Rezension: Zelda - A Link to the Past

A Link to the Past?

1992 in Europa veröffentlicht ist Zelda- a Link to the Past der dritte Teil der Zelda Serie und damals für das SNES erschienen. Nicht nur deshalb ist es ein absoluter Klassiker, der auch heute noch fesseln kann.
Das Spiel wählt einen schnellen Einstieg und die Geschichte ist denkbar einfach. Die namensgebende Prinzessin Zelda wurde von einem bösen Zauberer im Schloss von Hyrule gefangen genommen und muss befreit werden. Link, der Protagonist macht sich also nach einer etwas SMSesken Benachrichtigung (Man "hört" einfach, wie die Prinzessin nach Hilfe ruft) auf den Weg ins Schloss.
Mit der Rettung der Prinzessin beginnt das Spiel aber erst. Link muss das Masterschwert erringen um den geflohenen Magier besiegen zu können, dafür muss er erst drei Medaillen in Hyrule finden, um einen Siegelbruch zu verhindern, den der böse Magier Agahim auf seinem Weg zur Macht verursachen will. Mit den drei Medaillen und dem Meisterschwert verschlägt es Link dann aber in die Schattenwelt. Ein Abbild des Königreiches Hyrule unter Agahims schrecklicher Knechtschaft. Sieben Mädchen wollen befreit werden um Agahim aufzuhalten und plötzlich steckt man mitten im Abenteuer.
Das Spiel setzt dabei nicht auf komplizierte erzählerische Konstrukte sondern führt direkt von einer Aufgabe zur nächsten. Die Zielpunkte sind mit einer empfohlenden Reihenfolge markiert, manche Spielabschnitte eröffnen sich erst mit passender Ausrüstung. Offensichtlich und zu durchsichtig wird Zelda dabei aber nicht. Neben dem Befreien der Mädchen gibt es genug kleine und größere Rätsel um die Neugierde und den Forscherdrang des Spielers zu befriedigen. Die heute oft zitierte "Offene Welt Erfahrung" modernen Videospiele hat dabei mit Zelda eindeutig einen Vorfahren. Problemlos kann der Spieler sich auch kurzweilig auf Entdeckertour begeben um einen der optionalen Gegenstände oder aber auch Herzteile zu suchen, die in passender Menge die Lebensenergie erhöhen.
Die Suche und das Erforschen der beiden Welten erfreut sich dabei einer großen Kurzweile, da keine künstlichen Längen ins Spiel eingebaut wurden. Kein Kartenabschnitt ist belanglos, in jedem Bereich gibt es etwas zu entdecken, Experimentierfreude mit der vielseitigen Ausrüstung vorraus gesetzt. Für erfahrene Spieler sind dir Rätsel aber eher als leicht einzustufen.
Ein Vorteil älterer Spiele, der im 3D-Zeitalter eindeutig unterschätzt wird, ist die Blickperspektive. Aufgrund der festen "isometrischen" Ansicht von schräg oben ist einem nie ein Gegenstand im Blickfeld und wenn doch, dann ist es Teil eines Rätsels. Keine Clippingfehler oder unübersichtliche Passagen, die das Spielgefühl trüben.
Das Spiel hat dabei einen eher comichaften Look. Die Figuren haben starke Außenlinien und wirken wie eine perfekte Symbiose zwischen nostalgischen 8Bit-Sprites und Zeichentrickfiguren. Gut genug, um den einen oder anderen zauberhaften Moment auszulösen. Vor einem Tempel in der Wüste erfährt man von einer Steintafel, dass sich das Tor nur für den öffnet, der einen Herzenswunsch äußert. Wenn Link seine Mütze absetzt, sie sich an die Brust drückt und sich stumm (wie er es in der Serie immer ist) etwas wünscht, dann hat es was ganz besonderes. Ich für meinen Teil, habe mir mit ihm zusammen etwas gewünscht.
Auffällig ist eine Kleinigkeit an dem Spiel aber schon, nämlich der Titel. "A Link to the Past" - Eine Verbindung zur Vergangenheit. Natürlich ist es ein Wortspiel, Link ist ja auch der Name des Protagonisten, also muss Link in die Vergangenheit? Nein, in dem ganzen Spiel gibt es keine Zeitreise und auch sonst keine eindeutigen Verbindungen. Die Hinweise auf die alten Ritter, denen Link wohl Nachfahre sein könnte, wirken aufgesetzt.
In der Zelda Serie geht es immer um das Triforce - Eine heilige göttliche Verbindung die sich aus Weisheit, Kraft und Mut zusammen setzt, für gewöhnlich symbolisiert durch einen der Charaktere der Geschichte. In Japan hat Zelda daher auch den Untertitel "Triforce of the Gods" anstatt "A Link to the Past". Warum also der andere Titel?
Der vierte Teil der Zelda-Serie soll später "Ocarina of Time" heißen und auf dem N64 erscheinen. Die Namensgebende Ocarina-Flöte hatte dabei aber schon einen Auftritt eben in "A Link to the Past". Es ist nur eine Vermutung, aber vielleicht wollte Shigeru Miyamoto, der Schöpfer der Zelda-Serie, bereits auf dem SNES die Zeitreisenthematik aufnehmen, hat sich dann aber anders entschieden.
Mein Fazit:
Zelda hat Maßstäbe gesetzt und aufgrund einer zeitlosen Grafik immernoch ein Spiel wert. Vielleicht mögen die Rätsel nicht einen extrem hohen Anspruch haben, die Suche nach ihnen und der Lösung ist aber durchweg motivierend und kurzweilig. Wer eine Reise an die Wurzeln des Action-Adventure-Genre machen möchte, der muss sich Zelda- A Link to the Past ansehen.

Quelle: Japanischer Zelda Titel - Wikipedia US
Alle Rechte an der Zelda-Serie gehören Nintendo.

Anmerkungen:
Meine erste Rezension, ich bin auf deine Meinung gespannt.
Wie im Nachtgewisper - Juli angekündigt stelle ich den Inhalt der nächsten Rezension zur Wahl.
1. Album
2. Film
3. Blog

Kommentare

  1. Na das ist doch ne runde Sache und der Kern kommt auch rüber. Sehr schöne Rezension.

    Ich sollte "A Link to the Past" endlich mal durchspielen. ^^

    Als nächstes hätte ich gern eine Blogrezension, allein schon weil ich neugierig bin, für welchen Blog du Dich entscheidest. :D

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  2. Hmm, ich könnt' mich auch mal wieder dransetzen und es nochmal durchspielen ^^
    Ich weiß noch, das Spiel war ein Geschenk vom Chef unseres Vaters an meinen Bruder zu Weihnachten. Ich hab' irgendein Aladdin-SNES-Spiel bekommen, das dagegen sowas von abgestunken hat :D

    Die Rezension is gut geschrieben, aber auch ein bisschen trocken und sachlich. Vielleicht kannst du die nächste zB durch ein paar Bilder auflockern...? Sofern das keine Schwierigkeiten wegen Copyright macht.

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  3. Ich kenne Zelda nicht, kann also nicht sagen, ob du das Spiel gut beschrieben hast. Ich kann aber sagen, dass ich durch deine Rezension durchaus Lust bekommen habe, dieses Spiel zu spielen. Deine Rezension liest sich flüssig, erklärt den Ablauf des Spiels und beschreibt das allgemeine Erscheinungsbild. Sehr schön.

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  4. HI,

    Zelda war schon immer eines meiner absoulten Lieblingsspiele... witzig, dass ich es bei einem Schreiber finde.

    http://schreibsturm.blogspot.com/

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