Der Anspruch der Professionalität

Als ich mich mit einer Person unterhalte, beschreibt sie wie sie eine Aktion organisiert. Sie ist unzufrieden mit sich, weil es nicht professionell genug wäre. Die Abläufe sind nicht so, dass es professionell aussieht. Viele Verzögerungen, vieles ist noch nicht klar genug. Als ich frage zum wievielten Mal die Person so etwas macht, ist es zu wenig um die Finger der zweiten Hand dazu zu nehmen. 

Professionalität bedeutet unter anderem, dass wir etwas in unserer Profession machen. Als unseren Beruf. Meist werden wir dafür bezahlt. Was wir für die Sache tun, ist Arbeitszeit. 
Professionalität bedeutet oft auch, ein Profi zu sein. Also viel Erfahrung zu haben. So viel, dass wir sicher eine gute Leistung abrufen können. Die Erfahrung zu bekommen lässt sich aber nicht überspringen, wenn mensch viel Erfahrung haben möchte. Wenn wir Profis sind, wenn wir professionell sind, haben wir schon oft gemacht, was wir machen. 

In unserer Kultur steht Professionalität für hohe Qualität. Ein*e Amateur*in, das ist schon fast eine Beleidigung. Dabei fangen wir da alle an. Ohne Erfahrung, ohne Verdienst, nur mit unserem Willen etwas zu tun. 

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