Keine Angst
Als mir auffällt, dass ich lange nichts mehr wirklich gezeichnet habe, bin ich fein damit. Als Blitzlicht kommt ein Gedanke auf. Denn fürs Zeichnen und Malen hatte und habe ich gar keine Ziele. Hier steht so eine verstellbare Figur für Posen, ich habe Grundlagenbücher fürs Zeichnen von Comics, intensiv genutzt habe ich beide nicht. Hier und da habe ich was geübt, aber ich verfolge kein Projekt.
Der Gedanke der aufkommt: Ich glaube nicht dass ich Zeichnen können wollte um das zu meiner Kunst zu machen, ich glaube dass ich mehr Zeichnen wollte, damit ich keine Angst davor habe. Und die habe ich tatsächlich nicht. Ich mache kleine Doodles für Gesten an Freund*innen, ich skizziere mehr in meinem Notizbuch, wenn Stifte auf dem Tisch stehen habe ich keine Angst dass jemand bewerten könnte was ich mache.
Inzwischen bastel ich auch, nähe manchmal (Reparaturen vorallem), arbeite nochmal anders mit Holz als zuvor. Alles ohne größere Angst, vorallem mit einem Wissen, dass ich Fehler machen werde. Manches davon beinhaltet die Chance Teil meiner Kunst zu werden. Ich glaube, dass Worte alleine eben nicht mehr meinen vollen künstlerischen Ausdruck abdecken. Vorallem reizen mich auch vermischte Medien. So wie unser Alltag ja auch immer ist.
Andere Techniken anfangen ist nicht nur sinnvoll, wenn mensch für sich daraus Produkte gewinnt. Das Produkt darf unsere Erfahrung sein und das Wachstum der Bereitschaft etwas zu probieren.
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