Übung: Arbeiten im Spannungsfeld

Als ersten Teil der Übung sammeln wir Themen, Gefühle oder einfach Begriffe die uns gerade einfallen. Nebenbei fragen wir uns auch, was ein Gegensatz zu dem Begriff ist. Vielleicht gibt es ja auch aktuell schon einen Gegensatz, der uns interessiert. Diese Sammlung schreiben wir uns auf. Am besten analog. 

Im nächsten Schritt bereiten wir das Material vor, mit dem wir gerade bevorzugt Kunst machen. Malfarben, Gitarre, Laptop, Stifte und Papier, Videokamera, was auch immer gerade gut für uns klappt. Das ist wichtig, weil wir keinen Konflikt mit unserer Kunstform haben wollen. Es sollte leicht sein anzufangen. 

Viele spannende Fragen und Arbeiten entstehen im Konflikt und im Gegensatz. Besonders interessant wird es aber, wenn die sich nahe kommen. Der Nord- und Südpol sind auch Gegensätze, da sie sich aber nicht begegnen - hoffentlich - ist das nicht so spannend. Öl und Wasser verbinden sich nicht, das ist aber auch interessanter wenn sie im selben Glas sind und nicht in verschiedenen Flaschen im Regal. Und ganz anders spannend wird es, wenn mensch dann heraus findet, wie sie sich sehr wohl mischen lassen und was es dafür braucht. 

Für unsere Übung mischen wir auch. Nämlich unsere Gegensätze. Und versuchen diese in unserer Kunst zu bearbeiten. Dafür stellen wir sie auch auf volle Lautstärke. Gefängnis und Freiheit sind ein Gegensatzpaar. Die Frage die in dieser Übung entsteht ist in diesem Beispiel "Wie ist das freiheste Gefängnis der Welt?". Arm und Reich stehen sich gegenüber. Wie können die ärmsten Reichen, wie die reichsten Armen aussehen? 

Wir nehmen bevorzugt unsere eigenen frischen Gegensätze aus Teil Eins der Übung. Aber wenn es beim Anfangen hilft, dann nimm meine Beispiele. 

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