Mutausbruch

Als wir die Veranstaltung haben und gut - in wahrsten Sinne der Redewendung - über die Bühne gebracht haben, da erkenne ich wieder, wieviel Freude es mir bereitet Menschen etwas anzubieten, was ihnen erlaubt sich zu entwickeln. Das Wort des "Mutausbruchs" schwingt durch meinen Kopf, weil ich das sehen durfte. Menschen die sich auf eine Bühne trauen, viele zum ersten Mal. Wenige nach langer Pause mal wieder. Einige mit (neuer unerprobter) sehr persönlicher Kunst. Jemand moderiert zum ersten Mal und ich bin dankbar wie ich dabei sein darf, während diese Menschen das tun. Ich bin dankbar, dass auch ich Impulse anbieten darf um diese Abenteuer außerhalb der Komfortzone zu betreuen. Ich gehe nach Hause und muss noch lange Eindrücke sortieren. Muss noch überlegen welche Dinge die ich dort gedacht habe über die Veranstaltung hinaus sinnvoll sind. Denn beim Mentorieren und Coachen und Fördern lernt mensch auch immer selbst etwas. Schon alleine weil wir Sachen die wir wissen und an die wir glauben in dem Moment nochmal neu formulieren oder neue Reaktionen auf unsere Inhalte bekommen. Selbst wenn wir tausende male die gleiche Rede vor verschiedenen Menschen halten würden, wir würden uns verändern und etwas dazu lernen, wenn wir nur wach und achtsam für die Momente sind. So sehe ich zum Beispiel, was ich anders gemacht habe, als ich es früher gemacht habe und bin froh, dass auch ich in mir Mutausbrüche hatte. Dass auch ich mich traue neu zu sein für mich. 

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