Schnuller

Und dann bezeichnet Brad Stulberg in dem Podcast - den ich hier wohl noch teilen werde - ganz nebenbei das Smartphone als "Adult Pacifier" also Erwachsenen-Schnuller, und der Gedanke lässt mich nicht los. Erfreulicherweise gibt er auch direkt zu, dass er selbst auch anfällig auf die Gewohnheiten zum Gerät ist. Ich kann seinem Gedanken aber gut folgen. Ein Schnuller täuscht die selbe Bewegung vor, die ein Baby macht um Nahrung zu bekommen. Nahrung bekommen tut es aber nicht, "nur" ein angenehmes Gefühl durch die Imitation. Eingesetzt wird der Schnuller um andere Gefühle und Bedürfnisse zu beruhigen. Am Smartphone hängen wir alle, wenn andere Sachen betäubt und abgelenkt werden sollen. Wir tun so als würden wir Inhalte zu uns nehmen, aber richtig viel ist künstlich und ohne Nährwert. Wir nuckeln am Internet, stellen uns damit ruhig. Teilweise kann das gut sein, aber im Gegensatz zum Baby sollten wir die Fertigkeiten entwickeln uns selbst zu regulieren und unsere Bedürfnisse zu erkennen. Und das betäuben wir mit und begeben uns in Abhängigkeit. Auch der Schnuller wird irgendwann abgewöhnt. Eben weil es dann ohne gehen soll. Und weil wir sonst auf Dauer die Fertigkeiten einbüßen die wir für gute Ernährung brauchen. Kauen zum Beispiel. 

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