Darf ich vorstellen? - Dennis Ochs


Name: Dennis Ochs

Geburtsjahr:
1990

Beruf: Tätowierer/ Student










Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?
Zunächst einmal wollte ich immer Power Ranger werden, als ich langsam begriff, dass sich das als schwierig darstellen könnte, war mein Wunsch, Architekt zu werden, einfach weil ich als Kind schon viel gezeichnet habe und keinen anderen Beruf kannte, in dem man das ausleben kann.


Warum hast du deinen Beruf gewählt?
Auch wenn ich schon sehr lange sehr interessiert an Tattoos und an das Tätowieren war, bin ich während meines Studiums mehr oder weniger da reingerutscht, da meine Stammtätowiererin zusammen mit ihrem Mann ein eigenes Tattoostudio aufmachte, Azubis wollte und mich gefragt hat, ob ich mich nicht bewerben möchte. Dass ich Kommunikationsdesign studiere, immer viel gezeichnet habe und auch im Studium illustriert und mehr grafisches Verständnis bekommen habe, hat mir dabei geholfen.


Was bezeichnest du als Heimat?
Heimtat kann überall sein, wo man sich wohl und zuhause fühlt. Heimat ist für mich eng mit Personen und Beziehungen verbunden. Ich sehe in Heimat eher ein Gefühl, als eine Stadt, ein Land oder einen Ort.


Magst du Fotos von dir selbst?
Meistens weniger, vor allem nicht gestellte Fotos, da ich es bis heute nicht gelernt habe, auf Fotos wie ein Mensch zu gucken. Fotos, die ohne meines Wissens gemacht werden, sind manchmal okay. Grundsätzlich bin ich aber eher von der unfotogeneren Sorte.


Was bedeutet Freundschaft für dich?
Mit dem Älterwerden und der damit einhergehenden abhandenen Zeit, habe ich gelernt, dass zu Freundschaft weitaus mehr dazugehört, als sich am Wochenende zum Party machen zu treffen. Freundschaft basiert auf Empathie, einander Kennen und Verstehen. Freundschaft bedeutet, für die Person da zu sein, egal ob sie wen zum Reden oder Hilfe beim Streichen braucht.


Welchen Moment wirst du niemals vergessen?
Definitiv mein erstes Tattoo. Auf mir selbst und das erste auf einer anderen Person.

Ersteres, weil es mich viel Überwindung gekostet hat, mir mit der Maschine und der Nadel in die eigene Haut zu stechen und das einfach ein einscheidendes Erlebnis für mich war. Zweiteres, weil ich in meinem Leben gefühlt niemals so nervös gewesen bin, als in diesem Moment, in dem ich etwas machen sollte, was eine andere Person ihr Leben lang auf der Haut trägt.


Was ist deine Vorstellung von Glück?
Man kann meiner Meinung nach nur dann wirklich glücklich sein, wenn man mit sich selbst im Reinen ist, sich eine gewisse Grundentspanntheit im Leben aneignet, Freude auch in kleinen Dingen im Alltag findet und lernt, das Leben zu nehmen, wie kommt. Glück ist ein Lebensgefühl, das man sich erarbeiten muss. Was nicht bedeutet, dass man 24 Stunden am Tag glücklich sein kann. Negative Emotionen sind menschlich und gehören zum Leben dazu.


Wer ist dein Vorbild?
Ich würde nicht direkt von Vorbildern sprechen, aber es gibt einige Tätowierer, die unverschämt gut sind, in dem was sie machen. Deren Arbeiten ich seit Jahren verfolge und von denen man sich viel abschauen und lernen kann.


Wovor hast du Angst?
Meine größte Angst ist, wie wahrscheinlich bei den meisten, irgendwann alleine oder einsam zu sein, Menschen zu verlieren, die mir etwas bedeuten. Unabhängig davon hab ich Angst vor dem offenen Meer.


Hast du markante Angewohnheiten?
Meine markanteste Angewohnheit, ist mein übertriebener Hygienetick, der sich darin äußert, dass ich mir viel zu oft die Zähne putze, die Hände wasche, unnötig oft duschen gehe usw.


Was magst du an dir?
Ich mag an mir, dass ich kreativ und empathisch bin. Außerdem, dass ich meistens auf Anhieb ganz gut mit anderen Menschen klarkomme.


Was willst du unbedingt lernen?
Ich würde gerne besser mit Photoshop umgehen können, weil mir das vieles vereinfachen und Zeit sparen würde und ich würde demnächst gerne eine Kampfsportart lernen.


Deno hat nicht nur unserem Jay Nightwind schon das ein oder andere Tattoo gestochen, sondern war auch zu Gast bei unserer Live-Show NachtwindLive!, wo er uns Einblicke in seinen Job als Tätowierer gegeben hat.

Kommentare

  1. Angst vor dem offenen Meer? Das hätte ich nicht gedacht.

    Ansonsten: Ein super Dude! Toller Künstler!

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