Vlog - Weststadtstory Sommerslam in der Gruga

Der Nachtwind | 13.08.18 | / / / | 1 Kommentar

#Stattkaffee

Jay Nightwind | 06.08.18 | / | 2 Kommentare
Ich trinke keinen Kaffee. Auch sonst habe ich es nicht so mit den bewusstseinserweiternden Gesellschaftsdrogen. Jaja, ich trinke Energy Drinks, das ist mein Guilty Pleasure. Aber ich kann jederzeit aufhören, ja, wirkLICH IST ÜBERHAUPT GAR KEIN PROBLEM, JA DIREKT NACH DEM, DEN ICH GERADE TRINKE!!!!1! JA, DANN LASS MICH HALT IN RUHE UND HALT'S MAUL!

Verzeihung, ich musste mich da kurz reinsteigern. Das kann zwischendurch ganz befreiend sein. Mal so die Energie hochdrehen, den Modus anschalten, ordentlich einen wegelektrifizieren. Das geht natürlich hier in geschriebenen Form recht entspannt, ist im Alltag aber etwas kniffliger. Gut, viele nehmen ihren Hass und fahren dann Auto, um ihn geschwisterlich und gemeinschaftlich zu teilen. Wobei, eher zu multiplizieren. Aber so als Pendler morgens im Zug ist das keine Option.

Was also tun, wenn es keine gekochte Bohne und kein anderer Rausch sein soll? Keine Sorge, ich habe da was vorbereitet und heiß aufgebrüht. Unter dem Motto "#Stattkaffee" sammel ich immer mal wieder Musik, die den persönlichen Turbo Boost aktiviert. Und zwar instant und entkoffieniert. Und weil ich den sozialistischen Ideen nahestehe (und es moderne Technik erlaubt) teile ich gerne mit euch!

Ich präsentiere:
#Stattkaffee - Die Spotify-Playlist


Von leckeren belgischen Techno-Fritten, über solide Rock-Faustschläge, die jeden Actionfilm vertonen könnten, kommt alles zum Einsatz, was wach und Bock macht. Und natürlich wächst diese Liste mit meinem Bedürfnis nach Krach immer weiter an.

Außerdem hier die Challenge:
Was ist euer persönlicher #Stattkaffee-Track? Haut mich aus den Socken und in die ungebremste Euphorie.

Gesprächsstoff #008: Kindheitserinnerungen

Was ist das Dümmste, das du als Kind 
geglaubt hast?

Miriam sagt:
Mein erster Gedanke - ich habe an den Weihnachtsmann geglaubt. Also, so wirklich. Meine Eltern waren ziemlich gut darin, mir vorzumachen, dass die Geschenke an Weihnachten von diesem bärtigen, dick-bäuchigen Typen in rot-weißen Klamotten gebracht wurden, der leider immer dann kam, wenn ich gerade nicht da war. Aber: das war leider nicht das Dümmste. Und so kommen wir zu meiner zweiten Erinnerung: Ich habe einen älteren Bruder. Und wie das so ist mit Geschwistern - man ärgert sich schon mal. Auch schon mal häufiger. Und ich wollte es meinem Bruder sehr häufig gerne heimzahlen - ging aber nicht. Weil ich kleiner und jünger und schwächer war. Aber ich dachte folgendes "Irgendwann werde ich so alt sein, wie mein Bruder. Und dann werde ich es ihm heimzahlen." Und mit "so alt" meine ich genauso alt. Ich dachte, dass ich meinen Bruder alterstechnisch irgendwann einholen würde. Und zack - dann wären wir gleichauf. Das ist wohl das Dümmste, das ich als Kind gelaubt habe.

Aber um ehrlich zu sein, es steckt ein Fünckchen Wahrheit drin. Denn klar - mein älterer Bruder wird immer älter sein. Aber inzwischen sind wir beide erwachsen. Wir haben beide Fähigkeiten und Talente und auch Schwächen und Schwachstellen. Wenn wir uns heute ärgern (das passiert tatsächlich nur noch sehr sehr selten), dann kann ich es meinem Bruder heimzahlen. Nicht mit gleicher Münze, aber irgendwas ist eben da, mit dem ich ausgleichen kann. Und damit war das Dümmste, an das ich als Kind gelaubt habe, vielleicht doch der Weihnachtsmann.


Tobi denkt:
Das ist schwierig, weil ich als Kind noch weit leichtgläubiger war, als heute. Ich hab jeden noch so groben Unfug geglaubt.
Spontan kommt mir da eine Sache in den Sinn. Mein Bruder und ich haben uns damals ein Zimmer geteilt, abends lief dann oft das Radio oder eine CD. Und so fummelte mein Bruder dann abends gerne an dem Einstellrädchen für den Radioempfang, was dieses allgemein bekannte Störgeräusch verursachte. Ihr wisst schon, dieses Rauschen mit hohen, schrillen Geräuschen.
Wie bereits erwähnt, war ich damals noch dämlicher als heute und glaubte ihm, dass das der Versuch von Außerirdischen sei, Kontakt mit uns aufzunehmen.
Jetzt war es natürlich auch genau die Zeit, als das Thema oft im Fernsehen aufkam. In Filmen, in Serien, bei "X- Faktor - Das Unfassbare", was ich damals für bahre Münze genommen habe.
Und so habe ich dann auch gerne mal Panik geschoben.
Geschwister sind schon eine feine (fiese) Sache.

Jan erzählt:
Es ist Ostern, meine Eltern stellen das Essen auf den Tisch. Ich analysiere genau, wäge ab, dann heule ich und verweigere unter heftigem Protest. Ich begründe sogar recht plausibel: "Wir essen ja auch nicht den Weihnachtsmann!" Meine Eltern lachen erst, dann fällt Ihnen ein, dass ich noch nie Essen verweigert habe oder nicht probiert habe. Es ist also ernst. 

An Ostern einen Hasen zu essen, war für mich mehr als absurd. Vollständig nicht akzeptabel. Was damals ein kindlicher Gedanke und Reflex war, hat wenigstens zu einem guten Ergebnis geführt. Ich bin recht reflektiert mit meinem Essen geworden und Feiertage hinterfrage ich auch sehr.

Fatima sagt:
Ich war davon überzeugt, dass das Meer mich verschlingt, wenn ich ihm zu nah komme. Wir waren an der Nordsee im Urlaub, also quasi im größten Sandkasten der Welt - besser hätte es nicht laufen können. Die anderen Kinder bauten ihre Burgen möglichst nah am Wasser. Sie entwarfen Swimming Pools, Wassergräben und Kanäle. Ich hielt Abstand. Näher als 15 Meter ans Wasser war ich einfach nicht zu bekommen. Das Argument meiner Eltern, dass sie schon auf mich aufpassen würden, erschien mir nicht stichhaltig. Was, wenn eine Welle kam, und wir nicht schnell genug waren? Mein Überlebenswille war jedenfalls ausgeprägt. Ich baute dann Burgen mit Muschelfassaden. Wassergräben werden sowieso überbewertet, finde ich.



Malte erinnert sich:
Ich habe als Kind sehr viel Zeit vor dem Fernseher verbracht. Von diversen Spielfilmen wie dem kleinen Satansbraten, Eine Familie namens Beethoven usw. war das Cartoon-Programm am Wochenende fester Bestandteil meiner ausufernden Freizeit. Was mir allerdings nicht ganz bewusst war, war die Tatsache, dass Cartoons gezeichnet und animiert werden. Selbst die Bezeichnung "Zeichentrick" hat mir nicht auf die Sprünge geholfen. Ich war der festen Überzeugung, dass es sich bei diesen Serien um echte Personen handelt, die einfach nur mit einer ganz besonderen Kamera gefilmt wurden. Einer Kamera, wie mein Opa sie immer benutzt hat, wenn Familienfeiern anstanden, nur eben mit einer ganz bestimmten Funktion. Ich habe keine Ahnung, was letztendlich der Auslöser war, mit dem ich die eigentliche Wahrheit hinter den Ghostbusters, Scooby Doo oder den Peanuts erkannt habe. Aber dass ich diesen Gedankengang im Kindergarten in Diskussionen knallhart vertreten habe, weiß ich noch sehr genau.

Podcast: Interview mit Jens Kotalla über "Tabus brechen. Jetzt!"

Miriam Jagdmann | 30.07.18 | / / | Kommentieren
"Tabus brechen. Jetzt!" ist ein Appell. Und es ist der Titel eines neuen Veranstaltungsformats. Die Headline suggeriert schon, worum es im Kern geht: Themen, über die sonst geschwiegen wird, ins Gespräch zu bringen. Wie genau das aussehen kann und warum das überhaupt wichtig ist, darüber habe ich mit dem Initator Jens Kotalla gesprochen:



Die Facebook-Seite zu "Tabus brechen. Jetzt!" findet ihr hier: https://www.facebook.com/tabusbrechenjetzt/

Fotohäppchen: Morgens in Mintard

Der Hartmann | 24.07.18 | / / | Kommentieren


Die Sache mit meinem Hausarzt und den Linien

Jay Nightwind | 11.07.18 | | 1 Kommentar
Mein Arzt hat schon viele gute Dinge zu mir gesagt. "Das müssen wir uns nochmal angucken, vielleicht habe ich Ihnen den Arm gebrochen." zum Beispiel, als er mir eine Muskelgruppe wieder richtig einsortiert hat. "Ich würde es Ihnen gerne verschreiben. Ich denke nur, dass 'Mit Freunden einen trinken gehen' nicht von der Krankenkasse übernommen wird.", als ich mich überarbeitet hatte und davon krank wurde.

Diesmal sagt er wieder, was ich nicht hören will. "Ich denke nicht, dass Sie depressiv sind. Sie sind nur leider genau so klug, dass sie alles zergrübeln können." Ich wäre gerne depressiv. Oder was anderes. Ich nehme alles aus dem ICD 10. Hauptsache die Antwort ist nicht, dass ich einfach ich bin und das oft sehr anstrengend ist. Ich wäre lieber krank, als klug genug. Das ist bitter zynisch für jeden Erkrankten zu hören, ich frage mich nur was schwerer ist:
Erfahren, was mensch hat oder nicht wissen, ob mensch was hat?

Mein Arzt sagt nein, ich sage Mist, er empfiehlt mir eine zweite Meinung. Ich frage ihn, ob er davon ausgeht, dass er falsch liegt und mich deshalb zu einem anderen Arzt schickt? Er sagt, dass er sich so sicher ist, dass er weiß, was ein anderer sagen wird. Er denkt, ich sollte bei einem zweiten Arzt nochmal das selbe hören. Und das tue ich. Bei mehreren Psycholog*Innen. "Es tut uns leid, Sie sind gesund."

Zurück bei meinem Hausarzt, sagt er mir, dass die Symptome zu nichts verpflichten. Als ich nach den Symptomen frage, wird mir klar, dass er nicht als Mediziner gesprochen hat. "Wenig Rückhalt aus der Familie, kein angepasstes Leben. Sie sind ein Original, mit eigenen Gedanken. Viele Menschen sind bei ähnlichen Vorzeichen krank, sie sind gesund. Sie stehen auf einer Linie."

Ich stehe auf einer Linie. So war es schon immer. Ich ging zum Gymnasium, obwohl meine Eltern nicht studiert waren. Meine Clique außerhalb der Schule akzeptierte mich, weil ihnen noch ein kluger fehlte. Die Leute mit denen ich im Jugendverband zu tun haben wollte, waren deutlich älter als ich. Die, die mit mir zu tun haben wollten, waren alle jünger als ich. Da wo es heute in meinem Leben um feinsinnige Kunstfertigkeit geht, werde ich als Vorschlaghammer gesehen. Wenn es um stumpfes Handwerkern geht, traut es mir keiner zu, weil ich so weich bin.

Ich bin besonders. Wobei ich diesen Begriff immer irreführend empfinde. Das Wort meinte mal, dass mensch sich verdient gemacht hat und eine Auszeichnung tragen sollte. Das bin ich nicht. Ich bin in nichts der Beste. Ich bin aber der Exot. Und das mit großer Zuverlässigkeit. In jeder Gruppe, jedem Team, bin ich der, der zu einem anderen Ergebnis kommt, auf die selbe Frage. Oft höre ich, dass die Menschen so jemanden "wie mich" noch nie erlebt haben. Ich rede anders, ich höre anders zu, ich habe seltsame Fertigkeiten - meine Mutantenkräfte - die mir Beobachtungen erlauben, Schlussfolgerungen. Menschen sagen mir, dass sie Angst haben, von mir analysiert zu werden. Ich merke, dass da immer diese Linie ist.

Linien sind gut. Sie verbinden. Sie trennen. Sie bringen Struktur. Mein Arzt sagt, dass ich unter den Kranken der Gesunde bin. Weil ich gesund bin. Und er ist unter den Hausärzten ein Hausarzt. Und einer, den ich sehr schätze. "Wenn wir unseren Platz in der Welt verändern wollen, müssen wir immer Energie aufwenden. Wer sich immer bewegt, wird müde und kommt nicht zur Ruhe." Das sagt auch mein Arzt. Manchmal möchte ich nicht besonders, nicht exotisch sein. Ich möchte akzeptiert sein. Wie ich bin. Keine Linie. Die Linie sieht auch nur wie eine Linie aus, wenn mensch drauf steht. Von Innen ist sie ein Kreis der einschließt und festhält. Eine Linie, die vereint. Manchmal, wäre ich gerne im Kreis. Weil ich weiß, wer auf der Linie steht, der nächste sein könnte, der rausfällt.

Kommentar: Ich bin ein scheiß Sexist!

Möchtegern-Held | 09.07.18 | / | Kommentieren
So oder so ähnlich klang es jedenfalls vor einer Weile in meinem Kopf nachdem ich auf zwei Dates als solcher beschimpft wurde. Dann war es an mir abzuwägen, wieviel da wirklich dran ist und es beschäftigt mich zuweilen immer noch.

Kurz zum allgemeinen Verständnis: Ich bin halber Brite und pflege gewisse Höflichkeiten, die ich erlernt habe. Ich halte Menschen die Tür auf – auch Frauen. Wenn ich eine Frau zu einem Date einlade, dann gehe ich davon aus, dass ich zahle, weil ich sie eingeladen habe. Nicht bei einem Kennlern-Kaffee oder so, sondern ein klassisches erstes gemeinsames Abendessen im Restaurant. Nicht, weil ich nicht glaube, dass eine Frau nicht genug Geld hätte ihr Essen zu bezahlen (so der harsche Vorwurf inkl. Standpauke, den ich mir eingefangen hatte), sondern weil ich es als nette Geste sah. Ebenso das Tür aufhalten. Für mich hat das nichts damit zu tun, dass eine Frau nicht stark genug dafür wäre oder Hilfe benötige. Ich finde das ist nett. Wenn eine Frau mir die Tür aufmacht bedanke ich mich freundlich bei ihr und denke kein Stück darüber nach, ob ich gerade an Männlichkeit verloren hätte.

Aber bin ich denn jetzt dadurch sexistisch? Ich hörte diesbezüglich den schönen Spruch „meine Freiheit hört da auf, wo die eines anderen anfängt“. Wenn dem wirklich so wäre, dann dürfte niemand mehr eine eigene Meinung haben. Oder gar irgendwas tun – weder Fleisch essen noch Strom verbrauchen, denn irgendwem tritt man immer auf den Schlips. Und war dieser Spruch jetzt eigentlich schon wieder sexistisch, weil Schlipse vorwiegend von Männern getragen werden? Immerhin wurde ich auch angegriffen, weil ich das Wort „herrlich“ benutzt habe im Kontext zu meinem Essen.

Wo wir gerade bei schlechtem Humor sind: ich lache auch über frauenfeindliche Witze (bis zu einem gewissen Grad). Ich lache auch über Witze über Behinderte (frei nach Chris Tall: für die Gleichberechtigung). Und übelst derb lache ich über Witze, die uns Männer diskriminieren und Unfähigkeit bescheinigen. Bin ich jetzt noch sexistisch oder schon rassistisch oder gar masochistisch?
Dieses Thema beschäftigt mich so sehr, dass ich mich sogar über die Nachbarskinder aufgeregt habe. Da hat ein Junge einen Ball mit gefühlt 80km/h ins Gesicht getreten bekommen und fängt an zu weinen. Der Bengel war vielleicht 7 oder 8…ja und? Das tut weh! Ich habe als Kind oft geweint. Und dann sagt ein anderer Junge: „Was ist denn mit dir? Du heulst ja wie ein Mädchen!“. Freundchen…ich habe Männer heulen gesehen wie Schlosshunde, wenn ihnen was Schlimmes im Leben passiert ist und wahrscheinlich liegt dir das auch noch bevor. Das ist doch vollkommen in Ordnung!
Aber was mache ich Sexist denn nun bei meinen Dates richtig und was falsch? Ich versuche stets charmant zu sein. Aber ich bin eben auch jemand der verbal auf Tuchfühlung geht. Mit wem ich es da zu tun habe möchte ich schon wissen. Also müssen Grenzen abgesteckt werden. Und wie das nun mal beim Flirten so ist, kann es auch mal anzüglich werden. Nennen wir es knisternd oder prickelnd – ohne dabei gleich frontal die Sex-Tür einzutreten. Man(n) möchte wissen wie pikiert, prüde, offen, freizügig oder gar polyamor das Date ist. Doch wo sind die Grenzen? Was sind die NO-GOs? Rein von mir aus würde ich nie jemanden wegen seiner religiösen Haltung oder sexuellen Vorlieben verurteilen. Und wenn das mal so geklungen hat, dann tut mir das Leid. Aber was geht nun mal gar nicht? Reduzieren auf körperliche Merkmale? Der Spruch „rotes Dach, feuchter Keller“ wurde mir von diversen Redheads lachend entgegen genommen und ich wurde dafür nicht verurteilt.
Wie wird das mal im Bett sein? Wenn ich der Dame einen festen Klaps auf den Po gebe – bin ich dann sexistisch? Auch wenn sie total darauf abfährt? Denunzieren wir damit dann andere Personen, die dies als frauenverachtend empfinden? Muss meine Partnerin jetzt ein schlechtes Gewissen haben, weil sie sich nicht als gleichwertige Frau darstellt, die mir jenes Handeln untersagt oder zumindest mir auch einen Klaps gibt?

Auf der Leinwand lieben alle James Bond - in Realität ist der Kerl auch nur ein dummes, sexistisches Macho-Schwein.

Wie sieht das mit fleischessenden, She-Males im Pony-Pet-Play mit Kommunistenstern-Brandzeichen auf der Arschbacke aus? Wessen Rechte oder Gefühle oder Ansichten verletzen die bitte alles? Gehört sowas nicht verboten?

Ihr merkt…es sind einige kritische und einige stark überspitzte Fragen dabei. Einige gehen vielleicht zu weit, andere nicht. Kurz zur Beantwortung der Frage der Dates: Beide Dates waren entsprechend das erste und das letzte Date mit den Damen und mir. Ich wünsche den Beiden dennoch alles Gute bei der Partnersuche.

Und was mache ich jetzt mit den ganzen Fragen in meinem Kopf? Ich lasse sie hier und da rotieren und hinterfrage mich selbst. Nichtsdestotrotz möchte ich „ich selbst“ sein und mich nicht krampfhaft verbiegen, um es anderen Recht zu machen. Wenn ich mit Kleinigkeiten dies tun kann – warum nicht? Ansonsten behalte ich meinen leicht zweideutigen, wortgewandten, rauen Charme. Sollte eine Frau sich dadurch diskriminiert fühlen, dann können wir vernünftig darüber reden. Sie kann auch an ihrer Selbstliebe arbeiten oder lernen zu differenzieren. Gern darf sie mir auch in die Jacke helfen und mir dann verbal versichern, dass sie sich nicht herabgesetzt fühlt, weil sie mir gerade bei einer niederen Aufgabe / Kleinigkeit zur Hand gegangen ist.

Man(n) und Frau(!) verzeih mir meine spitzzüngige Ausdrucksweise in diesem Artikel. Ich hoffe ich kann gut zwischen Flirt, Sexismus und sexueller Belästigung unterscheiden und lande besser in einem guten Resonanzfeld mit meinen Gesprächspartnern/innen als sich hier vielleicht herauslesen mag.