Let's Play Terraria #15

Es gibt auf der Zeitleiste aktuell drei Punkte, die sich seltsam zu einander verhalten.
Der erste ist der Zeitpunkt, den ich im heutigen Teil des Let's Play beschreibe. Das ist eure Gegenwart, hier könnt ihr in den Kommentaren Missionen vorschlagen.
Der zweite ist mein Spielpunkt. Das ist meine Gegenwart. Immer ein Stück vor dem, was ihr lesen könnt. Da setze ich dann zeitlich verzögert eure Aufgaben um und versuche vorwärts zu kommen. Mal mehr, mal weniger.
Der dritte Punkt ist der, an dem ich gerade schreibe. Ja, nach meinem geistigen Plan produziere ich eigentlich vorne weg, so dass ich diese Woche schreibe, was ihr nächste Woche lest. Warum ich das erzähle? Damit ihr wisst, warum manche Missionen nicht sofort bearbeitet werden und warum manches zwischendurch ein wenig wirsch erscheint.
Also, so wie diese Einleitung.

Als Orientierung, entgegen den drei Zeitebenen, hier nochmal der Stand der Aufgaben:

Missionen:
- Baue einen Zierteich mit 2 Goldfischen darin
- Finde Sand unter deiner Basis
- Plündere zwei Kisten, während der Suche nach Sand
- Besiege die Goblinarmee
- Erstelle die Dschungel-Rüstung
Quests:
- Bringe die Lebensenergie auf Maximum
- Bringe das Mana auf Maximum
- Baue den Space Lift

Wir waren beim letzten Mal ja in Richtung des Dschungels los gezogen, weil wir ja Glas für die Biosphäre haben wollte, aber auch für die Alchemie. Hier greife ich jetzt mal vor weg, da ich diese Information extrem wichtig finde:

Die Baumfarm mit einer Glasrückwand zu bauen ist ein Fehler. Bäume können vor einer Rückwand nicht wachsen. Ich hätte mit dem Aufbau also die Farm vernichtet. Das wusste ich noch nicht, als auf die Reise zum Sand ging, aber das weiß ich jetzt. Was sollt ihr also noch groß auf diese wichtige Information warten?



Entgegen allen vernünftigen Überlegungen, lasse ich mich im Dschungel dazu verleiten, in eine Höhle zu steigen. Diese bietet Zugang zum Untergrund. Der Dschungel-Untergrund als Biome ist mehr so das  Ciudad Juarez unter den Gegenden. Alles hier will dich töten und alles hier ist dafür auch ordentlich ausgestattet.
Nehmen wir zum Beispiel meinen ersten Feindkontakt dort

Der Snatcher (oben im Bild) ist zwar fest an einem Punkt im Boden verankert, kann aber durch Wände nicht gestopt werden. Mit 60 Lebenspunkten durchaus tough und auch gerne mal im Rudel unterwegs. Der Schaden, der aus diesen Rankenpflanzen rauskommt, ist auch durchaus ernst zu nehmen. Die besondere Schwierigkeit: Da sie durch Wände können, tauchen sie manchmal aus der Dunkelheit plötzlich durch den Boden oder andere Begrenzungen auf.

So richtig ins Dschungelbiome komme ich nicht rein, immer wieder wandelt sich das Biome in einen regulären Untergrund, was wohl bedeutet, dass wir genau auf der Kante zwischen den Gebieten unterwegs sind.

So können wir Vorzüge aus beiden Regionen mitnehmen. Blinkroot  ist einer dieser Vorzüge. Grundsätzlich wächst diese, tatsächlich leuchtende, Alchemiezutat überall wo es Schmutz (Erde) oder Matsch gibt, allerdings darf der Boden nicht bewachsen sein. Daher taucht dieses Kraut eher im Untergrund auf, wo die Böden oft noch umberührt sind. Es ist Basisbestandteil vieler guter Tränke, zum Beispiel auch vom Spelunker-Trank.

 Die Suche im Untergrund lohnt sich sehr. Neben dem im Screenshot zu sehenden, Life Crystal, finden wir auch eine Truhe, die ein paar schöne neue Sachen für uns parat hält.

Der Beach Ball zum Beispiel, ist schön. Mehr aber auch nicht. Er erfüllt keine wirkliche Funktion, kann aber, wenn er platziert wurde, von Spieler hin- und her-geschossen werden. Ein nettes unterhaltsames Gimmick, aber für uns wertlos.

Der Gravitiy Potion, der in der selben Truhe auf uns wartet, ist aber dann tatsächlich ein Highlight. Dieser Trank erlaubt es uns, Drei Minuten lang die Gravitation zu kontrollieren. Nicht für die gesamte Spielwelt, sondern nur für uns. Einfach per Tastendruck lässt sie sich umkehren.
In der Steuerung ist das anfangs etwas verwirrend, aber der Nutzen überwiegt. In jeder Welt verstecken sich als Mini-Biome nämlich fliegende Inseln, die sich mit Hilfe des Tranks sehr gut suchen lassen.
Und diese Inseln wiederum locken mit eigenen einzigartigen Schätzen und auch einigen sehr unterhaltsamen Materialien. Was da so alles kommt, sehen wir dann später, denn eventuell treffen wir beim Bau unseres Space Lifts auf eine fliegende Insel.

Noch sind wir aber nicht in luftigen Höhen, sondern immer noch in den unterirdischen Höhlen. Mal zum Überblick, damit ihr euch vorstellen könnt, wie weit wir schon am Dschungel runter gegangen sind eine Karte. Wir sind rechts am tiefsten Punkt.
















Ein guter Zeitpunkt, um mal wieder zurück in die Basis zu gehen. Auch wenn die Touren da recht erfolgreich sind, sind sie doch auch irgendwann ermüdend. Außerdem habe ich bei Terraria, wenn alles zu lange gut geht, immer das Gefühl, dass bald die Katastrophe eintreten muss. Zu oft bin ich bittere Tode gestorben.

In der Basis, irgendwann ritualisiert sich sowas, schaue ich nochmal das Inventar durch, was ich so aufgehoben habe. An Truhen ist ja nicht Pause, wenn mensch reinschaut, daher neige ich im Feld oft dazu einfach auf "loot all" zu klicken. Diese Option erlaubt es alle Gegenstände aus einer Truhe aufeinmal zu nehmen. Dass dabei manchmal übersehen wird, was so alles gierig gegriffen wurde, ist für mich ganz normal.

Das ich aber ausgerechnet die Hermes Boots übersehen habe, ärgert und wundert mich dann doch. Bei diesen Schuhen handelt es sich um eines meiner Lieblingsaccesoires, das im Untergrund zu finden ist und dort eigentlich nur in Truhen. Wenn sie ausgestattet sind und die Figur einige Blöcke weit gelaufen ist, geht die Figur automatisch in einen Sprint über. Der Effekt lässt nur nach, sollte mensch die Laufrichtung ändern. Gerade für Bosskämpfe eine wertvolle Ergänzung. Und außerdem auch mit dem, neulichst erwähnten Goblin Tinkerer, später sehr gut mit anderen Accesoires zu kombinieren.

Unterwegs sind uns natürlich auch Erze nachgelaufen und daher können wir, im wahrsten Sinne, auf-rüsten. Bein- und Kopf-Rüstung werden durch ihre Platinvarianten ausgetauscht, die mit jeweils Fünf Verteidigungspunkten einen bedeutenen Fortschritt sind.

Um die neue Rüstung zu testen, fordern wir das Auge des Chuthlu heraus, welches dann auch so hart verliert, dass es nicht mehr, als diesen einen Satz Erwähnung wert ist.

Zur Orientierung: So weit hatte ich letzte Woche schon gespielt, aber noch nicht geschrieben. Ab jetzt wusste ich also erst, dass ich einen Space Lift zu bauen habe.

Und mit der Frage, wie das aussehen könnte, fange ich an, unsere Basis kritisch zu durchleuchten. Dabei komme ich zu dem Schluss, das einiges zu tun ist. Manches ist praktischer und anderes kosmetischer Natur, aber Terraria macht aus jedem eine Hobby-Tine-Wittler. Wenn mensch schon einen Stützpunkt hat, dann darf er auch schön sein.

Die To-Do-Liste sieht erstmal so aus:
- Baumfarm ohne Rückwand bauen
- Grundlage für Spacelift finden
- Aquarium umbauen

Ich bin immer, auch privat, ganz schlecht darin eine Sache fertig zu machen, wenn ich an anderen offenen Aufgaben vorbei laufe. Am Ende bring ich zwar alles fertig und auch in der Zeit, die es brauchen darf, aber wer mir beim Arbeiten zuschaut, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Und nicht für Applaus.





Da ich schon letztes Mal die Idee für das neue Aquarium hatte, setze ich da an. Ich entglase und entwässere die alte Anlage, die ja keinen einzigen Fisch anlocken konnte. Ich vermute, dass es auch hier an den Rückwänden gescheitert ist. Die Tiere der Spielwelt können wohl nicht dort spawnen, wo vom Spieler gebaut wurde. Ein Indiz dafür: Im Winterbiome laufen Pinguine, im regulären Wald-Biome Hasen. Innerhalb meiner Basis ist noch nie einer aufgetaucht.
Daher will ich lieber ein natürliches Aquarium anlegen. Und was eignet sich da besser, als dieses Loch links neben der Basis? Nicht die Zombiefalle, sondern das Teil, wo wir die Brücke drüber gezogen haben. Es wird zwar deutlich mehr Wasser brauchen, als unser Aquarium, aber dafür auch deutlich fetziger aussehen. Ist "fetzig" ein Wort, das Frau Wittler benutzen würde? Bestimmt. Vielleicht auch "fesch".

 Nach der friedfertigen Entglasung - In manchen Kulturkreisen ist "Entglasung" auch das Stichwort für das Einwerfen von Scheiben - der Baumfarm, entschließe ich das Design der Biosphäre maßgeblich zu ändern. Die kleine schwebende Plattform rechts der Basis verbinde ich mit dem neuen Dach aus Erde. So soll zum einen das Gras rüber wachsen und zum anderen erhöht sich die Sicherheit vor dem Stützpunkt, da wir nun dort nur noch Feinde aus einer Richtung erwarten müssen.
Wenn unsere Dachbegrünung dann gewachsen ist, freue ich mich auf die Ranken, die sich immer unterhalb der bewachsenen Blöcke bilden, wenn dort Freiraum ist. So wird die Baumfarm hoffentlich eine schöne grüne und wilde Optik bekommen. Wohlfühlfaktoren, ich sag es euch. Außerdem können wir dann aber im nächsten Schritt die Baumfarm auch effektiver machen, da sich oberhalb jetzt ja eine zweite Etage bietet.

Nun zu unserem Großbauprojekt:

Unwichtiges voran:
Da unsere Baumfarm keine Rückwand mehr hat, können dort Gegner spawnen. Daher wurde der Wachturm zweiseitig mit Seilen statt Türen ausgestattet. Zombies z.B. lernen beim Blutmond Türen zu verwenden und das würde eine ziemliche Sauerei geben. Bin ich froh, dass sich die NPCs an Zombies nicht infizieren. Wobei es ein schöner neuer Schwierigkeitspunkt wäre.

Wichtiges daran:
Diesen neuen Turm nutze ich als Basis für den Space Lift. Hach. Space. Wenn ich das Wort schreibe, muss ich an diesen knuffigen übermotivierten Emotion-Core aus Portal 2 denken. SPAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAACCCCCCCCCCCEEEEEEEEEE. Space. Falsches Let's Play.

Der Lift wird ein recht simples Design. In der Mittelspur bauen wir mit Seil und nutzen den Seilbeschwörertrick. Kein offizieller Name, nur meine Bezeichnung dafür. Seile haben die nette Eigenschaft, dass sie auch aufeinander gebaut werden können. Wir können also von unten nach oben bauen, dabei auch das Seil mit hinauf fahren. Das ist eine gute Technik um aus Senken auf zu steigen und auch eine mögliche Variante, wie ohne Gravitation-Trank nach fliegenden Inseln gesucht werden kann.

Solltet ihr übrigens mal kein Seil haben, gibt es dass für Zehn Kupfermünzen beim Händler. Das ist recht günstig.


Ihr seht, wir sind mit dem Lift auf einem guten Weg. Mensch könnte guten Gewissens sagen, dass es aufwärts geht. Harharhar! Wie wir den Lift weiter ausbauen, seht ihr im nächsten Teil des Let's Play. Damit das Chaos zwischen den drei anfangs erwähnten Zeitachsen schön groß bleibt, frage ich euch jetzt in eurer Jetzt-Zeit, wer in meiner Jetzt-Zeit eigentlich von unseren NPCs in die Raumstation ziehen soll?
Was soll mit der Basis am oberen Ende des Space Lift passieren?

Typischer abschließender Check:
Missionen:
- Baue einen Zierteich mit 2 Goldfischen darin
- Finde Sand unter deiner Basis
- Plündere zwei Kisten, während der Suche nach Sand
- Besiege die Goblinarmee
- Erstelle die Dschungel-Rüstung
Quests:
- Bringe die Lebensenergie auf Maximum
- Bringe das Mana auf Maximum
- Baue den Space Lift


Weitere Teile des Terraria Let's Play

Kommentare

  1. Wozu könnte eine Orbitale Basis besser geeignet sein als Tot und Verderben auf deine Feinde herrabregenen zu lassen ... ähm *räusper*
    Bau doch einen Todesstern!? *Kleinlaut*


    Wieder sehr schönes LP. Echt "fetzig"! ;)

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    1. Todesstern wäre auch ein schönes Großbauprojekt gewesen. Dazu sage ich was im nächsten Teil des LP.

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  2. Ich finds fesch! Eine fliegende Insel ist zwar eigentlich für einen kleinen Jungen mit Affenschwanz am Besten geeignet, aber du könntest auch das Partygirl da raufschicken, wenn sie dann irgendwann mal da ist.
    Falls noch neue Quests angenommen werden: Locke das Partygirl an!

    BTW: Der letzte Patch hat auch die Konsolenversion von Terraria auf Stand von 1.2 gehoben. Hat mich zwar meine geliebte erste Welt gekostet, aber dafür kann ich mich jetzt mit Queen Bee und dem Golem messen!

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    1. Partygirl anlocken nehme ich als Mission auf.

      Ein neuer Patch der Konsolenversion ist immer die Ankündigung für einen neuen Patch der PC-Version. Bin gespannt, was da bald kommen mag.

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