Rich Roll I
Es ist definitiv nicht mein erster Artikel über diesen Mentor von mir. Ich mag aber nicht nachzählen und dass ich die Überschriften überhaupt so mache ist auch neu, also fangen wir einfach mal bei Eins an.
In einer Solo-Ausgabe seines Podcasts in der er über Sucht (sowohl stoffliche, als auch mentale) spricht, sagt Rich Roll, wie schwer es ist die Änderungen die es braucht um Sucht zu überwinden wirklich zu erreichen. Eine der Hürden die er dabei beschreibt ist das Selbstbild, das wir uns für uns wünschen. Und er fasst es in einem starken Merksatz zusammen:
"Du kannst dein Gesicht oder deinen Arsch retten, aber nicht beides."
Der Ruf oder das Leben. Beides gleichzeitig geht nicht. Und als jemand der selbst sich eingestehen muss und musste, dass er auch Sucht- und Abhängigkeits-Probleme in seinem Leben hatte, sehe ich dass als sehr passend an. Ich bin jetzt bald fast drei Jahre in Therapie, wurde noch viel länger von Freund*innen gewarnt und geliebt, aber ohne Klarheit darüber was da in mir los ist. Und ich habe sehr viele Menschen verletzt und ich übernehme auf unterschiedliche Arten Verantwortung dafür. Ich übernehme aber vorallem Verantwortung für mich. Und Konsequenzen. Und dafür musste ich meinen Ruf und vieles was daran hing loslassen, um überhaupt überleben zu können. Und jetzt darf ich - gefühlt zum ersten Mal - in meinem Leben eine freie Version von mir sein und auf einer Art die mir für mich gefällt. Weil mir mein Arsch jetzt wichtiger ist als mein Gesicht.
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