Tom Sachs IV
Tom Sachs hat eine Weltraummission. Wenn mensch sie sich von Außen anschaut, dann waren die noch nie im Weltall. Wenn mensch jemanden aus dem Team fragt, dann hatten sie mehrere erfolgreiche Missionen, aber auch schon große Probleme.
Vielleicht ist es alles ein Spiel und Performance. Das Equipment von Tom Sachs Weltraummission besteht aus Pappe und Klebeband zu großen Teilen. Aber für die Teilnehmer ist es echt. Die tragen schwere Anzüge auf der Bühne, es gibt eine vorbereitete Rede falls die Mission scheitert und bei einer "Mission" waren die Leute mehrere Stunden länger im Theater, weil ein Bohrer sich im Eis verfangen hatte, echte Nasa-Ingenieur*innen im Publikum haben diskutiert wie das Problem gelöst werden konnte.
Am Ende ist die Weltraummission echt. Der Unglaube daran wird so überdehnt, bis er weg ist. Und dann ist für einen Moment eine glaubwürdige Simulation. Kunst die etwas erforscht. Und tatsächlich guckt sich die Nasa die Performances von Tom Sachs Team an, weil sie daraus etwas lernen können für ihre echten Missionen. Und so ist Tom Sachs mit seiner Simulation auch Teil der Realität der Raumfahrt geworden. Durch die eigene Überzeugung, dass echt ist was er tut.
Wenn wir also selbst eine Mission in uns haben und sie mit unserer Kunst unerreichbar scheint, dann können wir uns vielleicht fragen, wie wir es trotzdem schaffen können. Wie wir so feste daran glauben können, dass wir doch Teil der echten Sache werden können.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Anmerkungen? Fragen? Wünsche? Schreib gerne einen Kommentar. Ich schaue regelmäßig rein, moderiere die Kommentare aber auch, also bleibt nett.