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Poetry Slam: Rollen in einer Szene

Jay Nightwind | 11.01.17 | / | 3 Kommentare

Liebes Rudel,
wenn mensch sich länger in einer Szene aufhält, wächst mensch in Sachen rein. So ist es beim Slam natürlich auch. Im Laufe der Zeit hängen an der selben Person mehrere Rollen und Aufgaben. Das ist gerade in unserer Szene nicht unüblich. Aus auftretenden Künstler*Innen werden dann auch schon mal Veranstalter*Innen, Moderator*Innen und und und. Das ist eine tolle Sache, weil viele von uns in einem Bereich wertvolle Fertigkeiten und Erfahrungen erlangen, die an anderer Stelle helfen.

Egal welche Rolle wir aber inne haben, sehen wir nach Außen für gewöhnlich identisch aus. Klar, selbe Nase, selbe Dudette, selber Dude. Da gehen die Rollengrenzen manchmal wieder vergessen.  Innerhalb einer Szene kann das manchmal zu Konflikten führen. Denn häufig erfordern unsere Rollen, dass wir gerade ein anderes Verhalten zeigen.

Im Slam bin ich Performer, Veranstalter und Coach. Drei Rollen die alle ihre Wurzeln in mir haben, aber nicht immer gleichzeitig stattfinden können, sich sogar häufiger mal widersprechen.

So bin ich als Veranstalter vielleicht sehr verkopft und reflektiert, versuche aber als Performer immer die innere Eskalation aufrecht zu halten. Ich bin sehr bei mir, schaue auf die Zuschauer und versuche da eine Synergie zu schaffen. Als Coach muss ich aber gedanklich sehr bei denen sein, die sich verbessern wollen; einen Fokus auf die Texte der anderen haben.

Die Transfers zwischen diesen Rollen passieren nicht mit einem einfachen Fingerschnipsen, sondern müssen bewusst passieren. Wird mensch dazu "gezwungen" die Rolle zu wechseln, führt das nicht selten zu Konflikten. Und das nicht nur in unserer Szene.
Wer im Büro arbeitet und dort auf Freunde, Angehörige oder eigene Kinder trifft, hat eine ähnliche Situation durchgemacht.

Wenn eine neue Rolle für eine Person hinzukommt, ist es manchmal auch schwer, diesen Prozess als Außenstehender zu erkennen. Siehe oben: Selbe Nase, neue Rolle. Eine neue Rolle bedeutet nicht, dass eine alte Rolle keine Gültigkeit hat. Wenn jemand in meinem Umfeld einen neuen Job hat, hört ja zum Beispiel nicht auf mein Freund zu sein.

Wir sollten versuchen uns für die neuen Rollen zu interessieren und sie zu verstehen, wenn wir in einer der alten Rollen gut mit jemandem zusammen gekommen sind. Das gibt uns auch mehr Sicherheit mit diesen Menschen. Ein Wechsel im Verhalten lässt sich dann besser erklären.

Ich bin gerne Performer, Veranstalter, Coach. Das alles bin ich, aber nicht immer gleichzeitig.

Mich zieht es zurück aufs Dorf

Jay Nightwind | 08.01.17 | / | Kommentieren
Facebook ist für mich eine Stadt. Lebensraum und Geschäftsfläche sind zusammengeschoben, keiner weiß mehr was zu erst da war. Vielleicht ging es erst darum den Leuten einen interessanten Wohnort im Internet zu schaffen, eine Kommune die es uns erlaubt nicht nur in unseren Kreisen zu bleiben, sondern auch neue Menschen zu entdecken. Ein Schmelztiegel. Wann immer aber viele Menschen aufeinander treffen, triggert das den Kapitalismus, der natürlich auch von Menschen gemacht wird. Die kommen in so einen Schmelztiegel und denken sich: Wenn jetzt alle über meine Produkte reden würden, dann wäre das schon toll. Zum Glück hat Facebook die Strukturen so angelegt, dass sich Produkt gut und heimlich einbinden lassen und zwar durch die Menschen selbst. Wenn mensch diesen Prozess gedanklich überträgt, betreibt Facebook harte Urbanisierung und liefert die Gentrifikation gleich mit.

Nur das hier nicht Bewohner aus ihren Objekten gedrängt werden, weil ihre Mieten durch das attraktivere Umfeld erhöht werden, sondern Kommunikationswillige aus ihren Kommunikation gedrängt werden. Denn die Filterblase bevorzugt die, welche viele Likes haben (sprich viel Laufkundschaft) und noch mehr die, welche Geld investieren, um die vielen Werbeflächen zu kaufen. Die Lösung wenn unsere Kommunikation wirkungslos scheint, kommunizieren wir mehr, lauter und aggressiver bis wir endlich wahrgenommen werden. Wer in seine Facebook-Erfahrungen guckt, findet hier sicher Beispieler für solches Kommunikationsverhalten.

Ein Problem: Wann ist die Kommunikation erfolgreich? Wann ist ein Like auf ein Posting zufriedenstellend? Mehr geht ja immer, mehr Likes, mehr Teilen. Und dann bekommt Facebook die negativen Symptome einer Stadt: Es ist zu voll, zu laut, die viele Werbung und aus unserer Sicht reden alle über irrelevanten Schwachsinn, weil unser Kopf sich gerade um etwas anderes dreht. Wir bekommen Wahrnehmungsfehler, die uns zu Superlativen führen:
"Alle sind Rassisten. Alle reden nur über Trump. Niemand redet über Obdachlose. Deutschland ist verloren. Das Internet ist voller Hass."  - die verkürzte Wahrnehmung
Wir beginnen die Stadt mit der Welt zu verwechseln, wir beginnen einen Ort des Internets mit dem ganzen Netz zu verwechseln. Leider macht aber die Filterblase auch, dass wir in Konkurrenz zu einander stehen. Da unsere Pinnwand nämlich zwischen privatem Fenster und Schaubude schwankt, stehen wir in Konkurenz. Die Erfolge der anderen werden uns als Beispiele angeführt, die uns interessieren sollen. Daraus leiten wir regeln ab. Die anderen Mädels bekommen viele Klicks für ein Duckface vorm Spiegel? Um zu überbieten, provoziere ich mit weniger Kleidung. Die anderen Jungs bekommen viele Likes für krasse Ansagen und Streiche? Ich provoziere, in dem ich gesellschaftliche Regeln überschreite. Und die nächsten die gelten wollen, müssen dann diese Anläufe wieder überbieten. Eine ganz klassische Eskalations-Spirale. Nicht unüblich in einem städtischen Umfeld.

Je ohnmächtiger du dich in deinem Wirken fühlst, desto radikaler musst du in deinem Wirken werden, um Aufmerksamkeit zu generieren. Auch ohne Internet schon lange beobachtbar. Bahn-Surfen als prominentes Beispiel angeführt. Witzigerweise schaffen es einige Formen des radikalen Prozesses sich dann wieder einzugliedern und werden in der Mitte der Gesellschaft dann sogar zu Kultur. Siehe: Graffiti als Beispiel für urbane Kultur.

In Sachen Internet, komme ich vom Dorf. Ich habe mich im Netz herum getrieben, als die Infrastrukturen noch anders aussahen, als noch nicht so viele unterwegs waren und bin selber ein Bewohner geworden, als das Bloggen aufkam. Bloggen ist Dorfleben. Durch die Expansion der Städte wurde das nocht deutlicher. Während in der Stadt alle Inhalte zu dir kommen, ist es im Blog anders. Du bearbeitest dein Stück Boden und die Leute müssen den Weg zu dir finden.

Einige von uns leben dabei so, dass sie eigentlich ganz gut von ihrem eigenen Kram leben können. Content-Autark könnte mensch sagen. Früher kam mensch einfach mit anderen der gleichen Branche zusammen (Koch-Blog, Reise-Blog, DIY-Blog etc.) und irgendwie fand ein Austausch statt, der sich dann auch auf den eigenen Bereich ausgewirkt hat. Aber die Eskalation ist entschleunigt. Gehe ich nämlich nicht raus, sehe ich all die anderen nicht, die das Gleiche tun wie ich. Die Filterblase lebt in der Stadt.

Ein Problem: Da alle in der Stadt sind, ist es auf dem Land schwer geworden, sich wirksam zu fühlen. Auch auf dem Land gibt es Klicks und Kommentare, aber wie soll ich diese bekommen, wenn keiner mehr da ist. Von den Blogger*Innen, mit denen ich begonnen habe, ist niemand mehr aktiv dabei. Einige haben ganz aufgehört, andere sind in eine der vielen Städte gezogen.

Weder die Stadt, noch das Dorf machen dabei etwas besser. Sie machen es nur anders. Es ist eine Frage der Haltung und nicht einer Richtigkeit. Wer sich aber über die Stadt beschwert, dabei aber ihrem Trott folgt und ihre Internet-Gentrifikation füttert, sollte sich die Alternativen anschauen.

Mich zieht es zurück aufs Dorf. Denn ich merke, wie ich Inhalte, die ich sonst nachhaltig anlegen würde, in kurzen Postings auf Facebook verbrenne, dabei aber das Gefühl habe, am Ende nichts getan zu haben. Das Dorf lässt sich ja benutzen wie die Stadt. Es müssen nicht alle Beiträge lang, ausführlich, mit Bildern und Videos und all diesem Pipapo sein. Warum platziere ich etwas als Status auf Facebook, aber nicht als Beitrag im Blog? Mir fällt da auch kein guter Grund ein. Liebe Dörfler, es sind moderne Zeiten, wir müssen hier auf nichts verzichten. Liebe Städter, wenn es rund gehen muss, dann sind Facebook und Snapchat und so weiter die richtigen Orte für uns. Am wichtigsten ist aber, sich zu fragen, was mensch sich gerade vom Internet wünscht, anstatt es zu verteufeln.

Tagebuch: Journalistisches Schreiben

Jay Nightwind | 04.01.17 | / | 1 Kommentar

"Du hast diese Tagebuch-Sachen nicht nötig, du kannst doch journalistisch arbeiten!", sagte meine Freundin zu mir. Ihr Schwerpunkt lag sicher auf dem Kompliment in der Aussage. Was mal ein Tagebuch/Blog war, hat jetzt Recherche und Interviews und ein Team und überhaupt: Von einem journalistischen Produkt ist es kaum zu unterscheiden.

Leider habe ich diese Eigenschaft, angemeldete Ansprüche und Erwartungen von anderen Menschen ernstzunehmen. Je näher sie an mir dran stehen, desto ernster wird es. Spoiler: Meine Freundin steht mir sehr nah. Wenn sie die Qualität in mir sieht, journalistisch zu schreiben, dann möchte ich das auch erfüllen. Alles darunter wäre natürlich eine Enttäuschung.

Nachdem ich im Blog über meine Probleme beim Schreiben erzählt habe, bekam ich sehr viele nützliche Hinweise und auch tolle Tipps. Einiges beschäftigte sich mit der Definition des Prozesses des Schreibens, anderes mit Tipps, wie man mit dem Schreiben anfängt. Doch je mehr ich "Meinungen" zu lesen bekam, desto heftiger stieß ich mich daran. Diese Ansprüche machten es mir eng. Irgendwann konnte ich mich nicht mehr bewegen.

Ja, ich kann journalistisch arbeiten, aber ich möchte es auch mal lassen können. Ich möchte einen kurzen kleinen Beitrag schreiben können, mit einer persönlichen Anekdote, die absolut keinen Mehrwert hat. Das befreit. Keine Pflichtkategorien, keine Aufmacher, keine Artikel, keine Quellenangaben (Weil es nichts zu bequellen gibt). Einfach mal ein Geschichtchen runternudeln und damit zufrieden sein.

Als ich in mich gegangen bin, habe ich eine alte Version von mir getroffen. Als ich das Problem vorgetragen hatte, sagte meine Erinnerung mir: "Auch ein Grund, warum wir nie Germanistik und Anglophone Studies mit Herzblut beendet haben. Der Traum Journalist zu werden war abgelöst, wir fühlten uns mit den Formaten nicht wohl." Ich verstehe, warum ein Feature, ein Sachtext, ein Kommentar aufgebaut und geschrieben werden, wie sie geschrieben werden. Ich liebe die Arbeit von Journalist*Innen, wenn sie gut gemacht ist, aber das ist nicht -mehr- meine Tanzfläche.

Im Blog kann ich tanzen wie ich will, auch wenn es nicht zur Musik passt. Da kann ich dann auch journalistisch tanzen, aber ich muss nicht. Und nicht zu müssen, dass gibt mir die Sicherheit, die ich brauche, um schreiben zu können. Gibt mir die Freiheit, zu tun was ich will.

Mit mir läuft ein Ruf um die Wette, dass ich manchmal nur des Prinzips wegen einer anderen Meinung bin. Das es meine Art ist, mir zu beweisen, dass ich klug bin. Eine Einschätzung von Außerhalb, die ich so nicht teile, aber da sind wir wieder bei den Ansprüchen von außen, die ich noch nicht so gut ablegen kann. Aber den Blog nicht zum journalistischen Produkt zu machen, ist nicht meine Art, meiner Freundin zu widersprechen, sondern ein Art, mir zu entsprechen.

Grüße aus Jays ForzaHorizon3 Paintshop

Jay Nightwind | 02.01.17 | / | Kommentieren
Freund*Innen!
Still war es um meinen Paintshop! Und dafür gibt es gute Gründe:
1. Ich habe zu viel bei Forza Zeit in Rennen verbracht.
2. Dann war so ganz viel Stress bei mir.
3. Und ich habe noch unzählige andere Ausreden.

Aber, ich war gar nicht mal so faul! Es gab tatsächlich Designs und Auftragsarbeiten. Hier ein Best-Of seit dem Release des Spiels. In Anführungszeichen immer der bevorzugte Suchbegriff für das Design.

Aston Martin Vulcan "Batman of the Future" 
Überraschenderweise der Kassenschlager in meinem Designshop. Am häufigsten heruntergeladen, obwohl es sich um eine sehr einfache Arbeit mit etwas Muster und einem einfachen Batmanzeichen handelt. Im Rahmen meiner Möglichkeiten ist ein kleines verspieltes Detail versteckt, welches hier nicht im Bild ist.



Audi RS4 Avant "Artillery" 
Blognachbar Madse hat sich für seinen Audi RS4 Avant ein Design gewünscht, basierend auf dem Logo einer realexistierenden Raketenabwehrartillerie. Mit militärischem Krams kenne ich mich nicht so aus, ich glaube Madse ist da von berufswegen her interessiert, aber 'nem guten Dude helf ich natürlich gerne aus. Solltet ihr auch auf Raketen stehen, oder auf Raketenabwehr, dann ist das hier die richtige Wahl für euren Familienkombi. 




Diverse Modele "Nachtwind"
Ich bin zu faul sie alle aufzuzählen, aber solltet ihr euch gerne im Design unseres Rudels kleiden wollen, tickt unseren Namen in euer Suchfeld im Design-Shop von Forza. Vieles ist einfach gehalten, aber es sind immer sehr erträgliche auffällige Outfits für eure liebsten dabei. Die Zahl der Designs nimmt auch dort rapide zu. Jeder Wagen, der sich länger bei mir hält (z.B. Opel Manta oder Volvo S60 Polestar), bekommt auch ein Blog-/Clan-/Team-Design. Das geliebte Petrol kommt dabei farblich oft vor, aber nicht ausschließlich. 



Ford Transit SuperSportVan "Nachtwind Tourbus"
Den Blog von unterwegs produzieren zu können, während wir durch ganz Europa cruisen wäre mir ja ein absolutes Träumchen. Ich bin zwar echt nicht so der Fernwehtyp, aber dort hinfahren zu können, wo die Action ist, ohne auf irgendwas warten zu müssen, überzeugt mich schon.
In Anlehnung an diese Fantasie und inspiriert vom fantastischen Instagram-Account toonimated draws, hat der Blog in der Welt von Forza dann auch ein Maskotchen bekommen. Der namenlose Dude chillt nun auf dem Tourbus und ballert neuerdings über verschneite Pisten. Das Maskotchen könnt ihr auch als "Nachtwind Mascot" runterladen und selbst für eure Design verwenden.


2016 Subaru #199 WRX STI VT15r Rally Car "Adidas" 
Natürlich bin auch ich faul. Und wenn eine andere Spieler*In ein gutes Design für ein Auto anbietet, nehme ich es dankbar an. Als ehrenhafte Erwähnung, wenn auch mir leider der Name entfallen und unauffindbar ist, möchte ich dieses Design für den Subaru stellen. Das berühmte Design der Marke "Adidas" ist grandios in diesem Wagen aufgenommen. Orange, mit dem wirklich schwierig zu arbeiten ist, kommt hier sehr glücklich unter und die Formen des Wagens sind toll betont und getroffen. Kluges Design, das gut gefällt.



Freund*Innen, ich bin nun ein bißchen in der Welt von FH3 unterwegs, da gerade relativ frisch der neue DLC erschienen ist. Der Blizzard Berg ruft und außerdem bin ich noch ein Witcher- und ein Deadpool-Design schuldig.
Wenn ihr noch Wünsche habt, dann schreibt sie in die Kommentare, wenn ihr neugierig auf meiner Designs seid, dann folgt meiner Storefront in Forza Horizon 3! Gute Fahrt! 



Tutorial: Leichte Gifs mit der XBoxOne

Jay Nightwind | 29.12.16 | / / | Kommentieren

Damals hätte es mir keiner im Internet geglaubt, aber die Zukunft sind Daumenkinobilder. Gifs sind wundervolle Kurzanimationen und kommen zur Auflockerung in unzähligen Kontexten des Internets vor. Für Gamer und Gamingseiten ist es auch immer attraktiv, witziger oder bemerkenswerte Momente als Gif einzufangen, um dann diese in Artikeln oder auf Twitter in die Umlaufbahnen zu feuern. Es muss ja nicht alles spektakulär sein, so wie da oben in der Pre-Alpha zu Astroneer darf es auch gerne mal aussehen.

Ich diene nicht im Konsolenkrieg, aber ich bin ja Bewohner einer XBoxOne und würde euch heute gerne erklären, wie ihr mit der Konsole und etwas Hilfe des Internets recht einfach Gifs aus euren Spielen erstellen könnt.
Eine Vorraussetzung vorne weg: Ihr müsst ein Konto bei XBoxLive haben, ein Gold-Account ist nicht erforderlich. Eure Einstellungen zur Privatsphäre müssen bei den Video- und Screenshot-Uploads auf "Öffentlich" stehen.

Schritt 1: Etwas aufnehmen
Von nichts kommt natürlich nichts, daher müsst ihr erstmal Basismaterial schaffen. Dafür braucht ihr erstmal ein Spiel, aus dem ihr etwas aufnehmen wollt. Habt ihr einen guten Moment - der sich in den letzten 30 Sekunden abgespielt hat - drückt zügig zweimal die leuchtende System-Taste und dann "X". Damit nehmt ihr einen Clip der letzten 30 Sekunden auf.
Solltet ihr euer Kinect angeschlossen und kallibriert haben, könnt ihr auch "Xbox, aufnehmen" sagen. Vorsicht! Achtet darauf in welcher Sprache eure Konsole eingestellt ist, sonst "versteht" sie euch nicht.
Im Normalfall sollte eure Konsole einen Capture gemacht haben.



Schritt 2: Sich selbst bei XBoxDVR besuchen
Da Hersteller häufig an attraktiven Möglichkeiten ihre Technologien zu platzieren scheitern, hat ein Halo-Clan eine Seite gebastelt, welche eure Capture aus eurem Profil auslesen und in eine geschmeidige Übersicht bringen kann. Die Seite heißt XBoxdvr.com und über die Suchfunktion könnt ihr euren Nutzernamen suchen. Dort kommt ihr dann zu einer nützlichen Übersicht, mit euren Screenshots, Clips und Achievements. Manches auf der Seite funktioniert nur als zahlendes Mitglied, aber für unsere Pläne braucht ihr dort nicht mal einen Account.

Schritt 3: Clip aussuchen

Es ist ein leichtes sich einen Clip auszusuchen, aus dem mensch ein Gif machen möchte. Ihr wisst ja, was euch gefallen hat. Wenn ihr dann den Clip angeklickt habt, könnt ihr ihn euch nochmal auf der Seite angucken. Sicher ist sicher, vielleicht ist es ja doch der falsche Clip.
Habt ihr den richtigen, müsst ihr tatsächlich nur auf den "Gif"-Knopf drücken.

Defensiv im roten Kreis versteckt in diesem Beispiel.
Solltet ihr Youtube-Profis sein, könnt ihr auch den Clip als Video herunterladen, um ihn dann in eine Compilation per Schnittprogramm einzuarbeiten. Auch ein direkter Upload zu Youtube oder auch das Einbetten des gesamten Clips in eine Homepage ist möglich. Das Einbetten hat sich aber als sperrig herausgestellt, weil der Videoplayer sehr viel Scripte mit sich bringt. Ein Gif ist komfortabler in der Anwendung. Dafür sind lange Gifs wieder nicht so praktikabel. Da müsst ihr selbst entscheiden, was ihr braucht.

Schritt 4: Die Umwandlung
Wenn ihr auf die Gif-Taste gedrückt habt, landet ihr bei Imgur, wo ihr dann den Bereich auswählen könnt, aus dem das Gif erstellt werden soll. Da sich Imgur der URL des Videos bedient, könnt ihr hier auch zum Beispiel einen Link von Youtube einfügen und aus anderen Videos Gifs erstellen. Allerdings ist die Orientierung in den langen Clips von Youtube manchmal trickreich und ihr solltet euch dort natürlich an Material halten, dass wirklich auch euch gehört.

Unten im Bild: Der Auswahl-Cursor für das Gif. Alles in diesem Bereich kommt in die Animation.
Schritt 5: Herunterladen oder Verlinken
Fertig! Euer Gif liegt nun bei Imgur rum und ihr könnt die URL verwenden, so lange diese ihren Speicherplatz nicht bereinigen. Oder aber ihr nutzt das Fähnchen oben recht am Bild und ladet euer Gif auf euren Rechner. Von dort könnt ihr es dann an all den wundervollen Orten hochladen, an denen es Freude spenden soll. Wie zum Beispiel in euren Blogartikel!



Ob übrigens mit der neuen Verknüpfung von Windows10 und den Funktionen der XBoxOne auch auf dem PC diese "Captures" zur Verfügung stehen, kann ich euch leider nicht beantworten. Sollte aber die Antwort "Ja" lauten, dann sollte dieses Tutorial in gleichem Umfang gelten.

Fragen und Anmerkungen bitte gerne in die Kommentare! Sollte sich an diesem Tutorial etwas verändern, updaten wir diesen Beitrag im Blog.

Nachtwind Live! - Was ist da denn los?

Jay Nightwind | 27.12.16 | / / / | Kommentieren

Als ich am nächsten Morgen wach geworden bin, da hatte ich ein ganz ungewöhnliches Gefühl. Das ich glücklich und zufrieden war, das kannte ich schon. Mein Lächeln hatte aber auch diese schelmische Spitze im rechten Mundwinkel. Ich fühlte mich mächtig.

Nicht Macht über irgendetwas oder jemanden, sondern Macht um Dinge zu tun. Aus einer besonders schnapsigen Idee heraus, hatte ich beschlossen den Blog einfach mal auf die Bühne zu bringen. Live. Viel weiter reichte der Plan auch nicht. Jede/r Eventmanager*In weint innerlich: Es gab gar kein Konzept, nur Rahmenbedingungen. 15.09.2016, Weststadthalle Essen, freier Eintritt. 

Jetzt könnte ich hier erklären, wie ich mir das Konzept überlegt habe. Erst mich ein wenig selbst lobhudeln, dann ein wenig Fame ans Team abfallen lassen, dann aber wieder mich ins glänzende Scheinwerferlicht schieben. Weil ich immer noch sehr stolz auf diesen Abend bin, hätte ich da schon Lust zu, finde es aber etwas unelegant. Lieber möchte ich euch zeigen, was wir bei unserem ersten Abend so alles erlebt haben.


Zu einem guten Abend gehören spannende Gäste und gute Musik. Mit "Nice Bag of Tasty" konnten wir Beides erfüllen. Zudem konnte ich meinem schlechten Gewissen entgegen arbeiten, weil ich schon häufiger Stephan, Thomas und Kati versprochen hatte, ihnen Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen, ohne aber auch nur einmal intensiv nachzuhelfen. Diesmal passte alles für alle und ich war richtig froh, dass sie dabei waren. Beim Soundcheck hat unser Andy schon gesagt, dass wenn sie "Cute without the E" spielen, er extrem glücklich wäre. Und obwohl ich das Lied vorher nicht kannte, habe ich ihn gut verstehen können. Weil dieser Moment aber ihm gehört, bekommt ihr hier mal das etwas prominentere "Chop Suey"-Cover präsentiert.



Ein weiterer Gast könnte euch hier schon aus dem Blog bekannt sein, weil wir ihn zum Podcasten getroffen haben. Der Kalligraph Florian Schreiber aus dem Unperfekthaus sollte nochmal seine Fertigkeiten auf der Bühne bzw. auch im Video zeigen. Denn in einer Audiospur kommt ja so eine visuelle Kunst nur wirklich schlecht zur Geltung.

Ein Blick hinter die Kulissen: Wir wussten vorher nicht, dass der Camcorder den wir verwenden wollten, nicht gleichzeitig übertragen und filmen kann. Was deshalb wichtig war, weil wir auch dem Live-Publikum zeigen wollten, was Florian da gerade auf dem Tisch veranstaltet. Es war ein absoluter Glückgriff, dass wir zwei Kameras vor Ort hatten. Aber sicher nicht unsere letzte technische Panne, wie auch einer unserer Gäste später noch kommentieren sollte.



Vieles war nicht ganz fertig durchdacht und auch nicht ausführlich getestet im Vorlauf. Aber unser Publikum hat es uns verziehen, je einige fanden es sogar sympathisch. Fehler machen scheinbar sympathisch, so lange du eine kleine Veranstaltung bist, die auch von Anfang an als Experiment angekündigt wurde. Trotzdem nehmen wir natürlich jedes Feedback ernst und mit, so sehr, dass wir den Zuschauern sogar angeboten haben, ihren Netzangewohnheiten weiter zu folgen, und zu kommentieren. Dafür stand neben der Bühne unsere "Kommentarfunktion" bereit:


Wie ihr sehen könnt, haben wir die ganze Breite des Blogs, aber auch die ganze Breite unserer Fertigkeiten in den Abend gebracht, denn natürlich sind all diese Fotos von unserem Tobi, der herumgewirbelt ist, um den vielen verschiedenen Programmpunkten fotografisch gerecht zu werden. Das ganze Album mit allen Bildern - die Tobis Ansprüchen gerecht geworden sind - gibt es übrigens auf Facebook auf unserer Seite "Der Nachtwind".

Als weitere Gäste hatten wir zwei sehr besondere Menschen dabei. Christofer mit f war zu dem Zeitpunkt Vize-NRW-Meister im Poetry Slam, ist darüber hinaus aber auch ein guter Freund. Langfristige Leser des Blogs dürften ihm öfters begegnet sein. Sowohl bei Webslam, als Autor, in der NRW-Slam-Promo "readytoBO" und vermutlich bei noch viel mehr. Er war gerade im Begriff sein erstes Bühnenprogramm zu spielen, so richtig als Kabaretist und nicht "nur" als Poetry Slammer.
Ihm an die Seite konnten wir Rene Sydow stellen. Ein Teufelskerl, mit dem ich zwar beim Slam in Kontakt gekommen bin, der aber Schauspieler, Autor, Filmemacher, Kabaretist und noch so vieles mehr ist.
"Rene Sydow ist so berühmt, er hat eine Wikipedia-Seite!" - Christofer mit f
Da Rene mit einem frischen zweiten Bühnenprogramm "Warnung vor dem Munde" schon mehr Kerben im Revolver hatte, haben wir beschlossen die Beiden in einem Podcast-Interview zusammen zu bringen. Zu hören gibt es das natürlich wieder bei uns in der Soundcloud und runterladen und mitnehmen könnt ihr das auch:



Es ist noch einiges mehr passiert. Wir haben einen kleinen bekloppten spontan Slam-Jam gemacht, Andy hat ein kurzes Live-Play für "We happy View" gemacht, die Band war toll und und ich kann mich zwar an alles noch genau erinnern, aber es wirklich nicht gerecht wieder geben. Und hier werde ich kein Selbstmarketing anfangen und sagen "Weil alles so unfassbar geil war!", sondern ehrlich bleiben:
Wir haben uns mächtig gefühlt. Wir konnten tun, was wir wollten. Und wir haben uns gefreut, dass im Publikum Freund*Innen saßen, die uns ihren Abend anvertraut haben. Leute, die unserer Einladung zum Spiel gefolgt sind. Ihr seid unfassbar geil.

Wenn ihr euch alles angucken wollt, gebt euch diese Youtube-Playlist.

So sehr, dass wir den Blog jetzt noch häufiger auf die Live bringen wollen. Und was auch immer dort passiert, bringen wir natürlich auch wieder mit zurück in den Blog. (Wer also nicht zu uns kommen kann, bringen wir die Sachen nach hause.)

Am 24.03.2017 sind wir zum Beispiel im "Kinder- und Jugendtheater Dortmund" im Rahmen der Open Stage. Es wird Kurzgeschichten, Interviews, Spiele und hoffentlich sogar eine kleine Art Modenschau geben. Die Details dazu bringen wir noch in den Blog,

Am 19.05.2017 wagen wir uns sogar daran einen gemütlichen Zockevent im Emo - Jugend und Freizeitzentrum in Essen zu starten, bei dem gespielt werden kann, aber auch auf der Bühne diverse Menschen aus Industrie und Szene zu Wort und Tat kommen werden. Auch da schreiben wir nochmal was zu im Blog.

Hach! Was sind das für aufregende Zeiten. Ich freu mich.

Tagebuch: Ich kann nicht schreiben

Jay Nightwind | 15.12.16 | / | 8 Kommentare
Wenn ich jetzt gerade einen Schadensbericht abgeben müsste, würde ich sagen, dass es nicht an den fehlenden Inhalten liegt und auch nicht daran, dass ich es mir technisch nicht zutraue. Grammatik, Ausdruck und Zusammenhänge bekomme ich so hin, dass ich damit zufrieden sein kann. Zugegeben, kurze Sätze fallen mir manchmal schwer. Und meine Sätze nicht zu relativieren, also durch ein "vielleicht", "möglicherweise", "manchmal". Aber das ist Kleinkram, der sich stilistisch in abschließenden Arbeitsschritten wegschleifen lässt. Achja, bei meiner ursprünglichen Aussage bleibe ich auch nicht immer direkt. Könnte so ein Bloggerding sein. Weshalb wir keine Journalisten sind. Also, in meinem Fehlerprotokoll stünde drin, dass mein Schreibprozess nicht gut ist.

So wenig gut, dass ich kaum mehr etwas produziert bekomme. Klar, hier und da kommt mal was zustande, aber mich aktiv und mit Freude hinsetzen und schreiben, das klappt nicht. Egal ob zwanglos (Blog, Slam) oder auf Zwang (Schule) ich bekomme es nicht besonders gut hin. Eine Praktikumsmappe, die ich gerade zurück bekommen habe, war gekürt mit einer berechtigen "Mangelhaft (Plus)" - was sich für mich immer liest, als wäre es eine qualitativ besonders hochwertige Fünf. Die Premium Fünf. Mit Goldkante. Aber halt auch vollkommen berechtigt. Die fachliche Ausarbeitung war nicht gegeben.

Kurzer Hinweis: Eine Praktikumsmappe in der Erzieherausbildung ist leider keine dieser romantischen kleinen Tagebuchsammlungen wie damals in der Schule, wo jeder Tag und die Aufgaben beschrieben werden, sondern eine anspruchsvolle Facharbeit mit mehreren Aufgaben, die auf einem wissenschaftlichen Niveau zu bearbeiten sind. Da geht es um Entwicklungspsychologie, pädagogische Begründungen, den Nachweis methodischer Kenntnisse und hoher Reflexionsfertigkeit.

Sitze ich in der Schule, sind all diese inhaltlichen Dinge da. Unterricht, Klausur, bekomme ich immer mit gutem Feedback und zufriedenstellende(re)n Noten zurück. Was mir verdeutlicht hat, dass es wohl an meinem Schreibprozess liegen muss. Prozess ist hier auch schon eine ziemliche Übertreibung, befürchte ich. Aber bevor ich jetzt in das Gebashe gegen mich selbst stürze, versuche ich es lieber mit neutraler Beobachtung (auch so ein Erzieherding), auch wenn diese ohne Blickwinkel von Außen nur schwer möglich ist. Spoilerwarnung: Die dürft ihr dann nachher geben.

Wenn ich schreibe sitze ich an meinem Schreibtisch. Das Fenster geht zur Straße heraus und ist leider in der Höhe, dass alle Passanten durch mein Arbeitszimmer laufen. Wenn mich das zu sehr stört, lasse ich die Rolläden runter. Am Schreibtisch habe ich immer Papier für spontane Notizen parat und den gesamten Bereich vor der Tastatur freigeräumt, falls ich mal Bücher etc. vor mir auslegen muss. Oberhalb des Arbeitsplatzes ist eine Schreibtischlampe, die den gesamten Bereich sehr gut ausleuchtet.
Wenn ich beginne zu schreiben, fange ich an mit mir selbst zu sprechen (ich wohne alleine, niemand stört sich daran), stehe immer mal wieder vom Arbeitsplatz auf und gehe durch meine Wohnung. Wenn ich am Rechner sitze und schreibe, schaffe ich häufig nur kleine Abschnitte, die ich dann laut lese, um sie zu reviewen. Recherchequellen habe ich in Tabs meines Browsers geöffnet oder offen vor mir liegen.
Lange Sequenzen schaffe ich kaum. Um den Faktor der Zeitverschwendung oder Ablenkung mit anderem auszuschalten, erledige ich meist meinen Haushalt zuvor. Die wirklichen dringenden Haushaltssachen sind hier sowieso immer in der Spur. Ja, ich bin auch immer überrascht.

Woran ich mich probiere seit einiger Zeit, ist "Co-Worken". Eine Methode bei der mensch sich mit anderen Menschen trifft, um Kram erledigt zu bekommen. In der vollmethodischen Version, trifft mensch sich dabei jede volle Stunde und gleicht die Ergebnisse ab, die bisher erreicht wurden und setzt Ziele für die nächste Stunde. In der reduzierten Variante sitzen andere Leute mit in der Hütte (egal ob eigene oder öffentlicher Ort) und kümmern sich um ihren Kram. Das klappt für mich ganz okay, ist aber nicht immer möglich. Vor allem, da viele in meinem Umfeld besser alleine arbeiten können, als Co-Worken.

Es muss ja aber auch alleine gehen, oder? Es muss doch möglich sein, sich an seinen Schreibtisch zu setzen, strukturiert und/oder begeistert an die Sache zu gehen. Ich sehe den ganzen Tag wie die krassen Leute in meinem Umfeld ihre großartigen Inhalte produzieren und veröffentlichen, schaffe es aber selbst nicht, etwas zu produzieren. Liegt es daran, dass ich eine Wolke von Inhalten sehe, die gar nicht von Einzelpersonen kommt? Vielleicht.
Liegt es an mangelndem Selbstbewusstsein? Garantiert.

Aber es muss doch auch strukturelle Möglichkeiten geben, den Schreibprozess zu lenken und zu optimieren, oder? Was kann ich machen?

Meine aktuelle Idee beinhaltet, mir einen Wecker von einer Stunde zu stellen und in dieser wirklich nur an einer Sache zu arbeiten. Andere Dinge, die mir einfallen, schreibe ich auf einen Notizzettel für später. Klingelt der Wecker, mache ich eine Pause, in der ich irgendetwas anderes tue, den Computer verlasse. Einen kleinen Spaziergang um den Block, ein Sandwich, genau eine Partie Fifa. Dann geht es zurück an den Rechner.

Trotzdem meine Frage: Wie machen andere das? Wie und wo schaffen andere es, ihre Texte und Inhalte zu produzieren?

Vlog #005 - Platons Internetgleichnis

Der Nachtwind | 07.11.16 | / | Kommentieren