Fremd und neu
Eine Marker dafür, dass ich erfolgreich etwas gelernt habe ist, ob ich mich fremd fühle. In meiner Umgebung, aber auch mit mir selbst. Fremdsein ist vielleicht erstmal nicht angenehm, denn es trennt uns auch von anderen und von Sicherheiten. Aber Fremdsein ist eben auch wenn etwas anders oder neu ist. Und wenn wir etwas lernen wollen, uns verändern wollen, dann ist das ja eigentlich das Ziel. Wir wollen die Version und Umgebung von uns die wir schon kennen verlassen, und etwas neues sehen. Unser Nervensystem, sehr geprägt von unserem bisherigen Leben, warnt uns aber auch vor allem was ihm fremd vorkommt. Weil fremd wirkt auf das Nervensystem auch gefährlich. Und weil es uns schützen möchte, warnt es uns beständig. Gut. Denn wir wollen uns ja auch nicht verlieren, sondern erneuern. Wir suchen also die Balance zwischen dem neuen und alten. Wir suchen nach der Gemeinsamkeit in dem neuen was wir lernen, zu dem wer wir schon sind. Das ist dann Integration, wenn mensch es so nennen möchte. Keine Angst also, wenn dir etwas fremd vorkommt: Du lernst gerade und das erneuert dich. Und schau dir unsere Zellen an, Erneuerung beinhaltet auch immer die Möglichkeit, dass etwas heilt.
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