eben Tomaten (weil die sonst einfach Matsch werden) und Paprika.


Gebrauch


Ja, wie benutzt man nun ein Messer. Sollte eigentlich jedem klar sein oder? Objekt der Begierde auf das Schneidbrett und reingehackt! Denkste! Einiges muss man wirklich hacken, oder eben, wenn es bereits in der passenden Größe ist hacken. Dann stimmt es. Aber der Effekt eines Messers lässt sich erst bemerken, wenn du damit schneidest. Also die Klinge vor- oder zurück durch ein Objekt bewegst und es nicht einfach drauf hälst und mit Gewalt hineindrückst. Das macht das Arbeiten übrigens auch einfacher! Dauert auch nicht länger! Gut, wenn du keine Angst um deine Finger hast kannste auch weit ausholen und draufhauen, dann regelt eben die Geschwindigkeit den Schnitt.


Die Nummer wird noch im nächsten Beitrag spannend, wenn es um Zwiebeln geht.


Pflege

Ja, gute Messer müssen gepflegt werden. Sauber machen ist einfach oder? Ab in die Geschirrspüle. Tu es nicht! Nie nich! Niemals! Aus! Dir sollen die Finger abfaulen, wenn du das machst!


Messer werden heiß abgespült, ggf. mit etwas Spüli abgerieben und dann in einem sauberen Küchenhandtuch abgewischt. Bitte das Messer in eine Falte des Handtuchs legen, dass die Klinge von der Hand weg zeigt und dann so unter Druck herausziehen. Das reicht dann schon.

Schärfen – ja, muss auch sein, aber bei o.g. Pflege wesentlich weniger. Ich kenne Leute, die ihr Messer vor jedem Kochen an einer Messerpfeile schleifen. Da haste nicht lange was von deinem Messer, weil es a) immer weiter abgerieben wird und b) meist Zack-Zack rübergerissen wird und somit Riefen bildet. Noch so ein Misseding sind elektronische Messerschärfer. Netter Gedanke, aber die haben eben kein Gefühl was für ein Messer sie gerade behandeln. Daher: holt euch einen vernünftigen Wetzstein und lernt es. Es gibt gute youtube-Tutorials dafür. Oder sucht euch jemanden, der dies als Service anbietet und fragt nach, wie er das macht. Wenn er die einschickt und es nicht weiß, dann nehmt einen anderen. Bei uns macht es z.B. der Fleischereibedarf, der kleine Küchenbedarfs-Händler und sogar ein alt eingesessener Schuster. Auch unser Kettensägenhändler macht das, aber da willst du nicht hin.


Sonstiges


Von den Messern mal weg, gibt es ja viel, was man in einer Küche so gebrauchen kann. Auch bei mir findet sich natürlich divers viel an Zubehör, welches ihr in den Rezepten benutzen werden müsstet. Hemmt euch nicht irgendwas nicht zu kaufen, wenn es euch das Leben erleichtern kann. Was meint ihr was ich meinen 600W(!) Stabmixer feiere.


Die Koch-Blog-Reihe - 1. Ankündigung

Möchtegern-Held | 04.01.18 | / | Kommentieren
Seit ich auf Instagram bin, habe ich dem Klischee folgend, mein Essen gepostet. Okay, ich poste auch über meine Kater und mein Bike, aber eben auch, wenn es was gutes zu futtern gab. Ich habe dann auch mal scherzhaft geschrieben, dass ich bald zum Foodblogger mutiere und das hat der liebe Jay natürlich prompt aufgegriffen und mich dazu angeregt, wenn ich das denn tue, wenigstens hier zu tun. Und da ich schon länger mal wieder was hier schreiben wollte – mache ich das doch! Ich bin kein Freund von regelmäßigen Blogeinträgen, daher wird dies einfach eine Reihe an Beiträgen werden und nach 10 Einträgen auch abgeschlossen sein. Dann werde ich weiterhin nur Bilder bei Instagram bringen ;)

Ich sage immer „ich kann kochen“. Als meine Ex-Freundin dann einen Blick in meinen Gewürz-Schrank warf bekam sie einen Schock, denn da waren gerade mal grundlegende Dinge wie Salz, Pfeffer und Zimt vorhanden. Ich koche relativ Gewürz-arm, da ich den Eigengeschmack von den Nahrungsmitteln mag. Wer also etwas Würze an meinen Rezepten mag, der kann gerne nachwürzen. Super Überleitung: Rezepte. In der Blogreihe werde ich natürlich auch Rezepte posten. Allerdings nicht so schnöde, wie ihr sie auf den üblichen Rezepte-Seiten findet, sondern ich möchte, dass es etwas mehr Erlebnis wird. Daher gibt es zu jedem Rezept eine kleine Geschichte, die mich zu dem Gericht oder der Herstellung verbindet. Des Weiteren werden meine Rezepte allesamt fleischfrei sein, da ich seit Dezember 2016 meine Ernährung dahingehend umgestellt habe.

Im ersten Beitrag, der Reihe werde ich auf das Werkzeug eingehen. Freut euch also drauf.

Ach ja: falls jemand Erweiterungen, Ideen, Verbesserungsvorschläge hat: immer raus damit, ich lerne gerne etwas dazu!

Rezension: Disney Infinity 2.0 – Was ist das? Was soll das? Und warum überhaupt?

Jay Nightwind | 16.01.15 | / / | 3 Kommentare


Sicherlich seid ihr in den Supermärkten oder Spielzeugläden schon über diese wahnsinnig süßen Disney-Figuren gestolpert. Starr, aber sehr detailverliebt gestaltet. Dran steht irgendwas von 2.0 – hat das jetzt was mit Computern zu tun? Muss wohl – bei dem Preis von ca. 10 Euro pro Figur.
Und wie geht das jetzt? Die Internetseite von Disney gibt da wirklich nicht viel Preis. Vorallem weil das ja auf allen Systemen (xbox one, ps4, etc.) laufen soll. Aber wie soll das gehen?

Gastbeitrag: Das Paarungsverhalten der Ähms und Öhms

Der Nachtwind | 18.11.13 | / | 2 Kommentare
Jeder kennt Sie, die Ähms und Öhms. Sie sind Teil des deutschen Sprachgebrauchs und jeder greift dazu sofern er längere Monologe oder schwer zu formulierende Sätze herausbringen möchte. Diese Verzögerungslaute vermitteln dem Gesprächspartner, dass der Redner einen Satz noch nicht zu Ende gebracht hat.

In vielen Redner-Regeln findet man ständig den Hinweis, dass man diese Wörter vermeiden soll, denn Sie vermitteln eine Unsicherheit beim Vortragenden. Meine Erdkundelehrerin der Realschule war ein Paradebeispiel: in einer 45 Minuten Unterrichtseinheit, in der Sie nicht alleine gesprochen hat, brachte Sie es auf 96(!) dieser Verzögerungslaute. Wir Schüler hatten nach mehreren dieser Stunden die Gewissheit, dass Sie ohne ihr Lehrbuch vollkommen aufgeschmissen war. Ein Praxistest hat dieses auch prompt bewiesen, aber natürlich erinnere ich mich heute nicht mehr, wer ihr Lehrbuch kurzzeitig entwendet hat.

Interviewpodcast mit dem Gesichterleser Daniel Buth

Jay Nightwind | 23.09.13 | / / / / | 6 Kommentare
Es ist wieder so weit: Wir haben einen spannenden Gast in unser Studio (also mein Arbeitszimmer) eingeladen. Diesmal handelt es sich um Daniel Buth, der seines Zeichens Gesichterleser ist. Wir reden im Podcast über Mikroexpressionen, Lügen, die Verantwortung mit einer solchen Eigenschaft und Choleriker. Natürlich - wie sollte es auch anders sein? - ist es am besten, ihr hört euch einfach unseren Podcast auf Soundcloud an oder ladet ihn runter.

Und wie gewohnt ab hier alle im Podcast erwähnten Medien: