Gedanken zum Spielen
Wenn mein Kind aufsteht, dann möchte es essen, das Gesicht waschen, sich anziehen und dann sofort spielen. Ich vergesse manchmal mein Essen, wasche mein Gesicht, ziehe mir was an und dann frage ich mich, was ich heute tun muss. Und ich frage mich jetzt, was ich tun kann, damit ich wieder sofort spielen möchte. Und zwar dann, wenn ich alleine bin. Denn mich zum Spielen bringen lassen, dass ist einfach. Aber es ist nicht die Aufgabe meines Kindes mir selbst das Spielen wieder beizubringen.
Spielen erfüllt viele Funktionen. Wir lernen dadurch, wir können uns ausprobieren, wir suchen und finden Herausforderungen, wir treten in Kontakt mit anderen und es bereitet Freude. Herausforderungen bekomme ich vom Alltag und den Anforderungen des Lebens. Leider habe ich nicht bei allen Einfluss auf den Schwierigkeitsgrad. Und wenn ich überfordert bin oder den Eindruck habe trotz meiner Mühen nicht gewinnen zu können, dann wird es auch schwer mit der Freude. Die Herausforderungen des Lebens bieten nicht alle Aspekte eines Spiels. Ich kann sie nicht wegspielen. Möchte ich Spiel als Belohnung sehen?
Seit ich das "Gebet eines Clowns" gesehen habe versuche ich wieder stärker in allem die Chance eines Lachers oder Lächelns zu sehen. Ich versuche mehr Freude zu geben als zu kosten. Für sich selbst ist das nur leider schwerer als für andere, weil es knifflig ist - aber nicht unmöglich - sich selbst zu überraschen. Sich selbst einen Scherz zu erzählen. Vielleicht muss ich den Zufall öfters einladen.
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