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Ein Tag im Leben

Hanna Honig | 08.11.17 | / | Kommentieren
Ein Text über Freundschaft.
Und gegen Vergessen.

Du sitzt auf einem Steinvorsprung an einer roten Brücke und blickst in die Ferne.
Du schaust auf einen Fluss, über den noch leichter Nebel zieht.
Das grüne Feld daneben steht schon im leichten Licht, denn der Tag bricht grade an. Es dämmert.
Du sitzt schon die ganze Nacht hier und wartest auf mich.
Wir waren zwar nicht verabredet, aber du kannst davon ausgehen, dass ich kommen werde.
Es ist Freitag und wir treffen uns jeden Freitag hier.
In so vielen Sommernächten sind wir über das Brückengeländer geklettert, auf genau diesen Vorsprung und haben in die Nacht gelacht, geschrien und geweint.
Wir machen ja immer alles zusammen.
Du bist schon immer alles für mich gewesen.
Ich habe dir das so oft gesagt, aber ich wusste nie ob es auch so bei dir ankam.
Ich habe mich immer gefragt, ob ich dir so wichtig bin, wie du mir.
Aber ich habe mich bis jetzt nie getraut dich zu fragen.

Langsam laufe ich durch den Nebel, hier bei mir ist er wirklich noch sehr dicht.
Ich klettere über das Brückengeländer und setzte mich neben dich auf den Stein.
"Hallo, guten Morgen." sage ich.
Ich umarme dich.
Deine Haare wehen leicht im Wind und die Nacht hängt noch in deinem Blick, als du dich kurz zu mir drehst.
Ich schaue dir in die Augen und muss lächeln, ich muss immer lächeln wenn ich dich ansehe.
Ist das jetzt eine Eigenschaft von mir oder von dir?
Du schaust wieder aufs Feld.
Heute bist du wieder sehr traurig.
Es tut mir so weh dich so zu sehen, ich konnte das noch nie ertragen.
Ich wollte immer nur, dass es dir gut geht und das geht es dir jetzt nicht.
"Ich vermisse dich." Sagst du.
Ich lege meinen Kopf auf deine Schulter.
Dann beginnst du zu weinen.
Es bricht mir mein Herz einfach in zwei Teile.
Ich lege mein Hand auf deine Hand.
Du weinst.
Ich streiche dir über deine Haare.
Du weinst weiter.
Ganz fest nehme ich dich in den Arm.
"Ich bin doch immer da. Ich würde alles für dich tun, ich werde dich immer beschützen. Das weißt du doch."
Du hörst kurz auf zu schluchzten, aber Tränen fließen nun still über dein Gesicht.
"Weißt du noch, was ich mal gesagt habe?
Selbst wenn ich mal nicht da sein sollte, dann bin ich trotzdem da. Ich merke, wenn du mich brauchst, immer."
Dann ist es ganz still.
Du weinst nicht mehr, sondern hast dich auf deine Jacke gelegt und blickst in den Himmel.
Die Sonne geht auf.
Sie lässt deine Haare leuchten.
"Hey, du darfst nicht so traurig sein,
du bist zu wertvoll dafür."
Sage ich.
Dann kramst du in deiner Tasche nach deinem Handy und machst von diesem leise Musik an.
Oh, ich mag das Lied, das haben wir schon so oft zusammen gesungen.
"Das hast du mir gezeigt, weißt du noch?
Sage ich.
Und dann haben wir das immer zusammen gesungen, aber du kannst es wirklich so viel besser als ich!
Dieses "Weißt du eigentlich, was du bist für mich? Alles andre als normal und jederzeit loyal, royal. Du bist mein Fundament, keine die mich so gut kennt, keine-""
Du fängst wieder an zu weinen?
Nein, bitte nicht.
Du legst dich auf die Seite und weinst einfach nur.
Bitte, du musst damit aufhören.
Ich lege mich neben dich, nehme dich wieder in den Arm.
So liegen wir lange da, bis du dich wieder aufsetzt.
Jetzt steht die Sonne am Himmel, es ist warm. So ein schöner Tag, du solltest wirklich nicht traurig sein.
Ich bin doch bei dir.

Die Sonne scheint sogar durch den Nebel hindurch, der mich umgibt.
Jetzt ist es schon ein Jahr her, dass ich gestorben bin.
Ich wollte damals zu dir.
Ich war so wütend auf dich, weil du dich so von mir abgegrenzt hast.
Es hat wirklich weh getan.
Ich habe das nicht verstanden.
Du warst alles für mich, und mir erschien es so, als sei ich für dich totale Nebensache.
Eine Selbstverständlichkeit!
Deswegen wollte ich an diesem Tag meinen ganzen Mut zusammen nehmen und dich endlich fragen, WAS ich dir bedeutete.
Es war Freitag, wir wollten uns an der Brücke treffen.
Ich war blind vor Wut, blind und dumm vor Wut ging ich los von zuhause, blind vor Wut lief ich über die Straße und blind sieht man keine Autos...
Du hast vergeblich gewartet an diesem Freitag Abend.
Hast mich irgendwann immer wieder angerufen.
Aber ich hab dir nicht mehr geantwortet.
Doch du hast mir geantwortet, obwohl ich dir diese Frage nie gestellt habe.
Diese Frage mit der Wichtigkeit.
Denn du sitzt jeden Freitag hier und wartest auf mich.
Jeden Tag bist du traurig.
Deswegen bist du jeden Tag traurig!
Und freitags weinst du immer.
Ich kann das nicht mehr ertragen.
Es tut mir so leid, dass ich mir je die Frage gestellt habe, ob ich dir was bedeutete.
Es tut mir leid, dass ich so blind war.
Meine Blindheit hat mich umgebracht.
Aber das ist nicht schlimm.
Es ist schlimm, dass du leidest.

Ich schreie. Ganz laut.
Bitte. Du musst mich doch hören.
Alles tut mir weh, obwohl ich tot bin.
Alles tut so weh.
Ich weine.
Ich habe noch nie geweint, in meinem Zustand...
"Auch wenn ich mal nicht da bin, bin ich trotzdem bei dir, weißt du noch?
Und DU musst weiterleben.
Du hast so ein schönes Leben verdient!"
ICH weine weiter. Immer weiter.

Hey, Moment. Wir können zusammen weinen?! Wir können! Wir machen ja immer alles zusammen! Wir haben schon immer alles zusammen gemacht!
Der Nebel um mich herum wird ganz plötzlich ganz kurz weniger.
Du schaust zu mir rüber.
Deine Augen weiten sich und ich sehe ein Glitzern darin, was ich so lange nicht gesehen habe, aber so sehr liebe.
"Du." Sagst du.
"Danke, dass du gekommen bist."
Dann lächelst du.
Der Nebel wird wieder dichter.

Zusammen stehen wir auf, klettern über die Brücke und jetzt?
Lauf du in den Tag hinein!
Ich lasse dich gehen, weil ich weiß, dass du weißt, dass du eben NICHT alleine bist.
Auch wenn ich nur einen ganz kurzen Moment für dich da war.
Erst ein kurzes Leben.
Dann aber diesen einen Augenblick,
Diesen Schimmer in deinen Augen.
War ich kurz zurück.
Jetzt bin ich weg.
Für immer.
Aber ich bin immer für dich da.
Einen Tag im Leben, jeden Tag im Leben. In deinem Leben, ich bin eben nur woanders.

Fünfundsiebzig Kilo und Einundzwanzig Gramm

Jay Nightwind | 06.05.17 | / | 2 Kommentare
Wie schwer kann es schon sein Poesie zu schreiben?
Die Reime
Das Metrum
Die Bilder
Das Herz wieder einzuverleiben?

Die ewige Hatz, nach dem vollendeten Satz,
Der Formel
Dem Schlüssel
Der Perfektion
in Sinn, Sinnlichkeit und Ton

Wie hoch ist schon die Hürde?
Ein Meter für den Stolz
Ein Meter fürs Wissen
Ein Meter für den Anspruch
Zehn Meter für die Würde

Den Wunsch wertig zu sein
Mit dem Lernen der Sprache fertig zu sein
Der Wunsch nach einem besseren Reim
Der Wunsch die Gedanken in Wörterketten zu legen
und das Herz zu befreien
Wie schwer, kann das schon sein?

So schwer wie Mundwinkel in einem Gesicht
Die leicht wie eine Feder sind
wenn wir im heißesten Sommer
den kühlsten Wind mit unserem Hemd fangen

So schwer wie eine mathematische Formel die nur aus unbekannten Variablen besteht und weil das nicht mal ein Gewicht ist, müssen wir am Ende noch alle Einheiten umrechnen und das, das ist wirklich schwer

So schwer, dass genau ein federleichtes Lächeln schon zu viel wiegt

So schwer, dass Atlas zwar die ganze Welt, aber nicht die Worte heben kann

So schwer, dass sich die Masse verdichtet und alles Licht in sich aufnimmt, wie ein schwarzes Loch im Weltall deiner Westentasche, in der du dich auskennst, aber trotzdem nichts finden kannst, denn alles was Licht ist, liegt außerhalb

So schwer, wie sich eine Hand öffnen lässt, die eine Faust sein muss, um Freiheit zu verlangen, um die Kinder zu schützen, um die Mauern der Tyrannen zu zerschlagen und mit einem fest umschlossenden Pflug Felder der Freiheit zu bestellen, auch wenn das Wasser für die Gedankensamen dafür aus den Felsen gepresst werden muss

Genau Fünfundsiebzig Kilo und Einundzwanzig Gramm schwer, denn so viel wiege ich, wenn ich Poesie schreiben will, mit einem schwarzen Loch in der Tasche und kein Atlas meine Welt heben kann, weil sie genau ein Lächeln zu schwer ist

Fünfundsiebzig Kilo und Einundzwanzig Gramm ,wenn ich die Faust hebe, obwohl ich den Mund viel lieber hochreißen würde, um vor die Mauern in den Köpfen schreien zu können, weil ich eine Aufgabe in dieser Welt habe, die ich alleine nicht schaffen kann:
für schwarze Leben
und weibliche Rechte
und abgesenkte Bordsteine
und offene Herzen für die, die aufgehoben werden wollen.

Denn wir sind Atlas
Müssen die Welt anheben und hochhalten
Mit Worten und Formeln und Fäusten und Herzen und
Wie schwer kann es schon sein, Poesie zu schreiben?
Siebeneinhalb Milliarden Herzen, Fünfundsiebzig Kilo und Einundzwanzig Gramm

Technische Romantik

Stephan Krahwinkel | 11.04.15 | / / | 4 Kommentare
(Urheber: Stephan Krahwinkel/ Bokehemia)

Wenn der Himmel sich rot-golden färbt, verfallen wir gerne in eine romantische, melancholische Stimmung. So auch ich - dann zücke ich gerne die Kamera und versuche diese Momente festzuhalten. Knipse drauf los. Dann werde ich ganz gedankenverloren beim Betrachten der gelben Kugel.

Doch es gibt da auch diesen nüchternen Blick auf das wiederkehrende Ereignis der untergehenden Sonne. Dann wird mein Blick technischer, und ich denke mehr darüber nach, in welcher Zeit ich das beste Foto schießen kann, welche Einstellungen dazu notwendig sind.

Heinrich Heine hat das bereits in einem wunderbar ironischen Gedicht festgehalten:

Das Fräulein stand am Meere...

Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.

Mein Fräulein! sein Sie munter,
Das ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück.


Während der Nachbearbeitung sehe ich die Bilder dann wieder. Und der technische Blick weicht doch wieder dem romantischen. Ich kann mich einfach nicht entziehen: Dieser Anblick ist einfach herzerwärmend.

Ein schönes Wochenende euch allen!

(Urheber: Stephan Krahwinkel/ Bokehemia)

Sonnensegler

Jay Nightwind | 16.05.13 | / / / | Kommentieren
Auf gerade Linie eingesperrt,
Das traurige Schiff, das einsam fährt,
Der einzige Fortschritt in einer Welt aus Reglern.
Nimm mich mit dir, Sonnensegler.

die Maschine™

Jay Nightwind | 18.12.12 | / / / / | 1 Kommentar

Godzilla steht an den Küsten,
Und will jetzt auch verwüsten,
Eine schöne große Stadt,
Die haut' er gerne platt.

Deshalb wälzt er sich voran,
Vernichtet Maus und Mann,
Damit der Gang aus dem Meere,
Nicht umsonst gewesen wäre.

Doch der Präsident muss sich beschwer'n,
antwortet mit Gewehren,
Doch der Präsident in seinem Frack,
Geht Godzilla nur auf den Sack.

Per Smartphone schaut der Asiate,
Bei Google Maps in eine Karte,
Und sucht den direkten Wege,
So dass er Washington zerlege.

Jets, Panzer, Artillerie,
Marines, Seals, Sniper, Infanterie,
Entleeren all ihre Magazine
"Hier hilft nur noch die Maschine!"

Der Typ steht vor der Treppe,
Kriegt heute nichts auf Kette, 
Will mit des Bieres Kasten, 
Eigentlich in den fünften Stock hasten.

Auch wenn er macht wie er nur kann,
Hat er nur Luft im Arm.
Gerade versucht abzuwinken,
Beginnt er, ihn leicht zu trinken.

Doch des Kasten hohes Gewicht
Verfliegt so einfach nicht 
Und steigt dem armen Tropfe
Gnadenlos zu Kopfe.

Langsam geht's mit dem Kasten hinauf,
Doch die Koordination geht drauf
Und die vielen Biere wollen sich rächen,
bringen den Typ zum Erbrechen.

In der Wohnung dann zum Klo,
Noch nie war er so froh,
Aber wer hält seine Haare aus der Latrine?
"Hier hilft nur noch die Maschine!"

Du gehörst im Bett eher zu den Nieten,
Willst den Frauen trotzdem etwas bieten,
Dann sagt bestimmt deine süße Biene:
"Hier hilft nur noch die Maschine!"

Diese Strophe war sexistisch
Und kein bißchen witzig
Wer erklärt mir Seximus mit dem Emma-Magazine?
die Maschine!

Das Kind soll Gemüse essen,
Heute kann man das vergessen,
Wer isst dann die ganze Aubergine?
die Maschine!

Dieser Winter wird nicht kalt,
Viel zu grün ist noch der Wald,
Wer sorgt da fürs Alpine?
die Maschine!

Der Umzug kommt ins Finale,
Es fehlen nur Bretter auf den Regalen,
Wer baut alle Baldachine?
die Maschine

Ja, die Maschine!
Macht Stimmung in der Kantine,
Rettet, vor Helgoland, Delfine,
Schält dir mal 'ne Clementine,
Unterhält sich mit deiner Cousine,
Besorgt dir/
Schützt deine Kinder gegen Morphine,
Arbeitet seit Jahren in der Mine,
Macht vegane Gelatine,
Hängt sie endlich auf, die Gardine,
Putzt nach dem Sport die Kabine,
Hat jede Menge Routine,
die Maschine!

Sie hilft auch einem
Beim Suchen nach den Reimen
Und wenn der dann geht zum Interviewtermine,
Steht zu hause im Schrank:
die Maschine!

Annäherungsgeographie

Jay Nightwind | 16.12.12 | / / / / | Kommentieren

Im Sekundentakt aufgesprungen,
Schweißgebadet,
Angetrunken,
Fieberhaft,
Tanzeswut,
vertieft in einem Augenblick.

Er sieht sie,
Sie sieht ihn,
Gesichtsymetrie,
Körperchoreograhie,
Annäherungsgeographie,
Kusschemie,
Alles Mathematik.

Aufgewacht,
Schamgefühl,
Nackt in fremden Armen,
Ungeschützt,
Überstürzt,
Ohne einen Namen,
Alles nur ein billiger Trick?

Umgedreht,
Augen sehen,
Tief erstarren,
Lippen küssen,
Plötzlich wissen,
Auch ohne Worte
Kommt man zum Glück.


Was die Zeit heilt

Jay Nightwind | 11.12.12 | / / / / | Kommentieren

Heute will ich eine Geschichte erzählen,
Fern von Recht und Gerechtigkeit,
Nichts für die zarten Seelen,
Denn nicht alle Wunden heilt die Zeit.

Wie in vielen Schauermärchen,
Gerade neu'rer Zeiten,
Ein junges Pärchen,
Soll den Weg in diesem bestreiten.

Er egoistisch, eingebildet, aggressiv,
Sie gehört zu den stillen netten,
Die Beziehung für ihn nützlich und nicht tief,
Doch sie träumt ihn noch zu retten.

Er macht ihr einfache Regeln,
Kochen, Putzen, Bügelbrett,
Alle Sachen die ihn ekeln
Und natürlich auch das Bett.

Das er sich auch gerne mit anderen teilt,
Doch in ihr wohnt wahre Liebe,
Nur wenn er bei ihr verweilt,
Ist sie sicher, das Gefühl bliebe.

So müht sie sich von Tag zu Tag,
Ihre schlechtere Hälfte besser zu vermessen
Und er fordert Schlag um Schlag:
Ordnung, Ruhe, Essen.

"Besser ist's wenn er so was tut,
Als wenn er gar nicht mich anrührt."
Ihr fehlt es an Platz für Mut,
Weil sie nur Einsamkeit verspürt.

Die Zeit heilt alle Wunden,
so spricht es stets das Volke,
Doch sie will von anderem kunden:
Die Zeit ist eine Regenwolke.

Sie regnet auf dich nieder,
Lässt schwach und kalt dich stehen,
Und dann kommt sie so bald wieder,
Als du dachtest darüber zu stehen.

Ein Schirm, der dient zum Schutze,
Doch musst du erst mal einen haben,
Sonst verbleibst du im Zeitenschmutze,
Bis zum Lebensabend.

Die Schläge werden nicht weniger,
Ihre Haut aufgedunsen, nass und kalt,
Ihre Freunde schlechte Prediger,
Ihre Seele lang schon alt.

Die Zeit heilt alle Wunden,
Oder reißt sie weit genug auf,
Und dann gab in kurzen Stunden,
Das Schicksal ihr den Lauf.

Es konnt' nur zwei Wege geben,
Für Sie oder für Ihn,
Jemand verlor hier heut' sein Leben,
Jemandem wird heut nicht verziehn'!

Hier endet die Geschichte,
Für beide Enden offen,
Sie scheint als eine schlichte,
doch lässt noch Raum zum Hoffen.

Doch zum Ende noch eine Sache,
Die möcht' ich hier bekunden:
Wünschtest nicht auch du, Rache,
Zur Heilung ihrer Wunden?

Vielleicht heilt Vergänglichkeit alles Leid,
Doch diese Zukunft kommt nie sofort,
Und auch im Verlaufe dieser Zeit,
Wäre ihre Tat dann nur ein Mord.

Ernsthaft?


Rosen sind rot,
Veilchen sind blau,
Gedichte schreiben ist schwer,
Dunstabzugshaube.