Rezension: Der spazierende Mann

Jay Nightwind | 28.04.11 | / / | 9 Kommentare

Comics bringen Action und Bewegung in Bilder, wenn man so will auch in Bilderbücher. Sie präsentieren uns einzelne Abschnitte einer Handlung und überlassen den Schwung und das Tempo unserer Fantasie. Über all die Jahre hinweg stecken Action und Tempo tief in den Bildern und machen uns gierig nach dem nächsten Bild. Selbst wenn Dagobert Duck mit seinen Neffen Schätzen nach jagt, dann jagen wir in hohem Tempo über die Seiten. Genau wie unsere Welt sind Comics rasendschnell geworden. Zeit, das jemand die Bremse anzieht.


 Jiro Taniguchi, ein japanischer Mangaka erzählt in "Der spazierende Mann" keine wirkliche Geschichte, eher bietet er kleinere Episoden eines Menschen, der viel mehr sieht und weniger übersieht.
Der Protagonist, ein japanischer Bildungsbürger, bleibt dabei namenslos und äußerst blass. Zwar erfährt man, dass er relativ frisch umgezogen ist und mit seiner Partnerin zusammenlebt, sonst allerdings kann man nicht sonderlich viel erfahren.
Und das ist auch gar nicht notwendig. Es geht viel weniger um die großen Geschichten des Lebens in diesem Buch, sondern um die Geschichten, die so klein sind, dass nur der Moment sie einfangen kann.
Deshalb findet man sich immer wieder im Kopf des spazierenden Mannes wieder, um mit eigenen Augen sehen zu können, wenn er mit einem Fremden Vögel beobachtet oder Schneeflocken auf seiner Brille landen. 
Durchgehender Faden der Episoden ist Taniguchis Zeichenkunst, die sauber und unaufgeregt ist. So zeichnet er Bäume, Vögel und Gebäude zwar im äußersten Detail, doch niemals zu aufdringlich. Dass, entgegen dem Einband, die gesamte Graphic Novelle uncoloriert ist verstärkt den Effekt der tollen Bilder nur.
Taniguchi gelingt dabei mit diesem Band den Leser tatsächlich zu entschleunigen. Einzelne Bilder bringen zum Staunen, andere zum Erinnern: An Orte die man selbst gerne besucht oder auch Erlebnisse eigener Spaziergänge. Die Bilder bedienen dabei aber nicht nur die einfache Vorstellung es wäre nur im Ländlichen schön, nein, Taniguchis Charakter hat einen starker Entdeckersinn und ringt so auch immer wieder der Stadt zauberhafte Orte und unerklärte Details ab.
Die meisten Charaktere bleiben sehr ruhig und still, mit einfachen Strichen gezeichnet, ohne irgendwelche emotionalen Darstellungen, wie man sie aus japanischen Comics kennt (Keine Tropfen, Schatten oder Wölkchen zum Ausdrücken von Emotionen).

Es ist schwer "Der spazierende Mann" und auch das besondere Gefühl beim Lesen in einer Rezension einzufangen, daher empfehle ich einen Kauf jedem, der ein Auge für die Umwelt hat, oder dringend eine Pause braucht. Der Preis von 14 Euro ist für eine Graphic Novelle nicht nur angemessen, sogar auch günstig.
Den "Wiederlese"-Wert des Buches kann man ganz verschieden bewerten, aber ich persönlich werfe immer wieder einen Blick ins Buch, vor allem, wenn das deutsche Wetter einen echten Spaziergang nicht erlaubt.

Steinis Kino-Formel-Theorie

Jay Nightwind | 25.04.11 | / | 5 Kommentare
Ein ehemaliger Bekannter von mir, nennen wir ihn mal Steini, weil ich weiß, dass er so niemals genannt werden wollte, hat in der Zeit wo ich mit ihm befreundet war unwissentlich eine spannende Formel aufgestellt.
Wir haben eine ganze Zeit mit äußerst hoher Frequenz zusammen etwas unternommen, mal nur "die Jungs", dann auch mal wieder mit dem ganzen Bekanntenkreis. Das Unternehmungen unterhaltsamer Natur etwas kosteten störte Steini nicht regulär, aber ab und zu. Denn für ihn musste es sich lohnen, dass was wir vorhatten auch zu tun. Wann sich etwas lohnt konnte Steini an Zahlen fest machen. Ich habe auch nur zufällig und über die Zeit realisiert, wie Steini es gerechnet hat, aber ich möchte euch daran teilhaben lassen.
Die höchste mögliche Form unterhalten zu werden, war für ihn das Kino. Und hier startet die Formel:

Der Besuch eines Kinofilmes kostete bei seinem favorisierten Kino pro Vorstellung ca. 9 €, Getränk enthalten, wobei der Film im Schnitt 90 Minuten dauerte. Steini stellte also fest, dass ihn eine Stunde Unterhaltung 6 € kosten würde.

So weit, so unspektakulär. Warum ist diese Formel jetzt so besonders?

Rezension: Mouseguard Herbst 1152

Jay Nightwind | 22.04.11 | / / | 2 Kommentare




"Mice struggle to live safely and prosper among all of the world's harsh conditions and predators." 
aus dem Klappentext








Über David Petersen ist nicht besonders viel bekannt. Wenn man ihn in Suchmaschinen oder auch im Klappentext seiner Bücher recherchiert, dann kommen meist die selben wenigen Informationen heraus: Ein 77er Jahrgang, der Kunst studiert hat und aus Liebe zu seiner Frau Kinderbücher gezeichnet hat, aber auch das preisgekrönte Mouse Guard. Und das in dieser Reihe viel Liebe steckt, dass kann Leser schon im ersten Band "Autumn 1152" merken, der auch im deutschen als "Herbst 1152" erhältlich ist.
Die Welt in Mouse Guard wird oft und schnell als Fantasy bezeichnet, was aufgrund der tierischen Akteuere mit Sicherheit seine Berechtigung hat, aber diese Fantasy ist mindestens genauso finster, wie es wohl auch das historische Mittelalter war.
Die Mäuse, in den meisten Nahrungsketten am unteren Ende zu finden, leben, um den allgegenwärtigen Gefahren trotzen zu können, in versteckten Städten. Städte, die alle für sich selbst stehen, ohne einheitliche Regierung über ihnen, aber durch die Notwendigkeit der Unterstützung in der Versorgung an einander gebunden.
Sicherheit ist eines der wichtigstes, aber vorallem auch teuersten Güter und so ist das Leben der Mäuse an äußerst strenge Regeln gebunden. So dürfen zum Beispiel keine Karten der Städte und Terretorien aus Städten heraus getragen werden und Arbeit ist eine absolute Notwendigkeit. Als Töpfer, Pflechter, Schmied, Heiler oder auch Zeichner wird jede Maus in die Pflicht genommen. 
Um den bürgerlichen Mäusen aber das Leben zu erleichtern gibt es die Garde. Eine Vereinigung von Mäusen, die durch besondere Fertigkeit, Mut und Moral ausgezeichnet sind und sich in der Pflicht sehen die Mäuse vor allen Formen der Gefahr zu schützen. Dabei sind sie aber viel weniger Soldaten und viel mehr Boten, Späher, Beobachter und Helfer in der Not.

Warten

Jay Nightwind | 21.04.11 | / / | 2 Kommentare
Die Unruhe war immer dann unser stetiger Begleiter, 
wenn wir sie am wenigsten gebrauchen konnten.
Das Wippen im Bein. 
Der Blick auf die Uhr, 
nach dem man trotzdem die Zeit nicht kennt, 
den man dann trotzdem wiederholt.
Das Gefühl rennen zu müssen, 
obwohl man auf den Zug wartet.
Zu wissen, 
dass die Uhrzeiger immer nur dann rasen, 
wenn man sie nicht anschaut; 
den man trotzdem wiederholt.
Die Unruhe war unser stetiger Begleiter und sie rannte zwischen unseren Beinen umher, immer wieder fragend, wie lange es denn noch dauere. 
Doch wenn man versuchte sie zu sehen, dann waren da nur die eigenen angewurzelten Füße, die mit den Schuhen im Boden vernietet waren, nur um im entscheidenen Moment den Dienst zu versagen; um vor die schließende Tür zu fallen.
Unruhe im Kopf, Ohnmacht im Körper.
Warten.

Im Leben gibt es nichts geschenkt...

Jay Nightwind | 18.04.11 | / | 2 Kommentare
...ist ein Satz, der unwahrer nicht sein könnte.
Mit unserem ersten Auftritt auf der Bühne des Lebens zum Beispiel beschenken uns die eigenen Eltern mit unserem/n Namen. Wenn man besonders humorvolle/eifrige/gehässige Eltern hat, dann bekommt davon sogar noch ein paar mehr. Obendrauf. Gratis. Geschenkt.
Ich, zum Beispiel, bin mit ganzen vier Stück beschenkt worden. Ich persönlich finde das nicht so schlimm, immerhin habe ich damit immer ein Notfallthema auf Parties und langen Fahrten parat, aber bei Mitmenschen erlebe ich immer wieder, dass sie auch der Meinung sind, die Eltern hätten sich die Namensgebung, nun, schenken können. Und ich rede hier nicht von Kevins, Chantals und Kevin-Chantals von denen es gar nicht so viele gibt, wie von den meisten befürchtet. Ich denke da an subtilere, gehässigere Namensgebung.
Im Rahmen eines meiner Jobs, die ich so ausführen durfte, habe ich mit einem Herr Willhelmsen zusammengearbeitet. Nach etwas Austausch endeten wir beim "Du" und auch bei den Vornamen. Willhelm Willhelmsen. 
Ich empfinde so etwas ja als brutal. Das kann man auch nicht mehr unter dem Stichwort "Einfallslosigkeit" wegdiskutieren oder verzeihen. 
Einer der Mathematikreferendare während meiner Schulzeit, der es gar nicht anders als mit Humor nehmen konnte, stellte sich vor mit "Herr Aab, ich stehe an erster Stelle im Telefonbuch.", was soweit nur Namensangeberei war, aber auf weitere Nachfragen gab er zu, dass seine Eltern ihn wirklich Aaron als Vornamen gegeben hatten, damit er in allen Aufzählungen an erster Stelle steht.
Unabhängig von all diesen Gemeinheiten, sind unsere Namen aber, einmal in die Geburtsurkunde eingetragen, unumstößlich. Zumindest theoretisch, aber dazu später. So wie der Name nun also auf dem Papier und im Ausweis steht, so gilt er. In meinem Fall also Jan Michel, die anderen beiden und dann noch mein Nachname. Dieser Michel, der mich schon vielfach dazu gebracht hat zu sagen: "Wie der aus Lönneberga", der hat mich aber eigentlich erst zu der These gebracht, dass man oft etwas geschenkt bekommt im Leben. Und ich rede hier nicht von den Gelegenheiten so einen Unsinn wie er anzustellen. Die hatte ich auch, aber das sind andere Geschichten.
Bei Vereinen und Werbung kann ich es ja verstehen. Bei Post von der Krankenkasse oder dem Telefonanbieter vielleicht auch noch, aber spätestens bei Behörden nicht mehr. Und auch so eigentlich nicht so richtig. Regelmäßig schenken sie mir alle einen Buchstaben, von dem obenerwähnter Mathereferendar auch gerne welche abgegeben hätte.
Jan Michael.
Ich persönlich habe keine Ahnung, wo dieses "a" immer wieder herkommt, aber es kommt immer wieder. Wenn ich wenigstens Franzose oder Kanadier wäre, dann könnte ich es mir fast erklären, aber mein Namensvetter dort schreibt sich "Jean-Michelle".
Ich habe nur eine Theorie und die hat mit Schicksal zu tun.
Meine Eltern vergewissern mir, sie hätten es ganz gewissenhaft diktiert. 
Jan-Michael steht es auf meiner ersten Geburtsurkunde. Die Hebamme hatte es sogar richtig verstanden, aber trotzdem falsch geschrieben. Im Leben gibt es nichts geschenkt, aber wenn jemand von euch ein "A" haben möchte: Ich habe sicher eins über.

Essener Ecken #12

Jay Nightwind | 07.04.11 | / / / | 2 Kommentare


Fotos von: Jana Kunterbunt

Hourlies #1

Jay Nightwind | 06.04.11 | / | 2 Kommentare
5:30-6:30
Des frühen Vogel Lohn ist wohl,
dass im Eifer des Aufstehen,
sein Magen bleibt einfach hohl.
Er hat das Frühstück übersehen.

6:30-7:30
Man sieht Frühaufstehen in neuem Licht,
wenn man selbst sehr früh zur Arbeit kommt,
doch die Arbeit, die kommt nicht.
Das klingt falsch wie es hier steht.
Sie kommt nicht nicht,
aber mindestens zu spät.

7:30-8:30
Es ist so ruhig, dass man ein Stecknadel fallen hören könnte. Nicht den Aufprall, sondern das Geräusch der reibenden und verdrängten Luft bei ihrem Fall. Aber vermutlich würde sich dann jemand über den Lärm beschweren.

8:30-9:30
Manchmal am Tage ist die Entscheidung nicht ganz klar,
Wenn man etwas sage, sei es gelogen oder wahr?
Doch eins kommt der Dummheit ziemlich nah:
Wenn der eine klopft und der andere sagt laut, er sei nicht da.

Dehnübungen II

Jay Nightwind | 05.04.11 | / | 3 Kommentare
Ergänzend zu den Dehnübungen vom letzen Mal, habe ich jetzt einige neue Übungen, die sowohl beim Schreiben aber auch beim Erfassen von Inhalten behilflich sein können. Natürlich können alle Dehnübungen auch modifiziert werden, es handelt sich lediglich um Anregungen.

Hourlies
Hourlies ("Stündliche", wenn man es so übersetzen will) sind eigentlich kurze Comicausschnitte, die ich zu erst bei Kate Deidrichsens "Akward Zombie"-Webcomic entdeckt habe. Es handelt sich dabei um kurze "Geschichten" oder Situationen, die sich innerhald einer Stunde abgespielt haben. Der Sinn dabei ist, wie bei den Dehnübungen fürs Schreiben, einfach überhaupt etwas zu zeichnen, unabhängig von inhaltlicher Stärke und somit zum einen am Ball zu bleiben, aber auch laufend seine Fertigkeiten zu nutzen und zu verbessern.
Dass dieses Konzept durchaus auch für die  Schreiberei umgemünzt werden kann, ist eindeutig. Ein kurzes Gedicht zu den Ereignissen einer Stunde oder auch eine Beobachtung nochmal zu formulieren wird beim Schreiben eindeutig unterschätzt. 
Zudem sind Hourlies eine tolle Gelegenheit, um auch die kleinen Momente einzufangen. Um das Konzept deutlich zu machen, wird es morgen (und vermutlich auch in Zukunft) immer mal wieder Hourlies in diesem Blog geben.

Reimkommentare
Der aktiven Anteilnahme am Leben im Internet sei dank, bekommen wir regelmäßig die Chance auf Blogs, unter Artikel oder auch zu Videos Kommentare abzugeben. Die Chance dabei seine Schreibe zu verbessern oder zumindest zu trainieren kann übersehen werden.
Warum also nicht alle Kommentare die man abgibt, Zum Beispiel, eine Woche lang reimen? Kommentare in Gedichtform erzeugen zum einen ein wenig Aufsehen und der Versuch seine Meinung in dieser Form vollständig zu präsentieren, ist durchaus herausfordernd.
Reimkommentare funktionieren auch sehr gut mit den verschiedenen Formen der Reimsperre.

Akrostichongedichte
Ein Akrostichon ist, wenn die Anfangsbuchstaben mehrerer Zeilen, von oben nach unten gelesen, wieder einen eigenständigen Begriff oder Satz ergeben. Ein schönes Beispiel, welches ich euch nicht vorenthalten möchte, hat Arnold Schwarzenegger zu Stande gebracht im Schriftverkehr mit einem Gerichtshof. Neben der Luft, die er sich im Brief selbst macht, gibt es noch eine zufällig entstandene Nachricht am Zeilenanfang.
Natürlich kann man das Akrostichon verwenden, um so verdeckte Nachrichten zu platzieren, es eignet sich aber auch sehr gut, das Schreiben zu üben. Wer einen Text zu einem bestimmten Thema schreiben möchte, kann mit Hilfe dieser Methode zur ersten Orientierung ein Gedicht schreiben, das am Zeilenanfang eben die Buchstaben des Themas hat. Auch Personen lassen sich gut erfassen und Eselbrücken sind mit Hilfe des Akrostichon schnell gebildet.
Auch wenn man keine vollständigen Gedichte schreibt, ist das Akrostichon ein guter Starter vorm Schreiben eines vollständigen Textes.

Rezension: Hive

Jay Nightwind | 01.04.11 | / | 3 Kommentare

Insekten auf Kriegsfuß

Entgegen dem, was wir im Biologieunterricht lernen durften gibt es scheinbar bei den Insekten keine natürlichen Feinde. Zumindest vereinen sich Ameisen, Spinnen, Grashüpfer und Käfer bei Hive, um die Königin der eigenen Farbe zu schützen.
Ziel dieses Strategiespiels für zwei Spieler ist es, die gegnerische Königin mit Spielsteinen vollständig einzukreisen. Dabei kommt Hive aber ganz ohne Spielbrett aus, denn das Feld auf dem gespielt wird, bildet sich im Laufe der Partie mit Hilfe der sechsseitigen Spielsteine von alleine.
Und auch sonst braucht es keiner besonderen Hilfsmittel, denn Hive spielt sich ohne Würfel und anderes Beiwerk erfreulich unkompliziert. Was nicht bedeutet, dass es ein einfaches Spiel ist.
Alle Spielsteine im Überblick

Die gegnerische Königin einkreisen, wie macht man das?
In der Theorie ist das relativ einfach: Man bekommt einen Satz Spielsteine seiner Farbe, die, repräsentiert durch die verschiedenen Insektenmarkierungen, auf unterschiedliche Arten bewegt werden dürfen. Die fleißigen Ameisen können überall hinlaufen, Käfer können mit ihren kleinen Flügelchen auch auf anderen Spielsteinen landen, Grashüpfer können immer eine durchgängige Linie überspringen, Spinnen dürfen drei Felder und die Königin selbst immer nur ein Feld weit gehen.
Zu Beginn legt der erste Spieler einen beliebigen Spielstein aus. Der Gegenspieler kann mit einer seiner Figuren anlegen und jetzt beginnt das eigentliche Spiel: Jeder Spieler kann nun in seinem Zug entscheiden, ob er eine seiner Figuren bewegen möchte oder einen neuen Spielstein ausspielen möchte. Neue Spielsteine dürfen dabei nur an Spielsteinen der eigenen Farbe angelegt werden, beim Bewegen der Figuren darf sich das Spielfeld nicht in mehrere Spielfelder aufteilen und innerhalb der ersten vier Züge muss jeder Spieler seine Königin ausgespielt haben.

Die weiße Königin ist umringt,
Schwarz gewinnt
Im Laufe der weiteren Spielzüge entwickelt sich nun ein Schlagabtausch, der an klassische Logikspiele wie Mühle oder Dame zwar erinnern lässt, sich aber aufgrund der verschiedenen Spielsteine schon eher dem Schach annähert. Trotzdem bleibt das Spiel, meiner Meinung nach, einfach genug um schnell erlernt werden zu können.

Besonders schön ist, dass durch die geringe Zahl und praktische Größe der Spielsteine das Spiel leicht mitgenommen werden kann und somit auch fast überall gespielt werden kann. Dadurch ist Hive ein gutes Reisespiel oder auch einfach für einen Tag im Park ideal. Mit einer Spieldauer von circa 15 Minuten eignet sich Hive gut für zwischendurch.
 
Die mir vorliegende Version des Spiels kommt noch mit zwei weiteren Spielsteinen daher, die ihre eigenen Spielzüge mitbringen, aber auch für das Grundspiel separat im Handel erhältlich sind. Das Grundspiel beinhaltet  Spielsteine aus Plastik, während die teurere Edition die etwas edleren Carbonspielsteine bietet. Zudem ist bei manchen Versionen eine Tragetasche enthalten die aber, aufgrund minderer Qualität (Unangenehmes Kunststoff Material, unsauber vernäht), nicht ausschlaggebend sein sollte beim Kauf.

Hive ist mit Sicherheit kein abendfüllendes Spiel für die ganze Familie, aber ein perfektes schnelles Spiel für Strategen, das lediglich durch eine Abneigung gegen Insekten getrübt werden kann.