Ende

Als das hier angefangen hat, war dieser Blog das Ventil eines jungen Menschen. Ein Mensch, der seine Identität nicht gefunden hatte, noch nicht wusste, dass er wirklich Künstler werden will und nicht nur einen Ort für seine Gedanken brauchte. Das hier, aber auch das was drumherum liegt ist gewachsen. Aus ein paar emotionalen traurigen Gedichten wurden irgendwann Projekte. Die Träume wurden immer größer, als die Fertigkeiten waren. Deshalb wurden Teams gegründet, Freund*innen eingeladen. Immer wieder neugedacht, nie eine endgültige Linie gefunden. Ohne diesen Blog hier, wäre ich nicht Poetry Slammer geworden. Wäre ich nicht in dem Umfeld angekommen, in dem ich jetzt lebe. Wäre ich nicht glücklich mit meiner Kunst geworden. Und das bin ich jetzt (ausreichend oft am Tag).

Ich bin dankbar, bei Hans und Claudia. Auch wenn über die letzten Jahre der Kontakt weggewachsen ist, auch weil ich ihn nicht gut gepflegt habe, werdet ihr immer Freund*innen von mir sein. Ich werde immer Platz für euch in meinem Herzen und in meiner Biografie haben. Über euch sind auch andere dazu gekommen, ihr habt mir geholfen meine Wege im Schreiben zu finden, soweit ihr mich begleiten konntet. Als ich neue Mentor*innen brauchte, habe ich sie finden können, weil ich durch euch immer wusste, dass auch Fremde die Offenheit aufbringen können und die Freude daran, jemand sich ausprobieren zu sehen. Ohne euch, gäbe es keinen "Jay Nightwind" auf Bühnen und der selbst jetzt wieder junge Menschen vorwärts bringt in ihrer Entwicklung. Das wird für immer bleiben. Damals war ich eigentlich zu jung dafür, aber danke, dass ihr mich zu einem "Gebrechlichen" gemacht habt.

Dieser Blog hier, wird in dieser Form ein Ende finden. Die Welt hat sich weiter gedreht, die Art wie wir Inhalte produzieren und wie wir sie sichtbar machen können, hat sich auch verändert. Für jetzt und für den Moment, ist dieser Blog nicht mehr, was es für mich braucht. Aus Respekt vor der Arbeit all der guten Menschen, die in meinen Teams waren, werde ich ihn aber online lassen, so lange bis diese Menschen sich wünschen, dass wir die Inhalte offline nehmen.

Orte an denen ihr Inhalte von mir sehen könnt, die gibt es immer noch. Gebt "JayNightwind" in eine beliebige Social Media Platform ein und ihr werdet mich ziemlich sicher dort finden. Wer weiß. Vielleicht kommt das auch alles zurück. Irgendwann. Das wäre so typisch für mich. Weil ich dann ja doch immer noch versuche alles bis über den Schluss hinaus weiter zu treiben. Weil ich schlecht darin bin, aufzugeben. Oder gut dadrin, weiter zu machen. You decide. So oder so: Für jetzt, für heute, für diesen Moment, war es das.

Der Nachtwindblog ist kein Wohnzimmer und kein Büro mehr, sondern ein Museum. Fühlt euch frei darin zu stöbern. Vieles ist heute noch sehr gut. Vieles weird. Aber alles passt zu dem, was dieser Ort hier immer war.

Achtet auf euch. Bleibt gesund. Hört einander zu. Räumt euch und anderen Platz in euren Herzen frei. Traut euch Pathos, denn es ist Hoffnung für Menschen, die an etwas glauben wollen.






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