Eric Zimmerman - The rules we break
Als ich neulich ein Video von Eric Zimmerman geteilt habe, ist mir aufgefallen dass ich noch gar nicht das Buch von ihm vorgestellt habe, welches ich gelesen habe.
"The rules we break" beschäftigt sich mit dem Entwerfen und Spielen von Spielen. Dabei zeigt Eric Zimmerman in Essays und Praxisübungen was seine Gedanken und Erkenntnisse zum Spielen sind. Und besonders zum Spielen als Kunstform. Denn das ist was Zimmerman in seinem akademischen Auftrag und seinen ehrenamtlichen Engagements als These verfolgt. Spielen ist eine Kunstform. Und damit bringt er einige Aspekte in Verbindung. Kreativität, Lernen, Lebendigkeit und Verwirklichung als verbindene Eigenschaften im Spiel, aber eben auch in Kunstformen.
Besonders spannend ist das Eric Zimmerman mit Hilfe seines Buches auch "Play-Testing" als wichtige Methode anzeigt. Da werden also erste Entwürfe von Spielen gemacht, dann wird an den Regeln herumprobiert, um neue Spiele zu erschaffen oder das bestehende Spiel interessanter zu Gestalten. Eine Arbeitsweise, die Künstler*innen hilft und wichtig einzuüben ist. Denn die Chance beim ersten Mal das Kunstwerk so hinzubekommen wie mensch es sich vorstellt ist gering. Sie ist nicht null, aber sie ich eben gering. Die Chance steigt mit Übung, und für Übung braucht es eben viele Durchgänge mit (Fehl-)Versuchen und Erkenntnissen über das Werk. Bei Spielen ist dabei das angebotende und das ankommende Erleben ganz wichtig.
Zimmerman lockert mit seinen Fragen und Thesen dabei auch das eigene Denken auf. Immer wieder, obwohl ich wirklich viel Zeit in meinem Leben mit Spielen verbracht habe, stoße ich auf neue Gedanken bei seiner Lektüre und habe nach seinem - und weiteren Büchern von Kolleg*innen von ihm - neue Zugänge zu spielen gefunden. So habe ich bei sehr vielen Spielen inzwischen deutlich weniger Scheu von vorne anzufangen nach etwas Spielzeit, oder tue mich auch leichter darin im laufenden Spiel ein Spiel zu verändern. Die meiste Zeit erlebe ich Spiele auch mit einem klareren Bewusstsein, was mir wiederum auch erlaubt sie besser anzuleiten, wenn es das braucht.
Nach der ersten Lektüre des Buches habe ich damals auch in meinen Kreativangeboten immer mehr Spiele eingebaut. Es war spannend zu sehen, wer sich da einbringt, wer nicht mit macht, wer bereit ist sich auch etwas aufzugeben und eine Rolle zu spielen. Es war für mich erkennbar, dass es der Kreativität und den folgenden Kreativprozessen hilft, wenn wir zuvor gespielt hatten. Ich vermute weil es unsere Lebendigkeit angekurbelt hat, ohne größere Risiken zu bergen. Jede Niederlage war kurz und mit dem Ende des Spiels vorbei, es wurde zusammen gelacht und nicht übereinander. Gute Grundlagen für Sicherheit in einer Gruppe und die braucht es dann für Kreativität in einer Gruppe.
Ich würde dieses Buch vor allem Menschen empfehlen, die viel mit Menschengruppen arbeiten. Noch mehr wenn deren Aufgabe ist gemeinsam in irgendeiner Form kreativ zu sein. Wer selbst Spiele, egal ob analog, digital, für zuhause, für draußen, entwerfen möchte, bekommt hier wichtige Hinweise und Impulse.
Erneut gilt mein Dank dem Buchshop im Museum Folkwang in Essen, die solche besonderen Bücher oft in zentraler Auslage haben und/oder bei ihren Sonderverkäufen.
"The rules we break" beschäftigt sich mit dem Entwerfen und Spielen von Spielen. Dabei zeigt Eric Zimmerman in Essays und Praxisübungen was seine Gedanken und Erkenntnisse zum Spielen sind. Und besonders zum Spielen als Kunstform. Denn das ist was Zimmerman in seinem akademischen Auftrag und seinen ehrenamtlichen Engagements als These verfolgt. Spielen ist eine Kunstform. Und damit bringt er einige Aspekte in Verbindung. Kreativität, Lernen, Lebendigkeit und Verwirklichung als verbindene Eigenschaften im Spiel, aber eben auch in Kunstformen.
Besonders spannend ist das Eric Zimmerman mit Hilfe seines Buches auch "Play-Testing" als wichtige Methode anzeigt. Da werden also erste Entwürfe von Spielen gemacht, dann wird an den Regeln herumprobiert, um neue Spiele zu erschaffen oder das bestehende Spiel interessanter zu Gestalten. Eine Arbeitsweise, die Künstler*innen hilft und wichtig einzuüben ist. Denn die Chance beim ersten Mal das Kunstwerk so hinzubekommen wie mensch es sich vorstellt ist gering. Sie ist nicht null, aber sie ich eben gering. Die Chance steigt mit Übung, und für Übung braucht es eben viele Durchgänge mit (Fehl-)Versuchen und Erkenntnissen über das Werk. Bei Spielen ist dabei das angebotende und das ankommende Erleben ganz wichtig.
Zimmerman lockert mit seinen Fragen und Thesen dabei auch das eigene Denken auf. Immer wieder, obwohl ich wirklich viel Zeit in meinem Leben mit Spielen verbracht habe, stoße ich auf neue Gedanken bei seiner Lektüre und habe nach seinem - und weiteren Büchern von Kolleg*innen von ihm - neue Zugänge zu spielen gefunden. So habe ich bei sehr vielen Spielen inzwischen deutlich weniger Scheu von vorne anzufangen nach etwas Spielzeit, oder tue mich auch leichter darin im laufenden Spiel ein Spiel zu verändern. Die meiste Zeit erlebe ich Spiele auch mit einem klareren Bewusstsein, was mir wiederum auch erlaubt sie besser anzuleiten, wenn es das braucht.
Nach der ersten Lektüre des Buches habe ich damals auch in meinen Kreativangeboten immer mehr Spiele eingebaut. Es war spannend zu sehen, wer sich da einbringt, wer nicht mit macht, wer bereit ist sich auch etwas aufzugeben und eine Rolle zu spielen. Es war für mich erkennbar, dass es der Kreativität und den folgenden Kreativprozessen hilft, wenn wir zuvor gespielt hatten. Ich vermute weil es unsere Lebendigkeit angekurbelt hat, ohne größere Risiken zu bergen. Jede Niederlage war kurz und mit dem Ende des Spiels vorbei, es wurde zusammen gelacht und nicht übereinander. Gute Grundlagen für Sicherheit in einer Gruppe und die braucht es dann für Kreativität in einer Gruppe.
Ich würde dieses Buch vor allem Menschen empfehlen, die viel mit Menschengruppen arbeiten. Noch mehr wenn deren Aufgabe ist gemeinsam in irgendeiner Form kreativ zu sein. Wer selbst Spiele, egal ob analog, digital, für zuhause, für draußen, entwerfen möchte, bekommt hier wichtige Hinweise und Impulse.
Erneut gilt mein Dank dem Buchshop im Museum Folkwang in Essen, die solche besonderen Bücher oft in zentraler Auslage haben und/oder bei ihren Sonderverkäufen.

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