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Die Koch-Blog-Reihe - 10. Katzen würden Whisky saufen

Möchtegern-Held | 08.03.18 | / | Kommentieren

Damit man nicht alleine saufen muss kann man sich auch Katzen anschaffen, oder? Naja…ich habe mir meine beiden Kater Han und Chewie zu mir geholt, weil es ohne Haustiere doch einfach auch ein wenig langweilig in den heimischen vier Wänden ist. Nichtsdestotrotz erleben die beiden auch mal, dass ich hier mal abends einen Whisky genieße.

Kurz nach dem Einzug der beiden war es dann auch mal soweit und vorsichtig schlich sich Chewie an meinen Scotch heran. Der stand in einem weiten Glas auf dem Hocker vor dem Sofa. Ich dachte noch so: „ahh…so blöd kann Chewie nicht sein. Der riecht doch wie scharf das Zeug ist!“. Nur 2 Sekunden später: Chewie ist neugieriger als er clever ist. Tatsächlich schlappte er 2x ordentlich durchs Glas, nieste, sprang vom Hocker auf den Boden, nieste und röchelte reichlichst vor sich hin. Ich dachte schon der kleine verreckt mir. Eilig habe ich Wasser versucht in seinen kleinen Hals zu kippen. Nach aber etwa einer Minute des Schreckens war das ganze vorbei und Chewie ging es wieder gut.

…bekommt ein Kater eigentlich einen Kater?

Nunja. 2 Wochen später…wieder Whiskey im Wohnzimmer. Chewie schleicht sich an und ich denke mir so: „ahhh… so blöd kann Chewie nicht sein. Der weiß doch noch vom letzten Mal wie scharf das ist und dass es ihn fast umgebracht hat.“. *Schlapp* *Schlapp* *hust* *röchel* *nies* *röchel* *HerrchenLachendInPanik*

Schlusswort
In diesem Sinne: ich hoffe ihr hattet Spaß mit der (Food-)-Blogreihe von mir. Mir hat es Spaß gemacht.

Die Koch-Blog-Reihe - 9. Unfälle in der Küche

Möchtegern-Held | 01.03.18 | / | 2 Kommentare
Nun…eigentlich bin ich nicht der Freund von „Abenteuer-Kochen“, aber so manches mal ist das Chaos bereits auch in meiner Küche ausgebrochen. Das Foccacia-Desaster habt ihr ja bereits im letzten Artikel sehen können, aber hier gibt es noch ein paar Highlights, die leider nicht mit Fotos belegt sind.

Das erste Mal
Als ich das erste Mal wirklich alleine in der Küche stand war ein Spektakel. Mit Feuerwerk. Einem Mett-Feuerwerk. Es gab Chilli con Carne und irgendwie muss ich sehr eifrig beim Rühren gewesen sein, denn später fand man es überall in der Küche. Sogar an der Decke.

Pansen braten
Was tut man nicht alles für seine Hunde? Man kocht sogar für sie. So kam meine Ex-Frau auf die Grandiose Idee, dass ich für die Hunde tiefgefrorene Pansen mitbringen soll. Gesagt getan, aber das auftauen dauerte ewig und wir waren uns auch nicht sicher, ob man sie so roh verfüttern kann. Also tat meine Ex-Frau die Pansen in die Pfanne. Bereits nach wenigen Minuten ergriff ich die Flucht aus dem Haus. Es war der Horror. Als würde Pansen nicht schon eh stinken wie die Hölle….heißer Pansen OMFG. Auf die Terasse geflüchtet sah ich dann einen schwarzen, sich bewegenden Fleck direkt vor unserem Lüftungsgitter der Dunstabzugshaube an der Außenwand des Hauses. Eine Horde von Fliegen…also gefühlt hunderte…hatte sich versammelt und wollte teilhaben an dem Pansen. Boah war das widerlich.

Ente und die Spätfolgen
Wie wichtig eine gute Anleitung oder Ansage zum Kochen sein kann durfte ich bei meinem ersten Versuch einer Ente erleben. Ente gekauft – tiefgefroren. Ich war nervös und wollte das Ding nicht versauen, da es irgendein besonderer Tag war und wir uns damals mal Ente gegönnt haben. Meine Ex-Frau meinte: „Das ist ganz einfach. Ente auspacken, in den Ofen und gut durch.“ – gesagt getan. Was sie bei ihrer Ausführung allerdings vergaß zu erwähnen ist, dass man die Alu-Schale in der diese Ente geliefert wurde vielleicht besser mit in den Ofen gibt. Ich bin verdammt nochmal Informatiker. Wenn die Anleitung heißt:

enteExtract();
enteInOfen();
if (enteFertig== true){
enteRaus();
} else {
letItBurn();
}

Dann steht da kein verdammter Parameter, der besagt: Lass die verdammte Alu-Schale unter der Ente! Was dabei rauskommt? Viel Flüssigkeit aus der Ente. Wo die landet? Im Ofen! Was wochenlang noch alles nach Ente riecht und schmeckt? Alles aus dem Ofen. Selbst Pommes und Pizza. Ich empfehle es nicht nachzumachen.

Final Destination
Wir kennen alle diese kleinen Verkettungen von Ereignissen, die zum Tod führen können, oder? Nicht mein Tod, aber der von meinen Schokoschaumküssen kam dadurch, dass mein Gewürzschrank einfach schlecht organisiert ist. Als ich neulich für ein paar Nudeln das Salz herausnehme fielen auch kurz darauf die Muskatnüsse heraus. Vor Schreck öffnete ich das Glas mit dem Salz etwas schnell und verteilte es großzügig in der Küche. Während meiner Putzarbeiten habe ich aber wohl mit dem Arm die Schokoschaumküsse, die neben der Kochfläche standen…auf die Kochfläche geschoben. Die war zwar aus, hatte aber noch genug Hitze die Dinger komplett zu zermatschen und die Packung festzubrennen. Argh!

Die Koch-Blog-Reihe - 8. Foccacia

Möchtegern-Held | 22.02.18 | / | 2 Kommentare

Was leckeres als Beilage beim Grillen? Was schmackhaftes to-go? Einfach nur mal zwischendurch? Läuft. Ich habe das Zeug in Italien kennengelernt und mich verliebt. Ich muss gestehen, dass ich es bei weitem nicht so gut hinbekomme und auch mein Belag reichlich anders aussieht als das was ich damals im Urlaub gegessen habe. Aber: Trotzdem geiles Zeug.

1 gewürfelte Kugel Mozzarella über Nacht im Kühlschrank in einem Sieb abtropfen lassen.

250g Mehl und 1TL Salz mit 10g Hefe, Prise Zucker in 10ml lauwarmen Wasser mischen. Schön geschmeidig kneten, dann in Frischhaltefolie wickeln und eine Stunde im Kühlschrank gehen lassen. Bei dem Foto muss ich gestehen, dass ich eine wesentlich größere Menge in Arbeit hatte und daher ist mir der Teig dermaßen aus der Folie explodiert, dass dieses Dilemma sich in meinem Kühlschrank befand.







Ein Backblech vorheizen. Wie immer bei Käse….Ober/Unterhitze. Den Teig zu dünnen Fladen ausrollen und mit etwas spitzem Löcher hinein pieken. Dann wird der Teig nämlich am Ende etwas knuspriger. Etwas Olivenöl darauf verteilen, aber echt nur hauchdünn. Ein paar Chiliflocken oder wie ich es bevorzuge mit frischem Piri-Piri mit drauf. Wer mag: kann auch Salz an die Sache geben, ich bevorzuge es ohne. Den Mozzarella und Rosmarinnadeln belegen und ab auf das heiße Blech (mit Backpapier drunter). Dauert ca. 10-12 Minuten. Kann heiß, aber auch kalt gegessen werden.


Guten Hunger!

Die Koch-Blog-Reihe - 7. French Toast

Möchtegern-Held | 15.02.18 | / | 2 Kommentare


Dieses mal keine Einzelbildanleitung, weil es eigentlich recht einfach ist. Mir ging es um ein schnelles und einfaches Essen. Ich hatte Bock auf Kaiserschmarren, aber war zu faul den Teig zuzubereiten. Aber bei amazon prime in irgendeinem Film hatte jemand ein „French Toast“ zubereitet. Was ist eigentlich „French Toast“ dachte ich mir und warf Google an: aahhhhh….Arme Ritter! So nannte man das bei uns im Kindergarten damals und ich habe das Zeug abgöttisch geliebt. Leider hatte ich es seit dem Kindergarten nie wieder zu Essen bekommen! Also nun 27 Jahre nicht mehr! Was für eine Schande! Das musste geändert werden.

Ist eigentlich ganz einfach muss ich sagen. Eier zerschlagen und verquirlen und in einen tiefen Teller geben. Toast von beiden Seiten ungetoastet etwa eine Minute einlegen, es saugt sich schnell voll. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Toast hinausnehmen, dabei noch etwas abtropfen lassen, sonst gibt es eine riesige Sauerei und fix von beiden Seiten goldbraun anbraten.

On Top kann man dann allerlei Zeugs werfen: Sirup, Honig, Kirschen,… am liebsten esse ich meines allerdings mit Zimt und Zucker, sowie etwas Apfelmuß.

Funktioniert für mich übrigens gut zu jeder Mahlzeit oder auch nur in geringen Mengen als Nachtisch. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Die Koch-Blog-Reihe - 6. Tomate-Mozzarella to go

Möchtegern-Held | 08.02.18 | / | 2 Kommentare

Tomate Mozzarella ist schon geiles Zeug. Aber für unterwegs einfach unpraktisch…denkste! Eben genau diese Herausforderung war es, die zu meistern gilt. Ich musste auf Geschäftsreise und dafür 6 Stunden mit dem Auto fahren und darüber hinaus auch noch über die Mittagspause. Ich hatte absolut keinen Bock auf Fertigfraß und einfache Brötchen. An einer Tanke oder so kostet das auch noch einen Heiden Geld. Also….improvisieren. Einfach mal einen Blick in den Kühlschrank geworfen und geschaut, wie ich das hinbekomme. Klar…Pizzateig! Geile Idee!

Also benötigt ihr:
- Pizzateig
- Cherrytomaten
- Mozarella
- Basilikum-Creme



Den Teig einfach in Zwei gleichgroße Hälften teilen.




Auf eine Hälfte etwas Basilikum-Creme geben/verteilen. Als Verbesserung für dieses Bild: macht keine Fläche, sondern einzelne Klekse, denn dann babbt der Hefeteig als Tasche nachher besser zusammen.



Mozzarella in kleine Stücke schneiden und darauf verteilen. Achtung bei diesem Bildbeispiel: ist etwas zu viel, ich habe mich da übernommen. Sorgt dafür, dass zwischen den einzelnen Teilen genug Abstand ist, dass daraus Teigtaschen entstehen können.

Auf den Mozzarella noch geteilte Tomaten drauf.



Die zweite Hälfte des Teigs auf die belegte Hälfte kippen/werfen/ziehen und dabei beten keinen Scheiß zu bauen, denn das Zeug klebt wie Hulle.



Die einzelnen Elemente an den Rändern aufeinander drücken. Ein Löffel hat sich da bei mir bewährt.



Bei 180 Grad Umluft ca. 15-18 Minuten goldbraun backen. Wer mag kann noch Ei oder Käse on Top geben. Und hier sieht man den Fehler meines Versuchs: das Basilikum hat sich wegen der Fläche und der zu starken Belegung herausgedrückt. Deswegen hielt das ganze nicht ganz super zusammen.



Resultat: scheiß geil süchtig machendes Zeug! Aber Vorsicht, wenn man es wie ich bei der Fahrt futtert. Durch die geringe Größe bemerkt man nicht wie viel man davon gegessen hat und in Null-Komma-Nix haste quasi ne Family-Size-Pizza nebenbei verdrückt. Hab’s dann abends im Hotel gemerkt, weil ich sowas von derbe vollgefressen war.

Die Koch-Blog-Reihe - 5. Kultur am Esstisch

Möchtegern-Held | 01.02.18 | / | 3 Kommentare
Es war Sommer 2017 – Einladungen zum gemeinsamen Grillen fliegen so ins Haus. Mittlerweile gehe ich zu so etwas mit geteilten Gefühlen. Sicherlich schätze ich das gemütliche Beisammensein mit Freunden und Bekannten, sowie die guten Gespräche. Aber spätestens sobald es darum geht sein Essen auf den Grill zu legen beginnt eine kleine Tortur. Da packe ich meine 2 Alufolienpäckchen auf das Rost und meine zum Zuständigen Grillmeister: „dauert so 15- 20 Minuten etwa“. Und schon geht der schiefe Blick zu mir. Vorwurfsvoll als wolle er sagen „Was? Du legst Gemüse auf meinen heiligen Weber?“ oder „20 Minuten soll das Ding jetzt dem Fleisch nun den Platz wegnehmen?“. Da er aber nichts sagt ziehe ich einfach von Dannen zu meinem Bier.

Am Esstisch verzehre ich meinen selbstgemachten Grillkäse – war nämlich gar kein Gemüse. Entweder es wird bemerkt und ich werde darauf angesprochen oder sobald es dem Fleischteller ans Ende geht kommt der Satz: „Hier ist noch eine Wurst – wer will die? Daniel, du siehst noch hungrig aus!“ und wenn ich nicht schnell genug bin wird sie mir schon auf den Teller geworfen.

Aber das Spielchen geht weiter. Sollte man bis zu diesem Zeitpunkt unbemerkt durchgekommen sein und erst nach dem Essen erstaunt festgestellt wird, dass man kein Fleisch ist kommt dann auch mal ein Satz wie „Bist du immer noch auf dem Trip?“ – nein. Es war eine Ernährungsumstellung. Danke. Hat nix mit Trip zu tun.

„Woran erkennt man einen Veganer? Er wird es dir erzählen.“ Den gleichen Witz gab es früher für Vegetarier. Wann immer ich es kann erzähle ich niemandem davon, weil ich eben a) keine Lust auf dumme Sprüche habe und b) niemanden missionieren will. Mit dem Missionieren ist das tatsächlich eine lustige Sache. Kaum sitzt ein Vegetarier am Tisch bekommen sehr häufig Omnivoren (Allesfresser, nicht abwertend gemeint) ein schlechtes Gewissen. Der Vegetarier braucht kein Wort zu sagen – nur weil er da ist und kein Fleisch isst, wird er schon als moralisch/ethische Spaßbremse oder Mahnmal angesehen. Ich selbst wurde nicht missioniert – ich war mit einer Vegetarierin in einer Beziehung und sie hat es toleriert, dass ich Fleisch esse. So halte ich es auch: wer sein Fleisch essen möchte, möge es tun. Ich werde ihm keinen Vorwurf draus machen. Achtung: solange man mich nicht wegen meiner Ernährung anfängt zu diskriminieren. Ich habe einen guten Sinn für Humor und kann über mich selbst lachen, aber man erlebt schon viele Anfeindungen und echt unreif dumme Sprüche.

So finde ich die Frage: „Warum gibt es vegetarisches Hack?“ immer wieder interessant. Gerade ich als „Umsteiger“ orientiere mich leichter an vegetarischem Äquivalent – vegetarisches Hack, Bratwürste, Schnitzel. Soweit so gut. Kommt dann der übliche Folgesatz: „Warum macht man sowas? Ich baue mir ja auch keinen Salat aus Dönerfleisch.“ – das ist dann wieder unreif in meinen Augen. Denn…wie nennst du ein vegetarisches Schnitzel? Unter Schnitzel kann sich jeder etwas vorstellen: Geschmack, Konsistenz, Form, Farbe….alles exakt gleich, nur eben aus Soja. Was soll denn stattdessen auf der Packung stehen? Eine chemische Formel? Goldbraunes, in Form gepresstes, mit Rapsöl angereichertes Soja-Ei-Gemisch?

Wie wehrt man sich denn nun? Ich habe zwei Varianten für mich entwickelt. Erstens, Klappe halten, weiter essen und sich seinen Teil denken – wer sich von meinen Bekannten nun erwischt fühlt…sorry, aber wenn ich keine Chance sehe fair und auf Augenhöhe zu kommunizieren, dann lasse ich es. Und glaubt mir, dass ist die nettere Variante gewesen. Zweitens, hier ein praktisches Beispiel: „Iss du mal dein Gemüse.“ Oder „du frisst meinem Essen das Futter weg“ etc. – da habe ich einfach mal den Fleischteller rüber gereicht, auf die einzelnen Steaks und Bratwürste gezeigt und gefragt: „Möchtest du noch etwas Emma? Oder Irma? Vielleicht doch lieber Else? Die hat vor der Schlachtung noch so liebreizend geschaut.“. Die Dame hat dann abgelehnt und wurde etwas weiß im Gesicht. Ja, ich kann sarkastisch fies sein. Gerngeschehen.

Aber…und jetzt ein großes ABER, es gibt auch nette Reaktionen, man muss sich ggf. gar nicht wehren! Es gibt tatsächlich offene Menschen, die dann hinterfragen was man isst und was nicht, wie man dazu kam etc. – auch da halte ich das Thema meist flach, weil es früher oder später irgendwen nervt, aber wenn ich gefragt werde, dann antworte ich auch. Aber was mir dabei wichtig ist: nicht wertend. Ein Fleischesser ist menschlich nicht weniger Wert als ein Vegetarier oder Veganer. Und ich möchte diesem Menschen auch freundlich in die Augen sehen können, wenn wir mit dem Essen fertig sind. Wäre dem nicht so, dann müsste ich ja 90% der Weltbevölkerung hassen.

Ein Kunde bei dem ich neulich war hatte uns Mittags Brötchen bestellt. Es kam eine Platte mit 20 Brötchen. 4 davon mit Käse, der Rest irgendwelche Sorten Wurst. Als ich mein zweites Käsebrötchen nahm fragte der Projektleiter des Kunden freundlich und mit einem Lächeln: „Sind Sie Vegetarier?“ und ich fühlte mich wohl bei der Frage und von ihm aufrecht akzeptiert.

Die Härte traf mich allerdings echt aus Reihen, aus denen ich einen Angriff nicht erwartet hätte. Von einer Veganerin. Eigentlich dachte ich immer Veganer sind den Vegetariern eher freundlich gesinnt, weil diese ja immerhin schon auf Fleisch und Fisch verzichten. Aber da hat es mich echt böse erwischt: „Ihhh, wahrscheinlich mit Kuhmilch!“. Ich bin immer noch platt. A) „wahrscheinlich“ – sie war sich also nicht mal sicher und b) „ihhh“ – ist ein Ausdruck von Ekel, in dem Kontext aber nicht klar, ob sie nur das Essen ekelig fand oder die Tatsache, dass ich ggf. Kuhmilch verwende oder gar mich als Person aufgrund meiner Einstellung. Wie sich später klärte wohl aufgrund meiner Einstellung. Ich dachte immer Veganer und Vegetarier ziehen zumindest annähernd an ein und dem selben Strang. Aber auch da gibt es wohl feine Unterschiede.

Was ich mir aber wünschen würde ist einfach Toleranz. Lasst mich doch auf Fleisch verzichten, genauso wie ich veganer hoch schätze für ihre Ernährung. Genauso freue ich mich, wenn mein Chef oder Schwager von seinen tollen Ergebnissen ihrer kulinarischen Fleischexperimente am heimischen High-Tech-Grill erzählen. Ich freue mich mit ihnen, dass sie was tolles erlebt haben und blende das dafür gestorbene Tier mal aus. Daher: lasst doch jeden essen was und wie er will. Man muss dazu keine bewertende Meinung haben. Hört auf mit blöden Sprüchen, wenn ihr euch nicht ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt habt. Minderheiten zu beleidigen ist einfach, aber es muss nicht sein. Wir leben in so tollen Zeiten, dass jeder irgendwie ständig Essen hat. Lasst es gut sein und das gemeinsame Essen einfach genießen – egal was auf dem Teller liegt oder aus welcher Überzeugung dies stammt.

Die Koch-Blog-Reihe - 4. Grillkäse

Möchtegern-Held | 25.01.18 | / | 3 Kommentare

Meine Alternative fürs Grillfleisch. Kurzes knappes Rezept, einfach zu machen, sau lecker!

Vatertag 2017 war mein erstes Grillen bei dem ich eingeladen war und da ich zuvor immer nur fertig marinierte Steaks dabei hatte war dieses Jahr Umdenken gefragt. So als Vegetarier. Also google angeworfen: was gibt es? Maiskolben…schön und gut, aber nicht meins und auf besoffenen Kopf eine ordentliche Sauerei. Neee lass mal. Gegartes Gemüse…geht schon. Aber irgendwas fehlte. Also bin ich doch irgendwie auf Grillkäse gekommen und habe mich mal schlau gemacht was drauf muss und etwas variiert.

Ihr braucht:
- Bund Frühlingszwiebeln
- Tomaten
- Basilikum
- Pfeffer (in meinem Fall schwarzer)
- Olivenöl
- Feta Käse
- Backpapier
- Alufolie



Zwiebeln, etwas Basilikum klein schneiden, Tomaten in Scheiben schneiden.



Etwas von den Zwieblen und Basilikum auf ein halbes Stück Backpapier streuen.



Käse drauf, darauf ein wenig Olivenöl, das ganze mit Zwiebeln, Basilikum und Tomaten belegen. Tomaten ruhig auch an die Seiten stellen. Ordentlich Pfeffer drauf (keine Hemmungen der Käse nimmt viel von der Würze später ab).

Im Backpapier einwickeln, drum herum Alufolie und auf dem Grill etwa 15—20 Minuten kochen lassen.




Die Koch-Blog-Reihe - 3. Zwiebeln schneiden ohne zu heulen!

Möchtegern-Held | 18.01.18 | / | 2 Kommentare
Urbane Legenden besagen es gäbe Wege, wie man eine Zwiebel schneiden kann ohne, dass man heult. Und ich bin da schon empfindlich, daher habe ich einiges ausprobiert. Hier meine besten Erfahrungen und am Ende sage ich euch auch, wie es wirklich geht.

Brillen
Tatsächlich habe ich es mit einer Arbeiterbrille mit Seitenschutz probiert – bringt nur geringfügig etwas. Habe aber Bilder von Leuten mit Taucherbrillen gesehen. Find ich sau lustig, habe aber nie jemanden in großen Küchen so gesehen. Sind die vielleicht einfach alle abgehärtet oder absolute Soziopathen?

Kaugummi
Einfach beim Schneiden ein scharfes Kaugummi im Mund haben. Soll das Heulen ausgleichen. Nun...bringt nix, außer, dass man sich auf das Kauen konzentrieren kann. Ansonsten heulst du wegen der Zwiebel und vielleicht wegen der Schärfe, je nachdem wie empfindlich du bist.

Schluck Wasser
Den Mund voll Wasser nehmen und dann die Zwiebel schneiden. Lenkt höchstens etwas ab, aber ansonsten kommt irgendwann Wasser aus dem Mund und den Augen. Bringt also auch nix

Schluck Bier
Schmeckt besser, aber gleicher sinnloser Effekt.

Schluck Jägermeister
Tut es nicht! Wobei…das ist jetzt wie mit dem roten Knopf auf dem steht „nicht drücken“ – irgendwer tut es doch.

Unter Wasser
Die Zwiebel mit dem Schneidbrett unter Wasser schneiden. Nun…das hat lustige Nebeneffekte. Zum einen Verbrauchst du so gefühlt 20 Liter Wasser. Zum anderen weicht das Wasser deine Finger auf, weswegen du dich leichter schneiden kannst. Daher empfehle ich rote Zwiebeln hierbei, weil dann fällt das mit dem ganzen Blut nicht so auf. Brennen tut es dann übrigens trotzdem. Hast du das mit dem Schneiden dann hinter dich gebracht solltest du schnell die restlichen Zwiebeln ebenfalls verarbeiten, denn bekanntlich zieht Blut im Wasser ja Haie an.

Tieffrieren
Habe ich selbst ehrlich gesagt nicht ausprobiert, finde ich aber auch ein wenig seltsam, weil das ja den Saft der Zwiebel auch friert und evtl. die Zwiebel dann eine andere Konsistenz beim Verarbeiten erhält.

Nun zu den Methoden, die funktionieren:

Zwiebelschneider
Gibt es in allen Größen, Formen und Techniken. Drehen, Hacken, Raspeln. Die zum Drehen indem die Zwiebel in einem geschlossenen Behältnis sind waren eine Zeit lang mein Favorit. Dafür muss man die Zwiebeln allerdings schonmal in bis zu 4 Teile schneiden, bis sie in das Gerät passen, wodurch evtl. die ersten Tränen da sind. Außerdem werden die Klingen schnell stumpf. Dann bekommt man auch immer nur gehackte Zwiebeln und nie z.B. Zwiebelringe oder halbe Ringe etc.

Mit dem Messer
Kaum zu glauben, aber ja! Damit funktioniert es wirklich. Dazu ist aber ein wenig was zu beachten. Wie man mit einem Messer schneidet habe ich im vorangegangenen Artikel bereits beschrieben. Also wirklich Schneiden und nicht Zerdrücken!

Zweite Bedingung ist, dass das Messer schön scharf ist! Weil ansonsten nähert sich das dem Ganzen Zerdrücken wieder an.

Dritte und wichtigste Bedingung: nehmt verdammt nochmal frische Zwiebeln! Ist die Haut erstmal Weich, dann quetscht es sowieso und der Zwiebelsaft spritzt euch fein um die Ohren.

Beachtet ihr diese drei Punkte, dann habt ihr auch mit dem Messer überhaupt keine Probleme mehr!