Fünf mal
Das Blatt hängt an einem dünnen Ast, der an einem dicken Ast, der am Stamm, der auf Wurzeln und die im Boden.
Mein Fingerknochen hängt an der Hand, am Unterarm, am Oberarm, in der Schulter, am Rückgrat. Und dann sind da auch die Muskeln. Und dann sind da auch die Blutbahnen. Und dann sind da auch die Nerven.
Mein aktueller Gedanke hat hinter einem Warum einen Grund. Dieser Grund hat hinter einem Warum eine Ursache. Diese Ursache hat hinter einem Weshalb eine Ursache. Die Ursache hat hinter einer weiteren Frage eine Geschichte.
Und sie alle können mit dem Problem oder Hindernis zu tun haben. Ein Warum reicht nicht.
Toyoda Sakichi gilt als Begründer der "Five why"-Methode. Ein Tool zur (Selbst-)Befragung in Situationen, das helfen soll Zusammenhänge zu finden.
Als Elternteil habe ich den Eindruck dass dieses Tool bei Kindern fest installiert ist. Doch wenn wir älter werden machen wir es uns manchmal zu leicht eine Antwort oder Ausrede zu haben.
"Ich kann das Buch nicht schreiben." - "Ich werde nie Erfolg haben." - "Niemand mag was ich mache." Und so viele mehr und noch so andere Qualitäten. Gerade wenn es uns schlecht geht, wir neidisch sind oder wütend oder traurig, dann versuchen wir uns in Erklärungen die nicht ungeprüfbar sind. Dabei liegt unsere nächste mögliche Handlung in diesem System.
Wenn die Blätter welken, können Wasser und Mineralien an den Wurzeln fehlen. Wenn die Finger weh tun, kann es sein, dass wir für eine andere Stelle im Körper etwas tun müssen. Wenn wir das Buch nicht schaffen, kann das an unserem Arbeitsplatz liegen. Wenn niemand mag was wir mögen, haben wir es vielleicht noch nicht genug Leuten gezeigt. Wenn ich keinen Erfolg habe, muss ich vielleicht erstmal erkennen was für mich den überhaupt ein Erfolg wäre.
Warum? Weil xyz. Und dann noch vier Mal.
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