Clubs

Auf Instagram gibt es eine Seite, die nennt sich "Cloud Appreciation Society". Da gibt es Fotos von schönen Wolken und mensch kann seine eigenen Bilder einschicken. Sie verdienen damit kein Geld, dahinter sitzt eine unbekannte Zahl Menschen, die einfach gerne Wolken mögen. Auch wenn ich den Account nicht betreue, sehe ich mich als Teil dieser Gruppe, Gemeinschaft, dieses Clubs. 

Per Definition ist ein Club ein Zusammenschluss von Menschen mit den gleichen Interessen oder Zielen. Die Form ist dabei nicht festgelegt. Einige Clubs sind dadurch sehr offen, weil sie gar keine Form haben. Einen gemeinsamen Hashtag teilen kann also auch sowas wie ein Club sein. Ein Verein kann ein Club sein. Eine AG an der Schule. 

Clubs sind gute Orte um mit seinesgleichen zusammen zu kommen. Als ich hier im Blog über den Wunsch nach einem Notizbuchclub geschrieben habe, hat sich jemand darauf gemeldet. Jetzt sind wir eine kleine nicht öffentliche Gruppe, die sich über ihre (Begeisterung für) Notizbücher austauscht. Obwohl die anderen weit weg sind oder mir unbekannt, versuche ich dort immer wieder etwas zu machen. Ich fühle mich zugehörig. 

Viele Kommunikations-, Einsamkeits- und Gesellschafts-Forscher*innen empfehlen gegen Einsamkeit und für Kontakt mit Fremden und Neuem, Teil eines Clubs zu werden. Das ist ein perfekter Sandkasten um Verbindung, Kommunikation und Gemeinschaft zu üben. 

Ich empfehle für Künstler*innen immer wieder Artist's Circle und/oder Banden zu gründen. Aber solche Orte brauchen viel Vertrauen, weil es da schnell auch um intime Probleme gehen kann. Um feste Verbindung. Um "ride or die". Ein Club mit einem einfachen Thema kann da erstmal einstiegsfreundlicher sein. 

Ich bin im Notizbuchclub, habe einen diffusen "Latenightpoetryclub" für Leute die spät nachts noch Gedichte schreiben. Welchen Club hättest du gerne? In welchen Clubs bist du? 

Kommentare

Vielleicht auch spannend: