Rezension: TeamWork

„TeamWork“ ist ein Gesellschaftsspiel von Michael Andersch, verlegt von Schmidt Spiele, dass seinem Namen sehr gerecht wird. Es geht gleichermaßen um Teamwork und ist äußerst gesellig.
Es geht darum, dass alle Mitspieler am Tisch einen Begriff erraten müssen, den zwei Personen zusammen erklären. Das Besondere aber ist, dass die Beiden dabei jeweils im Wechsel nur ein Wort sagen dürfen um zusammen einen erklärenden Satz zu bilden.
Im Spiel enthalten sind dafür 66 Karten mit jeweils Sechs Begriffen (in vier Sprachen), die es im Laufe des Spiels zu erraten gilt. Zusätzlich benötigt man einen Zettel, einen Stift und mindestens Vier Mitspieler.
Zu Beginn des Spieles wird also der Kartenstapel gemischt und ausgelegt. Nachdem ein Startspieler bestimmt wurde, zieht dieser eine beliebige Karte und lässt sich von seinem rechten Nachbarn eine Zahl zwischen Eins bis Sechs sagen. Entsprechend der Nummerierung auf den Karten zeigt er den zu erklärenden Begriff seinem linken Nachbarn, mit dem er sich vorher nicht absprechen darf.
Und jetzt beginnt der spannende Teil des Spiels: Mit dem Startspieler beginnend müssen er und sein linker Nachbar jetzt mit abwechselnd jeweils einem Wort einen grammatisch korrekten Satz bilden um den Begriff zu erklären. Die anderen Spieler können derweil ihre Lösungsvorschläge rein rufen; die Runde endet sofort, wenn jemand richtig geraten hat. Ist der Satz zu Ende, bleibt etwa eine Minute zum Weiterraten. Wenn das Wort richtig erkannt wird erhalten sowohl die beiden Erklärenden als auch derjenige der richtig geraten hat jeweils einen Punkt. Nach einer Runde wandert die Rolle des „Startspielers“ eine Position nach links und es geht weiter.
„TeamWork“ entwickelt dadurch eine ganz besondere Dynamik und Herausforderung, dass man schnell merkt wie unterschiedlich Menschen denken, erklären und sprechen. Während langjährige Freunde oft schnell zu einem gemeinsamen Satz finden, tun sich „Unbekannte“ oft relativ schwer. Trotzdem schmälert das den Spaß am Spiel nicht, denn nur weil das Spiel Teamwork im Titel trägt, heißt dass nicht, dass man seinem Mitspieler nicht auch mal bewusst den Satzbau erschwert.
Mit einem Preis, der je nach Edition zwischen Fünf und Sieben Euro liegt, ist „TeamWork“ ein echtes Schnäppchen. Allerdings kann man „TeamWork“ auch eigentlich ohne das Originalspiel spielen, da man Begriffe auch gut einfach selbst aufschreiben kann.
Einen Kauf ist es aber trotzdem wert, schon auch einfach aus Respekt vor der tollen Spielidee und weil es in dem praktischen kleinen Format auch locker in die Jackentasche passt.
Einen kleinen Nachteil hat das Spiel allerdings durch die beidseitig bedruckten Karten: Sprachkenner können sich möglicherweise den Begriff aus dem Italienischem oder Französischem ableiten, wenn man den Kartenstapel nicht abdeckt.
Mein Fazit:
TeamWork ist ein tolles Kommunikationsspiel und für jeden Menschen der Spaß an Sprache hat ein absolutes Pflichtspiel. Mit guten Freunden macht es besonders Spaß sich im Satz heraus zu fordern oder auch einfach zu merken, wie gut man schon die Sprache des anderen kennt. Der kleine Preis tut auch nicht in der Geldbörse weh und das handliche Format spricht auch für das Spiel. Klare Empfehlung meinerseits.

Kommentare

  1. Ich war noch nie ein Freund von Tabu und anderen sprachlichen Gesellschaftsspielen. Als Außenstehender so einer Partie zu beobachten und die Sprache zu analysieren, scheint mir reizvoller, als das eigetliche Spiel ;-)

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  2. Klingt interessant... Ich weiß nur nich, ob das zwingend was für mich wäre, ich verhedder mich ja schon mit meinen eigenen Gedanken, wenn ich einen ordentlichen Satz rausbringen will :D
    Übrigens: "Trotzdem schmälert, dass den Spaß am Spiel nicht" Lies dir das nochmal durch, mein sprachbegeisterter Mega Man ;D

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  3. An Meadow:
    danke für den Hinweis, habe es verbessert.

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