Kritzel macht Ferien ...

... oder sucht er vielleicht noch immer verzweifelt nach einer Möglichkeit sein überfälliges Bad nachzuholen?

Wer weiß!? Bis nach Ostern müsst ihr euch erstmal gedulden, dann werdet ihr es vielleicht erfahren.

Um euch die Zeit bis dahin ein wenig zu vertreiben habe ich beschlossen, das Lets Play ein wenig interaktiver zu gestalten. Getreu dem Motto - Kritzel macht, was wir wollen! - könnt ihr ab sofort seine Geschichte in Teilen beeinflussen.

Los geht es mit etwas einfachem und wir werden sehen, wie das von der breiten Masse angenommen wird.

Welchem großen Monster soll der bald schon größte Jäger aller Zeiten als nächstes gegenübertreten? Zur Auswahl stehen folgende vier Exemplare.

1. Großjaggi
Viel Lärm um nichts!
Dieses Alphatier eines Jaggirudels zählt zu den einfachsten großen Brocken gegen die ein Monsterjäger antreten kann.

Fraglich ist nur, wie Kritzel die erste Begegnung mit diesem Jagdziel erlebt.
(Bildquelle: http://de.monsterhunter.wikia.com)



2. Seltas Drone
Diese hübsche Geselle ist ein Neuzugang im Monster-Hunter-Universum, denn er tritt erstmals in MH4 auf.

Der bis zu 7,5 Meter große Insektoid (Neopteron) ist ziemlich flink, flugfähig und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Gildenjungfer.

Wie Kritzel das wohl verarbeitet?
(Bildquelle: http://de.monsterhunter.wikia.com)




3. Velocidrome
Dieser Vogelwyvern ist ein größeres Ärgernis als sein Verwandter aus Nummer 1. Velocidrome sind kleiner dafür aber schneller, unberechenbarer und besitzen einen Pinangriff mit dem sie Jäger mit ihren Hinterläufen am Boden festnageln können, während der Rest des Rudels sich auf das wehrlose Opfer stürzt.
Ob Kritzel wohl an dieser Art der Zuneigungsbekundung gefallen findet?
(Bildquelle: http://de.monsterhunter.wikia.com)


4. Yian Kut-Ku
Klingt komisch, ist aber so! Dieser lustige Geselle zählt auch zur Kategorie der Vogelwyvern, hat aber einige schmutzige Tricks auf Lager.

Das etwas tollpatschig wirkende Tierchen kann Feuer speien, ist flugfähig und verdammt schnell!

In dieser Auflistung mit Sicherheit der gefährlichste Gegner, dem Kritzel und Mautzi aktuell gegenüber treten können. Riech ich da schon wieder verbrannte Katzenhaare?
(Bildquelle: http://de.monsterhunter.wikia.com)


So, nun seid ihr gefragt. Schreibt einfach in die Kommentare, welches Monster es sein soll. Das Jagdziel mit den meisten Stimmen wird Kritzels nächste große Beute, oder umgekehrt.

Die Abstimmung läuft bis einschließlich Samstag den 04.04.2015 um 23:59 Uhr.

Kritzel, Tagebuch eines Jägers (2)

Tag 2, Verbrannte Pfoten und ein Arsch voller Bienen

Glumanda mag kein Wasser! Ich hatte gerade den Fuß in die Wanne gesetz, als dieser stinkende Mistkäfer sein Heil in der Flucht suchen wollte. Dummerweise ohne vorher von mir ab zu lassen. Ich glaube, er hat mich sogar ein Stück angehoben als er lossurrte. Ab da habe ich einen Filmriss. Als ich später neben der Wanne erwachte, war es draußen bereits stockfinster und der dämliche Käfer schlief seelenruhig, meinen Arm in seiner schraubstockartigen Umklammerung haltend. Das Badewasser war natürlich inzwischen erkaltet, also verzichtete ich darauf, es erneut zu versuchen und verschob die Körperhygiene auf später.
Ich muss dringen in den kommenden Tagen mal ein Wörtchen mit dem örtlichen Waffenmeister reden, damit er mir erklärt, wie ich das Kinsekt kontrollieren kann. So wie das aktuell läuft, entspricht das absolut nicht meinen Vorstellungen von Komfort. Naja wenigstens habe ich die Nacht nicht frieren müssen, mit dem Feuerkäfer unter meiner Bettdecke, aber ich glaube nicht, dass die Mädels sich nach einem nach Monsterdung stinkenden, eingesandeten, wenn auch überaus attraktiven Mann verzehren, wenn ein Terriergroßer roter Käfer mit ihm die Bettstatt teilt. Hier muss dringen nachgeputzt werden. So ein richtiger Jagdchampion braucht schließlich seine Groupies und die sollten definitiv keine sechsbeinigen Krabelviehcher mit wasserphobie oder maunzende Fellknäule sein.

Die grüne Trotteline vom Gildenschalter rümpfte heute Morgen wie erwartet ihre dämliche Stupsnase, als ich, Mautzi und Glumanda bei ihr vorbei schauten, um unseren ersten richtigen Auftrag zu bekommen. Memo an mich: Sand im Schritt ist weder lustig noch besonders bequem. Ich brauche dringend ein Bad!

Egal! Jetzt hieß es erstmal Quests, Quest, Quests, Quests! Gleich konnte ich jagen gehen.
Vielleicht einen Rathian erlegen, oder einen Kecha Wacha? Ich war auf alles vorbereitet ...

Ein Rathian Flugwyvern.
20 Meter Muskeln, Zähne und schlechte Laune.
(Bildquelle: http://monsterhunter.wikia.com/)

Ein Kecha-Wacha im Wutmodus.
(Bildquelle: http://monsterhunter.wikia.com/)
... nur nicht auf Angeln, Kräutersuche, Pilzernte, Eierbeschaffung, Bergbau und Steakbraterei. Hallo!? Ich bin Jäger, kein grenzdebiler Sammler! Einstiegsquests, nannte sie das. Ich müsste erst die Grundlagen lernen, behauptete sie. Alle haben mal klein angefangen, belächelte sie mich. Blöde Kuh! Tochter einer stinkenden Seltas. Als ob ich sowas nötig habe.

Grün, hässlich und nervtötend.
Da wo Seltas draufsteht, könnte auch die Gildenjungfer drin stecken.
(Bildquelle: http://monsterhunter.wikia.com/)
Ich, Kritzel, der bald schon größte Jäger aller Zeiten solle meine Zeit mit Blumenpflücken verplempern? Keine Chance!

Naja, ich hab mich dann doch breit schlagen lassen und konnte so wenigstens einige Tränke brauen, die mir später noch gute Dienste leisten werden und ein wenig Krempel für den Rüstungsbau habe ich dabei auch sammeln können. Man(n) ist ja praktisch veranlagt. Außerdem konnte ich mich mit meinem ersten Jagdgebiet vertraut machen. Die Ahnensteppe ist gar nicht mal so übel. Kaum Sand, weite Ebenen und einige Höhlen sind ein guter Ausgangspunkt für reichhaltige Beute. Zum Abschluss des Tages schicke sie mich dann nochmal los, um Honig zu besorgen, der wohl eine gaaaanz tolle alchemistische Zutat seien soll.
Ja, klar! Da will sich bestimmt bloß jemand sein Frühstück sichern. Ich nahm den Auftrag trotzdem an, was allein der Tatsache geschuldet war, das in dem betroffenen Areal räuberische Monster gesichtet worden waren. Endlich konnte ich beweisen was in mir steckt! Sollte sich Mautzi doch währenddessen um den blöden Honig kümmern. Ich hatte Blut gerochen. *
*Ja, sein eigenes Blut. Er bekommt immer Nasenbluten wenn er sich aufregt. (Anmerkung von Mautzi).

Wir erreichten ziemlich schnell den auf der Karte eingezeichneten Ort, wo sich ein Schwarm Wildbienen ihr Nest gebaut hatten. Summend und surrend suchten die emsigen kleinen Biester umher und sammelten den Nektar naher Blumen. Vorsichtig näherten wir uns dem Nest und ich gab Mautzi den Befehl sich mal genauer umzusehen, während ich unseren Rückzug deckte. Der pelzige Feline war gerade dabei das Nest vorsichtig zu öffnen als ein heiseres Gackern und Knurren auf drohende Gefahr hinwies. Sofort löste ich die Gleve von meinen Rücken und schüttelte meinen Arm, um den schlafenden Glumanda zu wecken. Fast gleichzeitig sprangen drei Jaggi aus dem Unterholz. Garstige kleine Predatoren. Typische Rudeltiere, die dank ihren starken Hinterläufe ihr Opfer anspringen konnten, um es dann mit ihren messerscharfen Klauen zu zerreißen. Reflexartig riß ich den Arm hoch und tatsächlich löste sich das Kinsekt von mir und flog auf die Gegner zu. Und wäre dieser dämmliche Feline nicht stehen geblieben, Glumanda hätte zumindest einen der Jaggi getroffen.*
So aber verbrannte das Feuersekret des Kinsekts das Fell von Mautzi bevor ich Glumanda zu mir zurück rufen konnte. Als es dann von dem pelzigen Nichtsnutz abließ, um seinen angestammten Platz wieder einzunehmen, zog es den Gestank von verbrannten Haar hinter sich her und hatte natürlich keine stärkende Monsteressenz ernten können.
*Hätte er dabei nicht laut "Du bist dran, Glumanda!" geschrien, hätte mich der Lachkrampf nicht paralysiert und ich müsste jetzt nicht frieren. Mein schönes Fell, au miau! (Anmerkung von Mautzi)

Wenigstens lenkte der brennende Feline die Jaggi lang genug ab, so dass ich sie mit meiner Gleve niederstrecken konnte.
Raptoren würden Jaggi kaufen. Kleine nervige Vogelwyvern.
(Bildquelle: http://monsterhunter.wikia.com/)
Es war ein ruhmreicher Kampf, eines echten Jägers würdig und so deckte ich mich anschließend mit Trophäen meiner Opfer ein, bevor ich Mautzi in den nahen Teich kickte, um die letzten Schwelbrände zu löschen. Eines muss man dem kleinen Kerl lassen, er ist zäh und trägt es mit Fassung! Außerdem scheint das Allergieproblem erstmal aus der Welt. Heute ist ein schöner Tag. Naja, zumindest war er das bis dahin. Es fehlte ja noch der Honig, doch diese  Bienen erwiesen sich als weitaus gefährlichere Gegner als die Jaggi.
Erneute Memo an mich: Sand im Schritt ist unangenehm! In Kombination mit dutzenden von Bienenstichen erreicht er jedoch eine ungeahnte Qualität von Unbehagen.

Ich hatte nicht wenig Lust der grüne Schlampe den Honig durch die blöde Stupsnase einzuflößen, als sie uns freudig strahlend begrüßte. Ich knallte ihr knurrend die Beute auf den Tisch, kassierte ohne weitere Worte die Belohnung und dann suchten wir den nächsten Heiler auf.

Inzwischen kann ich wenigsten auf der linken Pobacke wieder halbwegs sitzen. Mit dem Bad wird das heute aber wohl wieder nichts. Doch ich lasse mich nicht unter kriegen, denn ich bin Kritzel, und Morgen erlege ich ein richtiges Monster. Notfalls auch das grüngewandete Mistding hinterm Gildenschalter.

Bildimpressionen vom "Parkleuchten"

Der Hartmann | 16.03.15 | / | 9 Kommentare
Auch dieses Jahr erstrahlte der Essener Grugapark wieder in vielen bunten Farben.
Anlass war das diesjährige "Parkleuchten", was im Prinzip eine mehrtägige Veranstaltung innerhalb des Parks ist, bei dem mit Licht Kunst geschaffen wird.
Bäume werden bunt angestrahlt, Kunstwerke und Skulpturen ebenso. Teilweise wird auch nur aus buntem Licht ein Kunstwerk erschaffen.
Eine spannende Angelegenheit, bei der jeder auf seine Kosten kommt, denn so ein bunt beleuchteter Park ist einfach wundervoll.
Natürlich war ich dieses Jahr auch wieder vor Ort und natürlich hatte ich auch meine Kamera samt Stativ dabei. Hier ein paar Eindrücke


Streamhighlights Kalenderwoche 10

Jay Nightwind | 14.03.15 | / | 2 Kommentare
Diese Grippewelle nervt echt rum. Daher sind wir im Moment nicht so viel im Stream unterwegs und hüpfen, wie rechts zu sehen, lieber in eine schönes Erkältungsbad.

Wobei, ganz so stimmt es nicht, denn in den Highlights und beim Streamen werden wir inzwischen immer mehr, so dass in dieser Woche auch Styx2Gamma uns mit den Highlights seiner Videospielabenteuer bereichert.

Was uns dieser Woche so alles passiert ist, gibt es also in unterschiedlichen Längen, hier:

Kritzel, Tagebuch eines Jägers (1)

Liebes Tagebuch, ich schreibe diese Zeilen weil ich scheinbar ein ziemlich unzuverlässiges Gedächtnis habe. Warum das so ist weiß ich nicht. Vielleicht zu viel Alkohol oder man hat mir kräftig auf den Kopf geschlagen, oder beides. Das wieso ist ja eigentlich auch unerheblich. Fest steht, dass ich weder weiß woher ich komme, noch wie ich heiße.

Da mich das aufdringlich, trottelige Gildenmädel in dem grünen Sack, den sie wohl als Kleid bezeichnet, ständig mit Kritzel anquatscht habe ich beschlossen, dass dies vorerst mein Name sein soll, bis mein Gedächtnis zurückkommt.

Um möglichen weiteren Blackouts vorzubeugen, sollen diese Niederschriften ein Archiv meiner Erlebnisse sein.

Tag 1, Sand in der Unterhose
Ich bin auf einem Wüstensegler aufgewacht und hatte mächtige Kopfschmerzen. Laut Aussage des ziemlich überheblichen Kapitäns der sich nur "Der Karawanenführer" nennt bin ich wohl so eine Art Jäger. Nun, das würde die nach Dung stinkende Rüstung, das stumpfe Knochenschwert und das zerbeulte Schild erklären, das wohl früher mal ein Küchenutensil war. Laut meinem "Gastgeber" muss ich bei der Ausrüstung wohl noch ziemlich Grün hinter den Ohren sein. Ehrlich gesagt glaube ich das nicht. Wenn ich mir meine Ausrüstung so anssehe muss ich wohl ziemlich lebensmüde sein oder einfach nur dumm. In dem Outfitt bin ich doch kaum mehr als ein schmackhafter Happen Monsterfutter. Zugegeben, ein ziemlich gutaussehender, wenn man unter die Schale aus stinkendem Leder und Nieten schaut.

Naja, jedenfalls war das Schiff gerade auf dem Weg in Richtung Val Habar, einem Wüstenkaf das scheinbar als Basis für Jäger wie mich dient. Natürlich verlief unsere Reise nicht ohne Zwischenfall. Die Siedlung war schon in Sichtweite als uns ein waschechter Dah'ren Mohran angriff. Woher zum Teufel weiß ich wie das Vieh hieß? Egal, es war ein Drachenältester der sich im Sand so fortbewegt wie ein Fisch im Wasser. Ein ziemlich großer Fisch! Das Vieh war größer als unser Schiff und natürlich wurde ich als Bauernopfer vorgeschickt das Biest zu vertreiben, während sich die Crew unter Deck versteckte. Wenigstens blieb der Karawanenführer in Reichweite, wohl aber nur, weil sein "kostbarer" Hut auf dem Rücken des Ungeheuers geweht wurde.
Dreimal dürft ihr raten, wer diesen Stofffetzen zurückholen durfte. Ich sollte dringend an meiner Hilfsbereitschaft arbeiten. Die ist definitiv viel zu ausgeprägt. Jedenfalls hat der Karawanenführer nun mehr als einen bei mir gut, nicht nur wegen dem Sand in meiner Unterhose, sondern auch weil ich mit Hilfe der Bordbewaffnung das Biest in die Flucht schlug. Naja ein paar herbeieilende Jagdschiffe hatten auch einen kleinen Anteil daran. Aber ich habe die Hauptarbeit geleistet. Ohne mich hätte das Biest glatt uns und die Wüstenbasis zerlegt. Ich war der Held des Tages, doch keiner wusste das besonders zu würdigen. Undank ist halt der Welten Lohn.

Kaum waren wir angelandet, wurden wir von Bord geworfen. Scheinbar war der Karawanenführer doch nicht der Kapitän des Schiffs gewesen. Er bot mir allerdings einen Job an. Ich sollte als Jäger für ihn arbeiten und würde im Gegenzug freie Kost und Logis in seiner Karawane erhalten. Als ich ihn fragte, welche Karawane er meint deutet er an, dass dies unsere erste Aufgabe sei. Leute zu finden, die mit uns durchs Land ziehen, um Ruhm und Ehre zu suchen. Ich hatte soviel Sand zwischen den Zähnen, dass mir Rum eigentlich in dem Moment gereicht hätte. Der Typ muss ein ganz schöner Trottel sein, wenn er glaubt ich Arbeite für Ruhm und Ehre. Dennoch willigte ich ein und bekam auch gleich mal einen Gehaltsvorschuss, um mir anständige Ausrüstung zu besorgen. Das tat ich dann auch umgehend. Naja fast umgehend denn zuerst stellte er mir meinen Jagdpartner vor, der mir ab sofort zur Seite stehen sollte, einen Felynen. Das sind katzenartige, kleine, zähe Viecher die gelernt haben auf dne Hinterpfoten zu laufen. Kleine Katzenmenschen so zu sagen. Und mit dem Typen sollte ich zusammenarbeiten? Ich, mit meiner akuten Katzenhaarallergie, wie mir das augenblickliche Tränen und Jucken meiner Augen beschied? Na, was tut man nicht alles für ein wenig Geld in der Tasche. Das kleine, haarende Pelzknäul stellte sich mir in einem völlig unverständlichen Maunzen vor und so beschloss ich ihn einfach Mautzi zu nennen. Im gleichem Atemzug legte ich auch gleich mal ein paar Regeln fest.

1. Er schläft draußen!
2. Keine Streicheleinheiten!
3. Er geht immer vor, um die Lage auszukundschaften.
4. Er bleibt zurück, um meinen strategischen Rückzug zu decken.
5. Bedingungsloser Gehorsam geht über den Trieb zur Selbsterhaltung
6. Wenn er aufmuckt lass ich aus ihm eine Reumadecke anfertigen

Ich denke er hat es verstanden, denn er nickte mit dümmlich lächelndem Gesichtsausdruck und verkrümelte sich erstmal in Richtung Karawanenenlager.

Ich aber widmete mich wieder meiner Ausrüstung. Der Zahnstocher und der Topfdeckel landete im nächsten Mülleimer und dann stand ein Besuch beim örtlichen Händler auf dem Plan. Nachdem ich mir dort eine brauchbare Rüstung ausgesucht hatte, wand ich mich der Waffenauslage zu. Mit Interesse betrachtete ich einen langen Stab mit Knochenklinge und griff danach. Die Warnung des Händlers kam etwa eine Sekunde zu spät, denn kaum hatte ich die Gleve berührt, schnellte ein Roter Blitz aus einer dunklen Ecke und prallte gegen mich.
Ein Blick nach unten offenbarte das Grauen. Scheiße, da hatte sich ein riesiger roter Käfer in meinem Unterarm verbissen. Nachdem ich meine Panik in Rekordzeit überwunden und mich wie ein echter Mann mit meiner neuen Situation abgefunden hatte*, ließ ich mir vom Händler die Waffe erklären. Das Kinsekt, so hieß das Käferding, das über Pheromone an die Waffe gebunden war ging eine symbiotische Beziehung zu seinem Träger ein. Mit etwas Übung konnte man es auf Monster loslassen denen es Essenzen entzog und diese seine Partner zuführte, wodurch dieser gestärkt wurde. Nun, das klang doch gar nicht so schlecht. 
 *Er lag 4 Stunden apathisch wimmernd in der Ecke (Anmerkung von Mautzi)

Da mein Kinsekt scheinbar dem Element Feuer zuzuordnen war und eine recht angenehme Wärme verströmte, gab ich ihm kurzerhand den Namen Glumanda und beschloss seine Möglichkeiten gleich mal in der Praxis auszuprobieren. Ich begab mich zum örtlichen Questschalter der Jäger-Gilde, um den ersten Auftrag anzugehen. Leider hatte der für heute schon geschlossen, doch die Gildentippse dort war gleich Feuer und Flamme von der Karawanenidee und schloss sich uns kurzerhand an. Dabei nannte sie mich ständig Kritzel. Scheinbar kennt sie mich. Mit mir in die Kiste wollte sie aber trotzdem nicht, die blöde Kuh. Wenigstens stieß sie sich zur Strafe gleich mal den Kopf und bekam dann auch beinahe noch das Brett mit den Auftragsanschlägen auf den Selbigen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie so blind wie ein Maulwurf ist und mich schlich mit irgendeinem ihrer Ex verwechselt. Allerdings frage ich mich wie besoffen die gewesen sein müssen, um mit der eine dauerhafte Beziehung einzugehen. Ich meine Grün ist die Hoffnung, aber bei der ist die doch schon längst verloren, so wie die sich anzieht und durch die Gegend stolpert.
Ich bin scheinbar umgeben von Trotteln! Ich seh es schon vor mir. Eine Karawane volle Trottel und ich darf ständig die Kohlen aus dem Feuer holen. Egal, darüber zerbreche ich mir ein andermal den Kopf. Jetzt geh ich mich erstmal duschen, um endlich den Sand aus meinem Schritt zu bekommen. Ich hoffe Glumanda mag Wasser.

Mein Name ist Kritzel und mein Traum ist es, der größte Monsterjäger aller Zeiten zu werden.
Mit Glumandas und Mautzis Hilfe werde ich das schaffen.

Gotta kill them all! Ich geh morgen jagen.

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Willkommen zu meinem etwas anderen Lets Play von Monster Hunter 4 Ultimate. In unregelmäßigen Abständen werde ich hier Kitzels Abenteuer in Form solcher Tagebucheinträge veröffentlichen. Storyspoiler und Seitenhiebe auf Pokemon nicht ausgeschlossen. ;)



Das Ende

Quelle: Wikimedia
Ich wache auf, noch bevor der Wecker randaliert.
Ist vielleicht auch besser, dass die Ruhephase vorbei ist, denn so richtig zur Ruhe gekommen bin ich letzte Nacht nicht.
Meine Augen öffnen sich langsam. Sehr langsam und ich bemerke: Irgendwas stimmt nicht.
Ich fühle mich komisch. Alle Sinneswahrnehmungen wirken irgendwie dumpf.

Die Geräusche, die in meine Schlummerbude eindringen kommen mir leiser und undetaillierter als sonst vor.
Dass meine Sicht unscharf und verschwommen wirkt, beunruhigt mich nicht, das ist bei mir nach dem Aufwachen normal. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass meine Augenlider dann nur wenige Yoktometer weit geöffnet sind.

Mein Geruchssinn ist völlig außer Gefecht gesetzt, denn meine Nase ist völlig dicht. So richtig. Als hätte jemand meine Nasenflügel mit Industriekleber an meiner Nasenscheidewand festgeklebt und die noch offenen Stellen mit Bauschaum abgedichtet.
Meine Augen brennen wie Hölle. Bei jedem Nieser tränen die auch noch wie blöd. Ich sehe aus, als hätte ich grad etwa eine Dreiviertelstunde geheult.
Und mein Hals erst. Der fühlt sich an, als würde jemand dort drin eine Brandrodung durchführen. Jeder Schluck tut saumäßig weh.

Oder um es kurz zu machen: So ziemlich alles, was eine schöne Grippe ausmacht, vermistelt mir grade gehörig den Tag.

Himmel, geht es mir dreckig.

Beim morgendlichen Gang zum Klo stelle ich fest, dass meine Gliedmaßen sich anfühlen, als würden professionelle Eishockeyspieler mit ihren Schlägern die ganze Zeit da draufkloppen. Und ihr kennt Eishockeyspieler: Zimperlich sind die nicht.
Zu allem Überfluss hab ich auch noch einen Kopp wie ein Rathaus. Um die Abrissparty in meinem Kopf zu verdeutlichen: Es fühlt sich an als würden Manowar, Slayer, Cannibal Corpse, Iron Maiden und Kataklysm gleichzeitig ein überdurchschnittlich lautes Konzert in meiner Denkmuschel geben.

Gott, ist mir elend!

Ich lege mich wieder ins Bett und mir wird klar: Arbeiten? Nee, dat wird heut nichts.
Ich rufe meinen Chef an.

"Hallo?"
"Chef, pass mal auf, der Hartmann hier. Arbeiten stellt heute keine Option dar."
"Und wieso?"
"Kennen Sie Cannibal Corpse?"
"Ja, mein Sohn hört die."
"So ungefähr gehts mir heute."
"Oh..."
"Ja, das hab ich mir auch gedacht."
"Gut, dann bleiben Sie lieber zu Hause. Wenn Sie sich eher so Helene- Fischer- mäßig fühlen, sagen Sie mir noch mal Bescheid, dann kann ich Sie einplanen."
"Wenn es mir so geht, kommt es zu einer unschönen Begegnung zwischen einer Schusswaffe und meinem Kopf. Aber Botschaft angekommen. Ich meld mich. Tschüsselameng."

Boah, ist mir usselig, das ist nicht lustig.
Das kann keine gewöhnliche Erkältung sein. Ich bin mir sicher, dass meine Zeit auf Erden zu Ende geht.
Ich rufe meine Freundin an und setze sie auf den neusten Kenntnisstand.
Dann sage ich:
"Hast du was zu schreiben da?"
"Ja, habe ich." sagt sie hörbar irritiert
"Gut, dann diktiere ich die jetzt was."
"Okay?"
"Ich fange an. Überschrift: >Mein Testament<. Bitte mittig in die oberste Zeile und zwei mal unterstreichen."
"Sag mal, hast du Holz geraucht? Du hast nur eine kleine Erkältung. Also stell dich mal nicht so an, du Waschlappen."

Wütend lege ich auf.
Da möchte man in den letzten Minuten, die man noch hat, etwas sinnvolles machen und wird nicht ernst genommen. Alles muss man selber machen.
Ich greife mir ein Blatt Papier und einen Stift.
"Mein Testament:
Finger weg von meinen Sachen!".
Ging ja schnell.

Ich drehe mich auf den Rücken und denke: So geht es also zu Ende mit mir. Dabei wollte ich noch so viel machen. Zum Beispiel der scheiß Dreckstaube, die mir neulich in Oberhausen volle Möhre auf den Pulli gekackt hat mal so richtig schön auf den Kopf scheißen.
Oder diesen einen dämlichen Fahrgast, der sich neulich minutenlang bei mir über die Verspätungen der Züge ausgelassen hat, einfach mal zehn Minuten durchgehend anschreien und ihm danach noch meinen schweren Rucksack aber mit so richtig Schmackes in die Fresse schmettern.
Und dann würde ich sagen: "Don`t fuck with Eisenbahnern, Motherfucker!"
Besser als jeder Terentino- Film.

Und ich wäre noch gerne in fremde Regionen gereist. Irgendwo in Dritte Welt - Gebiete. Castrop- Rauxel oder so.
Außerdem wollte ich noch eine Fremdsprache lernen. Mich haben exotische Sprachwelten immer schon interessiert. Deswegen wollte ich mich nächsten Monat auch eigentlich für einen Österreichischkurs angemeldet.
Ich meine, wer für Prostituierte den Begriff "Gürteltier" verwendet, kann ja nur eine großartige Spache haben.

Ja, das wäre schön. Ist jetzt aber leider zu spät.
Jetzt kann ich nur noch darauf warten, dass Vatter Tod kommt und ich wortlos ins Licht gehen kann...

Streamhighlights Kalenderwoche 9

Der Nachtwind | 07.03.15 | / / / | 2 Kommentare
Das Motto dieser Highlightsammlung ist klar und nicht nur durch unsere Grafik hier rechts deutlich:
Wir brennen für GTA Online!

Kein anderes Spiel hat es diese Woche in die Highlights geschafft. Und da gibt es jetzt nicht nur kürzest Clips wie zu letzt, sondern ein paar Einblicke in die sehr unterschiedlich erfolgreiche Arbeit unserer Nachtwind-Crew. Viel Spaß.

PS: Wir entschuldigen uns für das Echo in manchen Videos. Wir lernen noch, wie mensch vernünftig alle Spieler in die Aufnahme bekommt, bei Online-Partien.

1. GTA Cribs

Jay: Wir lümmeln uns erstmal ein wenig in ein paar Buden bei GTA Online rum. Keine große Action, aber rumalbern in fremden Häusern. Hermann sieht übrigens aus wie Pagan Min aus FarCry 4.

2. Kill the Boss

Jay: Hermann - hier in seiner rothaarigen Inkarnation - Und Sven versuchen sich an einer Mission, die tatsächlich recht knackig ist.

3. Hermann kapert einen SWAT-Wagen

Jay: In other News - Sven ist müde.

4. Ein kleiner "Trick" zur Auflockerung


5. Hubschrauberüberfälle und #Firstworldproblems

Jay: Hubschrauber fliegen langweilt uns so schnell, dass Sven und ich erstmal auf dem Handy (Im Spiel) im Netz rumsurfen. U-u-u-u-u-ultra Hipster!

6. Und dann sind wir mal ein paar Rennen gefahren

Jay: Mir hat das ja Spaß gemacht.