Albumrezension: Sommer, Sonne, Kaktus (Helge Schneider)

Nach langem Warten ist es soweit: Helge Schneider meldet sich mit einem neuen Album zurück, auch wenn er gar nicht wirklich weg war. Immerhin kam 2011 seine Live- DVD "Komm hier haste ne Mark!" auf den Markt.
Doch für echte Fans ist das ein langer Zeitraum, in der viel Vorfreude aufkommt. Allerdings steigen natürlich auch die Erwartungen. Aber fangen wir vorne an.
Das Album "Sommer, Sonne, Kaktus" umfasst 14 Titel mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 52 Minuten. Das Albumdesign ist lustig gehalten, wie man schon am Cover merkt. Zudem gibt es allerhand lustige Kritzeleien auf der Rückseite des Albums, wie auch im acht Seiten starken Booklet.
Doch nun zum eigentlich Entscheidenden: Der Musik.

Die 14 Lieder auf dem Album sind allesamt lustig bis albern, zumindest in der Vortragsweise. Denn neben Songs, die schon vom Text her lustig sind, finden sich hier auch welche, die eigentlich gar nicht so humorvoll sind, wie etwa "Somewhere over the Rainbow". Doch mithilfe alberner Stimmen macht der 58-jährige Mülheimer selbst daraus einen spaßigen Titel.
Aber natürlich, wie könnte es auch anders sein, gibt es wieder den einen oder anderen Song, der jeglichen Sinn vermissen lässt. Und das ist auch gut so, denn es ist einfach nur irre lustig. Desweiteren ist das Album stellenweise auch multilingual. Neben Deutsch singt Helge Schneider auch in Englisch und lässt teilweise noch den einen oder anderen Brocken Spanisch und etwas, das stark nach Koreanisch klingt, einfließen. Ein Beispiel hierfür wäre die Textpassage "Paella in the Bauch". Drei Sprachen in einem kurzen Hauptsatz untergebracht, das schafft nicht jeder.
Zudem ist der Großteil dieses Albums wieder mal die perfekte Kombination aus Humor und großartigem Jazz. Denn Helge Schneider ist nicht nur Spaßkeks, sondern auch ein begnadeter Jazz-Musiker.

Fazit: Das Album "Sommer, Sonne, Kaktus" ist von vorne bis hinten wieder mal sehr gut gelungen. Für Fans von Helge Schneider ohnehin ein Muss, doch auch für Menschen, die normalerweise nicht sonderlich auf die Werke Schneiders stehen dringend zu empfehlen.

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