Das Gehirn ist auch nur ein Büro
Das Gehirn ist kein Supercomputer. Und auch wenn wir jeder Zeit schnell zu Sachen Gedanken haben, können wir auch jederzeit und spektakulär mit unseren ersten Gedanken falsch liegen. Denn gute Arbeit wird von Menschen nicht in Sekunden gemacht. Am Ende ist das Gehirn auch nur ein Büro. Verschiedene Abteilungen mit verschiedenen Aufgaben müssen alleine und gemeinsam Probleme, Aufgaben und Projekte betreuen. Oft kommt was akutes rein, aber es gibt auch laufende Tagesaufgaben. Manchmal sind Teile unseres Gehirns überfordert und wissen nicht was sie tun sollen, manchmal sind Teile unseres Gehirns unterbeschäftigt und wissen nicht was sie tun sollen.
Unsere Aufgabe als Chef im Büro ist es Hindernisse zu beseitigen, die unsere Abteilungen von ihrem Werk abhalten. Das kann bedeuten Prioritäten zu erkennen und zu setzen, das kann bedeuten Streit zu schlichten, das kann bedeuten Fortbildung zu organisieren, frei zu geben oder auch Materialien zu besorgen. Und wir müssen lernen zu erkennen, was eben überhaupt von unserem inneren Team schafbar ist.
Einen Trauerfall verarbeiten ist kein Projekt für einen Tag. Etwas neues lernen oder erschaffen wird durch Hektik und Stress nicht besser. Und ohne die passenden Informationen lassen sich die richtigen Entscheidungen nicht treffen.
Ohne die Energie der Mitarbeiter*innen auch nicht. Wie in einem Büro, brauchen auch die Abteilungen unseres Gehirns Pausen und Erholung und müssen ihre Erfolge feiern dürfen. Es braucht auch Zeit Misserfolge zu reflektieren. Ein gutes Büro erledigt eben nicht alles an einem Tag, es ist bereit jeden Tag vieles zu schaffen. Und unser Gehirn ist irgendwie eben auch "nur" ein großes Büro.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Anmerkungen? Fragen? Wünsche? Schreib gerne einen Kommentar. Ich schaue regelmäßig rein, moderiere die Kommentare aber auch, also bleibt nett.