Buchempfehlung: Austin Kleon - Don't call it art
Wer diesen Blog in den letzten Jahren regelmäßig gelesen hat, wird Austin Kleon hier auch schon begegnet sein. Kleon ist Künstler aus den USA, auch wenn er es mit seinem aktuellsten Buch selbst wohl nicht mehr so nennen würde. Es ist das vierte Buch von ihm in einer Reihe, die ich als Impulsgeber bezeichnen würde, statt als Ratgeber. Denn Kleon lässt erfreulich offen was genau mensch tun sollte und teilt aber Überlegungen, wie mensch das eigene Denken zu Kreativität erneuern kann.
"Don't call it art" ist, wie er selbst sagt zu einem Teil ein Buch über Kreativität und zum anderen ein Buch über Elternschaft. Was ihm aber gelungen ist, dass das Buch auch viel zu geben hat, wenn mensch nur eines der Kriterien erfüllt. Eltern die keine Kunst machen, aber auch Künstler*innen die keine Eltern sind können kluge Impulse von diesem Buch bekommen.
Kleon hat seine eigene Elternschaft und die Beobachtungen daraus als Grundlage genommen um sich anzuschauen, wie mensch ganz befreit kreativ sein kann, gelöst von Grenzen die aufkommen, wenn wir erwachsen werden. Er beruft sich aber nicht nur auf sich, sondern wählt reichlich Zitate von anderen Personen, die sich zu beiden Bereichen geäußert haben.
Einige der Impulse darin waren für mich so neu und hatten auch ungewöhnlich gutes Timing in meinem Leben. So hat das Buch nochmal verändert wie ich auf die Zeit mit meinem Kind schaue, aber auch Blockaden gelockert, die ich mit mir selbst zum Thema "Ziele" hatte.
Kleon bleibt seinem Stil der andren Bücher dabei treu, die Texte darin sind sehr kurz, es gibt viele Vermischungen mit Skizzen und Blackout Poetry. Die Sprache ist immer recht einfach gehalten - Ich habe es im Englischen gelesen. Es gibt reichlich Kapitel, was die Portionen sehr verträglich macht und das Buch eignet sich auch gut zum Stöbern, reinblättern und später nochmal nachlesen.
Ich bin komplett voreingenommen was Austin Kleons Bücher angeht, deshalb ist die Objektivität in dieser Empfehlung sicher sehr kurz gekommen. Dass ich aber so ein Fan von Kleon bin und ihn auch als einen Mentor für mich und mein Schaffen sehe, kommt aber auch nicht aus dem Nichts.
An objektiven Buchbesprechungen habe ich selbst aber auch gar nicht so ein großes Interesse. Also daran sie selbst zu schreiben. Lesen tue ich sie gerne. Meine Frage an euch ist, ob ihr gerne noch weitere Buch- bzw. Medienempfehlungen von mir haben möchtet?
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