Gute Bücher in 2025: Longpath
Es sind gute Zeiten um es mit der Hoffnung schwer zu haben. Die Doomsday-Maschine in Form von schlechten Nachrichten und Pushen von Hass auf Social Media ist in vollem Schwung. Viele Ereignisse auf der Welt sind herausfordernd. Viele Verletzungen der Gesellschaft sind nach der Pandemie nicht geheilt worden. Es wäre möglich, aber toxisch und zynisch diese Liste fortzusetzen.
Meiner Hoffnung gut getan hat Ari Wallachs Buch über Zukunftsforschung und das so genannte Longpath-Denken. Eine Schule die er mit andren Forscher*innen begründet hat und die eben dabei hilft durch einen neuen Denkansatz Hoffnung zu finden, aber vorallem auch neue Fragen zum das eigene Handeln zu überdenken.
Die Frage die dabei ganz zentral ist, ist die danach, wie unser Handeln, von uns als konkreter Person zum Beispiel in 100 Jahren gesehen wird. Was werden wir Menschen hinterlassen haben, die wir nicht mehr kennenlernen? Die Nachkommen unserer Nachkommen, welches Wissen und welche Lehren, aber auch welche Handlungen haben wir für sie gemacht. Und da geht es eben nicht nur um unsere eigenen Kinder, sondern als Nachkomme sieht Ari Wallach die, die eben nach uns kommen. Und das gibt es mehr Wege als nur die Elternschaft. Es gibt auch viele, die wir selbst nicht sehen.
So bewegt so einige Kunst aus der entfernten Vergangenheit zum Beispiel auch heute noch Menschen. William Turner und ich sind nicht verwandt, aber er hat mir etwas hinterlassen und hatte etwas zu sagen über die Schönheit der Natur. Was werde ich den Leuten nach mir überlassen und zu bedenken geben?
Ari Wallachs Buch ist gut für Menschen, die aktiv werden wollen, aber eben auch Menschen die an ein besseres Leben glauben wollen. Und es ist gut für die, die nochmal Klarheit in ihre Ziele bekommen wollen.
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