Mein Problem mit Ryan Holidays "Right thing, right now" bis Seite 65

Es sind gute Zeiten um sich damit zu beschäftigen was Gerechtigkeit und Recht ist. Ehrlich gedacht, sind dafür immer gute Zeiten. Gerechtigkeit ist eben kein Wert für schlechte Zeiten, sondern für immer. 

Ryan Holiday bearbeitet in seinen Büchern die Philosoph*innen des Stoizismus. Allen voran Marc Aurel, dessen Tagebücher weit nach seinem Leben zu einer Wertebibel für viele geworden sind. (Was er in dem Buch selbst sagt, dass er das so nicht wünscht). In "Right thing, right now" geht es eben um Gerechtigkeit und viele ihrer kleineren Bauteile. 

Um nicht nur über Werte zu reden, sondern auch Geschichten anzubieten, wählt Ryan Holiday gerechte bekannte Personen (bisher nur Männer) als Beispiele für große Gerechtigkeit. Zu fast jeder dieser Personen schreibt er, dass ihnen ihr gerechter Ruf fürs ganze Leben nachgesagt wurde, dass sie nie schlecht, schwach oder davon abweichend waren. 

In meinem Leben habe ich schon viele Fehler gemacht. Wenn es mir schlecht geht, schwimme ich darin, wie Dagobert Duck in seinem Geldspeicher. Auch wenn es mir ein Wunsch ist gerecht zu sein und gutes zu tun, schaue ich auf ein Leben zurück aktuell, wo mir das oft auch einfach nicht gelungen ist. 

Vergleiche sind der Dieb jeglicher Freude, sagt eine Redewendung und in diesem Fall ist es die Hoffnung und Motivation. Ich bin erst auf Seite 65 des Buches, aber ich hoffe es kommen noch Geschichten von Einsichten, Fehlern, Übernahme von Verantwortung, Entschuldigungen und persönlichem Wachstum. Denn gerade bekomme ich den Eindruck, dass mensch entweder super gerecht geboren wird oder halt nicht. Und an so eine undurchlässige Dualität mag ich nicht glauben. Selten ist es so einfach. 

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