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Podcast: Interview zum Magnet-Magazin

Miriam | 24.02.18 | / / | Kommentieren
Von der Speisekarte zum Magazin - getrieben von dem Wunsch spannende Menschen, Projekte und Start-Ups aus ihrem Umfeld vorzustellen gründen Julian Kühn und Igor Albanese gemeinsam mit Inga Pöting und Denise Nelle kurzerhand eine Redaktion und stampfen aus dem Nichts ein Magazin. Im Dezember 2017 erscheint dann die erste Ausgabe des Magnet-Magazins. „Konnektor und urbanes Magazin“ prangt auf dessen Titel-Seite. Was genau drin steckt in dem neuen Magazin und wer damit erreicht werden soll - darüber haben wir mit den Herausgebern Julian und Igor gesprochen.



Die nächste Ausgabe des Magnet-Magazins erscheint im März. Das kostenlose Heft könnt ihr zum Beispiel im KABÜ bekommen. Oder ihr blättert euch auf der Internetseite des Magazins digital durch die Seiten.

Slam in NRW #010 - Braucht Poetry Slam eigene Berichterstattung?

Es gibt Anglerzeitschriften, Motorsport-TV-Sendungen, Outdoor-Magazine (für Männer. Danke dafür Geo...), Radiosendungen in denen es außschließlich um Gaming geht und Youtube-Kanäle bei denen sich alles ums Thema Film dreht. Die meisten Szenen, Subkulturen und Interessengruppen haben eine eigene Berichterstattung. Das gilt jedoch nicht für die Slam-Szene. Aber brauchen wir überhaupt eigene journalistische Erzeugnisse? Und wenn ja, in welcher Form und mit welchen Inhalten? Genau um diese Fragen geht es in unserer ersten Studioausgabe von Slam in NRW. Interviewgäste sind Jay Nightwind und Marius Hanke alias Zwergriese.


Wenn ihr auch die Gesichter sehen wollt, dann könnt ihr euch das Interview aber auch ungeschnitten auf Youtube ansehen:




Ankündigung:
Auch ihr habt die Möglichkeit, euch an unserem Podcast zu beteiligen. Interviewt Zuschauer*Innen, Slammer*Innen, Veranstalter*Innen. Nehmt eure Ergebnisse als Audiodateien auf (MP3!), schickt sie uns an Nachtwindteam at gmail punkt com und wir bauen, wenn es passt, eure Inhalte ein. Natürlich unter Nennung eurer Namen und den ganzen üblichen Ehrerbietungen.

Podcast: Kalligraph "Der Schreiberling" Florian Eichhorn

Jay Nightwind | 07.09.16 | / / / | Kommentieren
Es ist nicht das erste Mal, dass ich dieses verdammte USB-Kabel für das Mikro vergessen habe. Als ich zur Rezeption des Unperfekthauses aus dem Keller hochkletter, notiere ich mir auf meiner Tages-To-Do-Liste: Packlisten für Außentermine erstellen. Hat übrigens super geklappt, habe ich bis heute noch nicht erledigt. Problem und Analyse wohnen offensichtlich sehr dicht zusammen, treffen sich aber trotzdem nie.

Leider gab es im Haus auch kein passendes freies Kabel, so dass die Aufzeichnung mit dem Handy klappen musste. Was grundsätzlich nicht so schlimm ist, aber dann in der Bearbeitung am PC einen kleinen Einschnitt bei der Klangqualität gibt. Warum das so ist, da bin ich nicht Experte genug für Audiokrams.

Erfreulicherweise kann kein Gerät der Welt die Qualität meiner Gesprächspartner beeinflussen. Florian Eichhorn, der auch als "Der Schreiberling" unterwegs ist, hat eine besondere, weil nicht besonders moderne Leidenschaft: Die Kalligraphie. Schrift als Kunstform, wenn mensch so will. Das wollte ich mehr drüber wissen, denn ich hatte Kalligraphie eher im asiatischen Raum verortet und konnte im Zeitalter der hochwertigen Pixelschubser am Rechner nur Kalligraphie als eine Art Hipster-Trend verstehen. Warum also Rumpinseln?

Was Kalligraphie Florian bedeutet, könnt ihr hier hören:


Wenn ihr das Interview gehört habt, werdet ihr die Idee der Schriftanalyse mit ihm sicher mitbekommen haben. Seit der Aufzeichnung hat es sich ergeben, dass es nun wirklich dazu kommt! Und zwar bei unserem allerersten Live-Event mit "Der Nachtwind" am 15.09. in der Weststadthalle in Essen. Gemeinsam mit mir wird Florian Werbung und echte Schriftproben analysieren. Wenn ihr Lust habt, schaut euch das an, der Eintritt wird frei sein! 

Interview: Battle-Rapper Vyrus

Jay Nightwind | 26.04.16 | / / | Kommentieren
Es gibt einen bunten Blumenstrauß an Sachen, die ich einfach nicht verstehe und Battle-Rap ist da ganz vorne dabei. Die Begeisterung davon zu fantasieren mit andererleuts Müttern geschlafen zu haben, während diese Personen dabei sind, die entzieht sich mir komplett. Und wenn ich was überhaupt nicht verstehe, dann suche ich mir jemanden, der es mir erklären kann. Wie passend, dass der aus Hamm stammende Rapper Vyrus mir vor kurzem seine CD in die Hand gedrückt hat.

Also habe ich ein bißchen recherchiert, hingeguckt, immer noch die Faszination nicht begriffen und den Typen dahin gesetzt, wo er hingehört: Vor ein Mirko. Und weil er "real keept", also sehr authentisch ist, war er direkt auch mal erkältet. Das ist lustig, weil Vyrus...Versteht ihr? Ja, der Gag war auch schon in meinem Kopf sehr dünn.

Aber was der Gute über Hiphop zu sagen und zu erzählen hat, das solltet ihr euch dringend anhören. Also, anbei unser Interview.

Podcast: Essen packt an

Jay Nightwind | 25.02.16 | / / | Kommentieren
Als ich die Wiederbrauchbar verlasse und zum Hauptbahnhof schlender, da spricht mich wie auf Kommando ein Obdachloser an. Eigentlich habe ich gerade keine Zeit mehr. Ich gebe ihm kein Geld. Aber ich nehme mir einen Moment. Frage ihn wie es ihm geht.

Ein paar Meter weiter, wird mir etwas bewußt, nachdem ich gerade zum zweiten Mal einen Podcast mit "Essen packt an" aufgenommen habe. Das sind alles Unsichtbare. Sowohl die Leute von dieser ehrenamtlichen Truppe, als auch die Zielgruppe. Sie sind all diese Leute, die nur in Statistiken als Zahlen auftauchen und nicht besonderer sind als andere. Füllmaterial in Fotos unserer Stadt, diese zig Leute, die den ganzen Tag nicht besonders auffallen. Sie sind mehr wie du und mehr wie ich. Es sind die normalsten Menschen der Welt.

Und genau das macht es sie um so besonderer. Wenn berühmte oder bekannte sich auf die Straße stellen und aktiv werden, dann ist es oft von Promotion für sich selbst nicht zu unterscheiden. Bestimmt handeln viele aus dem Herzen, aber bestimmt halt viele auch nicht. Aber diese Leute, die ich zum Interview getroffen habe, die haben außer Menschlichkeit und Nächstenliebe nichts zu vermarkten.



So sehr ich mich anfänglich geärgert habe, dass die erste Aufnahme qualitativ vollkommener Schranz war, desto mehr habe ich mich gefreut die Epalaner, wie sie sich selbst nennen, viel eher in ihrem Element zu erleben. Ingrid, die eigentlich die ganze Zeit auf dem Sprung ist, weil sie gleich los muss, Obdachlosen Suppe, Kleidung und Zuspruch bringen, hat mich dabei am deutlichsten spüren lassen, was hier der Geist der Sache ist. Nichts ist so wichtig, wie die gute Sache.

Von ganzem Herzen danke ich euch, dass ich euch befragen durfte! Und noch viel mehr, dass ihr diese Stadt mit zu dem macht, was sie sein sollte: Ein Ort für echte, normale Menschen.

Interview: Die Theatergruppe "Storytellers"

Jay Nightwind | 11.11.15 | / / | 3 Kommentare


Theater, da habe ich ja wirklich aufrichtig und von ganzem Herzen überhaupt keine Ahnung von. Als mir ein Bekannter von den Storytellers erzählte, hatte ich auch ganz gemischte Eindrücke. Eine ehrenamtliche Truppe, die eine eigene Geschichte schreibt. Naja. Manchmal schaffen es ja teure Ensembles mit Profis nicht mal schon bestehende Stücke vernünftig auf die Bühne zu bringen - Eine sehr fragwürdige Version von Dürrenmatts "Die Physiker" zu Schulzeiten hinterlässt mich leicht traumatisiert. Aber meine Neugierde ist ein zuverlässiger Antrieb und so habe ich wenigstens Mal auf der Facebook-Fanseite einen Like hinterlassen, um ein wenig aus sicherer Distanz zu beobachten.

Es waren nicht nur die Fotos, sondern auch einfach die Größe der Truppe, der scheinbar unermüdliche Einsatz und tatsächlich auch, zu einem nicht zu verachtenden Teil, die Kostüme, bei denen mir klar wurde, dass hier was besonderes passiert. Hier lieben Leute Theater und lassen sich von einigen Hürden nicht einschüchtern. Und wann immer Herzblut zum Einsatz kommt, werde ich so neugierig, dass ich die Leute sprechen will.

Im Unperfekthaus in Essen haben wir uns getroffen und vier der Storytellers geben einen Eindruck, was es bedeutet von Null bis Aufführung alles selbst auf den Weg zu bringen, was es bedeutet ein eigenes Stück mit eigener Welt zu entwerfen und ob ein Fantasy-Theaterstück für Nerds ist. Ich begrüße für euch zum Podcast, die Storytellers:


Interview mit Tobi Katze über Depressionen, Nordstadt und sein neues Buch

Jay Nightwind | 27.10.15 | / / / | 2 Kommentare


Ich hatte Tobi Katzes neues Buch "Morgen ist leider auch noch ein Tag" weit genug gelesen, dass ich vor dem Termin ordentlich verunsichert war. Wie rede ich mit einem Menschen, der Depressionen hat? Muss ich überhaupt was beachten? Und dann kenne ich diesen Menschen ja auch schon. Sogar ziemlich gut. Und jetzt kam ich mir vor, als würde ich das Tagebuch von dem Typen heimlich lesen, den ich gleich treffe um mit ihm darüber zu reden.
Der Typ, der mich mit einem dicken Lächeln am Bahnhof abholt, der mit Begeisterung mit mir bei Whatsapp den Interviewtermin vereinbart hat und trotzdem denke ich mir: Wenn er wie im Buch manchmal kaum aus dem Bett kommt, bin ich dann heute nicht ein Problem für ihn? Und dann lebt er in der Dortmunder Nordstadt, diesem Stadtteil der mit so vielfältig farbenfrohen Vorurteilen und Mythen versehen ist, dass es für einen Depressiven als der "Place-not-to-be" gelten sollte.

Wie es dann wirklich gelaufen ist, könnt ihr natürlich im Podcast hören und euch eine absolute Premiere dabei geben, denn einen Bestsellerautor hatten wir nun wirklich noch nicht bei uns im Podcast. Und wir sind verteufeltnochmal stolz darauf!

Übrigens, wer eines der zwei Bücher gewinnen möchte, die er dort im Podcast anbietet, sollte uns eine Email schicken an unsere Mailadresse. Wie die lautet? Nachtwindteam bei googlemail punkt com. So viel Transferleistung müsst ihr schon noch erbringen. Keine Sorge, mehr als eine Mail mit dem Betreff "Ich will das Buch von Tobi Katze" brauchen wir erstmal auch nicht. Nächsten Montag (02.11.2015) benachrichtigen wir die Gewinner.

Und wer nicht gewinnt, könnte auch hier an das Buch kommen oder aber - auch sehr gut - beim Buchhändler bei sich im Viertel mal ein paar Seiten reinschnuppern.

NACHTRAG!
Durch eine sensationelle Verbaselung, stand dort im Beitrag die falsche Mailadresse fürs Gewinnspiel! Jetzt ist es korrigiert. Bitte schickt uns eure Mails erneut, bis zum 09.11.2015. Wenn ihr uns den Mailerdemon-Report schickt, der sich von der falschen Adresse zurück kam, schauen wir, dass die Leute, die schon vorher versucht haben teil zu nehmen, bevorzugt behandelt werden.
Es tut uns riesig leid!

Interview mit Mello Hakopians zum Essener Video Rodeo

Jay Nightwind | 16.09.15 | / / / | Kommentieren


Als ich in Essen Steele aus der S-Bahn aussteige, da rappelt in meinem Kopf plötzlich diese alte Fax-Maschine, über die ich früher mit meinen Vorurteilen und Klischees versorgt wurde. Erst als ich die paar Schritte den Krayer Berg hoch mache, kommt die Nachricht in meinem Hirn ganz an: "Kray ist nun wirklich kein Viertel für aktive spannende Künstler". Kann sein. Aber ich zerknülle den Zettel und schmeiß ihn gleich wieder weg.

Wo Leute wohnen ist für Kreativität verhältnismäßig wumpe, glaube ich so, bäume mich dann sogar gegen das blöde alte Fax auf und mache mir klar: Vielleicht gerade deshalb. Wenn es hier noch keine coolen Kunstschaffenden gibt, wird es halt echt Zeit. Und Mello ist Filmemacher, in einer Band, in Essen einfach unglaublich aktiv, pfeiff auf vergammelte Stadtteilklischees, ich bin hier heute genau goldrichtig fürs Interview. Und spätestens als ich das selbst gebastelte Klingelschild mit Space Invaders drauf sehe, bin ich viel zu sehr angefixt, um mir über den Stadtteil noch Gedanken zu machen.

Das Video Rodeo, welches am 20.09.2015 zum fünften Mal stattfindet, ist ein dringender Veranstaltungstipp von meiner Seite und wer mehr wissen möchte, sollte einfach hier mal auf Facebook vorbeischauen.