Text: Wind
Wind ist gut. Den Teppich kraulen. Den Hund kraulen. Eis an der Stirn. Ein kaltes Tuch im Nacken. Aber Wind ist gut. Durch die kleinen Härchen. Eine Strähne die tanzt. Die Dichte des Stoffes meines Shirts spürbar durch den Zug auf meiner Brust. In den Bäumen. Wind ist gut. Ein kleiner Tanz. Ein Nicken der Äste das ich gebrauchen kann, weil es mir sonst zuletzt an Zuspruch fehlt. Mit Daumen und Zeigefinger in meiner Wange wurde mein Kopf gehalten und für mich geschüttelt. Nein gesagt habe ich nicht. Ja gesagt habe ich nicht. Wind ist gut, das habe ich gesagt. Trägt weg, trägt her, trägt weiter. Pfeift ein Lied. Ohne Noten. Als ich auf dem Teppich liege pfeife ich auch eines. Die Suche nach einem Echo. Kraule den Teppich. Traurig sein ist gut. Tränen sind gut. Dann spürt mensch den Wind stärker.
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