Darf ich vorstellen? Miriam Jagdmann

Foto: Anne Palka
Name: Miriam Jagdmann

Geburtsjahr: 1996

Beruf: Journalistin (in Ausbildung)










Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?
Erst Tierpflegerin im Zoo. Später dann Autorin. Der Grund: Ich habe immer schon gerne gelesen und bereits als Kind kleinere Geschichten und Gedichte geschrieben. Damals dachte ich, das reicht um erfolgreiche Beststeller-Autorin zu werden.


Warum hast du deinen Beruf gewählt?
Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass ich gar keine fiktiven Geschichten erzählen muss, weil die Welt schon so genug Erzählstoff beinhaltet. Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen und auf ihre eigene Art und Weise sind all diese Dinge es wert, dass darüber berichtet wird.


Was bezeichnest du als Heimat?
Wenn ich die Essener Skyline oder das Dortmunder U sehe, empfinde ich zwar sowas wie ein Zugehörigkeitsgefühl, Heimat ist für mich aber trotzdem kein spezifischer Ort. Stattdessen ist Heimat für mich jeder Ort, an dem ich mit mir vertrauen Menschen zusammen bin.


Magst du Fotos von dir selbst?
Eher selten. Mal ist das Lächeln zu schräg, der Blick zu verkniffen, die Haltung zu gekrümmt... Wenn mich die Fotos allerdings an schöne Momente erinnern, dann können all diese Dinge auch egal sein.


Was bedeutet Freundschaft für dich?
Das Gefühl angenommen zu werden, wie man ist. Das einfach alles was man sagt, tut, fühlt aktzeptiert wird, weil der andere einem vertraut. Gilt natürlich auch in umgekehrter Richtung. Freundschaft heißt für mich auch, auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen. Ehrlichkeit und Vertrauen gehören auch dazu. Aber das sind nur Grundbausteine: Freundschaft ist immer die Summe vieler Dinge. Jede Freundschaft ist anders aufgebaut und somit sind auch unterschiedliche Dinge wichtig.


Welchen Moment wirst du niemals vergessen?
Vielleicht der Moment, als überraschend Batman auf meiner WG-Party aufgetaucht ist?
Tatsächlich kann ich keinen konkreten Moment benennen. Aber wenn würde ich hier all die Momente nennen, auf die meine Glücks-Definition zutrifft.


Was ist deine Vorstellung von Glück?
Momente, in denen keine Fragen da sind. Also Momente, in denen ich mich nicht frage, ob ich gut so bin wie ich bin, wie meine Zukunft aussieht oder ob ich gerade auf dem richtigem Weg bin.


Wer ist dein Vorbild?
Starke Frauen. Wie Lara Croft, Pippi Langstrumpf, Katsa... also viele fiktive Figuren, auch wenn es natürlich auch reale starke Frauen gibt. Außerdem: Menschen, die immer wieder etwas neues probieren und wagen andere Wege einzuschlagen, wenn sie mit dem, was sie gerade machen nicht glücklich sind oder nicht vorwärts kommen.


Wovor hast du Angst?
Ich hab Angst davor mich irgendwann mit einem „OK“-Status zufrieden zu geben, wenn alles irgendwie läuft, nicht schlecht aber auch nicht wirklich gut. So gesehen fürchte mich vor Stillstand und davor dann Chancen zu übersehen bzw. diese nicht zu nutzen.


Hast du markante Angewohnheiten?
Ich vermeide es in der Regel Abkürzungen zu benutzen, zum Beispiel oder ähnliches schreibe ich, bis auf wenige Ausnahmen, aus. Wenn mensch mein Umfeld fragt: Die Art und Weise wie ich mir durch meine Haare fahre.


Was magst du an dir?
Dass ich bereit bin neues (kennen) zu lernen und mich weiter zu entwickeln. Dazu gehört auch, dass ich dazu stehen kann, wenn ich einen Fehler gemacht habe und versuche es beim nächsten Mal anders und besser zu machen. Auch das ist wieder mit etwas verknüpft, dass ich an mir mag: ich bin ein sehr ehrlicher Charakter. Außerdem mag ich an mir, dass ich spontan sein kann und empathisch bin.


Was willst du unbedingt lernen?
Zuviel um hier alles aufzuzählen. Aber tatsächlich möchte ich vor allen in vielen Dingen, die ich schon kann besser werden.

Kommentare

  1. Miriam, du bist so ein wundervoller Charakter und ich bin super froh, dass mensch viel von dem was dich so gut macht, hier rauslesen kann!

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