Caspar David Friedrich I
"Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern auch, was er in sich sieht. Sieht er aber nichts in sich, so unterlasse er auch zu malen, was er vor sich sieht.", so soll Caspar David Friedrich es formuliert haben. Etwas streng in der zweiten Hälfte der Aussage, vorallem, wenn wir bedenken dass kreatives Schaffen auch eine Gelegenheit ist sich zu erfahren und zu reflektieren. Wir wissen aber nicht, ob Friedrich das nicht schon als "etwas in sich sehen" hätte gelten lassen.
Die erste Hälfte dieses Zitates mag ich aber sehr. Denn wenn es ums künstlerische Abbilden der Welt geht, egal ob Malerei oder andere Kunstform, entsteht das besondere und wertvolle dann, wenn sich die "Handschrift" einer Person zeigt. Es macht einen großen Unterschied wer die Liebe besingt, wer die Berge malt oder wer ein Gedicht über Vollkornbrot schreibt. Und wir können auch besser zeigen was wir sehen, wenn wir wissen warum wir schauen, worauf wir schauen.
Heute kann das auch bedeuten sich Privilegien bewusst zu werden. Dem Einfluss der eigenen Biografie darauf, wie wir die Welt sehen und wiedergeben. Was sehe ich in mir, wenn ich nach draußen schaue? Was sagen die beiden Bereiche übereinander aus?
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