Rezension: I am Bread

Quelle: PCGames
Es gibt ja so manches Spiel, wo man sich direkt denkt: "Wer braucht sowas?" oder "Wer kauft sich denn sowas?".
Eins dieser Spiele ist auch "I am Bread".
Doch vorweg schon mal eins: Ich kaufe mir sowas!

Und nach etwa einer Stunde antesten steht fest: Es war eine gute Entscheidung.
Aber gehen wir es mal durch.
Im Spiel "I am Bread" spielt man eine Scheibe Brot, deren sehnlichster Wunsch es zu sein scheint, getoastet zu werden. Diesem Wunsch geht man als Spieler nach und steuert seine Stulle zum Röster, der nicht unbedingt ein Toaster sein muss. Mal ist es ein Toaster, mal eine Herdplatte und so weiter.

Auf dem Weg zum Toasten darf man allerdings nicht allzu schmutzig werden, da die Aufgabe sonst gescheitert ist. Der Verschmutzungsgrad der Brotscheibe wird in einem Balken angezeigt, der sich je nach Art des Drecks mal schneller und mal langsamer leert. So ist der Fußboden nicht so schlimm wie das Katzenklo.

Teilweise muss man auch etwas um die Ecke denken. So muss man (Achtung, Spoileralarm!) zum Beispiel mal ein Elektrogerät zerstören um sich grillen zu lassen.
Von beiden Seiten versteht sich.

Aber es wird einem nicht nur schwer gemacht. So kann man sich beispielsweise mit Butter bedecken (sofern man den Deckel abbekommen hat), wodurch man längere Strecken wie eine Tischplatte bequem und zügig rutschen kann.

Wo es dann wieder kniffelig wird, ist beim Toaster. Ich habe geschlagene sieben Mal neu starten müssen, weil ich es nicht hinbekommen habe, meine Brotscheibe im Toaster zu platzieren und stattdessen beim Rumprobieren ständig ins Katzenklo gefallen bin. Aber wenn man es dann geschafft hat, ist die Begeisterung wieder richtig groß.
Wie gesagt, ist nur meine Meinung, vielleicht hab ich mich auch einfach nur etwas dusselig angestellt.

Da es sich bei der Version, die man sich momentan bei Steam für knapp 10€ kaufen kann, noch um ein "Early Access"- Spiel handelt, kann es natürlich sein, dass auch nach Erscheinen dieses Artikels noch ein wenig am Spiel gebastelt wurde.

Die Steuerung (in meinem Fall mit Gamepad) ist etwas kompliziert, aber relativ leicht zu lernen. Jede der vier Ecken der Brotscheibe ist mit einer Taste belegt (beim Gamepad die Schultertasten), was mehrere Funktionen bei der Fortbewegung hat.
So kann man auf ebenen Flächen statt zu rutschen auch seine einzelnen Ecken nutzen um sich quasi auf die andere Seite zu wenden, was von der Bewegungsgeschwindigkeit her durchaus flotter ist.
Außerdem kann man sich mit den Ecken an Dingen festhalten und auch z.B. Wände hochklettern.

Von der Grafik her ist das Spiel so, wie man es von einem Ulkspiel erwartet: Nicht der Oberburner aber doch ganz nett gemacht. Fürs Spielambiente ist es auf jeden Fall passend.

Alles in Allem kann ich sagen, dass "I am Bread" ein echt gutes Spiel ist. Sonst finde ich ja immer irgendwas, worüber man meckern kann aber bei diesem Spiel eigentlich nicht.
Die etwas kompliziertere Steuerung macht das Spiel anspruchsvoller, die Grafik ist angemessen und der Spielspaß kommt definitiv nicht zu kurz.

Also von mir gibts eine ganz klare Empfehlung. Und für alle, die noch unentschlossen sind, haben die Macher des Spiels noch ein kurzes Video ins Netz gestellt.


Kommentare

  1. Ach wie cool, hätte nicht gedacht, dass es wirklich was taugt :D

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    1. Doch und zwar richtig. Macht auf jeden Fall Laune :)

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  2. Ich habe mir zufälligerweise gestern dazu ein kleines Let's Play angeschaut. Sieht auch herrlich lustig aus, wenn's halt schief geht. Von der Steuerung hat es mich sehr an Octodad erinnert.

    Von der ganzen Spielgestaltung würde ich auch nicht Trash sagen. Trash ist ja eher der Goat Simulator ;-)

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    1. Octobread. Das wäre doch spannend. Du steuerst Octodad, der am Computer I am Bread spielt.

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    2. Naja sagen wir es mal so, von der Ernsthaftigkeit liegen Goat Simulator und I am Bread ganz dicht beieinander :D

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