Feuer im Garten
Ich würde gerne etwas schlaues schreiben. Etwas nützliches. Etwas wo Tante May aus Spiderman zufrieden wäre, weil sie gesagt hat "Hilfst du einer Person, hilfst du allen." Etwas mit Tiefe und Gewicht. Aber es brennt im Vorgarten meines Herzhauses. Zur Abwechslung gibt es mal wieder eine große Herausforderung in meinem Leben. Und komischerweise fühle ich mich bereit, während ich mich überfordert, überrollt und unterfühlt fühle. Und ich schaffe es noch zu schreiben. Sicher auch, um nach den Gefühlen zu forschen und zu fischen. Sicher um mir Räume zu bauen, in denen ich die Abstraktionen auf dem Tisch solange schieben kann, bis sie etwas ausdrückbares ergeben. Der Anspruch jetzt noch etwas "gutes" nach Außen zu geben ist unpassend. Ich darf jetzt nach Innen schauen. Mein Schreiben, mein Schaffen, mein Denken, alles darf nach Innen schauen. Denn da werde ich gerade gebraucht. Die Welt für mich wird gerade klein. Ich glaube, dass sie so gerade durch meine Augenhöhle passt. Mehr nicht.
"Hilfst du einer Person, hilfst du allen." Also versuche ich mir zu helfen. Ich bin auch eine Person. Ich helfe mir dabei meine Muster im Blick zu haben, ich helfe mir dabei um Hilfe zu bitten, ich helfe mir dabei Zeit und Raum zum Fühlen zu finden, ich helfe mir dabei den Überblick zu behalten, ich helfe, um mich nicht zu ohnmächtig vor dem immerlaufenden Rad des Schickssals zu fühlen. Ist eine Blazblue-Anspielung. Die ist auch mehr für mich.
Es brennt im Vorgarten. Ich kann heute leider nicht zum Tischtennis kommen. Ich muss mich darum kümmern. Ich habe das Herzhaus gerade erst fertig saniert. Naja, fertig ist mensch ja nie. Aber so gut war es vorher nicht. Deshalb muss ich mich darum kümmern. Vielleicht ist das gerade das schlaue.
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