Text: hinterher
als ich den zug verpasse bin ich mir sicher, dass ich ihn einholen kann, wenn ich den bus nehme, also schwinge ich mich aufs fahrrad, fahre bis zum flughafen und nehme dort die straßenbahn, muss dann aber in ein taxi umsteigen, da ich es nicht bezahlen kann, sprinte ich zur ubahn, laufe verschwitzt durch die abteile, finde doch noch drei münzen in der tasche, lege sie dem fährmann unter die zunge und nehme die fähre
auf einem roller holt mich der vantaschwarze mantel aus raben ein und grüßt mich freundlich. leider bist du viel zu früh, sagt er, du musst noch ein paar jahre sitzen, liegen, dich verletzen und lieben, wachsen und schrumpfen, verlieren, auftrumpfen, loyalität schwören und des königspalast zerstören und sitzt du dann zahnlos, haarlos, planlos und fertig auf der veranda, dann kann ich dich holen, aber eben wann anders, nur wenn du dich weiter so hetzt, dann nehm ich dich jetzt
wir küssen uns zum abschied gegenseitig auf die wange, verabreden uns zum telefonieren, er gibt mir einen klaps auf den hintern, bis später, so sagt er, nach frühlingen, sommern, herbsten, sehen wir uns erst in vielen wintern
dann stehen wir am gleis, in verschiedene richtung, nächster halt wirklichkeit, seiner ist in der dichtung
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