LP: Tekken Tag Tournament 2 - Zufallsteams und Inhalte

Jay Nightwind | 27.05.16 | / / / | Kommentieren
Na? Habt ihr den Kanal von uns schon auf Youtube abonniert? Ich empfehle das auch nur, weil ihr so sicher mitbekommt, wenn da etwas passiert. Aufgrund von fehlender Zeit und schlunziger Nachlässigkeit habe ich nämlich zum Beispiel hier gar nicht mehr die aktuellen Folgen von meinen ungleichmäßigen unregelmäßigen Tekken-Streams geteilt.

Daher, der Faulheit wegen, hier mal der Link zu unserer vollständigen Gaming-Playlist, wo auch noch Gehversuche von Hermann mit dabei sind.


Ich bin euch dankbar! Wenn auch ich keinen dieser coolen professionellen Streamkanäle betreibe, war doch bei der Ausgabe drei meines Tekken-Streams tatsächlich ein engagierter Zuschauer im Chat, mit dem ich intensiv quatschen konnte. Es ging mir dabei um Sexismus in Videospielen, wenn auch nur sehr oberflächlich. Die kurze Erklärung:

Beat'em'Ups wie Tekken sind meiner Meinung nach eigentlich ein toller Ort für weibliche Spielfiguren, weil sie hier genau so kompetent wie die Herren sind. Natürlich beherschen sie andere Bewegungen, aber keine weibliche Figur in einem Prügelspiel ist unfähiger oder schwächer, aufgrund ihres Geschlechts. Auch mit ihnen kann eine Runde gewonnen werden, wie mit jeder anderen Figur auch.

Schade ist es dann aber, wenn die weiblichen Figuren durch ihre Outfits oder andere Darstellungen im Spiel doch wieder sexualisiert werden müssen. Die Grenze was Kampfkleidung und was Sexismus ist berührt sich gelegentlich, aber in einigen Fällen ist es doch überdeutlich, dass hier die Reduzierung von Frauen an anderer Stelle stattfindet. Das finde ich schade, denn es ist eine unfassbare Gelegenheit, die ausgelassen wird.

Die Diskussion um solche Inhalte wird und wurde im Netz heftig geführt, gerade zu Zeiten von #GamerGate. Da ich es meinem einen engagierten Zuschauer noch schuldig bin, wird es in den nächsten Tagen im Blog dazu einen Beitrag mit Lektüreempfehlung geben. Falls euch Sexismus in Videospielen also interessiert, behaltet uns im Gedächtnis. Gerne könnt ihr uns auch jetzt schon eure Fragen zu diesem Thema stellen, dann lassen wir sie in den kommenden Beitrag mit einfließen!

Friend in Need - Vorläufige Pause

Jay Nightwind | 23.05.16 | / / | Kommentieren
Ahoi. Bloggen ist ein komisches Hobby. Eigentlich macht mensch es für sich, es geht ja darum irgendwie Tagebuch zu schreiben und gleichzeitig macht mensch es nicht für sich, denn es ist ja öffentlich. Und wer veröffentlicht, will halt auch gesehen werden.

Seit längerem habe ich Lust, eine durchgängige Serie in den Blog zu bringen, vor einigen Jahren hatte ich ja auch mit Hans schon 2274 geschrieben, eine SciFi-Serie. Damals war ich schlauer. Ich habe die Reihe für mich geschrieben, es ging mir darum Figuren, die in meinem Kopf rumgeisterten auf gute Abenteuer zu schicken. Zu dem sollte es eine Art Schreibübung sein.

Friend in Need hat auch so angefangen, war mal eine nette Schnapsidee, zart basierend auf der alten Amalgam-Reihe in der Marvel und DC-Helden aufeinander getroffen sind. Ein herliches schreckliches Chaos. Leider hat sich beim Schreiben Friend in Need in den Versuch verwandelt, eine besonders lustige, eine sehr gefällige Reihe zu schreiben, die möglichst Menschen ködert. Das wäre nicht so verwerflich als Ziel, wenn es dann nicht so niederschmetternd wäre, wenn es nicht zum gewünschten Erfolg führt. Denn Kommentare, Resonanzen, "Likes" und auch das die Reihe geteilt wird, dass ist nicht passiert und waren traurigerweise meine Ziele.

Ich will hier ganz ehrlich sein: Ich bin an diesem seltsamen Punkt, wo ich weiß, dass meine Sachen nicht schlecht sind, vielleicht manches sogar echt gut, aber ich das Gefühl habe, nicht die Resonanz zu bekommen, die ich - "verdient" will ich nicht sagen - gewünscht habe. Ich blogge seit Acht Jahren, Slamme seit Sechs und das mit zufriedenstellendem Erfolg, aber aktuell wenig Interaktion mit den "Konsumenten". Die ist mir wichtig, die brauche ich auch als Antrieb. Vermutlich bin ich ein Unterhalter und mag gerne bedienen.

Aber wenn die Motivation dann einschläft, weil halt eben die Ziele auch nicht mehr aufrichtig sind, dann kann mensch sich weiter durchquälen oder einen klaren Schnitt machen. Ich entscheide mich für zweiteres. Steward Fin ist mir sympathisch genug, dass ich ihn behalten möchte und die Idee immer noch ganz okay, aber vorläufig geht er mit seinen neuen Superfreunden in eine unbestimmte Pause. Ich hoffe bald wieder Folgen für ihn zu produzieren und so die erste Staffel zu einem Ende zu führen.

In der Zwischenzeit werde ich mich wieder mehr Projekten zu wenden, die sich mehr "ich" anfühlen und weniger eine Angel für neue Leser sein sollen. Wenn ihr zu Friend in Need Anmerkungen haben solltet, wäre jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt, um diese in die Kommentare zu werfen. Ich bin für jedes Wort dankbar.

Empfehlung: Björn Gögge - Oktaven

Jay Nightwind | 18.05.16 | / | Kommentieren
Eine der wundervollsten Sachen in den modernen Zeiten ist, dass es so wundervoll einfach sein könnte, viele Menschen mit seinen Inhalten und Talenten zu erreichen. Eine weitere tolle Sache ist, dass ich bequem von zuhause aus Unterstützer von unglaublichen Leuten sein kann, lange bevor sie den Durchbruch haben. Oder ich kann sie sogar zum wohlverdienten Durchbruch bringen.

Björn Gögge war bei uns schon Interview-Gast, macht selber Podcasts, ist Poetry Slammer und ein echt guter Mensch. Aber es gibt eine ganz besondere Sache. Er hat dieses Talent, diesen Moment, wo er sich von dem coolen Dude in diesen Sonderling verwandelt, der abgeschnitten von der ganzen Welt wundervolle Klangteppiche webt, gemacht aus dem, was ich für Magie halte. Anders sind die sphärischen Klänge und filmreifen Soundtracks nicht zu erklären.

Der Gute bietet nun sein erstes Album "Oktaven" zum sehr fairen Preis von "Was es dir wert ist" auf Bandcamp an. Es wäre so wünschenswert, dass ihr euch das Album anhört. Macht euch euer Bild und seid dann vielleicht die Menschen, die später sagen können: "Diesen Björn Gögge, den habe ich schon unterstützt, da hat er noch nicht in den großen Theatern gespielt." Oder vielleicht seid ihr die Leute die sagen werden: "Nice." Ich kann euch nur sagen, das Björn euch super dankbar sein wird.

Also hört mal rein:

Konzertbericht: The Red Hot Chilli Pipers

Der Hartmann | 17.05.16 | / | 2 Kommentare
Als ich 2015 in Schottland war, betrat ich in Edinburgh einen Laden.
Aus den Boxen der Musikanlage schallte Dudelsackmusik.
Doch es war nicht dieses "Typische", was einem sofort im geistigen Gehörgang erscheint, wenn man das Wort "Dudelsack" hört, also nicht dieses "drei dicke Schotten stehen auf saftigen grünen Wiesen und sackpfeifen vor sich hin".
Nein, es war anders.
Es war rockig, es hatte Schmackes und es klang verdammt gut.
Auf einem kleinen Fernseher konnte man sich das Ganze dann auch visuell reinziehen.
Bislang kannte ich so eine ansatzweise ähnliche Musik nur von Bands wie den Dropkick Murphys oder The Real McKenzies.
Aber die Musik in diesem Laden hatte etwas Eigenes, ich hätte noch stundenlang dort bleiben können.
Zurück in Deutschland wurde direkt das Album "Live at the Lake" der "Red Hot Chilli Pipers" gekauft und seit jeher rauf- und runtergehört.
Umso vorfreudiger wurde ich als bekannt war, dass eben diese großartige Band aus Schottland hier in Essen auftreten würde.
Es war klar: Ich muss da hin.
Und so kam es dann auch. Am 14.04. 2016 war es dann soweit. Das selbe Programm wie auf der CD nur halt live.
Nahezu pünktlich ging die Show los. Keine Vorband, keine Ansagen, nichts. Und das war auch gut so.
Die Halle ging schon gut steil, als der Großteil der Band (alle bis auf die Pfeifer) zu Beginn in minimaler Ausleuchtung auf der Bühne stand und das Intro spielte.
Die drei Bagpiper standen auch schon dort, allerdings im Dunklen und mit dem Rücken zum Publikum.
Beim Wechsel vom Intro in den Hauptteil des Anfangsliedes "Insomnia/ Jack Elliott's Favourite/ The Dragon's Lair", setzten dann auch das Licht und die Dudelsäcke unter tosendem Gejubel des Publikums ein.
Das war der Beginn eines der besten Konzerte meines Lebens.
Die acht Kiltträger auf der Bühne spielten teils eigene Lieder, teils hervorragende Coverversionen von bekannten Stücken wie "Everybody Dance now", "Don't Stop Believin"  oder dem ZZ Top- Knaller "Gimme all your Lovin'".
Man merkte, dass die Musiker ihren Spaß hatten, zumindest grinsten sie häufig.
Außerdem machten sie so manche Faxen, die unglaublich gut rüberkamen. Wie etwa den Klassiker bei Rockkonzerten:

Etwa in der Mitte der ersten Hälfte gab es auch ein "Dudelsack- Wettbewerb". 
Die drei Pfeifer spielten nacheinander jeweils ein Solo und das Publikum sollte durch Jubel und Applaus abstimmen, wer denn nun Sieger war. 
Ich gestehe, ich habe mich enthalten, schließlich waren alle drei so unfassbar gut, dass man sich meiner Meinung nach gar nicht entscheiden konnte. 

In der Mitte der zweiten Hälfte wurde mein Schlagzeugerherz besonders glücklich gemacht, denn es gab auch ein Drumbattle. 
Der Percussionist, der ebenfalls die Marching- Snare (also eine Trommel, wie sie auch bei Paraden oft gespielt wird), trat gegen den Schlagzeuger der Band an. Dieser spielte die Tom- Tom- Variante der Marching- Snare.
Es war großartig, da nicht nur exakt und extrem schnell gespielt wurde, sondern zwischendurch noch mit den Drumsticks getrickst wurde. 
Und gegen Ende des Drum- Offs duellierten sich die beiden Kontrahenten noch gegenseitig mit den Sticks. 


Fazit: 
Es war ein unglaublich großartiges Konzert, das durch eine musikalische Intensität geglänzt hat.
Ich muss gestehen, ich war anfangs ein bisschen skeptisch, ob ich knappe zwei Stunden Dudelsackklänge aushalte, ohne dass es sich tot hört.
Doch ebenso wie bei der CD kann ich sagen: Definitiv nicht!

Und wer jetzt noch eine Hörprobe haben möchte: Bittesehr!
(Das ist im Übrigen das Anfangslied, das im Text oben beschrieben ist, nur in größerer und teils anderer Besetzung)