Tool: one sec

Um Verhalten zu verhindern, dass nicht gewünscht ist, braucht es manchmal eine Störung. Beim Sport zum Beispiel können Schiedrichter*innen das Spiel unterbrechen, es gibt ein Signal und plötzlich entsteht ein Moment um zu bedenken und sich darauf zu besinnen, worum es geht. Die Verzögerung dadurch reicht oft schon, das sich die Situation auflöst. 

Empfohlen von der Kunst-Kollegin Sarah Binzenbach, ist "one sec" eine App die so eine Störung am Smartphone herstellt. Einfach weil das Öffnen einer App dadurch um eine (etwas mehr) Sekunden verzögert wird. Eine kleine Warnung fragt: "Bist du sicher, dass du die App gerade verwenden willst?", und eine Statistik zeigt auf wie oft die App in den letzten 24 Stunden gestartet wurde, aber auch wann sie zuletzt wirklich verwendet wurde.

Manche Apps sind inzwischen suchtgefährdend und nehmen das auch in Kauf. Instagram und Tiktok sind auf Arten konstruiert, die sich die Systeme unseres Gehirns zu nutzen machen, um unsere Zeit und Interaktion abzugreifen. Und Kraft einer weltweiten "Fear of missing out", zwingt es uns dann doch viel zu oft in diese Apps. Und oft auch zu lang. 

One sec ist kostenfrei so lange mensch es nur auf eine App anwendet und aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es recht gut funktioniert. Denn auch ich bin auf die spielerischen Aspekte vieler Apps recht anfällig und so ist es gut, wenn ich schon vorher gestoppt werde. Zu mal damit unterbewusstes Verhalten auch wieder bewusst wird. Eine wichtige Sache um Abhängigkeiten zu durchbrechen. 

Seht es als Jahresrückblick auf 2025 von mir, denn One Sec hat mir in dem Jahr gut geholfen. 

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