Lecker
Als der saure Eiter mir in den offenen Mund tropft, da merke ich wieder welche Macht die Worte haben. Meinen Schluckreflex versuche ich zu stoppen, die zähflüssige wabernde Menge sucht sich über die Ränder meiner Lippen brennend einen Weg in meine Augen. Meine Augenlider kämpfen gegen den Schleim, verlieren und so ätzt es mir auf der Netzhaut. Wenn es dich anwidert das zu lesen, dann mach dir das immer dann bewusst, wenn jemand behauptet, dass sich durch schreiben nichts ändern lässt. Denn nichts was ich hier geschrieben habe ist echt, aber die Vorstellung die es bei dir erzeugt schon. Ich hoffe ein bisschen, dass du bei dem Gedanken an Eiter im Mund ein wenig sauer aufstoßen musst. Vielleicht kommt ein Teelöffel voll Kotze dir hoch. Dann denke daran, wenn jemand sagt, dass Worte, Poesie, Briefe, Reden, Kommentare, Lieder nichts verändern. Denk daran, wie nichts echtes etwas sehr echtes bewegt und erzeugt hat. Das ist die Magie der Kunst. Unsere Verantwortung ist gut mit ihr umzugehen, oder klar und deutlich im Sinne unserer Ziele.
Eiter auf Toastbrot mit Blut und Bohnen. Hehe.
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