Dieser Artikel ist eine Scheibe Käse

Das Kind mal erst etwas wohin. Dann guckt es mich an und sagt was das jetzt ist. Dann guckt es mich wieder an und sagt, dass es doch etwas ganz anderes ist. Mit den Augen eines Erwachsenen finde ich, dass es wie keine der beiden Sachen aussieht. Mit den Augen eines Pädagogen sehe ich, dass das Kind vollkommen altersgerecht noch sehr abstrakt, in Kringeln und Kritzeln darstellt. Als Künstler schaue ich darauf und sage "Okay. Das ist jetzt also diese Sache.", weil ich weiß, dass der Ausdruck vielfältig sein kann. Aber ich bin auch beeindruckt. Denn gedrängelt von Perfektion, empfundener Ästethik eines virtuellen Publikums, denken wir oft das Kunst die wir machen bestimmte Dinge können muss, um gefallen zu können. Wir machen einen Plan und schreien in uns rein, wenn wir 0,5% Abweichung im Plan haben. Manchmal schreien wir auch raus. 
Und dann steht das Kind da und sagt "Das ist eine Ente, nein doch nicht, das ist der Untergang des Kapitalismus an der Vorstellung des ewigen Wachstums, ach nee, es ist doch ein Haus." Und akzeptiert irgendwie, dass noch nicht so gezeichnet werden kann, wie es in der echten Welt aussieht. Und nicht so, dass andere es mögen. Ich nehme das für mich mit. 

Kommentare

Zur Zeit viel gelesen: