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Die Kleinigkeiten im Alltag

Jay Nightwind | 13.02.17 | / | 4 Kommentare

Es gibt immer eine kleine Verzögerung, bis der Ring grün leuchtet. Im Rahmen kleinerer Ticks habe ich mal die Sekunden gezählt, aber nachdem keine Regelmäßigkeit aufkam, bewahrheitete sich die ruhrgebietische Merkregel: "Is fettich, wenn fettich is." Wenn der kleine grüne Ring nicht leuchtet, dann ist die Tür der S-Bahn noch nicht so weit. Da hilft auch kein früheres Drücken, keine Ungeduld, kein Zählen von Sekunden. Es ist eine manchmal ein kleineres Ärgernis, häufig wie ein Spiel, bei dem es darum geht so früh wie möglich nach dem zufälligen Zeitpunkt den Knopf zu drücken, der die Tür dann freigibt.

Ein Spiel, dass daran krankt, dass mensch häufig eh nicht schnell aus der Bahn kommt, weil sich hinter den Türen des Buses, der Straßenbahn oder des Zuges nochmals Türen befinden, die aus anderen Personen bestehen. Merkregeln wie "Erst Austeigen lassen, dann einsteigen.", haben sich überholt. Der Weg des geringstens Widerstandes verliert seinen Stellenwert. Das ist ein kleineres Ärgernis, aber da komm ich mit klar. Als Mensch der gerne beobachtet - eine beliebte Berufskrankheit bei Kreativen - habe ich mich gefragt, warum die Menschen schon vor der Tür stehen. Eine vollständig unwissenschaftliche Studie:

Ich befinde mich in der S-Bahn, stehe vor der Tür. Da ich am nächsten daran bin und wir jeden Moment zum Stehen kommen, habe ich schon meinen Finger auf dem Knopf. Auf dem Bahnsteig stehen viele Menschen, als die S-Bahn ihr Fahrt verlangsamt, orientieren sie sich zu den Türen. Die S-Bahn steht, das grüne Licht leuchtet nicht. Durch die Scheibe in der Tür sehe ich die Leute, einer der Passagiere auf der anderen Seite registriert mich. Er steht außerhalb, schaut mich an und drückt den Knopf. Der grüne Ring leuchtet nicht.

Dann erwische ich mich immer dabei, dass ich diese unangenehme Arroganz zeige. Diese, bei der mensch vorraussetzt, die anderen wären dumm. Aber ich schaffe es nicht, den Gedanken in diesen Momenten zu überbrücken. Nicht nur, dass die Personen außerhalb einen nicht aktiven Knopf drücken und sich dann wundern, dass nichts passiert, es ist ja auch so, dass es oft so wirkt, als trauten die Leute einem nicht zu, den Knopf selbst zu drücken. Was dann besonders ironisch ist, macht mensch sich bewußt, dass ich mich ja bereits in der Bahn befinde. Ich bin nicht an den Türen gescheitert, das Konzept eines Knopfes hat nicht meine Fantasie überstiegen. Sehr wohl aber die Fantasie derer, die vor der Bahn stehen. Die können sich nämlich nicht vorstellen, dass ich es auch schaffen kann die Bahn wieder zu verlassen. Besonders schön daran: Wollen sie in die Bahn rein, müssen ich und die anderen sie auch erstmal verlassen.

Es ist genau dieser lächerliche Kleinkram, der uns dann wütend macht, weil wir dem selben Szenario mit hoher Frequenz ausgesetzt werden, aber keinen Fortschritt, keine Veränderung sehen. So ist es zumindest bei mir. Besonders schlimm ist auch, dass mensch ja genau weiß, dass in den wenigen Sekunden Kontakt am Bahnhof auch keinen Lehrauftrag erfüllt bekommt. Manchmal überlege ich, wenn die Menschen vor der Tür stehen und mir den Ausgang blockieren, drinnen auch stehen zu bleiben, bis sie Draussen merken dass sie zur Seite müssen.

Es ist diese Arroganz, zu glauben zu wissen, dass wir es besser können und die anderen belehren müssten. Dies Arroganz, wissen zu können, was die anderen gerade motiviert. Warum setze ich denn eigentlich vorraus, dass nicht darußen auch das Spiel gespielt wird, den Knopf so schnell wie möglich zu drücken, wenn er aktiv wird? Es sind solche Kleinigkeiten im Alltag, die uns aufzeigen, dass wir uns eigentlich gerade über uns selbst ärgern. Über die Unveränderlichkeit von Dingen, dass wir eigentlich gerne Kontrolle über andere hätten, weil wir nicht offen genug sind, sie einfach zu akzeptieren. Weil wir glauben, dass sie unseren Zielen im Weg stehen. So ist es zwar für einen Moment, für unser Gefühl, aber am Ende schaffe ich es doch jedes Mal auszusteigen. Noch nie hat mir jemand erzählt, dass er/sie stundenlang weiterfahren musste, weil ja die Leute am Bahnsteig ihn/sie blockierten. Es wirkt wie der Wunsch nach dem Weg des geringsten Widerstandes, bei dem wir aber vergessen, das andere diesen Widerstand anders wahrnehmen.

Mich zieht es zurück aufs Dorf

Jay Nightwind | 08.01.17 | / | Kommentieren
Facebook ist für mich eine Stadt. Lebensraum und Geschäftsfläche sind zusammengeschoben, keiner weiß mehr was zu erst da war. Vielleicht ging es erst darum den Leuten einen interessanten Wohnort im Internet zu schaffen, eine Kommune die es uns erlaubt nicht nur in unseren Kreisen zu bleiben, sondern auch neue Menschen zu entdecken. Ein Schmelztiegel. Wann immer aber viele Menschen aufeinander treffen, triggert das den Kapitalismus, der natürlich auch von Menschen gemacht wird. Die kommen in so einen Schmelztiegel und denken sich: Wenn jetzt alle über meine Produkte reden würden, dann wäre das schon toll. Zum Glück hat Facebook die Strukturen so angelegt, dass sich Produkt gut und heimlich einbinden lassen und zwar durch die Menschen selbst. Wenn mensch diesen Prozess gedanklich überträgt, betreibt Facebook harte Urbanisierung und liefert die Gentrifikation gleich mit.

Nur das hier nicht Bewohner aus ihren Objekten gedrängt werden, weil ihre Mieten durch das attraktivere Umfeld erhöht werden, sondern Kommunikationswillige aus ihren Kommunikation gedrängt werden. Denn die Filterblase bevorzugt die, welche viele Likes haben (sprich viel Laufkundschaft) und noch mehr die, welche Geld investieren, um die vielen Werbeflächen zu kaufen. Die Lösung wenn unsere Kommunikation wirkungslos scheint, kommunizieren wir mehr, lauter und aggressiver bis wir endlich wahrgenommen werden. Wer in seine Facebook-Erfahrungen guckt, findet hier sicher Beispieler für solches Kommunikationsverhalten.

Ein Problem: Wann ist die Kommunikation erfolgreich? Wann ist ein Like auf ein Posting zufriedenstellend? Mehr geht ja immer, mehr Likes, mehr Teilen. Und dann bekommt Facebook die negativen Symptome einer Stadt: Es ist zu voll, zu laut, die viele Werbung und aus unserer Sicht reden alle über irrelevanten Schwachsinn, weil unser Kopf sich gerade um etwas anderes dreht. Wir bekommen Wahrnehmungsfehler, die uns zu Superlativen führen:
"Alle sind Rassisten. Alle reden nur über Trump. Niemand redet über Obdachlose. Deutschland ist verloren. Das Internet ist voller Hass."  - die verkürzte Wahrnehmung
Wir beginnen die Stadt mit der Welt zu verwechseln, wir beginnen einen Ort des Internets mit dem ganzen Netz zu verwechseln. Leider macht aber die Filterblase auch, dass wir in Konkurrenz zu einander stehen. Da unsere Pinnwand nämlich zwischen privatem Fenster und Schaubude schwankt, stehen wir in Konkurenz. Die Erfolge der anderen werden uns als Beispiele angeführt, die uns interessieren sollen. Daraus leiten wir regeln ab. Die anderen Mädels bekommen viele Klicks für ein Duckface vorm Spiegel? Um zu überbieten, provoziere ich mit weniger Kleidung. Die anderen Jungs bekommen viele Likes für krasse Ansagen und Streiche? Ich provoziere, in dem ich gesellschaftliche Regeln überschreite. Und die nächsten die gelten wollen, müssen dann diese Anläufe wieder überbieten. Eine ganz klassische Eskalations-Spirale. Nicht unüblich in einem städtischen Umfeld.

Je ohnmächtiger du dich in deinem Wirken fühlst, desto radikaler musst du in deinem Wirken werden, um Aufmerksamkeit zu generieren. Auch ohne Internet schon lange beobachtbar. Bahn-Surfen als prominentes Beispiel angeführt. Witzigerweise schaffen es einige Formen des radikalen Prozesses sich dann wieder einzugliedern und werden in der Mitte der Gesellschaft dann sogar zu Kultur. Siehe: Graffiti als Beispiel für urbane Kultur.

In Sachen Internet, komme ich vom Dorf. Ich habe mich im Netz herum getrieben, als die Infrastrukturen noch anders aussahen, als noch nicht so viele unterwegs waren und bin selber ein Bewohner geworden, als das Bloggen aufkam. Bloggen ist Dorfleben. Durch die Expansion der Städte wurde das nocht deutlicher. Während in der Stadt alle Inhalte zu dir kommen, ist es im Blog anders. Du bearbeitest dein Stück Boden und die Leute müssen den Weg zu dir finden.

Einige von uns leben dabei so, dass sie eigentlich ganz gut von ihrem eigenen Kram leben können. Content-Autark könnte mensch sagen. Früher kam mensch einfach mit anderen der gleichen Branche zusammen (Koch-Blog, Reise-Blog, DIY-Blog etc.) und irgendwie fand ein Austausch statt, der sich dann auch auf den eigenen Bereich ausgewirkt hat. Aber die Eskalation ist entschleunigt. Gehe ich nämlich nicht raus, sehe ich all die anderen nicht, die das Gleiche tun wie ich. Die Filterblase lebt in der Stadt.

Ein Problem: Da alle in der Stadt sind, ist es auf dem Land schwer geworden, sich wirksam zu fühlen. Auch auf dem Land gibt es Klicks und Kommentare, aber wie soll ich diese bekommen, wenn keiner mehr da ist. Von den Blogger*Innen, mit denen ich begonnen habe, ist niemand mehr aktiv dabei. Einige haben ganz aufgehört, andere sind in eine der vielen Städte gezogen.

Weder die Stadt, noch das Dorf machen dabei etwas besser. Sie machen es nur anders. Es ist eine Frage der Haltung und nicht einer Richtigkeit. Wer sich aber über die Stadt beschwert, dabei aber ihrem Trott folgt und ihre Internet-Gentrifikation füttert, sollte sich die Alternativen anschauen.

Mich zieht es zurück aufs Dorf. Denn ich merke, wie ich Inhalte, die ich sonst nachhaltig anlegen würde, in kurzen Postings auf Facebook verbrenne, dabei aber das Gefühl habe, am Ende nichts getan zu haben. Das Dorf lässt sich ja benutzen wie die Stadt. Es müssen nicht alle Beiträge lang, ausführlich, mit Bildern und Videos und all diesem Pipapo sein. Warum platziere ich etwas als Status auf Facebook, aber nicht als Beitrag im Blog? Mir fällt da auch kein guter Grund ein. Liebe Dörfler, es sind moderne Zeiten, wir müssen hier auf nichts verzichten. Liebe Städter, wenn es rund gehen muss, dann sind Facebook und Snapchat und so weiter die richtigen Orte für uns. Am wichtigsten ist aber, sich zu fragen, was mensch sich gerade vom Internet wünscht, anstatt es zu verteufeln.

Warum das Wort eine Waffe ist!

Der Nachtwind | 05.01.17 | / | Kommentieren
Ein Gastbeitrag von von Fatih Serbest

Immer dasselbe Spiel. In den Medien passiert etwas und alle reden darüber. Viele Schreiben auch darüber. Ich habe den folgenden Text in meinem Kopf schon zigmal geschrieben. In Wirklichkeit hatte ich gar keine Lust es in die Tastaturen zu tippen. Jetzt schreibe ich es doch. Nicht weil mich das folgende Thema sonderlich interessiert. Das tut es auch so. Weil ich Sprachwissenschaften studiert habe. In Wirklichkeit aber, konnte ich einfach nur nicht schlafen. Weil ich etwas krank geworden bin. Leichte Grippe. Egal. Kommen wir zur Sache.

In der Sprachwissenschaft gibt es einen Teilbereich. Der nennt sich „Pragmatik“. Darin geht es ganz grob gesagt darum, inwiefern man mit Sprache Handlungen ausüben kann. Da die meisten von euch gerne Wikipedia nutzen und ich nicht wissenschaftlich werden möchte, hier der kurze allgemeine Auszug, womit sich die Pragmatik beschäftigt. Also. Pragmatik:
„…beschäftigt sich in der Linguistik mit der Beschreibung von kontextabhängigen und nicht-wörtlichen Bedeutungen bei der Verwendung von sprachlichen Ausdrücken in jeweils konkreten Situationen und mit den Bedingungen für ihr Entstehen…“.
Nochmal anders. Als sprechender Mensch führe ich auch eine Handlung aus. Handlungen sind in der Sprache, das Äußern von Wünschen, das Vollziehen einer Aussage oder auch eine Beleidigung. In der Pragmatik versucht man diese Handlungen nicht nur aus den ausgesprochenen Worten zu filtern, sondern auch aus der Umgebung, in der eine Handlung vollzogen wird. Dabei kann alles erdenkliche eine Rolle spielen. Der Ort, die beteiligten Personen, die Zeit, das Hintergrundwissen usw. Die zu berücksichtigenden Faktoren sind tatsächlich unermesslich. Zu beachten ist, dass wir genau wissen, was gemeint ist. Wenn mein Arbeitskollege mich fragt: “Und, wie sieht es aus?“ weiß ich ganz genau, dass er wissen möchte, ob ich bei unserem monatlichen Pokerturnier das nächste Mal dabei bin. Das nur, weil ich genau weiß, was auch er weiß. Für einen Außenstehenden kann es verschiedenes bedeuten. Ein Außenstehender müsste interpretieren. Aber genug jetzt, ich möchte unsere Twittergemeinschaft nicht überstrapazieren.

Als handelnder Mensch, in diesem Fall durch das reine äußern von Worten, kann ich natürlich auch strafrechtlich verfolgt werden. Wenn ich nachweislich jemanden beleidige, kann ich bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bekommen (Strafgesetzbuch, Besonderer Teil, §§ 80 – 358, 14. Abschnitt – Beleidigung §§ 185 – 200; Quelle: https://dejure.org/gesetze/StGB/185.html).

Natürlich kann ich auch Menschen mit meinen Worten verletzen. Ich kann das sogar so machen, dass ich hinterher mich aus der Sache ganz unschuldig wirkend, rausziehen kann. Ich könnte zu meiner Ex sagen:“ Und. Hört dein Neuer auch wenn du sagst „Spring“?“ Das wäre bewusst verletzend. Hinterher könnte ich mich verteidigen, indem ich behaupte:“ Du hast mir nie den Freiraum gelassen, den ich gebraucht hab.“

Das Beispiel ist schon fast harmlos. Dennoch verletzend. Nun kann ich natürlich viel weiter gehen. Ich könnte bewusst versuchen eine Meinung zu generieren oder auch, anders ausgedrückt, zu produzieren. Eine Meinung in der Bevölkerung z.B.. Dazu bräuchte ich natürlich eine große Bandbreite an sehr vielen Lesern, die ich über ein Medium (z.B. Zeitung oder eine Internetplattform für Nachrichten) verbreite. Das passiert die ganze Zeit. Obwohl ich seit vier Jahren kein Fernsehen mehr schaue, bekomme ich vieles mit. Leider viel zu viel.

Jetzt komme ich zu dem eigentlichen Thema, was mich stört. Was mich bewegt und was mich verletzt. Ich bin nicht der Einzige. Es geht um die bewusste Benennung von menschlichen Rassen und das bewusste Verbinden von Eigenschaften mit diesen Rassen. Zumindest das scheinbar „unverbindliche“ wiedergeben von Nachrichten, in denen etwas mehr steckt, als nur Worte. Als vernunftbegabte Menschen wissen wir, dass eine Rassenunterteilung der größte Schwachsinn ist. Spätestens nach der Sklaverei von Menschen mit schwarzer Hautfarbe oder dem 2. Weltkrieg.

Aktuell läuft die Debatte über die Bezeichnung „Nafri“. Hier geht es nicht um den Einsatz der Polizei. Nur um das Wort. Das Wort ist nicht nur ein Codewort für eine bestimmte Kategorie von Verbrechern. Das hätte man auch mit weniger hinkriegen können ohne das Wort „Nordafrikanisch“ mit einzubauen. VD67 hätte es auch getan. Abgesehen davon, kriegen wir nicht mit, welche Einsätze unsere Polizei tagtäglich durchführen muss. Hier ist es in den Medien ein heißes Eisen geworden. Weil eine Bevölkerungsgruppe sich angegriffen und beleidigt fühlt. Nicht die, die Verbrechen begangen haben. Die Unschuldigen sind es, die sich verletzt fühlen. Im Übrigen, sind Wörter wie „Islamist“ oder „Ausländer“ oder „Asylant“ mittlerweile in der Sprache auch dort angelangt, wo sie niemals hätten hinkommen dürfen. Zu den sprachlichen Äußerungen der Beleidigungen. Glaubt ihr nicht? Fragt mal die Leute auf der Straße, was sie bei den Worten als Erstes denken. Vielleicht seid ihr auch mutig genug um zu sehen, wohin diese sprachlichen Äußerungen noch führen könnten. Ich möchte es hier nicht aussprechen, aber ich habe als Vater von zwei Kindern, große Angst davor. Für andere ist es Alltag. Vor diesem Alltag fliehen sie. Zurecht!

So. Jetzt hoffe ich, dass ich etwas ruhiger schlafen kann und meine kurz vor dem Ausbruch stehende Krankheit etwas auskuriere.

Über den Autor:
Fatih Serbest, 36 Jahre alt; in Koblenz geb.; in Mainz seit 2002; hab Philosophie, Englische Sprachw. und Deutsche Philologie studiert; schreibe viel

Hallo Studium - Warum ich dich hasse.

Andasch | 12.11.16 | / | 4 Kommentare
Hallo Studium,
bitte setz dich. Wir müssen reden.

Das mit uns, das geht jetzt schon vier Jahre und ich bin einfach nicht mehr glücklich, ok?
Es ist ein fürchterliches Klischee, aber ich glaube es liegt an mir und nicht an dir.
Vielleicht liegt es aber auch an uns Beiden. Keine Ahnung..Wir Beide sind so wie wir gerade sind einfach nicht kompatibel. Es ist definitiv nicht nur deine Schuld, schau all die anderen, sie sind ja scheinbar glücklich. Sie meckern immer ein wenig ja, aber das gehört doch ein bisschen dazu, oder?
Alle meckern, immer. Nur deswegen funktioniert doch diese Mario Barth Scheiße, die wir Beiden immer so gehasst haben.

Woran das liegt?

Mhhh.. wie soll ich sagen. Ich hab das Gefühl du schränkst mich ein. Ich kann nichts mehr machen. Du willst immer dabei sein, immer was von meinem Tag haben. Beispielsweise nächstes Semester.
Ich wollte einen Tag in der Woche mit Radio-Praktikum verbringen. Nur einen Tag.
Ich weiß, du magst Radio-Praktikum nicht. Sie ist dir zu verrückt und kreativ und du findest das aufgesetzt. Aber ich mag sie. Und ich will wirklich Zeit mit ihr verbringen. Aber ich darf wegen dir nicht. Genauso wie den Kurztrip mit Tauchen im Dezember den er und ich geplant haben. Es geht nicht, weil du mich jede Woche sehen willst.

Versteh mich nicht falsch bitte. Ich verbringe gern Zeit mit dir. Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht an dich denke, von dir schwärme und anderen erzähle was ich so gern an dir habe. Aber du bist verdammt nochmal unflexibel. 
Und nicht nur, dass du mich während des Semesters sehen willst, nein. Auch während der vorlesungsfreien Zeit veranstaltest du deine Klausuren. Dann verbringe ich jeden Tag nur mit dir. Das sind Wochen die ausschließlich für dich geblockt sind. Und als ob das nicht reichen würde, hast du auch immer diese Praktika geplant. Manchmal sind die so spontan, dass ich Pläne absagen muss, auf die ich mich seit Wochen gefreut habe.  Das ist scheiße. Ehrlich!

Das ist auch so'n Ding. Du planst immer irgendwelche Sachen und sagst nie Bescheid. Immer muss ich allem hinterher laufen und gucken, wo ich die Informationen herbekomme. Ich verstehe nicht warum du mir nicht am Anfang des Semester irgendwo einen Zettel hinlegen oder einen Post im Internet schreiben kannst mit allen Terminen des Semesters. Es ist ja nicht so als seien da große Überraschungen bei. Mal ehrlich, dieselben Praktika machst du schon seit Jahren mit allen anderen auch.

Und warum gehen die eigentlich auch immer bis 17/ 18 Uhr?  Wenn ich Zahnschmerzen hab, muss ich dann immer warten bis wir deine Praktika fertig haben. Nach 18.00 bekommt man keinen Arzttermin mehr und fehlen darf ich natürlich auch nie. Nichtmal wenn ich krank bin mit ärztlichem Attest. Was für eine Arbeitskultur willst du damit vermitteln? Die totale Unterwerfung vor dem System und das Ignorieren von Krankheitzeichen und persönlichem Wohlbefinden? Die Waage der Work-Life-Balance steht in deinem Kopf gewaltig schief, meine Liebe.
Außerdem stecke ich womöglich alle meine Mitstudenten, Betreuer und Menschen an die ich treffe. Willst du das?
Du sagst immer, es sei ja kein Problem krank zu sein, weil uns niemand zwingt zu kommen, aber dann soll ich das Praktikum im nächsten Jahr nachholen? Du weißt, dass das meistens nicht funktioniert weil du im nächsten Jahr andere Praktika oder Veranstaltungen geplant hast. Oder die Veranstaltung sogar Voraussetzung für die nächsten ist!

Und warum darfst du eigentlich immer entscheiden was wir machen? Bei Philipp und Germanistik läuft das anders. Der darf sich auch mal aussuchen was die Beiden zusammen machen. Ich muss immer das machen, was du für interessant hältst. Und er hat auch mal frei oder kann sogar einen ganzen Tag mit wem anders verbringen, wenn er will.

Bio-Chemie, es ist so schade. Du hast soviel Potential. So viele interessanten Facetten. Aber zurzeit zeigst du mir nur deine hässliche Seite.
Ich verstehe auch nicht, warum du dich immer in deiner Fakultät einschließt. Sei doch mal ein bisschen kommunikativer und schau nach links und rechts. Ich weiß, dass Medizin, Biologie und Psychologie interessante Dinge zu erzählen haben. Ich weiß, dass du sie mögen würdest. Wer weiß, vielleicht könnten wir gemeinsam mal ein paar Flaschen Wein trinken und schauen was passiert...

Und du könntest gelegentlich auch mal mit Philosophie sprechen. Ich weiß ihr habt euch seit Jahren nicht mehr gesehen und geht jetzt getrennte Wege, aber sie ist deine verdammte Mutter! Lach nicht ständig über sie. Das fand ich schon immer ein wenig seltsam.
Weißt du, andere Fächer haben einen Optionalsbereich, wäre das nichts für dich? Dann würden wir mal wieder unter Leute kommen.

Biochemie, das ist auch schwer für mich. Was hälst du von einer Semi-Pause? Nicht so richtig trennen, nur mal schauen was sonst noch so auf uns wartet? Was hälst du von einer offenen Beziehung?




Platons Internetgleichnis- Ein Kommentar

Andasch | 07.11.16 | / | 1 Kommentar
Gestern hat Jan euch im Vlog etwas zu Platons Höhlengleichnis erzählt.

Das hat meine Denk-Maschine angeworfen. Ich habe über etwas völlig anderes nachgedacht als Jay mir eine wichtige Erkenntnis über das Internet an meine Höhlenwand projiziert hat.
Ich musste bei Jays Kommentar zur Platons Höhlengleichnis unweigerlich an die Natur von verschiedenen Realitäten denken. Aber bevor ich euch erklären kann, wieso muss ich euch kurz eine Geschichte von einem anderen klugen Mann erzählen.

Zeit ist relativ

Vor einiger Zeit, da gabs son Typen, der hat eine wirklich verrückte Tatsache entdeckt. Sein Name war Einstein und 1905 hat er die spezielle Relativitätstheorie veröffentlicht. Da stand ne Menge drin.
Und daraus lassen sich viele Erkenntnisse ziehen. Aber eine Erkenntnis war für mich besonders beeindruckend. Zeit ist relativ. Jeder hat seine eigene Zeit.
Vor seiner Theorie ging man von einer universellen Zeit aus, die für jeden gleich ist. Wissenschaftler wurden fast verrückt, weil sie Theorien suchten, die Beobachtungen erklären sollten, die sich mit einer universellen Zeit einfach nicht erklären ließen. Niemand kam auf die Idee, Zeit könnte relativ sein.
Wir haben in unserer Höhle immer nur den Schatten der Zeit gesehen. In unserer kleinen Höhle war die Zeit für uns alle gleich. Meine 30 Minuten haben auch für dich 30 Minuten gedauert. Das ist unser Erfahrungshorizont. Unser Schatten.
Natürlich war es erst ziemlich verwirrend für uns, als wir die wahre Natur der Zeit verstanden haben. Aber letztlich mussten wir einsehen, dass es keine absoulute Zeit gibt. Die Zeit tickt außerhalb unserer Höhle manchmal einfach anders. Wenn jemand unsere Höhle verlässt und wiederkommt, zeigt seine Uhr eine andere Zeit als meine.


Könnte Realität nicht auch relativ sein?

Platons Höhlengleichnis geht zwar nicht von einer universellen und richtigen Zeit aus. Allerdings impliziert Platons Gedankenexperiment eine richtige Realität. Die außerhalb der Höhle.
 Ich frage mich, ob das richtig ist. Vielleicht müssen wir ähnlich wie vor mehr als 100 Jahre den Schatten hinterfragen. Was ist wenn meine Realität genauso echt ist wie deine? Was ist wenn jeder seine eigene Realität hat?
Das bedeutet es gibt keine richtige Realität. Vielleicht ist das Gefühl einer einzigen Realtität selbst ein Schatten, den wir als Illusion entlarven können, sobald wir unsere Höhle verlassen.

Ich meine folgendes Beispiel: Stellt euch vor, jemand steht vor einer farbigen Wand und sagt diese Wand ist rot. Ein anderer sagt diese Wand sei blau. Das ist das klassische Qualia-Problem. 
Wenn eine Lichtwelle mit einer bestimmten Wellenlänge auf die Netzhaut trifft, werden Signale ins Gehirn geleitet und man nimmt je nach Wellenlänge des Lichts eine bestimmte Farbe wahr. Warum jemand bei einer bestimmten Wellenlänge rot oder blau sieht kann nicht erklärt werden.
Das Qualia-Problem beschäftigt sich aber eher mit subjektiver Wahrnehmung und sagt nicht ganz aus was ich meine. Denn wenn ich hier sagen würde sowohl der Mensch der rot sieht, als auch der Mensch der blau sieht haben recht und beide Realitäten sind wahr, könnte jemand sagen, dass beide falsch liegen. Jegliche Farbe ist eine Illusion. Die Realität ist, dass die Wand Licht abstrahlt mit einer Wellenlänge von beispielsweise 615 nm.

In einem zweiten Szenario steht jemand vor einer farbigen Wand und misst die Wellenlänge des abstrahlenden Lichts. Er kommt zu dem Ergebnis 615 nm.
Ein anderer Mensch bewegt sich mit annährend Lichtgeschwindigkeit auf die Wand zu. Durch den Doppler-Effekt verändert sich dadurch die Wellenlänge des eintreffenden Lichts von der Wand.

Er wird eine andere Wellenlänge messen. Wer von beiden hat Recht? Wer beobachtet die richtige Realität? Ich nenne es, das modifizierte Qualia-Problem. Vielleicht hab ich auch irgendwo einen Denkfehler.
Aber was genau ist Realität, wenn sich alles relativ zum Beobachter verändert?
Man könnte das hier noch weiterführen. Man könnte über die Heisenbergsche Unschärfe-Relation reden. Über Quantenmechanik, mit der sich immer nur Wahrscheinlichkeiten berechnen lassen und nie exakte Werte.

Aber ich möchte das hier schließen. Vielleicht ein wenig pathetisch mit den Worten von Platons Lehrer:

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Frauen in Kampfspielen - Einleitung

Jay Nightwind | 04.11.16 | / / | 7 Kommentare
Ich bin kein Feminist. Nicht, weil ich es nicht wichtig finde, sondern weil ich mich eher noch als "in Ausbildung" wahrnehme. Margarete Stokowski sagt ja, dass es gar keinen Feminismus braucht, sondern eine faire Gleichbehandlung aller Menschen, ganz ohne "-ismus". Mein persönlicher Blick nach da draußen sagt aber, dass wir die aktuell nicht haben.

Jetzt könnte ich versuchen meine eigene Meinungsbildung an Problemen zu erarbeiten, von denen ich keine Ahnung habe: Werbung, Literatur, Religion, Chefetagen, Patriachat. Sowas ist natürlich auch Teil meiner Realität, aber ich kenne mich da einfach -noch- nicht gut genug aus, um eine formulierte belegte Meinung zu haben. Meine aktuelle berufliche Ausbildung empfiehlt mir: Vom Bekannten zum Unbekannten arbeiten!

Tja, wo kenne ich mich aus? Videospiele!
Die Gesamtheit dieses Kulturbereichs möchte ich aber nicht untersuchen, das machen andere besser. Zum Beispiel "Feminist Frequency" auf Youtube, die jetzt inzwischen in der zweiten Staffel die Rolle und Wahrnehmung von Frauen bzw. Geschlechterrollen in Spielen kritisch bearbeiten. Videospiele haben dabei, trotz inzwischen vielschichtigem Publikum, immer wieder eine altmodische eingleisige Darstellung von Frauen. Als sexualisiertes Objekt. Als machtlose Hilfsbedürftige. Als Raumdekoration. Als untergeordnetes Erzählelement des Plots.
Von klassischen Klempnern die Prinzessinnen befreien müssen, zu Sportspielen die längste Zeit Frauenligen ignoriert haben, zu seltsamen pornografischen Dating-Spielen, zu fehlenden weiblichen Spielfiguren in Militärshootern, zu vielen vielen weiteren Beispielen.

Eines meiner liebsten Spielfelder sind Beat'em'Ups, so genannte Prügelspiele, in denen
Chun Li aus Streetfighter Alpha
Kampfsportler*Innen gegeneinander in ein direktes Duell gehen. Die Charaktere bringen dabei ganz unterschiedliche Geschichten mit, denn so wenigdimensional sind Spieler*Innen dann doch nicht, dass - dem Vorurteil entsprechend - die grafische Darstellung von Gewalt die vollständige Glückseligkeit bietet.

Beat'em'Ups sind zweifelsfrei Wettbewerbsspiele. Nicht nur weil die Figuren sich immer im direkten Vergleich messen müssen, sondern auch, weil sie gerade im Duell zweier Spieler*Innen ihre gesamte strategische und taktische Herausforderung zeigen. Um es hier kurz zu halten: Beat'em'Ups sind ein sehr schnelles Schere-Stein-Papier-Spiel, bei dem es gilt, auf jede gegnerische Aktion die passende Reaktion zu kennen und die Kontrolle über den Mitspieler zu behalten.

Diese spielerische Struktur zwingt ein gutes Balancing auf. Wie der Name es andeutet, muss ein Gleichgewicht zwischen allen Figuren bestehen, um das Spiel spannend zu machen, aber auch um Optionen zu bieten, die dem eigenen Spielstil entsprechen. Ob offensiver, ausgewogener oder defensiver Schwerpunkt, Figuren in Beat'em'Ups müssen sich mit dem gesamten Line-Up messen können. Wäre eine Figur ohne Makel, würden die weiteren Charaktere ungenutzt bleiben. 
Einwurf:
Der Prozess des Balancing gilt als beinahe unmöglich, da gerade professionalisierte Spieler*Innen immer wieder mögliche Spielweisen entdecken, die von den Programmierern so nicht vorgesehen waren.
Combos, also mehrere Treffer in Folge, die heute ein Standard in diesem Genre sind, waren witzigerweise ursprünglich nicht mehr, als eine Programmierschwachstelle in Street Fighter II, aus der ein Mechanismus wurde.
Vertiefend: 1up.com "20 Things you didn't know about StreetFighter"
Auf spielerischer Ebene bedeutet das, dass jede Figur jede andere besiegen können muss. Sie muss "mächtig" genug sein für einen Sieg. In einer Spielwelt, in der alle Figuren also ausgeglichen sein sollen, müssen weibliche und männliche Figuren also mit dem selben Potential starten. Da sie im Wettbewerb auch nicht voneinander getrennt werden - jedes Geschlecht kann gegen jedes Geschlecht antreten - müssen sie zwangsweise gleichbefähigt und damit gleichberechtigt sein.

Allerdings ist die spielerische nicht die einzige Ebene, auf der die Charaktere dargestellt werden. Hintergrundgeschichten in der Spielwelt, Auftreten, Bewegung, Verhalten und auch Outfits spielen durchaus in eine Wahrnehmung der Figur und ihrer Rolle mit rein. Die Frage steht also im Raum, ob die Macher von Beat'em'Ups die Chance einer Gleichberechtigung und eines "Balancing der Geschlechterrollen" nutzen oder auf anderen Ebenen wieder Gewichte in die Waage werfen, welche eine Augenhöhe verschieben. Besonders interessant wäre es herauszufinden, weshalb überhaupt ein Gleichgewicht verschoben wird, was ohne direkten Kontakt zu den Programmierern schwierig sein dürfte.

Bevor ich mich in der nächsten Zeit in die Analyse diverser Spielfiguren und ihrer Qualitäten stürze, möchte ich aber diesen Beitrag von Feminist Frequenzy voranschicken, der bereits eine übergeordnete Sitution in Videospielen beschreibt, die weibliche Spielfiguren in einen Zusammenhang mit aktuellem Body Shaming bringt. Eine wichtige Grundlage für unsere gemeinsame Beobachtung, aber auch alle weiteren Folgen dieser Youtube-Reihe sind zu empfehlen.



Reden wir nochmal kurz über Sexismus und fiktive Charaktere. Es könnte ja gut argumentiert werden, dass bei virtuellen Existenzen realer Sexismus überhaupt gar nicht stattfinden kann, da es dafür ja eine reale umgebende Gesellschaft braucht. Ein Geschlecht kann ja erst dann unterdrückt sein, wenn eine Person in ihrer Handlung und Selbstbestimmung eingeschränkt wird. Daher sind zum Beispiel Frauen die sich "sexy" kleiden auch nicht zwangsweise Opfer eines Sexismus, solange es ihre eigene freie Entscheidung war, sie so anzuziehen. Ermächtigung als vollwertige Person, ohne Reduzierung auf die Geschlechterrolle passiert also dann, wenn wir eben keine Einschränkungen aus den Handlungen einer anderen Person als Reaktion folgen lassen. Eine Entscheidung setzt aber ein Bewußtsein voraus, eine virtuelle Figur hat dieses eben nicht.

Ein fiktiver Charakter ist also eine Projektionsfläche dessen, was die dahinter stehenden Erschaffer*Innen als "richtiges" Verhalten für eine Figur dieses Geschlechtes empfinden. Ob die Figuren wirklich von Männern entwurfen wurden ist nicht eindeutig zu bestimmen, aber sehr wahrscheinlich, denn Frauen sind in Arbeitsfeldern der Videospielindustrie unterrepräsentiert. Da wir, wie eingangs erwähnt, mit Sicherheit noch nicht in einer Geschlechtergerechten Welt leben, hat dies natürlich Auswirkungen auf die Repräsentation von Frauen in Spielen.

Wie wäre es denn "richtig" Frauen in Spielen darzsutellen?
Ein entscheidener Faktor meiner Beobachtung wird die "Ermächtigung" sein. Wenn eine Figur im Plot des Spieles als entscheidene Kraft über die eigene Handlung dargestellt wird, dann ist sie selbstständig und nicht abhängig. Die Intensität einer solchen Abhängigkeit ist natürlich relevant, dabei aber schwer zu bewerten, da die fiktive Erzählung immer wieder Lücken bieten wird, die nicht inhaltlich zu füllen sind. Handelt aber eine Frau zum Beispiel nur auf Anweisung eines Mannes, ist hier schon Sexismus zu erkennen.

Da die Wahl der Kleidung durchaus eine Entscheidung eines Programmieres ist, findet hier eine andere Form der Äbhängigkeit Platz. Entscheidend ist dabei zum einen die Frage, in wie fern ein Outfit sexistisch ist. Reduziert es die Figur auf geschlechtliche Merkmale, zeigt es sich als vollkommen ungeeignet für einen Kampf, bedient es ein sexualisiertes Rollenklischee? Dann stehen die Chancen gut, dass hier eine sexistische Entscheidung getroffen wurde.

Dabei werde ich im Blick behalten, dass viele Spiele als Serien erscheinen und über die Zeit verschiedene Outfits für ihre Charaktere, aber auch verschiedene Mechanismen angeboten haben, die sich auf Kleidung und Erscheinung auswirken. Dazu kommen auch Kamerafahrten und Animationen für die Figuren, welche ich in meinen unwissenschaftlichen Untersuchungen in Betracht ziehen werde.

Weitere Faktoren könnt ihr mir gerne in die Kommentare legen, werden uns aber sicher auch während der Fahrt auffallen.

Wichtig:
Es wird niemals von mir behauptet und auch nicht ausgeschlossen werden, dass nicht auch Männer in Medien Opfer von geschlechterbezogener Diskriminierung werden. Es wird im Rahmen der Reihe sogar spannend zu beobachten, mit welchem Bild Männer konfrontiert werden und was das für Menschen in männlicher Geschlechterrolle bedeuten könnte.

Außerdem wichtig:
Wenn ich nicht immer die richtigen Begrifflichkeiten treffe, welche von Menschen verwendet werden, die in ihrem Bildungsprozess oder ihrer Toleranzfindung schon an einem anderen Punkt sind, bitte ich euch, mir mitzuteilen, was ich wissen muss und im besten Fall auch, wo ich mehr dazu erfahren kann. Wenn ich mich aus eurer Sicht nicht respektvoll äußere, ist es möglicherweise ein Mangel an Information auf meiner Seite. Helft mir bitte und gerne, mich weiterzubilden.

Mein Problem

Der Hartmann | 10.10.16 | / | 5 Kommentare
Es gibt Dinge, in denen ich mittelgut oder sogar ziemlich passabel bin. Fotografieren zum Beispiel. Das kann ich gut, vor allem wenn man bedenkt, dass ich mir das Meiste selbst beigebracht habe. Das soll jetzt kein Schulterklopfen bei mir selbst sein, sondern deutlich machen, dass ich darin etwas auf dem Kasten habe.
Aber wenn es eine Sache gibt, in der ich mal so richtig schlecht bin, dann ist es das Ansprechen von Frauen. Konnte ich nie, kann ich immer noch nicht. Da bin ich wirklich grottenschlecht drin, das können andere besser, wenn auch häufig mit mittelmäßigem oder gar keinem Erfolg.
Ich erlebe es immer häufiger, dass Typen, die aussehen wie ein Teller bunte Knete mit einem so dermaßen unbegründetem Selbstbewusstsein auf wirklich schöne Frauen zugehen und dann Sprüche loslassen, für die sich sogar Fips Asmussen schämen würde.
Angefangen mit den Klassikern, die, und da möchte ich jede Wette eingehen, noch nie gezogen haben. Sätze wie: "Hat's weh getan?" und dann auf den fragenden Gesichtsausdruck der Gegenüber hin die Antwort: "Der Aufprall, als du vom Himmel gefallen bist.". Dieser Satz ist so abgrundtief scheiße, dass man sich gar nicht stark genug gegen die Stirn hämmern kann, um für diese Antwort einen adäquaten Facepalm zu erzeugen.
Wenn ich so etwas mitbekomme, habe ich ein so unfassbar immenses Bedürfnis, mich für solche Vollidioten im Namen aller vernünftigen Männer zu entschuldigen.
Dann gibt es da noch Typen, die etwas einfallsreicher sind.
Bei denen kommt dann zum Beispiel der Satz: "Wenn ich dir hinterherlaufe, behältst du mich dann?"
Das ist nicht weniger peinlich und mindestens genauso intelligenzbefreit, wie das erste Beispiel.
Auch an dieser Stelle:
Liebe Frauen, falls ihr schon mal mit solchen Halbprimaten zu tun gehabt haben solltet, tut mir das leid. Ich kann euch nur guten Gewissens versichern: Wir sind nicht alle so!
Ich weiß nicht, wo diese Ballonköppe diese absurde Menge Selbstvertrauen hernehmen. Ich schätze, dass die Pomade, mit denen die sich ihre Frisur zurechtwichsen allmählich durch die Kopfhaut diffundiert und in deren Gehirne einsickert.

Zurück zu mir, schließlich ist das hier mein Therapieersatz.
Wenn ich mich in dieser Situation wiederfinde, also dass ich eine holde Maid erblickt habe und ich Interesse an einer vernünftigen Konversation habe, dann läuft das bei mir eher so ab:
Ich gucke erstmal, ob ich noch irgendwo etwas Selbstbewusstsein finde und mach mich auf den Weg zu ihr.
Während ich auf sie zulaufe, gehe ich im Kopf den ersten Satz, den ich ihr sagen will immer und immer wieder durch, schließlich ist der erste Eindruck immens wichtig.
Und dann stehe ich vor ihr. Wenn ich noch sprechen kann, ist alles gut und die erste Hürde ist gemeistert.
Oftmals allerdings stehe ich da, stammel irgendeine schwachsinnige Scheiße vor mich hin und geh mich danach betrinken.
Gehen wir aber mal davon aus, dass ich tatsächlich Worte herausbekomme. Wir erinnern uns, ich hatte mir ja einen Satz parat gelegt, den ich jetzt bringen muss, um nicht für geistig naturtrüb gehalten zu werden, um es mal vorsichtig zu formulieren.
Und ich kann guten Gewissens behaupten: Klappt nicht. Zumindest nicht bei mir. Denn in diesem Moment,wenn die Vorbereitung Früchte tragen soll, tritt mir die Schüchternheit mit Anlauf zwischen die Beine und ich stehe da wie ein in der geistigen Gefriertruhe lebender Vollidiot. In aller Regel lass ich irgendeinen uninteressanten Funfact fallen, wie etwa: "Wusstest du, dass Partygäste bei einer Musiklautstärke von 88 Dezibel mehr trinken, als bei 72 Dezibel?"
Dann drehe ich mich weg und gehe, auch wenn ich dadurch dann eine zurecht sehr irritierte Person zurücklasse. Ich kann es halt wirklich nicht.
Meine Freunde versuchen mir teilweise auch Tipps zu geben. Die sagen dann: "Ey Tobi, sag doch einfach, dass du Fotograf bist und sie gerne für ein Shooting hättest!"
Mag sein, dass das ziehen könnte, doch da halte ich nicht viel von. Mir wäre nicht wohl dabei, wenn ich mein Hobby dazu "missbrauchen" würde.
Irgendwie will das alles nicht so richtig bei mir klappen. Vermutlich habe ich zu hohe Ansprüche. Wobei, eine gut aussehende, humorvolle, intelligente, Bärte liebende, meinen Musikgeschmack mindestens okay findende, sich gerne fotografieren lassende Frau zu finden kann ja sooo schwer auch nicht zu finden sein.
Ich bin aber auch eine unglaubliche Pfeife wenn es darum geht, Flirtversuche zu erkennen.
Vor ein paar Jahren war ich als Fotograf bei einem Konzert in einer Essener Veranstaltungshalle. In der Pause kam eine wirklich gut aussehende Frau zu mir und fragte, ob ich ein Foto von ihr machen könnte. Weil ich ein netter Mensch bin, habe ich das dann auch getan, ihr das Foto gezeigt... Und dann bin ich weggegangen.
Erst drei Jahre später verriet mir Jay, der in unmittelbarer Nähe des Geschehens stand: "Tobi, die stand voll auf dich!"
Auch an dieser Stelle: Danke Jay, der Hinweis kommt etwa drei Jahre zu spät!
Nun gut, mittlerweile habe ich mich mit meiner Unfähigkeit abgefunden. Mir ist mal gesagt worden, das würde mich charmant machen, was ich durchaus erstrebenswert finde.

Dennoch eine Anmerkung:
Es heißt ja immer, der Mann solle die Initiative ergreifen und die Frau "erobern". Das klingt immer ein bisschen nach Mittelalter und nach erstürmen von Burgen, doch Frauen sind keine alten Gemäuer. Sie sind in aller Regel selbstbewusste, schöne Menschen.
Allerdings wird ja vom "neuen Mann" geredet, der sensibler, einfühlsamer und gefühlvoller ist, als noch vor ein paar Jahrzehnten, was ich durchaus sehr gut finde.
Deswegen müssen wir mehr Rücksicht auf einander nehmen und nicht in einer Erwartungshaltung nach dem Motto "Soll er/ sie doch den ersten Schritt machen" verharren. Das wird nicht funktionieren.
Wenn es jemanden gibt, den man mag, dann sollte man ihm oder ihr das sagen und irgendwie versuchen die Schüchternheit, sofern vorhanden, zu umgehen, auch wenn es schwer ist.
Ich danke fürs Zuhören.

Die Top 8 Imbisse in Bochum

Andasch | 08.08.16 | / / / | Kommentieren
Döner, Falafeltaschen, Dürüms oder Salattaschen..
Köstlichkeiten aus (Fleisch), Gemüse, knackigem Salat, knusprigem Brot und schmackhafter Soße. Wir alle kennen das Gefühl, das einen manchmal ganz plötzlich überfällt. Egal, ob betrunken oder nüchtern, manchmal muss man was fürchterlich ungesundes Essen. Am besten sofort. Zum Glück blicke ich auf 23 Jahre Erfahrung für den schnellen Snack in Bochum zurück. Diese wertvollen Erfahrungen werde ich heute mit euch teilen und die 8 besten Snackbuden in Bochum vorstellen.

Platz 8:  Pizzeria O Sole Mio
Vielleicht ist diese Pizzeria nur in dieser Auflistung, weil ich direkt nebenan wohne. Aber zahlreiche Gäste bestätigen: Die Pizza ist solide. Ihr bekommt gute Pizza zu einem wirklich günstigen Preis. Eine große Magharita für 3,50 €. Wenn das mal kein Deal ist, weiß ich auch nicht. Sie ist vielleicht nicht ganz so zentral gelegen, aber wenn ihr mal zuhause rumhockt und Pizza bestellen wollt, kann ich euch O Sole Mio nur ans Herz legen. 

Platz 7: Bratwursthaus
Das Bratwursthaus ist für uns Bochumer sowas wie Herbert Grönemeyer. Vor über 50 Jahren wurde das Ding von der Dönninghaus-Familie eröffnet. Bei dem Namen Dönninghaus sollte es zumindest bei den Bochumern klingeln. Als Dönninghaus bezeichnet man die Bratwurst in Bochum. Im Bratwursthaus wird also die beste Bratwurst der Welt vereinigt mit der besten Curry-Sauce der Welt. Was dabei rauskommt ist die "kompromisslos beste Currywurst" in Bochum. Und was soll ich sagen.
Es ist wirklich die beste Currywurst in der Gegend. Sagt übrigens auch Jumbo Schreiner, kein Witz!

Platz 6: Die Holzofen Pizzeria Gülüm im Bermuda
Ok, mal angenommen, du bist Tutor für die neuen Erstis. Nachdem du ein großes Saufevent mit allen Erstis organisierst, landest du, wie soll es anders sein, mit allen im Bermuda Dreieck. Die große, klassische Kneipentour. Schon nach der dritten Bar merkst du, dass Cocktails zur Happy Hour ganz schön betrunken machen. Als du dann mit deinem besten Freund auf die Idee kommst in der nächsten Karaokebar Backstreet Boys zu singen und eine füchterlich peinliche spontane Rede hälst ist irgendwann gegen 4 Uhr dein Job getan. Die ersten Ersti-Paare verkrümmeln sich gemeinsam in die erste eigene Wohnung und es wurden Freundschaften fürs gesamte Studium geschlossen. Aber bevor du nach Hause wankelst, musst du was essen. Als du durch das Bermudadreieck schaust scheint es dir wie eine strahlende Oase der Köstlichkeiten. Gülüm. Pizzas und Baguettes aus dem Holzofen. Egal wie betrunken du bist, und wie beschissen die Idee ist noch was zu essen. Du wirst immer nett bedient. Gleichzeitig kannst du natürlich sehr interessante anthropologische Studien durchführen, wenn du nicht selbst gerade das besoffenste Stück Scheiße der Welt wärst. Was ich sagen will: Hier gibt es eine köstliche Pizza und köstliche Baguettes. Alle gebacken im Holzkohleofen. Die Anlaufstelle bei viel zu betrunkenen Abenden im Bermuda3eck.

Platz 5: Max Frituur
Ob Veggie oder Carnivore, Max Frituur kann dein unsägliches Verlangen nach Fett und Kohlenhydraten stillen. Vom Flair irgendwo zwischen Hipster-Szene-Imbiss und Ruhrpott Pommesbude serviert dir Max Frituur diese geilen dicken belgischen Pommes und allerlei andere Snacks. Zu empfehlen sind neben den Pommes, der Hamburger bzw. der Veggie Burger. Besonders punkten kann Max Frituur mit den zahlreichen Saucen. Von Mango Curry, über Cheddar Cheese bis hin zu klassischer Mayo. Bei den 24 angebotenen Sauce findet jeder was.

Platz 4: Baguetterie in der Massenbergstr.

Ok. Das ist hier mein Geheimtipp. Der Laden ist so untergrund, der hat nichtmal eine Facebookseite. Leider nichts für Veggies, aber vielleicht verhindert das die Gentrifizierung, keine Ahnung. In der Baguetterie werden Baguettes mit Fleischbelag zubereitet. Der Hausdeal ist das "kleine" Burgerbaguette mit 3 Buletten, Tomaten, Zwiebeln und Burgersauce für 3 €. Das ist'n verdammt guter Deal. Anstatt der Burgerbuletten kann man auch Köftebuletten nehmen. Tut es, ernsthaft! Die Köftebuletten sind um einiges würziger und schmackhafter als die Burgerbuletten. Für 1 € wird das ganze dann zum Maxi-Baguette mit 4x Fleisch. Für je 50 Cent kann man Käse und/oder Jalapenos dazu nehmen. Mein Lieblingsgericht ist definitiv das große Chili-Cheese-Köfte-Baguette für 5€. Klar, muss man erstmal 5 € in die Hand nehmen, aber das Teil ist riesig und wirklich lecker.


Platz 3:Al Efendi
Ihr steht auf Falafel? In Ordnung! Dann ist der Al Efendi Grill an der Brückstrasse genau das Richtige für euch. Von aussen sieht das Ganze aus, wie ne ganz gewöhnliche Dönerbude. Was ist also besonders an dieser kleinen Dönerbude? Es gibt selbstgemachte Falafel. Für 2,50 € gibt's hier das sogenannte Falafelsandwich inklusive Getränk. Klar für 2,50 € mit Getränk bekommt ihr kein Riesenteil, aber die wahre Stärke dieses Ladens ist auch das die Falafel,im Gegensatz zu allen anderen Läden, frisch zubereitet werden. Ich habe in meinem Leben selten so gute Falafel gegessen. Ein weiterer Pluspunkt: Jedes Falafelsandwich bekommt standardmässig Humus und eine Sesamsoße (auf Wunsch auch vegan!). Den Salat könnt ihr euch natürlich selbst zusammenstellen. Mein Tipp: Traditionell arabisch wird das ganze nur mit Petersilie, Tomaten und den pinken arabischen Rüben verspeist. Geile Kombo! Gerade diese arabischen Rüben geben dem Ganzen einen super geilen exotischen Geschmack.

Platz 2:Mamaris
Mitten im Kortländer ist Mamaris eine Oase der Völlerei. Ich glaube Mamaris größte Stärke ist die Größe der Portionen. Egal was ihr bestellt, alles ist riesig. Von einem Mamaris-Döner könnt ihr fast 2 Tage überleben. Aber Mamaris-Döner sind nicht nur riesig, sondern auch hochwertig gefüllt. Der Mixsalat enthält neben Gurken, Tomaten und FRISCHEN (!) Paprika auch Frühlingszwiebeln.  Ich habe fast geweint, als ich das gesehen habe. Wenn der Chef an der Theke steht, werdet ihr neben seiner wirklich freundlichen Bedienung vor allem in den Genuss seiner extra Würzung kommen. Nachdem der Döner fertig ist, streut er noch ein wenig Salz und auf Wunsch Chiliflocken oben drauf. Und ich weiß, es ist nur Salz aber dadurch schmeckt das Teil einfach köstlich. Für alle Veggies kann ich nur die Salattasche bzw. den vegetarischen Dürum empfehlen. Standardmässig gibts hier immer Feta dazu. Die Portionen sind wie gesagt riesig und machen dementsprechend satt. Die vegetarische Variante mit Feta kostet nur 2,50 € und ist köstlich. Gerade am Ende des Monats, wenn das letzte Geld für Bier und Zigaretten draufgegangen ist, kann man hier für wenig Geld eine sattmachende Portion ergattern.

Platz 1: Has Urfa 
Has Urfa ist die ultimative Anlaufstelle für deinen hungerden Körper. Has Urfa bietet nebem orientalischem Flair den besten Lahmacun der Stadt. Der Lahmacun ist nicht vergleichbar mit der trocknen Pappe, die du in allen anderen Läden vorgesetzt bekommst. Das ganze wird auch hier frisch zubereitet und dann aufgebacken. Dadurch wird das ganze so unheimlich saftig und köstlich, dass ich beim ersten Mal all meinen Freunden geschrieben habe, dass ich den Himmel gefunden habe.
Auch wenn der Lahmacun ohne Fleischfüllung mein absoulutes Lieblingsgericht ist, da so der saftige Lahmcun zur Geltung kommt, ist das Fleisch äußerst köstlich. Die Fleischspieße sind aus eigener Produktion und dementsprechend qualitätvoll. Neben diesen Imbissgerichten zu guten Preisen (Lahmacun mit Salatfüllung für 3 €!), gibt es aber auch Tellergerichte für 10-15 €. Die sind dann eher auf dem Level von einem türkischem Restaurant. Falls ihr ein paar Minuten mitbringt geht doch mal rein und esst drinnen. Es ist jedes Mal ein klein bisschen wie Urlaub in der Türkei. Abends gehen Familien dort essen und es läuft türkisches Musikfernsehen. Ich bin jedes Mal über dieses Stück Kultur mitten in Bochum begeistert. Gerade während des Ramadans wird das Ganze abends sehr voll und zu einem Treffpunkt für viele Familien die dann zusammen Essen.
Türkischen Tee gibts übrigens gratis und wird stilecht in den typischen Teegläsern serviert. Außerdem haben die einen verdammten Ayranbrunnen. Kein Scheiß. Ein Brunnen aus dem frischer Ayran läuft. Ich kam leider noch nicht dazu ihn zu probieren, aber er sieht unheimlich gut aus.

Hier unten findet ihr eine Karte mit allen Lokalitäten. Viel Spaß beim Probieren und klatscht doch mal eure Favoriten für mich in die Kommentare.