Ich zweifle viel

Ich erwische mich dabei wie ich zweifel. Immer wieder. Ich mag meine Gedanken und mein Wissen zu Leben, Lernen und Kreativität teilen. Mit allen Dreien hatte ich meine Probleme, aber als ich durch andere Menschen, durch kluge Impulse, durch Bücher, durch Safespaces mit mir voran kommen durfte, habe ich große Freiheiten und Freude gefunden, die ich allen Menschen wünsche. Und dann erwische ich mich aber beim Zweifeln. 

Denn gleichzeitig schaue ich darauf wo ich grade stehe und habe Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass jemand anderes da etwas krass gut dran finden könnte. Und das ist okay. Ich will auf keinen Fall dass jemand wie ich werden soll. Das geht eh nicht, aber ich habe da auch gar kein Interesse dran. Ich möchte vorallem die Privilegien und Möglichkeiten teilen, die ich erfahren habe um zunehmend frei zu werden. 

Und ich weiß gar nicht, ob ich das kann. Ob ich das teilen und ausdrücken kann. Und dann erwische ich mich beim Zweifeln. Mit etwas Zeit zum Nachdenken wird mir dann aber zum Glück auch klar, dass es nur klappen kann, wenn ich es immer weiter und immer neu probiere. Dafür ist Zweifeln nämlich sehr nützlich. Als Marker um sich zu fragen, ob mensch etwas gerade anders machen sollte. Ich zweifle viel. Aber ich bemühe mich stark, nicht mehr zu verzweifeln. Ich versuche dann wenn Zweifel aufkommen eine Schrauben zu finden an der ich drehen kann. Und wenn es nur eine kleine und ein kleines Stück drehen ist. 

Flexibilität im Denken hat meine Therapeutin mal gesagt zu so etwas und inzwischen würde ich das als einen Wert ansehen, den ich aktiv erstrebenswert finde. Ich zweifle sehr viel. Das ist in Ordnung so. Es hilft mir mich zu überprüfen. Es hilft mir, etwas neues zu tun, wenn ich es dann entgegen einiger Widerstände nochmal neu versuche. 

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