Leute die Masken nicht verstehen
Drei Journalisten setzen Zeit, Energie und Ressourcen ein um den bürgerlichen Namen einer anonymen Kunstfigur zu erfahren. Sie decken die Person auf. In diesem Fall geht es voraussichtlich um Banksy. Ich schreibe voraussichtlich, weil ich immer noch hoffe, dass sie ausgetrickst wurden oder auf eine Finte reingefallen sind.
Eine Maske gibt Anonymität. Sie verdeckt Merkmale der Person. Sie verdeckt Mimik und Gestik und Blicke. Banksy ist eine Maske. Und damit etwas, was wir heute dringend brauchen: Dinge die größer sind als eine Person.
Maslow und viele andere sprechen von Transzendenz. Etwas was über eine Person hinaus reicht und auch für mehr als eine Person etwas tut. Transzendenz löst sich weit vom Ego. Und es gibt viele Arten sie zu erreichen. Masken und Anonymität sind ein Weg.
Banksys Botschaften konnten für alle sein, weil Banksy niemand war. Keine Merkmale die uns leider ablenken, kein schauen darauf was uns mit Banksy verbindet und trennt. Die Nachricht stand im Fokus. Wenn Banksy jetzt eine Hautfarbe, ein Gender, eine Nationalität, einen Job, eine Geschichte hat, dann trennt uns das leider immer mehr von der Botschaft. Vom Symbol. Etwas, was den Journalisten egal war.
Ich liebe Wrestling, Lucha Libre, Künstler*innen-Namen, weil es eben um Symbole geht. Ich möchte der Geschichte und der Botschaft folgen können. Kommen die Persönlichkeiten dazu, vermischt sich so vieles, dass die Kunst darin verliert.
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