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Die Koch-Blog-Reihe - 3. Zwiebeln schneiden ohne zu heulen!

Möchtegern-Held | 18.01.18 | / | Kommentieren
Urbane Legenden besagen es gäbe Wege, wie man eine Zwiebel schneiden kann ohne, dass man heult. Und ich bin da schon empfindlich, daher habe ich einiges ausprobiert. Hier meine besten Erfahrungen und am Ende sage ich euch auch, wie es wirklich geht.

Brillen
Tatsächlich habe ich es mit einer Arbeiterbrille mit Seitenschutz probiert – bringt nur geringfügig etwas. Habe aber Bilder von Leuten mit Taucherbrillen gesehen. Find ich sau lustig, habe aber nie jemanden in großen Küchen so gesehen. Sind die vielleicht einfach alle abgehärtet oder absolute Soziopathen?

Kaugummi
Einfach beim Schneiden ein scharfes Kaugummi im Mund haben. Soll das Heulen ausgleichen. Nun...bringt nix, außer, dass man sich auf das Kauen konzentrieren kann. Ansonsten heulst du wegen der Zwiebel und vielleicht wegen der Schärfe, je nachdem wie empfindlich du bist.

Schluck Wasser
Den Mund voll Wasser nehmen und dann die Zwiebel schneiden. Lenkt höchstens etwas ab, aber ansonsten kommt irgendwann Wasser aus dem Mund und den Augen. Bringt also auch nix

Schluck Bier
Schmeckt besser, aber gleicher sinnloser Effekt.

Schluck Jägermeister
Tut es nicht! Wobei…das ist jetzt wie mit dem roten Knopf auf dem steht „nicht drücken“ – irgendwer tut es doch.

Unter Wasser
Die Zwiebel mit dem Schneidbrett unter Wasser schneiden. Nun…das hat lustige Nebeneffekte. Zum einen Verbrauchst du so gefühlt 20 Liter Wasser. Zum anderen weicht das Wasser deine Finger auf, weswegen du dich leichter schneiden kannst. Daher empfehle ich rote Zwiebeln hierbei, weil dann fällt das mit dem ganzen Blut nicht so auf. Brennen tut es dann übrigens trotzdem. Hast du das mit dem Schneiden dann hinter dich gebracht solltest du schnell die restlichen Zwiebeln ebenfalls verarbeiten, denn bekanntlich zieht Blut im Wasser ja Haie an.

Tieffrieren
Habe ich selbst ehrlich gesagt nicht ausprobiert, finde ich aber auch ein wenig seltsam, weil das ja den Saft der Zwiebel auch friert und evtl. die Zwiebel dann eine andere Konsistenz beim Verarbeiten erhält.

Nun zu den Methoden, die funktionieren:

Zwiebelschneider
Gibt es in allen Größen, Formen und Techniken. Drehen, Hacken, Raspeln. Die zum Drehen indem die Zwiebel in einem geschlossenen Behältnis sind waren eine Zeit lang mein Favorit. Dafür muss man die Zwiebeln allerdings schonmal in bis zu 4 Teile schneiden, bis sie in das Gerät passen, wodurch evtl. die ersten Tränen da sind. Außerdem werden die Klingen schnell stumpf. Dann bekommt man auch immer nur gehackte Zwiebeln und nie z.B. Zwiebelringe oder halbe Ringe etc.

Mit dem Messer
Kaum zu glauben, aber ja! Damit funktioniert es wirklich. Dazu ist aber ein wenig was zu beachten. Wie man mit einem Messer schneidet habe ich im vorangegangenen Artikel bereits beschrieben. Also wirklich Schneiden und nicht Zerdrücken!

Zweite Bedingung ist, dass das Messer schön scharf ist! Weil ansonsten nähert sich das dem Ganzen Zerdrücken wieder an.

Dritte und wichtigste Bedingung: nehmt verdammt nochmal frische Zwiebeln! Ist die Haut erstmal Weich, dann quetscht es sowieso und der Zwiebelsaft spritzt euch fein um die Ohren.

Beachtet ihr diese drei Punkte, dann habt ihr auch mit dem Messer überhaupt keine Probleme mehr!

Die Koch-Blog-Reihe - 2. Das Werkzeug

Möchtegern-Held | 11.01.18 | / | Kommentieren
Achtung: in diesem Artikel ist mir irgendwie das sarkastische Testosteron aufgekocht.

Als meine Ex-Frau schwanger geworden ist häufte sich die Anforderung, dass ich kochen musste. Also ich koche schon gerne, aber damals war ich noch etwas unbedarft. Es wurde wie in meinem Job üblich durchgetaktet. Bei meinem ersten Kochversuch habe ich sogar einen Zeitstrahl gemalt, wann was mit welchen Utensilien wie lange wie zubereitet werden muss. Projektmanager durch und durch eben. Nun, das hat sich mittlerweile verändert, ich koche viel nach Gefühl, was aber auch der Erfahrung geschuldet ist.

Back to topic: ich soll also kochen. Oh fuck. Rezepte suchen war kein Problem. Rezepte finden, die uns beiden schmecken schon eher. Ich experimentiere gerne mal, probiere auch mal unortodoxes aus - Schoki + Chili (damals auf Hühnerbrustfilet), ja das geht!

Stehe ich also in der Küche und weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Da habe ich eine wichtige Lektion gelernt. Wenn ein Mann nicht in die Küche geht und kocht, so liegt es doch meist am falschen Werkzeug. Gib einem Mann (keinen Hipster-Waldarbeiter, sondern einem Kerl, der echt im Leben steht) einfach eine große Bohrmaschine und einen Hammer und er wird anfangen etwas zu bauen. Also habe ich mich schlau gemacht. Gib einem Mann große scharfe Messer und eine Idee und er wird anfangen was geiles zu kochen. Also habe ich mir erstmal Messer bestellt. Mehrere. Weil das brauchst du in der Küche.

Kleine Messerkunde


Grundsätzlich wichtig waren und sind für mich drei Sorten von Messern, die Mann haben sollte. Mann spare nicht zu sehr an der Qualität, denn gute Messer sind das A und O in einer Küche. Und kommt mir nicht mit der Idee dieser kleinen Schnibbel-Messerchen. Kann man höchstens zum Schälen von Kartoffeln benutzen. Aber als ich mal einen Freund gesehen habe, der damit eine Paprika schneiden wollte hätte ich ihm fast das Messer aus der Hand genommen. Durch einen glücklichen Zufall (sein schreiendes Baby) musste ich in der Küche das Zepter übernehmen und habe prompt das Messer gewechselt und den Arbeitsvorgang wesentlich effizienter gestaltet. Leider hatte er kein vernünftig großes Schneidbrett. Ich hasse Fummelkram, wo das Gemüse kaum auf das Brettchen passt. Ich bin ein Kerl, ich will mein Gemüse großzügig kleinhacken können.


Das oberste ist ein Fleisch- und Fisch-Messer. Der Name sagt worum es geht und wofür du es benutzen solltest. Nicht mal ich, der nun kein Fleisch und Fisch mehr isst vergewaltige ich es, um irgendwas zu öffnen, aufzuschneiden oder Schrauben in die Wand zu drehen. Aus! Pfui! Manche nennen es dennoch Allzweck-Messer und tatsächlich benutze ich es hier und da, um weichen Mozzarella zu schneiden.


An zweiter Stelle das wohl meist-benutzte Messer meiner Küche – das Gemüsemesser. Alles was weich zu schneiden ist und nicht spritzen sollte wird hiermit geschnitten. Zwiebeln, Gurken, Knoblauch….


Das kleinere, geriffelte Messer ist ein sog. Tomatenmesser. Einige würden auch Steakmesser sagen, dafür lässt es sich auch ganz gut missbrauchen, ist es aber eigentlich nicht. Auch nicht zu verwechseln mit einem Käsemesser, wobei die Klinge doch ähnlich gestaltet ist. Damit schneidet man auch Gemüse, allerdings alles was eine harte Schale hat und sich nicht so einfach zerlegen lässt. Als Beispiel eben Tomaten (weil die sonst einfach Matsch werden) und Paprika.


Gebrauch


Ja, wie benutzt man nun ein Messer. Sollte eigentlich jedem klar sein oder? Objekt der Begierde auf das Schneidbrett und reingehackt! Denkste! Einiges muss man wirklich hacken, oder eben, wenn es bereits in der passenden Größe ist hacken. Dann stimmt es. Aber der Effekt eines Messers lässt sich erst bemerken, wenn du damit schneidest. Also die Klinge vor- oder zurück durch ein Objekt bewegst und es nicht einfach drauf hälst und mit Gewalt hineindrückst. Das macht das Arbeiten übrigens auch einfacher! Dauert auch nicht länger! Gut, wenn du keine Angst um deine Finger hast kannste auch weit ausholen und draufhauen, dann regelt eben die Geschwindigkeit den Schnitt.


Die Nummer wird noch im nächsten Beitrag spannend, wenn es um Zwiebeln geht.


Pflege

Ja, gute Messer müssen gepflegt werden. Sauber machen ist einfach oder? Ab in die Geschirrspüle. Tu es nicht! Nie nich! Niemals! Aus! Dir sollen die Finger abfaulen, wenn du das machst!


Messer werden heiß abgespült, ggf. mit etwas Spüli abgerieben und dann in einem sauberen Küchenhandtuch abgewischt. Bitte das Messer in eine Falte des Handtuchs legen, dass die Klinge von der Hand weg zeigt und dann so unter Druck herausziehen. Das reicht dann schon.

Schärfen – ja, muss auch sein, aber bei o.g. Pflege wesentlich weniger. Ich kenne Leute, die ihr Messer vor jedem Kochen an einer Messerpfeile schleifen. Da haste nicht lange was von deinem Messer, weil es a) immer weiter abgerieben wird und b) meist Zack-Zack rübergerissen wird und somit Riefen bildet. Noch so ein Misseding sind elektronische Messerschärfer. Netter Gedanke, aber die haben eben kein Gefühl was für ein Messer sie gerade behandeln. Daher: holt euch einen vernünftigen Wetzstein und lernt es. Es gibt gute youtube-Tutorials dafür. Oder sucht euch jemanden, der dies als Service anbietet und fragt nach, wie er das macht. Wenn er die einschickt und es nicht weiß, dann nehmt einen anderen. Bei uns macht es z.B. der Fleischereibedarf, der kleine Küchenbedarfs-Händler und sogar ein alt eingesessener Schuster. Auch unser Kettensägenhändler macht das, aber da willst du nicht hin.


Sonstiges


Von den Messern mal weg, gibt es ja viel, was man in einer Küche so gebrauchen kann. Auch bei mir findet sich natürlich divers viel an Zubehör, welches ihr in den Rezepten benutzen werden müsstet. Hemmt euch nicht irgendwas nicht zu kaufen, wenn es euch das Leben erleichtern kann. Was meint ihr was ich meinen 600W(!) Stabmixer feiere.


Die Koch-Blog-Reihe - 1. Ankündigung

Möchtegern-Held | 04.01.18 | / | Kommentieren
Seit ich auf Instagram bin, habe ich dem Klischee folgend, mein Essen gepostet. Okay, ich poste auch über meine Kater und mein Bike, aber eben auch, wenn es was gutes zu futtern gab. Ich habe dann auch mal scherzhaft geschrieben, dass ich bald zum Foodblogger mutiere und das hat der liebe Jay natürlich prompt aufgegriffen und mich dazu angeregt, wenn ich das denn tue, wenigstens hier zu tun. Und da ich schon länger mal wieder was hier schreiben wollte – mache ich das doch! Ich bin kein Freund von regelmäßigen Blogeinträgen, daher wird dies einfach eine Reihe an Beiträgen werden und nach 10 Einträgen auch abgeschlossen sein. Dann werde ich weiterhin nur Bilder bei Instagram bringen ;)

Ich sage immer „ich kann kochen“. Als meine Ex-Freundin dann einen Blick in meinen Gewürz-Schrank warf bekam sie einen Schock, denn da waren gerade mal grundlegende Dinge wie Salz, Pfeffer und Zimt vorhanden. Ich koche relativ Gewürz-arm, da ich den Eigengeschmack von den Nahrungsmitteln mag. Wer also etwas Würze an meinen Rezepten mag, der kann gerne nachwürzen. Super Überleitung: Rezepte. In der Blogreihe werde ich natürlich auch Rezepte posten. Allerdings nicht so schnöde, wie ihr sie auf den üblichen Rezepte-Seiten findet, sondern ich möchte, dass es etwas mehr Erlebnis wird. Daher gibt es zu jedem Rezept eine kleine Geschichte, die mich zu dem Gericht oder der Herstellung verbindet. Des Weiteren werden meine Rezepte allesamt fleischfrei sein, da ich seit Dezember 2016 meine Ernährung dahingehend umgestellt habe.

Im ersten Beitrag, der Reihe werde ich auf das Werkzeug eingehen. Freut euch also drauf.

Ach ja: falls jemand Erweiterungen, Ideen, Verbesserungsvorschläge hat: immer raus damit, ich lerne gerne etwas dazu!

Essen in Essen - Jay Edition

Jay Nightwind | 28.08.17 | / / | Kommentieren
Foodblog reizt mich ja irgendwie und ist gleichzeitig so ein herrlich überstrapaziertes Format. Ankommen und es neuerfinden wollen ist dann für gewöhnlich die Reaktion auf Eingefahrenes. Ich klopfe auf meinen Holztisch, klatsche die Hände zusammen und deute auf unseren Header: Wir sind ein Blog für alles und wir machen wasimmer wir wollen.
Ich möchte euch heute meine bevorzugten Futterstellen in Essen vorstellen. Warum? Weil Andy das schonmal für Bochum gemacht hat. Weil meine bevorzugte Todsünde die Völlerei ist. Weil - Kracherpointe - ich mein ganzes Leben in Essen verbracht habe. In Essen! Verstehste? Ja, war nicht gut. Den Witz musst du als Essener machen, bevor jemand anders ihn macht, das nimmt ihm die Wirkung.

Also, anbei nun eine Liste (und anschließend eine Karte) meiner bevorzugten Orte um Kulinarisches käuflich zu erwerben.


Imbisse

1. Pizzeria Valentina - Frohnhausen - Berlinerstr. 131
Ein flaches Argument vorne weg: Jede große Pizza kostet für Selbstabholer Vier Euro. Das ist ein absoluter Schnapper. Die Pizza hier ist solide und ehrlich. Ich brauche kein Steinofen-Zauber, keine abgefahrenen Kombinationen. Die Karte ist schmal, dafür ist alles sehr gut.

Außerdem ist der schweigsame Inhaber ein netter Typ, ohne aufdringlich einschmeichelnd zu sein. Da kann ich gut mit umgehen. Er schaut heimlich auf die Höflichkeit, was ich sehr charmant finde. Als sich neulich zwei Jugendliche vorgedrängelt haben, hat er deren Bestellung zwar zuerst aufgenommen, dann aber meine Pizzen zuerst fertig gemacht. Ohne viel zu sagen, wurde ein Punkt gemacht. Da kann ich auch gut mit umgehen.
Wenn mensch möchte, gibt es im hinteren Teil auch einen Sitzbereich, der zum Quatschen und Futtern ausreicht, nicht aber für ein romantisches Date.

2. Don Camillo - Frohnhausen - Mülheimerstraße 87
Der Camillo muss in Essen wirklich ein Don sein. Es heißen so viele Pizzatempel "Don Camillo", dass auf Google die Vorschaubilder für alle ständig falsch sind und einen anderen Laden zeigen. Dieser Don Camillo ist ein absoluter Lieferexperte.

Als Fußballer wäre die Pizzeria ein "Utility-Player". Sie ist auf allen Positionen einsetzbar. Indisch, Burger, Baguettes, Pizzen, Nudeln, hier gibt es eigentlich alles. Meist wird mensch ja skeptisch, wenn ein Imbiss zu viel verschiedenes anbietet, aber bisher war ich mit der Qualität immer sehr zufrieden. Besonders die indischen Sachen sind richtig lecker.
Eine besondere Stärke ist, dass auch wenn die Hütte bei denen glüht, selten die Lieferzeiten über 30 Minuten liegen. Zum Essen vor Ort ist das Lokal allerdings echt ein bisschen düster.


3. Bobby & Fritz- Rüttenscheid - Rüttenscheider Stern
Eigentlich darf ich den Laden gar nicht mögen. Nicht nur, weil er in Rüttenscheid ist, was für mich als Arbeiterkind erzählerisch natürlich mit den ganzen Hipstern und dem Süd-Umfeld der Feind ist (ist es nicht). Hier war mal "Schichtbetrieb", ein fantastischer Frozen-Joghurt-Laden, der dann leider geschlossen hat. Wenn jetzt ein neues Lokal hier drin ist, kommt das für mich damit gleich, als wäre auf einem alten heiligen Friedhof gebaut worden.

Als ich aber zum einen die günstigen Preise gesehen habe und die Tatsache, dass hier ein Kung-Fu-Hotdog mit Wasabi-Sauce existiert, war das Reinigungsritual fast abgeschlossen. Ein Rabatt für Schüler*Innen und Student*Innen veredelte bei mir den Erstkontakt.
Bobby & Fritz ist zwar Franchise, aber sie machen das echt gut. Das Essen ist lecker, mein Referenzessen, das Chili, hat mir sehr gut gefallen. 

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Bei gutem Wetter sitzt es sich draußen echt nett und egal ob hier im Essener Süden, oder bei der Filliale in der Innenstadt: Die Bobbies und Fritzen können Humor und sind recht locker drauf. Da macht es dann auch Spaß schon zu bestellen und ein paar Witze austauschen zu können.
Einziger Wunsch: Hier könnten mehr vegetarische/vegane Varianten her. Gerade, weil alles so lecker und nicer Imbiss-Style ist.

Restaurants

4. Star Diner - Bochold - Am Lichtbogen 12
Den Laden zu empfehlen kommt mir lächerlich vor. Grob 15k Likes auf Facebook. Die Zeiten, dass dieser Diner im amerikanischen Stil noch ein Geheimtipp bei Fernfahrern war, sind lange lange vorbei. Eingeborene Essens kennen das Star Diner natürlich und irgendwie war jede/r schon einmal da.

Nicht nur, dass die Öffnungszeiten so großzügig sind, dass das Diners immer eine Option ist, das Essen ist auch wirklich sehr stabil. Sowohl in Menge, als auch Geschmack. Wer sich mit amerikanischem Style nicht vereinen kann, wird hier nicht sehr glücklich, auch wenn es ein paar Alternativen auf der Karte gibt. Notfalls geht ein Milchshake immer und die sind auch eines der Aushängeschilder des Ladens.

Auch hier ein wirklich wichtiger Teil der Atmosphäre: Die Kellner*Innen sind nette Leute, haben Humor und passen in den Schuppen. Irgendwie wirken alle ein bißchen alternativ, ein bißchen passen alle zart ins Klischee.

Wichtig: An vielen Abenden, lockt das Star Diner mit speziellen Sonderangeboten, durch die hohe Beliebheit lohnt es sich vorher einen Tisch zu reservieren. Wer es etwas abenteuerlich mag, kann draußen im authentischen Schulbus platznehmen, aber ich kann es ehrlich gesagt nicht empfehlen. Der Funke springt dort nicht so über, wie im Inneren.

5. Burgerista - Innenstadt - Lindenallee 4
Burger sind ne feine Sache. Daher bleiben wir beim amerikanischen Fleischbrötchen. Burgerista hat eine solide Auswahl an Burgern, auf einer angenehm schmalen Karte. Einige Sachen sind ein bißchen hipsterig neu, so können z.B. die Burgerbrötchen auch gegen Salatblätter eingetauscht werden. Die Limo-Flat-Rate zu 2,60€ macht dieses Lokal auch zu meinem heimlichen Konferenzraum in der Stadt. Wenn ich jemanden treffen muss und es nicht privat sein darf, dann ist es meist bei Burgerista.

Der Laden ist schön bunt und auch wenn es richtig voll ist noch erstaunlich ruhig. Ich bin gerne da, auch, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis mir echt gut erscheint. Das Burgerfleisch war auch bisher immer genau auf diesen perfekten Punkt angebraten, damit alles so richtig gut Schmacko ist. In der Innenstadt eine solide Option.

6. Do eat/Dschingis Kahn - Innenstadt - Kastanienallee 95
Das ist ein Heimspiel. Ich liebe die asiatische Küche, weil ich sie an einigen Stellen klüger finde als unsere. Außerdem schmecken die meisten Sachen im asiatischen fantastisch. Da macht das Restaurant, welches gerade frisch den Namen geändert hat, keine Ausnahme. Es gibt hier ausschließlich All-you-can-eat, zu einem Preis, der für ein Restaurant vollkommen plausibel ist. Je nach Tageszeit ändern sich Preis und Umfang des Buffets ein wenig.

Ich mag besonders das Sushi vor Ort, was nur leider manchmal ein wenig darunter leidet, dass es nicht so viele Kund*Innen dort essen. Deshalb stehen die Platten manchmal etwas länger und das Sushi wird etwas trocken. Das ist aber besser verzeihbar, als würden sie ständig etwas wegschmeißen. Liebe Sushi-Fans: Klagt nicht, denkt mit! Wenn ihr das nicht ganz perfekte Sushi aufesst, muss der Koch dann frisches nachlegen. All-you-can-eat hat auch mit Planung zu tun! Besonders dekadent ist das Nachtischbuffet, mit diversen Weingummis, Torte, Tiramisu, Pudding und Schokobrunnen. Ich gehe da tatsächlich meist dran vorbei, weil die Vorspeisen mich ausreichend auslasten, aber Schlaraffenland muss ganz ähnlich sein.

Die Atmosphäre ist okay, durch das All-you-can-eat wird ein sehr gemischtes Klientel angezogen, was häufig nicht das richtige "Restaurant"-Gefühl aufkommen lassen will. Dafür ist es ein fantastischer Ort, wenn mensch Spaß dran hat, sich Leute anzugucken. Im Do eat ist immer was los.

Bars und andere Highlights

7. Cafe De Prins - Essen-Süd -Isenbergstraße 14
Als Cafe habe ich diese Bar nie realisiert. Ich war da aber auch noch nie vor 19 Uhr. Ganz unabhängig davon ist es eine richtig tolle warme Location. Wirklich, es strahlt immer golden und passend dazu gibt es hier wirklich gute Pommes. Vielleicht die Besten in Essen. Dazu ein leckeres Bierchen, dann nochmal ein bißchen Pommes, Pommes und noch ein Bierchen. Die Karte erfreut sich - der Name deutet darauf - niederländischer und belgischer Feinheiten, aber es ist trotzdem keine Themenbar. Es gibt schöne Details zu entdecken, aber die will ich gar nicht spoilern. Ein guter Schuppen für gemütlich.

8. Cafe Nord - Innenstadt -Viehofer Platz 1
Ein guter Schuppen für laut. Für richtig laut. Kutten, Bandshirts und Schwarz als dominante Farbe. Ich weiß nicht genau wie es dazu gekommen ist, aber ich freue mich, dass die Essener Nordstadt eine kleinen Metal-Abschnitt hat. Am längsten dabei ist das Nord. Für Essener*Innen absoluter Kult, aber nicht nur weil mensch sich da bei ordentlich lautem Gitarrengeballer den Kopf verdieseln kann.

Kulinarisch kann das Nord auch ordentlich mitspielen. Bekannter ist die Pizzaflatrate am Sonntag, bei der sich mensch für 5€ ordentlich ein Wohlstandsbauch anfressen kann, ohne reich zu sein. Wer nicht so auf Pizza steht und bei jedem Gewicht Bodypositive sein kann, sollte sich dringend die Chilli-Käse-Fritten reinhauen. Jalapenos, Chilli-Con-Carne-Sauce, dick Käse und ordentliche Pommes. Essen für Champions. Satte Champions, die danach wochenlang nichts mehr essen brauchen.

9. Eis Casal - Frohnhausen - Mülheimerstr. 62
Das beste Eis in Essen. Ja, ich kenne Möhrchen, aber das sind Obstbecher mit ein bißchen Eis. Ja, ich kenne die Iamlove-Filliale in Essen-Süd, aber die kommen eigentlich aus Bochum und während die Spezial-Sorten fantastisch können, fehlen denen die spektakulären Becher.

Eis Casal gibt es länger als mich, es ist ein Familienbetrieb und wächst seit Jahren beständig. Die Eissorten sind fantastisch und Becher wie das Kartoffeleis oder das Spaghetti-Eis sollte mensch da einmal in seinem Leben gegessen haben. Als Essener ist im Sommer Eis von Casal absolute Pflicht. Und auch wenn draußen eine Schlange um den Block steht - kein Scherz - lohnt es sich, sich einzureihen. Drinnen wird zügig gearbeitet und das Eis ist es wert.


Ehrenhafte Erwähnungen

10. Max Frituur - Böses böses Bochum 
Als Christofer mit f mir gesagt hat, dass es die besten Fritten der Welt in Bochum gibt, hätte ich gerne was dagegen in den Ring werfen wollen. Ich hätte gerne diese eine Essener Frittenschmiede gehabt, bei der ich sicher sagen kann: Die haben alles an der geschlitzten Kartoffel gemacht. Alles. Aber diesen Laden hatte ich nicht. Er brachte mich zu Max Frituur.
Veni, vidi, vici. Das gefällt dem benannten Lateinlehrer sicher gut. Max Frituur macht die geilsten Fritten der Welt. Und mit den besten Saucen.

Warum zählt das für Essen in Essen? Weil ich mit der S-Bahn ins Bochumer Bermudadr3ieck etwa genau so lange brauche, wie zu einigen Orten innerhalb meiner Stadt. Und weil es die fucking besten Fritten sind. Gottgleiches Friteusengold.

11. Altendorf- Die gesamte Altendorfer Straße 
Dem Essener Süden wird es nicht gefallen, aber die beste und dekadenteste Meile um sich rund und glücklich zu futtern, ist in Altendorf. Begonnen an der Grenze zu Borbeck mit dem Franchise-Tempel der Finca Bar Celona, bis zu den unzähligen Dönerbuden oben an der Haltestelle Helenenstraße. Dazwischen gibt es Essen aus fast allen kulinarisch relevanten Regionen: Griechisch, Türkisch, Asiatisch, Amerikanisch, Alles! Inklusive Konditoreien die ebenfalls die göttlichen persischen Süßwaren anbieten.

Klar, Essen-Süd hat den besseren Ruf, aber ehrlich gesagt: Den könnt ihr euch stecken. In Altendorf sitzen bis am späten Abend die Leute auf der Straße, reden, spielen und lachen. Eine vibrierende Lebendigkeit, die den dümmlichen Großmedien dann entlocken würde, dass es sich hier um einen Problemstadtteil handeln muss. Aber das sind halt auch Leute die da schreiben, die in Essen-Süd wohnen. Die verstehen unseren Style hier nicht.


Why so serious - Frohnhausen
Wir weinen um die beste vegane/vegi/omni Essgelegenheit meiner Hood. Die Fronx - Wie seit neuestem einige Frohnhausener*Innen liebevoll sagen - verliert im ganz großen Stil. Alles hier hat awesome geschmeckt und wäre das Whyso noch offen, hätte es einen fetten Goldstern als Markierung bekommen. Es war unfassbar gut. Wer von euch Hater die Veganer hatet, sollte die vegane Mayonaise aus dem Whyso kennenlernen. Danach will mensch nichts anderes mehr an seine Kartoffeln lassen. Dankbarerweise werden die wichtigsten Rezepte wohl gerettet und bald über Facebook verbreitet. Ich bedanke mich für die Jahre mit geilem Futter und nettem Thekenteam!


Anbei meine Stadtkarte mit den besten Spots. Da könnt ihr euch die Adressen herausbasteln und triangulieren, wo ich wohl wohne. Übrigens: Das soll nicht bedeuten, dass in anderen Teilen der Stadt, ihr jeden Imbiss meiden solltet, ganz im Gegenteil: Wenn ihr eine Entdeckung macht, schreibt mir bitte. Das will ich auch ausprobieren!

Sandwich #001 - Das Basic

Jay Nightwind | 10.07.17 | / | 5 Kommentare


Die Legende ist einfach. Der Earl von Sandwich hat keine Zeit zum Essen, also lässt er sich seine Mahlzeit zwischen zwei Brotscheiben legen. Damals irgendein Rinderfilet. Gut, dass es an diesem Tag keine Suppe geben sollte.
Unabhängig von der Legende, gibt es aber einen feststehenden historischen Fakt: Ich habe keine Ahnung vom Kochen und Ernährung. Das hält mich aber nicht auf. Besonders hat es mir das Sandwich angetan, da es aus meiner Sicht eine Universalwaffe ist. Sandwich geht immer und gut. Sandwich kann Reste verwerten. Sandwich schläft nie. Sandwich ist für dich da, wenn du müde und betrunken bist. Sandwich kann süß, deftig, scharf und sogar auch crazy. Und alles gleichzeitig.

Foodblog hatten wir bisher auf dieser Seite noch nicht und ich habe wirklich keine Ahnung. Wer kluge Rezepte und Ideen haben will, sollte sich vermutlich woanders umgucken. Chefkoch.de, das Darknet für Lebensmittel ist da ein guter Anlaufpunkt. Wer weiter hier mitliest: Viel Glück, wenn ihr mit mir gemeinsam in die Tiefen der Sandwich-Technologie einsteigt, begonnen auf experimentellem Sandkasten-Niveau.

Okay, genug die Erwartungen nach unten geschraubt. Tatsächlich habe ich mir ein wenig Gedanken gemacht und sowas wie einen Plan entwickelt. Im Rahmen dieses Plans, ist unser erstes Sandwich das "Basic". Es ist so Standard, dass ich keine Zutat konkret benennen muss, sondern meine persönlichen Sandwich-Fachbegriffe einführe. Keine Sorge, alles bleibt sehr bodenständig und einfach, quasi "basic".

Sandwiches stellen sich aus verschiedenen Ebenen zusammen, was eine ihrer größten Stärken ist. Denn beim beherzten vollständigen Biss oder - für die eleganten Kniggerianer*Innen unter uns - dem abgeschnittenen Eckchen, kommen im Mund alle Zutaten gleichzeitig an. Der Architektur der Futterluke ist es aber geschuldet, dass wir nicht alles gleichzeitig schmecken. Beim Kauen kombinieren sich immer wieder unterschiedlich unsere Zutaten. Jeder Bissen ist anders. Das soll mir ein Schnitzel mit Bratkartoffeln mal vormachen.
Dazu kommen die unterschiedlichen Konsistenzen und Oberflächenbeschaffenheiten der Zutaten, welche auch taktil, also in der Berührung, unsere Sinne reizen. Ein gutes Sandwich bietet einen weiteren Erlebnishorizont, als jedes Andreas-Bourani-Album. Da ist auch viel mehr los im eigenen Kopf, wenn mensch ein Sandwich in sich aufnimmt.

Fundament
Am unteren und oberen Ende, so gebietet es die Tradition, aber auch die Architektur des Sandwiches, befinden sich die Fundamente. Fundamentale Fundament-Fundamentalisten schwören hier auf entkrustetes Weißbrot, welches zart angetoastet ist, aber modernere Übersetzungen des Konzeptes erlauben alles, was Halt gibt. Nicht nur seelisch, sondern auch den Zutaten, die da zwischen gehalten werden sollen. Wer gerne einen Kickflip auf seinem Sandwich machen möchte, sollte darauf achten, dass sowohl Boden als auch Dach der Konstruktion fest und griffig sind. Daher haben sich Backwaren wohl durchgesetzt. "Teig, der Zement des Kochs." Oder so.
Bei U-Boot-Sandwichen, also einem Sandwich, welches im Baguette zubereitet wird (Da Baguettes nur unter Wasser auftreten?), gilt das Baguette als Fundament. Warum sich eine Kette die U-Boot-Sandwiche verkauft, nach der U-Bahn benannt hat, ist historisch nicht überliefert und vielleicht einfach nur ein bisschen dumm.


Mörtel
Klar, wenn wir beim Brot vom Fundament sprechen, dann müssen wir bei Saucen und Aufstrichen vom Mörtel sprechen. "Mörtel aufs Brot" klingt komisch, schmeckt aber fantastisch und ohne geht es kaum.Von der klassischen Brotzeit-Entscheidung, mit Butter oder Margarine zu arbeiten, über Frischkäse, bis hin zu selbst gebrauten alchemistischen Erzeugnissen wie hauseigener Sauce, ist hier ebenfalls alles erlaubt.
Bis auf echten Mörtel. Auch wenn er im Ruf steht, für immer satt zu machen, wir wollen zwar kleben, aber nur Brot und Zutaten aneinander.
Außerdem hat unser Mörtel nicht die Aufgabe, satt zu machen. Es handelt sich um eine flexible Schicht, die sowohl Stabilität bieten kann, bestehende Geschmäcker des Sandwiches unterstützen oder kritisieren kann. Da im Sandwich Mörtel häufig zweimal zum Einsatz kommt, können diese Schichten sogar in allen denkbaren Verhältnissen zueinander stehen, in dem wir zwei verschiedene Mörtel verwenden. Wie eine neue Figur in einer Soap-Opera, nur halt deutlich authentischer.

Plot
Wann immer eine Geschichte interessant wird, hat das mit dem Plot zu tun! Wann immer eine Geschichte nicht mehr plausibel ist, hat das mit einem Loch im Plot zu tun! Kein Belag auf einem Sandwich? Die Dramaturgie funktioniert nicht mehr! Die Reise des Helden fällt aus, weil kein Widerstand, kein Konflikt, kein Held, keine Handlung da ist.
Für Mörtel und Fundament tut es mir leid, aber auch schon bei der Schöpfung des Sandwiches waren diese nur Statisten. Und ganz im Ernst: Entkrustetes Weißbrot wird nie einen Academy Award für die beste unterstützende Rolle bekommen. Aber ein guter Belag? Bacon zum Beispiel - Kevin Bacon, hat einen Golden Globe! Was für ein Belag!
Der Plot eines Sandwiches kann alles sein, außer Fundement und Mörtel. Sonst könnte ja alles alles sein und das wird mir hier dann viel zu philosophisch. Besonders wichtig für den Plot sollte aber sein, dass er auch aus eigener Kraft im Mittelpunkt stehen kann. Er hat Charisma, Ausstrahlung und Geschmack. Hach, Geschmack. Stellt euch bitte einmal hin und sagt laut: "Geschmack!" Direkt werdet ihr vor dem geistigen Auge haben, was auf eurem Sandwich liegen sollte.

Ein Beispiel. Fundament: Angeröstetes Toastbrot, Mörtel: Kräuterfrischkäse, Plot: Spiegelei und Bacon, Herausforderung: Gebratene Pilze, Schmuck: Eisbergsalat


Mit Fundament, Mörtel und Plot könnt ihr schon wirklich ein solides Sandwich bauen. Bis jetzt ist das Sandwich aber noch nicht ausreichend von dem Butterbrot, der Bemme, der Knifte, der Stulle oder der Donge -kein Scherz- zu unterscheiden. Dafür braucht es mehr.

Herausfordung
Es war still in Sandwich-County. Es hatte sich herum gesprochen, das Sheriff Plot ein unfassbar guter Schütze war und mit seiner geschmacklichen eisernen Hand nicht nur für Ordnung im Brot gesorgt hatte. Das Leben in Sandwich-County wurde alltäglich und langweilig, es kam kaum mehr zu Aufregung. Es lebten gute Zutaten hier, aber seit sie sich nicht mehr beweisen brauchten, wirkten sie fad. Doch eines Tages kam eine Unruhe zwischen den Brotscheiben auf. Tasty McTasteface war auf dem Weg und er wollte den Sheriff in einem Duell in seine Schranken weisen. Aufgeregt hibbelten alle Zutaten auf und ab. Endlich kam wieder Schwung in die Hütte.
Ein gutes Sandwich braucht keine Herausforderung. Herausforderungen sind ein Gegenspieler, eine Aufgabe für den Plot, dabei dem Plot zum Verwechseln ähnlich. Eine Herausforderung ist selbst ein starker Belag, der auch alleine seine geschmackliche Berechtigung hätte. Und wenn solche Schwergewichte aufeinander treffen, muss die Hierachie neu ausdiskutiert werden. Am besten im eigenen Mund und in mehreren bissigen Runden.


Schmuck

Es geht alles um das Bling Bling und Ching Ching! Das ist im Sandwich-Game nicht anders, als in jeder anderen Kunstform der Pop-Kultur. Es ist eines wenn du Talent hast, aber wenn du dabei klug, gut, attraktiv, krass und selbstbewusst aussiehst, multipliziert das die anderen Eindrücke. Wir wollen ja hier auch nicht nur Brote schmieren, zwischen durch soll ein bißchen Magie passieren. Magie erkennt mensch ja auch am besten am Glitzer. Unser Glitzer sind Kräuter, Gewürze, kleine Handgriffe. Es gilt dabei häufig: "Weniger ist mehr.", sonst kann der Schmuck auch schnell zur Herausforderung werden.
Das ist nicht schlimm, müssen wir aber im Blick haben. Wenn nämlich zu viel auf unserem Sandwich los ist, dann verpassen wir vielleicht etwas. Unerfreulich, wenn mensch dann für 40€ echte handgeschöpftes rotes Hawaiisalz (vgl. Tobi Katze) kauft, mit dem während des ganzen Transportes zum lokalen Gewürzfeinhandel wertschätzend gesprochen wurde, nur damit es dann entweder von einem unmotivierten Käse aus dem Discounter ausgeschaltet wird oder auch schade, wenn wir uns beim Biss ins Sandwich vorkommen, als hätten wir vom hawaiianischen Strand genascht.


Fundament, Mörtel, Plot, Herausforderung und Schmuck sind meine Fachbegriffe für die Sandwiches. Was fehlt? Was sind eure Favoriten? Schreibt es ruhig in die Kommentare!

So Freund*Innen, jetzt haben wir doch eine ordentliche Grundlage um uns in Zukunft hier im Blog mal ordentlich über Sandwiches zu unterhalten.

Bochum: Ein neuer Player Imbiss

Andasch | 29.11.16 | / / | 2 Kommentare
Vor einiger Zeit habe ich meine Top 8 - Imbisse in der Bochumer Innenstadt vorgestellt.
Jetzt ist ein neuer Player Imbiss (schlechtes Wortspiel, konnte es mir nicht verkneifen, sorry..)
In der Kortumstraße hat die Imbissbude Mc Damaskus aufgemacht. Serviert wird hier syrisch-arabische Küche. Von Hummus, dem leckeren Kichererbsen-Sesam Dip, bis hin zu Schawarma.
Die Karte enthält  stolze 17 Gerichte. Darunter 5 Sandwich-Gerichte, die sich bestens für unterwegs eignen. Wer also mal statt dem klasisschem Döner was neues ausprobieren will, ist bei Mc Damaskus genau richtig. Alles hier schmeckt irgendwie exotischer.
Ich habe für euch alle fünf Sandwich Gerichte probiert und will euch davon berichten.

Shish Tawook Sandwich

Hinter dem Namen verbirgt sich ein köstliches Sandwich das mit einem Hänchenbrust-Spieß gefüllt ist. Natürlich kommen da noch Salzgurken, die roten Rüben und Sauce dazu. Außerdem mit dabei: Pommes. Köstlicher Snack der mit einem Preis von 3€ absoulut erschwinglich ist. Das Fleisch wurde vorher speziell mariniert und schmeckt sehr würzig.

Schawarma Sandwich

Schawarma ist der Preis/Leistungs-Sieger bei Mc Damaskus. Für schmale 2,50 € gibt es hier ein Sandwich gefüllt mit Schawarma, also dem Fleisch das ihr am Drehspieß hinter der Theke seht, Salzgurken und den roten arabischen Rüben . Dazu kommt natürlich noch die Schawarma Sauce.  Auch wenn das ganze an den traditionellen Döner erinnert, schmeckt das ganze hier anders. Das liegt vorallem an der speziellen Salatkombination und der Soße. Was aber auch auffällt ist ein leichter zitronig, frischer Geschmack. Das Fleisch wird bevor es am Drehspieß gegrillt wird nämlich in einer Marinade aus Zitronensaft und vielen weiteren Gewürzen eingelegt.


Schekaf Sandwich

Hinter diesem Namen verbirgt sich ein weitere Fleischspieß. Es ist Kalbsfilet. Es gibt Salzgurken dazu und das Brot wird mit Hummus bestrichen. Ich muss gestehen, so ganz war das nicht meins. Das Fleisch war mir persönlich zu schwer zu kauen. Ist trotzdem aber 'ne nette Alternative und ein Experiment wert. Preistechnisch liegen wir auch hier bei schmalen 3 Talern.

Kabab Sandwich

Auch hier bekommt ihr zwei Spieße in euer Sandwich gelegt. Kabab sind Spieße aus Lammhack. Das fand ich persönlich ziemlich nice. Das Fleisch ist fantastisch. Es ist würzig und erinnert ein wenig an Köfte. Dazu den klassischen Mc-Damaskus Salatmix, der auf euch, gerade beim ersten Mal exotisch wirken wird. Und auch hier gibt es Hummus im Sandwich. Defintiv mein Lieblingssandwich nach dem Schawarma Sandwich. Und mit 3 Euro fährt man hier ziemlich gut.

Falafel Sandwich

Auch ein Falafel Sandwich für die Veggies unter euch wird hier angeboten. Ähnlich wie beim Al Efendi Grill ums Eck sind die Falafel hier selbst gemacht. Auch hier gibt es den syrischen Salatmix, der euch ein wenig Damaskus Küche in den Mund legt. Anders als beim Al Efendi Grill, gibt es hier aber weder Hummus, noch 'n Getränk. Das Falafel Sandwich war gut. Aber wenn ich Bock auf Falafel hab, würd ich nächstes Mal eher zum Al Efendi Grill laufen.  Die wahre Stärke von Mc Damaskus liegt defintiv in seinen wirklich grandiosen Fleischspießen.


Die Top 8 Imbisse in Bochum

Andasch | 08.08.16 | / / / | Kommentieren
Döner, Falafeltaschen, Dürüms oder Salattaschen..
Köstlichkeiten aus (Fleisch), Gemüse, knackigem Salat, knusprigem Brot und schmackhafter Soße. Wir alle kennen das Gefühl, das einen manchmal ganz plötzlich überfällt. Egal, ob betrunken oder nüchtern, manchmal muss man was fürchterlich ungesundes Essen. Am besten sofort. Zum Glück blicke ich auf 23 Jahre Erfahrung für den schnellen Snack in Bochum zurück. Diese wertvollen Erfahrungen werde ich heute mit euch teilen und die 8 besten Snackbuden in Bochum vorstellen.

Platz 8:  Pizzeria O Sole Mio
Vielleicht ist diese Pizzeria nur in dieser Auflistung, weil ich direkt nebenan wohne. Aber zahlreiche Gäste bestätigen: Die Pizza ist solide. Ihr bekommt gute Pizza zu einem wirklich günstigen Preis. Eine große Magharita für 3,50 €. Wenn das mal kein Deal ist, weiß ich auch nicht. Sie ist vielleicht nicht ganz so zentral gelegen, aber wenn ihr mal zuhause rumhockt und Pizza bestellen wollt, kann ich euch O Sole Mio nur ans Herz legen. 

Platz 7: Bratwursthaus
Das Bratwursthaus ist für uns Bochumer sowas wie Herbert Grönemeyer. Vor über 50 Jahren wurde das Ding von der Dönninghaus-Familie eröffnet. Bei dem Namen Dönninghaus sollte es zumindest bei den Bochumern klingeln. Als Dönninghaus bezeichnet man die Bratwurst in Bochum. Im Bratwursthaus wird also die beste Bratwurst der Welt vereinigt mit der besten Curry-Sauce der Welt. Was dabei rauskommt ist die "kompromisslos beste Currywurst" in Bochum. Und was soll ich sagen.
Es ist wirklich die beste Currywurst in der Gegend. Sagt übrigens auch Jumbo Schreiner, kein Witz!

Platz 6: Die Holzofen Pizzeria Gülüm im Bermuda
Ok, mal angenommen, du bist Tutor für die neuen Erstis. Nachdem du ein großes Saufevent mit allen Erstis organisierst, landest du, wie soll es anders sein, mit allen im Bermuda Dreieck. Die große, klassische Kneipentour. Schon nach der dritten Bar merkst du, dass Cocktails zur Happy Hour ganz schön betrunken machen. Als du dann mit deinem besten Freund auf die Idee kommst in der nächsten Karaokebar Backstreet Boys zu singen und eine füchterlich peinliche spontane Rede hälst ist irgendwann gegen 4 Uhr dein Job getan. Die ersten Ersti-Paare verkrümmeln sich gemeinsam in die erste eigene Wohnung und es wurden Freundschaften fürs gesamte Studium geschlossen. Aber bevor du nach Hause wankelst, musst du was essen. Als du durch das Bermudadreieck schaust scheint es dir wie eine strahlende Oase der Köstlichkeiten. Gülüm. Pizzas und Baguettes aus dem Holzofen. Egal wie betrunken du bist, und wie beschissen die Idee ist noch was zu essen. Du wirst immer nett bedient. Gleichzeitig kannst du natürlich sehr interessante anthropologische Studien durchführen, wenn du nicht selbst gerade das besoffenste Stück Scheiße der Welt wärst. Was ich sagen will: Hier gibt es eine köstliche Pizza und köstliche Baguettes. Alle gebacken im Holzkohleofen. Die Anlaufstelle bei viel zu betrunkenen Abenden im Bermuda3eck.

Platz 5: Max Frituur
Ob Veggie oder Carnivore, Max Frituur kann dein unsägliches Verlangen nach Fett und Kohlenhydraten stillen. Vom Flair irgendwo zwischen Hipster-Szene-Imbiss und Ruhrpott Pommesbude serviert dir Max Frituur diese geilen dicken belgischen Pommes und allerlei andere Snacks. Zu empfehlen sind neben den Pommes, der Hamburger bzw. der Veggie Burger. Besonders punkten kann Max Frituur mit den zahlreichen Saucen. Von Mango Curry, über Cheddar Cheese bis hin zu klassischer Mayo. Bei den 24 angebotenen Sauce findet jeder was.

Platz 4: Baguetterie in der Massenbergstr.

Ok. Das ist hier mein Geheimtipp. Der Laden ist so untergrund, der hat nichtmal eine Facebookseite. Leider nichts für Veggies, aber vielleicht verhindert das die Gentrifizierung, keine Ahnung. In der Baguetterie werden Baguettes mit Fleischbelag zubereitet. Der Hausdeal ist das "kleine" Burgerbaguette mit 3 Buletten, Tomaten, Zwiebeln und Burgersauce für 3 €. Das ist'n verdammt guter Deal. Anstatt der Burgerbuletten kann man auch Köftebuletten nehmen. Tut es, ernsthaft! Die Köftebuletten sind um einiges würziger und schmackhafter als die Burgerbuletten. Für 1 € wird das ganze dann zum Maxi-Baguette mit 4x Fleisch. Für je 50 Cent kann man Käse und/oder Jalapenos dazu nehmen. Mein Lieblingsgericht ist definitiv das große Chili-Cheese-Köfte-Baguette für 5€. Klar, muss man erstmal 5 € in die Hand nehmen, aber das Teil ist riesig und wirklich lecker.


Platz 3:Al Efendi
Ihr steht auf Falafel? In Ordnung! Dann ist der Al Efendi Grill an der Brückstrasse genau das Richtige für euch. Von aussen sieht das Ganze aus, wie ne ganz gewöhnliche Dönerbude. Was ist also besonders an dieser kleinen Dönerbude? Es gibt selbstgemachte Falafel. Für 2,50 € gibt's hier das sogenannte Falafelsandwich inklusive Getränk. Klar für 2,50 € mit Getränk bekommt ihr kein Riesenteil, aber die wahre Stärke dieses Ladens ist auch das die Falafel,im Gegensatz zu allen anderen Läden, frisch zubereitet werden. Ich habe in meinem Leben selten so gute Falafel gegessen. Ein weiterer Pluspunkt: Jedes Falafelsandwich bekommt standardmässig Humus und eine Sesamsoße (auf Wunsch auch vegan!). Den Salat könnt ihr euch natürlich selbst zusammenstellen. Mein Tipp: Traditionell arabisch wird das ganze nur mit Petersilie, Tomaten und den pinken arabischen Rüben verspeist. Geile Kombo! Gerade diese arabischen Rüben geben dem Ganzen einen super geilen exotischen Geschmack.

Platz 2:Mamaris
Mitten im Kortländer ist Mamaris eine Oase der Völlerei. Ich glaube Mamaris größte Stärke ist die Größe der Portionen. Egal was ihr bestellt, alles ist riesig. Von einem Mamaris-Döner könnt ihr fast 2 Tage überleben. Aber Mamaris-Döner sind nicht nur riesig, sondern auch hochwertig gefüllt. Der Mixsalat enthält neben Gurken, Tomaten und FRISCHEN (!) Paprika auch Frühlingszwiebeln.  Ich habe fast geweint, als ich das gesehen habe. Wenn der Chef an der Theke steht, werdet ihr neben seiner wirklich freundlichen Bedienung vor allem in den Genuss seiner extra Würzung kommen. Nachdem der Döner fertig ist, streut er noch ein wenig Salz und auf Wunsch Chiliflocken oben drauf. Und ich weiß, es ist nur Salz aber dadurch schmeckt das Teil einfach köstlich. Für alle Veggies kann ich nur die Salattasche bzw. den vegetarischen Dürum empfehlen. Standardmässig gibts hier immer Feta dazu. Die Portionen sind wie gesagt riesig und machen dementsprechend satt. Die vegetarische Variante mit Feta kostet nur 2,50 € und ist köstlich. Gerade am Ende des Monats, wenn das letzte Geld für Bier und Zigaretten draufgegangen ist, kann man hier für wenig Geld eine sattmachende Portion ergattern.

Platz 1: Has Urfa 
Has Urfa ist die ultimative Anlaufstelle für deinen hungerden Körper. Has Urfa bietet nebem orientalischem Flair den besten Lahmacun der Stadt. Der Lahmacun ist nicht vergleichbar mit der trocknen Pappe, die du in allen anderen Läden vorgesetzt bekommst. Das ganze wird auch hier frisch zubereitet und dann aufgebacken. Dadurch wird das ganze so unheimlich saftig und köstlich, dass ich beim ersten Mal all meinen Freunden geschrieben habe, dass ich den Himmel gefunden habe.
Auch wenn der Lahmacun ohne Fleischfüllung mein absoulutes Lieblingsgericht ist, da so der saftige Lahmcun zur Geltung kommt, ist das Fleisch äußerst köstlich. Die Fleischspieße sind aus eigener Produktion und dementsprechend qualitätvoll. Neben diesen Imbissgerichten zu guten Preisen (Lahmacun mit Salatfüllung für 3 €!), gibt es aber auch Tellergerichte für 10-15 €. Die sind dann eher auf dem Level von einem türkischem Restaurant. Falls ihr ein paar Minuten mitbringt geht doch mal rein und esst drinnen. Es ist jedes Mal ein klein bisschen wie Urlaub in der Türkei. Abends gehen Familien dort essen und es läuft türkisches Musikfernsehen. Ich bin jedes Mal über dieses Stück Kultur mitten in Bochum begeistert. Gerade während des Ramadans wird das Ganze abends sehr voll und zu einem Treffpunkt für viele Familien die dann zusammen Essen.
Türkischen Tee gibts übrigens gratis und wird stilecht in den typischen Teegläsern serviert. Außerdem haben die einen verdammten Ayranbrunnen. Kein Scheiß. Ein Brunnen aus dem frischer Ayran läuft. Ich kam leider noch nicht dazu ihn zu probieren, aber er sieht unheimlich gut aus.

Hier unten findet ihr eine Karte mit allen Lokalitäten. Viel Spaß beim Probieren und klatscht doch mal eure Favoriten für mich in die Kommentare.