Isn't it ironic? #2

Fatima Talalini | 09.02.17 | | 1 Kommentar
Eine Reihe bemerkenswerter historischer Fakten, ohne Chronologie, ohne Kommentar. Fakten, die aus heutiger Sicht zu der Frage führen: Sollten wir es nicht besser wissen? Ja, Geschichte wiederholt sich. Isn't it ironic?

#2 Illegale Einwanderer
Anfang des 19. Jahrhunderts siedelten sich viele US-Amerikaner zusammen mit ihren Sklaven im Westen Nordamerikas an. In Texas, das zu der Zeit zu Mexiko und nicht zu den USA gehörte, siedelten viele Amerikaner ohne Siedlungsrecht, was von der mexikanischen Regierung toleriert wurde. Als 1829 die Sklaverei offiziell in Mexiko verboten wurde, verbot Mexiko auch die Einwanderung und Siedlung von US-Amerikanern, da diese häufig mit ihren Sklaven kamen. Daraufhin reisten die Amerikaner illegal nach Mexiko ein.

Am 25.01.2017 unterschrieb US-Präsident Donald Trump ein Dekret zum Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko, um die illegale Einwanderung aus Mexiko in die USA zu stoppen.

Quelle: 
- Vorlesung von Prof. Dr. Michael Wala an der Ruhr-Universität Bochum vom 15.11.2016: Die Geschichte des Nordamerikanischen Kontinents im 19. Jahrhundert. - Spiegel Online: Trump ordnet Bau der Mauer an (Aufruf am 31.01.2017).

Isn't it ironic? #1

Fatima Talalini | 02.02.17 | | 3 Kommentare
Eine Reihe bemerkenswerter historischer Fakten, ohne Chronologie, ohne Kommentar. Fakten, die aus heutiger Sicht zu der Frage führen: Sollten wir es nicht besser wissen? Ja, Geschichte wiederholt sich. Isn't it ironic?

#1 Obergrenze
Von 1939 bis 1945 wanderten circa 82.000 jüdische Immigranten vor allem aus Deutschland, Polen, Rumänien, der Tschechoslowakai und Ungarn nach Palästina ein. Der britisch besetzte Staat führte am 17.05.1939 eine Obergrenze für die Immigration ein. Darauf folgte eine massive illegale Einwanderung vor allem auf Flüchtlingsschiffen über das Mittelmeer. Da dieses im Zweiten Weltkrieg eine Kampfzone war, starben viele Migranten bei der Überquerung. Die Briten fingen außerdem viele Flüchtlingsschiffe ab und deportierten die so genannten illegalen Einwanderer. 1948 wurde der Staat Israel auf ehemals palästinensischem Boden gegründet.

Laut dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sind im Jahr 2016 mehr als 5.000 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer zu fliehen, gestorben oder gelten als vermisst.

Quellen: 
- Flug, Noah & Schäuble, Martin: Die Geschichte der Israelis und Palästinenser, München 2014.
- UNHCR: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/spenden-mittelmeer-nothilfe/wc/J102?gclid=CJPP_eSH7dECFcKVGwod4XgGCw (Aufruf am 31. Januar 2016).

Vlog #006 - Janusz Korczak und Neulinge (mit Jay Nightwind)

Jay Nightwind | 25.01.17 | / | 3 Kommentare


Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, regelmäßig Vlogs zu machen. Es muss ja nicht mal ich vor der Kamera sitzen, aber sonst setzt sich da halt keiner hin. Damit ich nicht ganz alleine bin, habe ich jetzt Janusz Korczak mitgebracht. Der gute war ein echt krasser Pädagoge und hat unter anderem die UN-Kinderrechte vorbereitet mit seinen Schriften. Aber er hat uns auch eine Erkenntnis übergelassen, die für heute interessant ist: Wer weniger weiß, ich nicht dümmer. Wer mehr weiß, ist für die anderen verantwortlich. Mehr dazu im Video.

Kurzgeschichte: Und trotzdem

Jay Nightwind | 23.01.17 | / | 5 Kommentare
Als wir den LIDL am Berthold-Beitz-Boulevard verlassen, knattert die S-Bahn auf der Bahntrasse vorbei. Ansonsten ist es recht ruhig, so weit das an zwei kreuzenden Hauptstraßen möglich ist. Nur die anliegende Baustelle tut es uns Beiden gleich und schweigt.

Wir laufen die Straße entlang und ignorieren die Bahnunterführung. Wir haben vor Kurzem bemerkt, dass es kürzer ist, durch den West Bahnhof zu laufen, um zu uns zu kommen. Etwas versteckt führt ein Weg unterhalb der Bahntrasse entlang, ein Stück hinter dem Fussballplatz.

Bis wir dort einbiegen, sind es fünf oder sechs Züge, die auf der breiten Bahntrasse den Einlauf zum Hauptbahnhof starten oder Richtung Mülheim verschwinden. Die Schnellen zischen dabei, die Regionalzüge pfeiffen, die S-Bahnen knattern und sogar ein Werkstattwagen rumpelt vorbei.

Die Häuser hier sind grau. Die Stadt steht häufig im Ruf grau zu sein, aber so schlimm ist es nicht. Sie ist vielleicht nicht sauber und auch nicht ordentlich, aber sie hat ihre Farben. Mehr, als die multiplizierten Klischess über Instagram, Tumblr und das Fernsehen zu lassen. Ausgerechnet in dieser Ecke ist sie aber Signalgrau. Ein grelles grau, das ekelig in den Augen brennt. Die Häuser sind aus Schwarz-Weiß-Fotos aufgeschichtet und werden von ihrer eigenen Trostlosigkeit zusammen gehalten.

"Hier würde ich wirklich nicht wohnen wollen.", sage ich. "Die Bahnen fahren dir quasi durch die Wohnung, das Haus sieht schrecklich aus. Wie alt diese Hütten wohl sind?" Meine Freundin betrachtet mich skeptisch und schaut dann zu den Häusern. "Und trotzdem hängen die Leute Blumenkästen raus"